Unsere Reise nach China

Jetzt sitzen wir in der Transmongolischen Eisenbahn auf dem Weg nach Beijing/Peking. Im Coupé haben wir wieder Glück und treffen ein super nettes Pärchen aus den USA, Yann (amerikanischer Schweizer :-) und Karoline (Brasilianerin). Da wir am Grenzübergang wieder warten dürfen, spielen wir Karten mit David, einem Deutschen und Jurlinde, auch einer Deutschen. An der chinesischen Grenze dauert es sehr lange, bis wir weiter dürfen. Der Grund dafür ist aber interessant: Die Chinesen haben ein anderes Bahnschienensystem und deshalb werden die Räder jedes einzelnen Wagons auf deren System umgebaut. Das ganze machen sie bei voller Passagierbesetzung. Wir dürfen leider nicht aussteigen um uns mal die Beine zu vertreten oder etwas zu essen zu kaufen. Eingesperrt im einzelnen Wagon muss man brav warten. Klo gibt es auch nicht. Und das bei einer Wartezeit von 5 Stunden. Willkommen China!

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Party bei unserem Gastgeber Ko

Unbelievable Ko
Unbelievable Ko

Nachdem leckeren Essen bei Ochiroo durften wir wieder zu Gast bei Ko sein. Also machten wir uns dorthin auf dem Weg um Ko von unserer Reise zu berichten. Nachdem wir uns eine Weile unterhalten hatten, sagten wir ihm, dass wir gerne für ihn kochen möchten. Das fand Ko super und machte daraufhin den Vorschlag, dass wir doch am kommenden Dienstag kochen sollten und wir daraus eine Art Party machen könnten. Und so war es dann auch. Wir kochten für diesen Anlass deutsche Pfannkuchen mit Fleisch- und Gemüsefüllung. Insgesamt waren wir zwölf Leute. Ko hat sechs seiner Freunde eingeladen und wir luden Ramona und Raffael sowie Andy, unseren ersten Couchsurfer, ein. Das Essen war super und die Leute auch! Wir hatten einen tollen Abend mit einer Menge Spaß. Danke an alle!

 

Und vor allen Dingen möchten wir uns noch einmal ganz herzlich bei Ko bedanken, der uns so lange bei sich aufgenommen hat und uns so eine wunderbare und tolle Zeit in Ulaanbaatar verschafft hat. So haben wir einen tollen Freund gefunden und freuen uns auf ein Wiedersehen irgendwann und irgendwo!

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Wieder zurück in Ulannbaatar

Nach unserer letzten Übernachtung im Nationalpark, hieß es dann am nächsten Tag, weiter nach Ulaanbaatar, dem Endpunkt unserer Reise. Jedoch hatte Ochiroo, unser Fahrer, noch ein As im Ärmel. Das As waren in diesem Fall Buuz, denn er hatte uns zu sich nach Hause eingeladen, wo seine Frau und seine Tochter für uns aufgekocht haben. Was für ein perfekter Ausgang. Eine wunderschöne Reise, mit verdammt tollen Menschen, wunderbaren Ereignissen, traumhafter Natur und einem perfekten Team!

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Karakorum

Hier befinden sich die Hauptstadt des ehemaligen Mongolenweltreiches und der erste buddhistische Tempel in der Mongolei. Zu seiner Blütezeit lebten hier 10000 Mönche und es befanden sich 100 Tempel im Innern der Mauern. 1937 ließ Stalin 90.000 Mönche ermorden und viele Tempel niederreißen, unter anderem auch 94 Tempel im Erdene Zuu der Klosteranlage in Karakorum. Der Grund dafür war, dass die Mönche großes Ansehen und große Macht im Lande hatten und diese Eigenschaften gehörten bekanntlich nicht zu Stalins Freunden. Trotz dieses Verlustes ist die Tempelanlage sehr beeindruckend und ein Zeichen für eine wunderbare Architektur. Neben den Gebäuden haben wir auch bei einer Zeremonie zugesehen. Tolle Sache! Dies haben wir jedoch zum Zeichen des Respekts weder gefilmt noch fotografiert. In diesem Gebiet gibt es immer noch unzählige Ausgrabungen, für weitere Nachweise des Mongolenreiches. Ob es nun ein Nachweis ist oder nicht, aber das momentane Ausgrabungshighlight ist tatsächlich ein riesiger Steinpenis mit allem Drum und Dran. Aber unsere Bilder haben wir dafür auch für etwas Anderes aufgehoben.  

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Heiße Quellen

Dies sollte die Belohnung für die gesamte Reise sein. Ehrlich gesagte schwirrte dieser Name des Öfteren in unseren Köpfen herum, während wir die Rallyepisten bereisten. Nun hatte das Warten endlich ein Ende. Es war soweit. Hot Springs, bei uns waren es die „Hot Autumns“ mit wunderschönen bunten Wäldern, schneebedeckter Landschaft und heißen Quellen. Quellen mit einer Wassertemperatur von 37° und der typischen Schwefelgeruch nach faulen Eiern lag in der Luft. Das machte das Ganze dann wieder ein wenig abstoßend, aber was tut man doch nicht alles für Geist und Körper. Denn dieses Wasser hat einige gesundheitliche Vorteile, wie Vorbeugung gegenüber Rheuma oder Arthrose. Davon sind wir zwar noch nicht befallen, aber deswegen kann man den Geruch ja auch nicht abstellen. Also rein ins Wasser und rein ins Vergnügen. Davon abgesehen, dass Schwefel in der Luft lag, kamen wir uns vor wie Prinz und Prinzessin bei einem gemeinsamen Bad. Einfach herrlich, es fehlten nur noch die Trauben, der Fächermann und der Champagner. Wenigstens Letzteres wurde durch Vodka wieder wettgemacht. Aber man muss dazusagen, das man es nicht allzu lange aushalten kann, weil es doch sehr warm wird und der Kreislauf sonst Achterbahn fährt. Wir hatten noch eine lustige Bekanntschaft mit vier junggebliebenen Älteren aus Amerika. Ein entspannter Nachmittag und ein noch entspannterer Abend.  

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Ger Aufbau

Bevor wir uns heute aber auf den Weg zum Wasserfall gemacht hatten, konnten wir noch beim Aufbau eines Gers helfen. Pünktlich zum Wintereinbruch wurde noch ein Ger aufgestellt. Das ganze ging relativ flott von statten. Zuerst wird der Ring aus einem Holzscherengitter aufgebaut und befestigt. Danach wird die stützende Mittelkonstruktion aufgebaut, welche durch einzelne Holzstäbe mit dem Scherengitter verbunden wird, die dann das fächerförmige Dach ergeben. Danach wird das Ger auch schon mit Filz und Leinentuch verkleidet und dann wird der Ofen eingebaut. Zum Schluss kommen dann die Möbel dran. Wir waren nicht beim, kompletten Aufbau dabei. Aber wir konnten uns das Endprodukt nach unserer Rückkehr betrachten. Insgesamt hat der komplette Aufbau ca. 3 Stunden gedauert. Nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass eine ganze Familie in ein Ger passt!

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Benzinkocher „Trangia“

Ja, das ist eine sehr interessante Geschichte. Denn dieses gute Stück hatte uns eine denkwürdige Erinnerung gegeben. Nachdem unser vertrauenswürdiger Benzinkocher den Geist aufgegeben hatte, kamen wir mit der schlauen Idee doch einmal unseren Kocher einzuweihen. Wir haben viel Gepäck, trotzdem können wir uns nicht von unserem Heiligtum, dem MSR Gaskocher trennen, somit haben wir zwei im Schlepptau. Und diese Stunde sollte die große Stunde unseres „Trangia“ Kochers werden, ein Geschenk von zwei guten Freunden. Große Stunde ist genau das richtige Stichwort, so groß wie die Flamme am Ende wurde, kann man getrost davon reden. Aber dazu später mehr. Vielleicht ist es auch besser, Spiritus zu nehmen, anstatt Benzin, aber unsere Freunde des Vertrauens, waren sich sicher diese Wunderwaffe macht alles mit. Leider nicht alles, wie wir festgestellt haben, denn nachdem wir Benzin in die dazugehörige Vorrichtung eingefüllt haben, die Flamme ihre Wirkung zeigte und das Essen langsam köchelte ging unser persönliches Feuerwerk los. Das Essen wurde wärmer, der Geruch wurde stärker und schnell war klar, irgendwas stimmt nicht. Nachdem ich (Tobi) dann nach dem Rechten geschaut habe und den Topf abgenommen habe, kam eine gewaltige Flamme zum Vorschein. Der Topf war angerußt, die Dämpfe breiteten sich schon im Ger aus und ich versuchte die Flamme unter Kontrolle zu bringen. Leider ohne Erfolg, denn aufgrund der Hitze war es nicht möglich die Vorrichtung zu schließen um die Flamme zu drosseln. Verrücktes Teil, wo man aufgrund der Hitze, die Flamme nicht regulieren kann, weil die Vorrichtung dafür so ungeschickt zu schließen ist. Na gut, das Problem war ja noch nicht gelöst, zum Glück und das muss man hier mal festhalten, waren wir vorher so schlau, diesen Kocher auf ein Holzbrett zu stellen. Denn somit konnten wir dieses Etwas, mit einer ca. einen Meter hohen Flamme, aus dem Ger bringen, denn es hatte sich schon eine beunruhigende Geruchsatmosphäre im Ger entwickelt. Vorsichtig, damit auch nichts umkippt, schaffte ich es das Teil rauszubringen, und es dann, durch leeren des Benzins auf den Rasen, zu löschen.

 

Unser großes Glück war, das keiner der Ger-Besitzer etwas mitbekommen hat und somit soll dieses Ereignis ein Beispiel dafür sein: Benutze diesen Trangia Kocher niemals in einer Jurte!    

 

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Wasserfall

Der nächste Tag sollte dann die erwartete Entschädigung für den Vortag sein. Und so war es auch. Tobis absoluter Höhepunkt. Bis wir jedoch das Ziel erreichten, gab es noch eine Abwechslung zu unserem einseitigen Buuz essen. Wir haben „Tsuivan“ (Pasta mit Gemüse und Fleisch) gegessen, was sogar fast besser als Buuz ist, weil es wesentlich satter macht, und „Hooshur“ (Frittierte Teigtasche mit Schafsfleisch) was nicht so ganz Tobis Fall ist.

 

Nachdem wir unser Ziel für die nächsten zwei Tage erreicht hatten, haben wir uns erst einmal einen Zeltplatz gesucht. Nicht irgendeinen, sondern mit Abstand den Besten, den man im Olkhontal bekommen kann: Ein Fluss, der sich um die Steine schlängelt, eine Insel vor unseren Augen und ein grandioser Sonnenuntergang ließen uns ins Schwärmen versetzen. Ein unvergesslicher Augenblick gekrönt mit wunderbaren Bildern. Den Tag haben wir noch ruhig mit Jungle Jam (unserem Lieblingsspiel) ausklingen lassen.

 
Am nächsten Tag hieß es dann weiter staunen. Mit dem Auto fuhr uns Ochiroo bis zu einem Fluss. Diesen überquerten wir, indem wir von Stein zu Stein sprangen, was nicht immer so einfach war, um an unser Ziel zu gelangen: Dem Wasserfall. Was für ein Anblick! Der Wasserfall ebnete unseren Weg in ein wunderschönes Tal. Wir befanden uns im Märchenwald! Unser Glück war es, das wir im Herbst dort waren! Es gab kaum Touristen, die Farben der Bäume waren mit ihren Goldtönen zu Rottönen bis hin zu Grüntönen unbeschreiblich schön und wir genossen den herrlichen Sonnentag. Auf dem Rückweg fing es dann an zu schneien. Riesige Graupel, so groß wie ein Fingernagel fielen vom Himmel. Im weiteren Verlauf des Tages entwickelte sich eine schneebedeckte Landschaft. Zuvor ein Herbsttag, nun eine winterliche Stimmung. Es war schön diesen Wechsel mitbekommen zu haben um einen weiteren Eindruck der Natur mitzubekommen, und weiter die Zuverlässigkeit unserer Schlafsäcke zu testen. Nicht nur die Mongolen hatten Gefallen an uns gefunden, sondern auch die Ziegen. Die kamen nämlich mit großem Aufmarsch auf uns zu und als sie uns dann umzingelt hatten ging das Geknabber los. Caro sollte dafür ihre leckerste Zielperson werden. Glück gehabt, das sie nicht so hungrig waren! Dann sind wir zum Auftauen ins Ger und haben bei leckerer Suppe den Abend ausklingen lassen! Nicht nur die Ziegen hatten heute ihre Freude auch wir hatten noch unsere „aufflammende“ Freude!

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Highway to Hell

Diese Fahrt stand voll im Zeichen der Straße. Dass die Straßen noch schlechter werden können, war uns nicht bewusst. 11200km gehören zum staatlichen Netzwerk und nur 1500km sind davon asphaltiert, davon sind ein paar Kilometer schlechter, ein paar Kilometer davon sind grausamer und der Rest ist die Hölle. Das Vergnügen hatten wir nun auch auf diesem Abschnitt. Und nicht nur dies beschreibt die Hölle, sondern auch die Vorstellung dass wir 9 Stunden ohne nennenswerte Pause durchgefahren sind! Mit knurrenden Magen gab es am Abend noch Buuz, wobei die sechs bestellten, nur eine gefühlte kleine Vorspeise waren. Danach hieß es dann ein Ger finden und wie es immer so ist, wenn man eins braucht ist es nicht da und somit haben wir es uns in einem Ziegenstall gemütlich gemacht. Das Beste was wir finden konnten, denn Gogo hatte sich erkältet und somit wollten wir es wenigstens windgeschützt haben. Und Tobi tauschte für diese Nacht seine Ausrüstung mit Gogo, damit dieser es wärmer hatte. Und spätestens seit dieser Nacht wissen wir, dass wir eine sehr gute Ausrüstung haben!

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Ikh Bogd Uul

Ein weiteres Highlight einer Mongoleireise ist das Altaigebirge. Leider benötigt man dafür zu dieser Jahreszeit fünf Tage um von Ulaanbaatar bis zum Westen zu fahren. Und das nur für eine Strecke. Darum stand es nicht mehr auf unserem Plan und somit sind wir sehr froh euch doch noch einen Teil des Altai zeigen zu können! Den Ikh Bogd Uul mit einer Höhe von 3957 Metern der Größte unter den Ausläufern des östlichen Altaigebirges. Und nur unwesentlich niedriger als der größte Berg des Altaigebirges (Altai=unter dem Mond) der Belucha mit 4506m. Um einen Berg dieses Ausmaßes zu besteigen heißt es früh aufstehen. Leider ist es bei fünf unterschiedlichen Köpfen nicht immer ganz einfach rechtzeitig loszugehen und somit sind wir erst um zehn Uhr aufgebrochen. Nach einer Stunde standen wir erst einmal am Fuße des Berges und danach hieß es dann klettern, denn es gibt keinen „Wanderweg“. Nach nur wenigen Minuten wussten wir, es wird ein langer und harter Aufstieg. Vielleicht auch aus diesem Grund waren wir dann nur noch zu dritt. Weiter Richtung Gipfel, hieß es dann auch für Emilie leider Game Over. Unsere Versuche sie noch weiter Richtung Gipfel zu führen fielen leider nicht auf positive Reaktion und somit waren wir es dann, die es alleine bis auf den Gipfel geschafft haben. Leider nicht ganz, es haben uns noch wenige Höhenmeter gefehlt. Jedoch stand und noch eine Strecke von 20 Minuten bevor um ans Ziel zu kommen. Da jedoch schon fünf Stunden vergangen waren und es immer später wurde, war schlussendlich der Verstand stärker als der Wille und wir beschlossen umzukehren um nicht in die Dunkelheit zu geraten. Hoch klettern heißt auch wieder runter zu klettern. Schlussendlich waren wir froh, dass wir wieder rechtzeitig runter sind, denn die Abenddämmerung brach schon hervor und die Müdigkeit zeigte auch langsam sein Gesicht und dies kann schnell zu Missgeschicken führen. Unseren kleinen Sieg es fast nach oben geschafft zu haben, wurde dann feierlich mit Vodka begossen und wir traten den Heimweg an. Auf dem Wege leerte Caro dann fast die ganze Flasche. Ihre Freude über ihre große Besteigung war so überschwänglich, das sie vergessen hatte die Flasche weiterzureichen. Das Resultat könnt ihr euch vorstellen... Aber Caro wäre nicht Caro, wenn sie nicht trotzdem alles unter Kontrolle hätte!

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Dschingis Khan

Der Napoleon unter den Mongolen. In seiner Amtszeit als Großkhan von 1206 bis 1227 vereinte er mongolische Stämme um daraus ein großartiges Heer aus Reitern zu formieren. Mit diesem Heer eroberte er weite Teile Asien. Im Osten gelang er bis an das Japanische Meer und im Westen sogar bis zum Kaspischen Meer. Aufgrund dieses enormen Reiches musste eine Regierung gebildet werden. Diese wurden durch seine Mutter, seinen Bruder und seinen Söhnen besetzt. Er hat ein Grundgesetz, die Jassa, niedergeschrieben. Weiterhin etablierte er eine allgemeine Wehrpflicht und entwickelte für seine Verwaltung eine eigene Schrift. Diese bildet die heute mongolische Schrift! Das hat aber nicht er alles alleine ausgetüftelt, denn er war selber Analphabet, aber trotzdem ein verdammt schlauer Kopf! Und die erste Hauptstadt des Mongolenreiches wurde Karakorum, welche am Fluss Olkhon liegt. Diese Stadt haben wir ebenfalls auch auf unserer Reise besucht. Dazu aber später mehr. Übrigens starb Dschingis Khan 1227 und bis heute ist nicht klar wo er begraben ist. Das ist eine Legende wie nur Dschingis Khan sie machen kann. Leider zerfiel das Mongolenreich dann zwei Generationen später wieder, nachdem es unter den folgenden Generationen seine komplette Ausdehnung erreichte. Das Mongolenreich war 19 Millionen km² groß und somit doppelt so groß wie das heutige China und somit gilt es als das größte Weltreich der Geschichte. In seiner größten Ausdehnung reichte das Mongolenreich von Polen bis nach Vietnam und von Moskau bis nach Nordindien. Insgesamt bestand das Mongolenreich 200 Jahre. Des Weiteren hatte Dschingis Khan trotz seiner Grausamkeit eine geordnete zivilisierte Gesellschaft geschaffen und auch deshalb sagt die Legende das eine Jungfrau mit einem Topf voll Gold sein Reich von einem Ende bis zum anderen unbegleitet durchqueren konnte, ohne sich vor Belästigungen irgendwelcher Art fürchten zu müssen. Wow!


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Kamelreiten

Natürlich war es, wie man bereits auf unserem Logo (Kategorie: Welcome) sehen kann, schon vor unserer Reise unser Ziel, einmal auf einem Kamel durch die Wüste Gobi zu reiten. So ließen wir uns dann auch nach einer sehr langen und harten Preisverhandlung, wobei der Preis am Ende immer noch nicht sehr zufriedenstellend war, nicht davon abhalten, diesen Wunsch in die Tat umzusetzen. Man kann sagen, dass dies definitiv eine Erfahrung wert war. Nach 20 Minuten tut einem der Hintern weh (wir wussten gar nicht, dass Kamele so einen spitzen Rücken haben...) und man muss sich Mühe geben, sein Frühstück Dank dem teilweise enormen Gestank bei sich zu behalten! Da hätte es dann auch schon fast einmal das ein oder andere „Missgeschick“ gegeben. Kurz und gut: Caro fand’s trotzdem super und würde es mit mehr Polsterung wieder machen. Und Tobi ist froh, die „Abzocke“ hinter sich zu haben. 

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Khongoriin Els

Eingeschlafen unter dem Sternenhimmel und aufgewacht unter blauem wolkenlosen Himmel ging es dann so richtig in die Wüste. Da die Gobiwüste vor langer Zeit aus einem See/Meer bestand, findet man hier nicht die typischen Wüsten-Vorstellungen eines deutschen Touristenpärchen wieder, welches durch weite Sandlandschaften geprägt ist. Nur eine minimale Sandfläche von 180 km Länge und wenigen Kilometern Breite findet man in der zweitgrößten Wüste der Welt wieder. Wahrscheinlich hat die Saharawüste aber mehr Sand. Trotzdem ist dieser Teil der Reise ein besonderer Abschnitt unseres Trips und wir freuen uns riesig hier zu sein. Der Anblick ist einzigartig und unbeschreiblich. Wobei ein bisschen wollen wir ihn euch doch beschreiben. Nachdem wir vorbei an Touristencamps unseren Schlafplatz für die zwei folgenden Tage auserkoren hatten, konnten wir unsere Freude den Sanddünen noch näher zu sein nicht länger zurückhalten. Somit ging es sofort auf den Weg zu den drillionenfachen feinen Sandkörnchen. Schuhe aus und rein ins Vergnügen. Eine Kulisse mit den schönsten Sandhügeln und zwischendrin Kamelreiter vervollständigte unser Bild einer famosen Sandlandschaft. Die Bilder in unserer Kategorie „Pictures“ zeigen euch einiges wieder von dieser einzigartigen Landschaft! Viel Spaß!

                                                     

Nachdem wir unserer Freude freien Lauf gelassen haben, rief uns der Alltag aus weiter Ferne entgegen. Es hieß Ziegenscheiße für das Lagerfeuer sammeln! Klingt verdammt hart, ist es aber nicht. Im Vergleich zu den weitverbreiteten Gedanken von Kot, welcher in verschiedensten optischen Graden wiederzufinden ist, sollte man sich hierbei nur auf getrockneten Kot spezialisieren. Das gibt eine verdammt gute Glut und somit verstehen wir auch warum dies das beste Brennmaterial in der Mongolei ist um die Gers ordentlich einzuheizen. Mit leckerem Abendbrot, Gitarrenspiel und Vodka im Anschlag ließen wir dann diesen ereignisreichen Tag vor unserem mongolischen Lagerfeuer ausklingen. Danke Dschingis Khan für deine zahlreichen Eroberungen und dieses wunderschöne Fleckchen.

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Flaming Cliffs

Bayanzag, so heißt der Ort unter Mongolen, ist im Vergleich zu den anderen Kliffs rot. Den Namen verdanken diese Kliffs der Sonne. Denn beim Sonnenuntergang verwandelt sich diese Landschaft in ein Spektakel der besonderen Art. Flammende Kliffs! Aber bevor wir diese Landschaft erkundet haben wurden wir von einem Souvenirstandbesitzer freundlich gestoppt. Wie auch die White Kliffs zählen diese Kliffs zu einer Touristenattraktion. Warum auch nicht, mal kurz einige Sachen anschauen und dann die Felsformationen unter die Lupe nehmen. Aber nicht nur die deutschen Verkäufer haben es drauf auch die Mongolen wissen sich in Szene zu setzen und somit waren wir glückliche Inhaber einer wunderschönen Sache. Jedoch ist diese Sache für den 11.Sponsor vorbemerkt. Also das Geschenk wartet auf jemanden von euch! ;-)

Übrigens ist diese Gegend nicht nur bekannt durch dieses Naturschauspiel. Der Amerikaner und Paläontologe Roy Chapman Andrews hat in dieser Gegend erstaunliche Funde gemacht. 1920 entdeckte er, anstatt menschliche Urgesteinsüberreste, Dinosaurier-Eier und komplette Skelette von Protoceratops  und Pinacosaurus. Das ist natürlich alles Allgemeinbildung und das setzen wir an dieser Stelle einmal voraus. Aus diesem Grund gilt die Wüste Gobi (hier findet man nicht nur die größten Gold- und Erzvorkommen) als Fundstelle der weltweiten Dinosaurierüberreste. Hier findet man sechs der zehn weltweiten Dinosaurierfunde. Neben diesen Funden gibt es auch noch schöne Salzkristalle. Leider nur finanziell zu erwerben.

 

Danach sind wir dann weiter aufgebrochen und haben uns ein schönes Fleckchen gesucht zum Übernachten gesucht. Gelandet sind wir in einer tollen Wüstenlandschaft. Hier sticht nicht nur diese wunderbare Landschaft hervor, sondern vielmehr unser Abendbrot. Es gab Schaschlikspieße, die wir, kreativ wie wir alle sind, auf Zelt-Heringen aufgespießt haben. Dann haben wir noch einen Maschendrahtzaun zurecht geknipst und unser Barbecue der besonderen Art war fertig. Eine verdammt leckere Abwechslung für Kopf und Magen. Unseren Mägen ging es danach zwar blendend, jedoch nicht unserem Fahrer Ochiroo. Der klagte über schmerzhafte Rückenbeschwerden und somit wurden meine nicht vergessenen physiotherapeutischen Kenntnisse unter Beweis gestellt. Jedoch ohne großartige Auswirkungen, soweit dies mit dem mongolischen ABC möglich ist. Gute Besserung Ochiroo!

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Ein Tag in der Jurte

Der nächste Morgen stand dann ganz im Zeichen eines typischen Ger morgens. Nichts geplant versteht sich. Nachdem ich dann mit meinem mongolisch-englischen erste Klasse Vokabular es geschafft habe meine Frage zu formulieren, saß ich (Tobi) auch schon direkt auf dem Schemel. Vor mir dieser kleine und doch so große Ziegenhintern und in meinen Händen, besser gesagt zwischen meinen Zeigefinger und Daumen, dieser rosafarbene Euter. Zuvor habe ich sie mit Ziegenmilch geschmeidiger gemacht, damit man somit besser Milch abzapfen kann. Und dann ging es auch schon los. Jedoch war meine innere Aufregung so groß, das fast gar nichts rauskam. Kleine Tröpfchen und dies half meiner zuvor anvertrauten Aufpasserin nicht dazu schnell ans Ziel zu kommen. Dadurch war schnell klar dass meine Talente in anderen Aufgaben liegen. Danach nahm Caro meinen Platz ein und, was soll man sagen, bevor ich mich mit der Kamera in Pose setzen konnte, nahm schon die erste Ziegenmilch seinen Weg in den Milchbehälter und man konnte zusehen, wie er sich weiter füllte. Diese Milch wurde dann gleich von starker Männerhand ins Ger gebracht, um dann zu Käse und Butter weiterverarbeitet zu werden. Während Caro noch fleißig produzierte befand ich mich zwischen Orichoo und den vielen Ziegenkeulen wieder. Denn als ich ins Ger stolzierte wurde ich von Ochiroo zu einem kleinen Morgensnack eingeladen. Es gab Ziegenfleisch gewürzt mit in Seiner Salzlake eingelegtem Steppenkräutergras! Verdammt lecker, weil sie auch zuvor gekocht wurden und somit schön warm waren. Leider hatte meine Freude ein schnelles Ende. Erst kam Caro, dann Emilie, gefolgt von Gogo und den anderen Beiden. Und schnell war klar es musste geteilt werden. Wobei ein Erfreuliches hatte das Ganze. Ramona, unsere Vegetarierin, und nun haltet euch fest hat nach 11 Jahren Fleischabstinenz ein Stückchen Hammelfleisch gekostet. Respekt und es war gut. Mit vollem Magen und einer Hygienetagung (=Duschen auf nomadisch) ging es dann weiter über Stock und Stein zu den Flaming Cliffs.

 

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Nationalpark und Jurte/Ger

Heute war so einiges los! Natürlich waren wir wieder eine ganz schön lange Zeit im Auto unterwegs (jaja, die Mongolei ist groß…). Und wir kamen durch eine relativ große Stadt, Dzanhgahar, in der wir gut zu Mittag aßen. Hier sahen wir auch das erste Straßenhinweisschild außerhalb von Ulaanbaatar! (Das soll was heißen!) Raffael fiel in unserer Pause auf, dass ein Autoreifen etwas platt war. Ochiroo meinte, dass dem aber nur Luft fehle (stimmt ja auch so). Allerdings stellte sich dann doch heraus dass wir einen Platten hatten. Nachdem wir den Reifen ausgewechselt hatten ging es weiter in den Nationalpark Yolyn Am. Dort wartete ein vereister Wasserfall auf uns. Wir überlegten kurz, ob wir zu Pferd dorthin reiten sollten, überlegten es uns aber dann anders, da es relativ teuer war. So machten wir uns zu Fuß auf den Weg dorthin, vorbei an tollen Bergschluchten. Dabei kamen wir an unzähligen Murmeltieren vorbei, die hier ganz normal leben.

 

Dazu gibt es auch noch eine interessante Tatsache zu berichten: In der Mongolei gibt es noch vereinzelte Fälle von Lungen- und Beulenpest die durch ebendiese Erdmännchen übertragen werden können. Besser gesagt wird die Krankheit durch Flohbisse übertragen, die auf diesen Tieren leben. Vor allem gegen Ende des Hochsommers ist dieses Thema aktuell, wenn viele Mongolen auf die Murmeltierjagd gehen. Das fällt allerdings unter die Wilderei. Und da sich die Wilderer vor eventuellen rechtlichen Konsequenzen fürchten, gehen Pesterkrankte gar nicht oder erst viel zu spät zum Arzt.

 

Der Weg zum vereisten Wasserfall war sehr schön. Allerdings kamen wir beim Rückweg schnell in die Abenddämmerung hinein so dass wir uns beeilen mussten. Fast schon im Dunkeln hörten wir dann, wie Reiter kamen. Und diese Reiter hielten an, um uns das letzte Stück des Weges im Dunkeln mitzunehmen! So kam es, dass sich jeder von uns mit einem Mongolen ein Pferd teilte! Was hatten wir für einen Spaß! Yihaaa, Yppieeee!!!!! Es gibt nichts Schöneres! Das Glück der Erde ist auf dem Rücken der Pferde!!! Hier stimmt's!

 

Spontan ergab sich dann am Parkplatz noch eine kleine Party mit unseren Reitern. Dabei lernten wir dann noch einen neuen Freund kennen und sind schon sehr auf seinen Besuch gespannt!

 

Danach ging es dieses Mal zum Übernachten ins Ger. Dort war es schön warm und wir ließen uns Ofenkartoffeln mit Rosmarin und Käse schmecken.

 

Nachts hatte ich, Caro, dann noch eine kleine Schrecksekunde. Als ich nachts in Ruhe aufs Klo wollte, mich mit meiner Stirnlampe hinter das Ger schlich und mich gerade erleichtern wollte, starrten mich plötzlich 100 grüne Augenpaare an! Huch, was war das denn? Wölfe (davon hatte ich im Buch gelesen) oder wilde Hunde? Noch dazu machten diese Tiere seltsame Geräusche! Auf jeden Fall war mir nicht mehr nach Klo gehen. Am nächsten Morgen fand ich dann heraus, dass es „nur“ Schafe und Ziegen gewesen sind...

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Weiße Klippen

Früh am Morgen ging es weiter mit unserer Rundreise. Es gab einen kurzen Zwischenstopp an einem schönen Monument. Eventuell war es etwas schamanisches, aber wir können hier nur raten. Dann ging es für uns weiter über Stock und Stein, vorbei an Wildpferden und unseren ersten Kamelen in freier Natur sowie an Schaf- und Ziegenherden. Gegen 17 Uhr erreichten wir dann die „White Cliffs“, riesige Salzfelsen. Auch hier wieder eine tolle Landschaft. Allerdings auch sehr beliebt, da wir in der kurzen Zeit in der wir da waren gleich zwei Touristenbusse miterlebten. Dafür trafen wir aber auch wieder Sam und Julie. Die Welt ist klein. :-) Da die Sonne bald unterging machten wir uns auf den Weg zu unserem Zeltplatz, direkt um die Ecke. Wie bereits am Vortag, konnten wir unsere Zelte mitten in der freien und unglaublich schönen Natur aufstellen. Uns fiel auch auf, dass wir uns bereits am Anfang der Wüste Gobi befanden, denn es war bereits deutlich wärmer als am Vortag.

 

Heute kochte unser Fahrer für uns. Das war herrlich! Während wir in Ruhe unsere Zelte aufbauen konnten, bereitete er in Windeseile Spaghetti mit Gemüsesoße zu. Genau richtig, sehr gut gewürzt und ohne Fleisch. Für Ramona als Vegetarierin sowie für uns war das super!

 

Hier auch noch eine kurze, wenn auch ordinäre Randbemerkung, aber es muss mal gesagt werden:

 

„Kacken unterm Sternenhimmel in freier Wildbahn kann wunderschön und purer Luxus sein…“

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Regeln im Ger/Jurte

Gleich am ersten Tag besuchten wir noch ein Ger von innen. Gers, auch Jurten genannt, sind eine tolle Sache. Seit der Zeit von Chinggis Khaan werden sie auf die gleiche Art und Weise gebaut und benutzt. Wobei sie damals hauptsächlich als Unterkunft für die Krieger dienten. Ein Ger beherbergt eine ganze Familie. Da findet man also des Öfteren fünf bis acht Bewohner in einem Ger. Und alles hat seinen festen Platz, so dass sich die Jurten alle sehr ähneln. Wenn man nun also so ein Ger besucht, dann muss man einiges beachten. Man nähert sich der Jurte immer von Süden her. Dort befindet sich auch der Eingang. Damit zeigt man dem Wachhund (das ist kein Witz) und den Bewohnern, dass man in guter Absicht kommt. Sobald man die Jurte betritt, muss man aufpassen, dass man weder auf die Türschwelle tritt, noch mit dem Kopf am Türrahmen anstößt. Das könnte die Geister erwecken! Allerdings ist es gar nicht so einfach nirgends anzustoßen, da die Eingangstüren alle sehr niedrig sind… Im Ger selber geht man dann brav im Uhrzeigersinn erst einmal nach links. Dort sind auch die Plätze für den (Ehren-)Gast vorgesehen. Dies gilt hauptsächlich für den Mann. Denn die linke Ger-Seite ist traditionell den Männern vorbehalten und die rechte Seite traditionell den Frauen. Wobei Frauen aus anderen Ländern ähnlich offen wie Männer behandelt werden. (Aber der Mann wird trotzdem immer zuerst bedient! Er ist halt das starke Geschlecht.) Der Hausherr weist einem normalerweise einen Sitzplatz zu. Dann geht es auch schon los mit der Gastfreundschaft: Wir bekamen „Airag“ (vergorene Stutenmilch) und eine Art Milchhaut mit Butterfüllung angeboten. Airag hatten wir bereits in Ulaanbaatar gekostet und festgestellt, dass der säuerliche Geschmack in Kombination mit einem sektartigen Prickeln im ersten Moment zwar erfrischend sein kann, aber im Nachgang doch ganz schön reinhaut (geschmacklich betrachtet). Unser Fall ist es nicht! Aber, als Gast in einer Jurte, sollte man solche Sache dankbar annehmen. Denn die Mongolen, vor allem die Nomadenfamilien, müssen um jede Kalorie kämpfen, um im harten Winter und im trockenen Sommer überleben zu können. Normalerweise genügt es aber, nur einen Schluck zu trinken und den Becher dann weiterzureichen. Mit der Zeit entwickelt man da auch so seine Tricks. ;-) Und alles in allem ist es natürlich einfach nur: Interessant! In unserem Fall haben wir sogar noch Schnupftabak in einer schönen Flasche angeboten bekommen. Diese Flasche sollte man zunächst einmal bewundern bevor man dann anerkennend am Tabak schnuppert. Man muss diesen nicht wirklich schnupfen. Wenn man Zeit hat, dann kann man noch die Familienfotos bewundern, die jede Familie neben dem Hausaltar hängen hat. Wenn man das Ger dann verlassen möchte, dann bitte im Uhrzeigersinn. Somit geht man einmal um die Feuerstelle herum. Diese besteht aus einem Bollerofen, der meistens mit getrocknetem Kuhdung (macht eine unheimlich starke Glut) befeuert wird. Und es ist ganz wichtig, hier keine Abfälle, wie z.B. Taschentücher, Zigaretten etc. hineinzuwerfen, da das wieder die Geister rufen könnte.

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Paradies

15 Tage Abenteuer standen nun also vor der Tür. Und gemeinsam mit Emilie, Gogo, Ramona, Raffael und Ochiroo, unserem Fahrer, ging es heute Morgen gegen acht Uhr los! Unser erstes Ziel war Gazaryn Chuluu südöstlich von Ulaanbaatar. Der erste Teil der Autofahrt verlief sehr gut! Wir hatten asphaltierte Straßen, so dass wir flott vorwärts kamen. Auch hatten wir uns alle eine Menge zu erzählen, man will sich ja schließlich besser kennen lernen! Nach ungefähr zwei Drittel der Strecke kamen dann die „normalen“ Straßen der Mongolei zum Vorschein. Das bedeutet, dass es bei trockenem Wetter je nach Gegend relativ gute Feldwege sein können, diese aber bei Regen, Schnee oder interessanter Bodenbeschaffenheit schnell mal zu Belastungsproben des Rückens und der Bandscheiben (manchmal auch des Kopfes und anderer Körperteile) werden können. Unser Fahrer kann davon ein Lied singen!

 

Gegen 18 Uhr kamen wir dann an. Was für ein Anblick!!!Ochiroo hat uns heil und sicher zu den Felsenburgen gebracht. Hierbei handelt es sich um gigantische Steinformationen die einfach mal so mir nichts, dir nichts, aus dem Boden ragen und eine schöner ist, als die andere! Unglaubliche Bilder, die da entstehen und eine traumhafte Naturkulisse! Und wir hatten alle das Glück mitten in dieser Naturschönheit zu campen. Nachdem wir unsere Zelte aufgebaut hatten, suchten wir Feuerholz. Dann machten wir uns auf den Weg, den Sonnenuntergang zu beobachten. Wow! Schaut euch am besten die Bilder dazu an. Und bei Lagerfeuer ließen wir uns dann auch noch unser leckeres Abendbrot schmecken. Ach ja, und wer glaubt, dass man in der Mongolei bei der geringen Anzahl an Bewohnern und der großen Fläche selten Menschen trifft, der täuscht sich gewaltig! Wir hatten an diesem Abend Besuch von ca. 15 verschiedenen Personen, wobei eine Gruppe mit zwei Autos darunter war.

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2300 km durch die Mongolei

Wenn man schon einmal in der Mongolei ist, dann will man natürlich auch was sehen. Und da gibt es so einiges! Vor allem tolle Landschaften und tolle Natur! Das Land ist ca. viereinhalb Mal so groß wie Deutschland, hat aber nur etwa 2 Mio. Einwohner und ist somit der am dünnsten besiedelte unabhängige Staat der Welt. Das muss man sich mal vorstellen! Bis auf in Ulaanbaatar selbst, gibt es kaum Städte und die meisten davon würden wir kaum als Stadt bezeichnen, da die Menschen hier, dank dem, seit Jahrhunderten bestehenden Nomadentum, ganz anders als wir wohnen und leben. Das ist auch der Grund für die großzügigen, in seiner ursprünglichen Form belassenen Naturlandschaften. Von Wüste zu Steppe über Wälder und Gebirge ist hier alles Mögliche zu finden! Da der Boden allerdings kaum für den Ackerbau geeignet ist, gibt es hauptsächlich Viehherden, von deren Erzeugnissen die Nomaden leben. Somit ernähren sich die Menschen hier größtenteils von Fleisch und Milchprodukten jeglicher Art. Nicht nur langweilige Kuhmilch, wie wir sie kennen wird hier verzehrt. Nein, hier wird Stutenmilch, schmackhafte Ziegenmilch, Yakmilch und Kamelmilch zu Essbarem verwandelt! Und beim Vorurteil, dass Vegetarier hier nicht viel zu melden haben, konnten wir uns, Dank Ramona, vom Gegenteil überzeugen lassen! Also, los geht's!

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Auf dem Schwarzmarkt

Nachdem wir uns am Tag zuvor erholt hatten waren wir voller Tatendrang. Gleich früh morgens gingen wir zur chinesischen Botschaft um unser Visum zu beantragen. Trotz langer Schlangen, unzähligen auszufüllenden Formularen (was die alles von einem wissen wollen....) und einigem hin und her, waren wir doch unerwartet schnell nach einer dreiviertel Stunde fertig. Lustigerweise trafen wir auf der Botschaft unsere CS (=Couchsurfing) Freunde von Olkhon, Julie und Sam, wieder. Was für eine freudige Überraschung! Natürlich tauschten wir dann erst mal alle Neuigkeiten aus und gemeinsam gingen wir wieder zurück ins Stadtzentrum. Dort war es dann auch schon an der Zeit uns mit unserem Reiseteam zum Einkaufen zu treffen. Und wo geht man da in Ulaanbaatar am besten hin? Zum Schwarzmarkt! Das klingt jetzt im ersten Moment sehr komisch, aber der Schwarzmarkt in UB hat nichts (mehr) mit einem gewöhnlichen Schwarzmarkt zu tun. Der Begriff stammt noch aus alten Zeiten. Heute ist er einer der größten Märkte in ganz Asien und man findet von Lebensmitteln über Kleidung, Schmuck, Geschenke bis hin zu Elektrogeräten alles, was man sich nur vorstellen kann. Und noch mehr! Der offizielle Name ist übrigens Narantuul-Markt, dieser wird allerdings kaum verwendet. Bevor man den Markt betreten darf, zahlt man allerdings einen Eintritt von ca. 17 Cent. Nachdem wir dort Gemüse und andere essentielle Sachen gekauft hatten, machten wir uns schwer bepackt wieder auf den Weg zum Hostel, um dort die Sachen bis zum nächsten Morgen zwischen zu lagern. Danach ging es noch zu einer zweiten Einkaufsrunde in den nächstgelegenen Supermarkt. Dort mussten wir, Tobi und ich, uns allerdings etwas früher von den anderen verabschieden, weil wir noch eine Verabredung mit unseren holländischen Freunden hatten. Diese hatten sich zuvor von ihrer Rundreise zurück gemeldet und wollten sich mit uns wie auch wir mit ihnen, vor ihrer Weiterreise nochmal treffen. Da waren wir natürlich sofort dabei! Erst gingen wir gemeinsam Essen (natürlich zum Japaner unseres Vertrauens) um danach, angehaucht vom japanischen Flair in eine Karaoke-Bar zu gehen. Die gibt es hier zu Hauf! Aber, wie das immer so ist, wenn man etwas sucht, sieht man dann den Wald vor lauter Bäumen nicht. Nach etlicher Sucherei war dann aber doch eine Straße gleich mit vielen Karaoke-Bars gefunden. Jedoch sind diese, anders als in Deutschland, alle mit Private Room. Das bedeutet, dass man sich hier gemeinsam mit Freunden einen Raum mietet, in dem man sich dann nicht vor allzu vielen Leuten blamieren muss. Wir, an sich gar nicht Karaoke erfahren, kannten nur Kneipen, die für jeder Mann zugänglich sind und man dann auch vor dementsprechend vielen Leuten singt. Das wollten wir eher, da wir an sich gar nicht selber singen wollten, sondern uns vielmehr über untalentierte Sänger (alias DSDS) amüsieren und ein Bierchen trinken wollten. Tja, da saßen wir aber plötzlich mit im privaten Raum von Japanern (passend zum Motto des Abends), wo wir uns irgendwie fehl am Platz fühlten. Und, wie wir festgestellt haben sind sie ganz und gar nicht untalentiert! So gingen wir schlussendlich doch in eine gewöhnliche Bar um den Abend gemütlich ausklingen zu lassen. Und der Abend war schön! Oh ja! Nochmals vielen Dank für die Essenseinladung und wir freuen uns schon auf ein Wiedersehen in Holland! 

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Eine Reise will geplant sein…

Am Vormittag trafen wir uns alle im Golden Gobi, dem Hostel, über das wir unsere Reise buchen wollten, um gemeinsam über unsere Route zu entscheiden. Anders als die meisten Touris, wollten wir einen eigenen Fahrer ohne All-inclusive-Paket haben. Wir wollten selber bestimmen können, wo wir hinfahren, wann wir wo anhalten und was wir essen. Zudem hofften wir, auch günstiger zu bleiben als mit einer vorgegebenen Gesamtfahrt. Doch zunächst musste der Trip geplant werden. Anfangs waren wir mit, Emilie und Gogo, unserem französischen Pärchen, und einem weiteren Reisenden zu fünft bis unser deutsches Pärchen kam. Wir stellten aber nach ca. 1,5 Std. Diskussion fest, dass die Wünsche von uns und unseren Franzosen nicht mit denen des einzelnen Reisenden in Einklang zu bringen waren, so dass wir schließlich beschlossen zum Wohl aller, mit Ramona und Raffael ein Sechser-Team zu bilden, ohne ihn. Danach ging alles ganz flott. Allerdings hat die ganze Planung doch 5 Stunden Zeit in Anspruch genommen und wir waren alle froh, als der Plan endlich stand. Danach konnten sich alle davon erholen und Ramona, unser Geburtstagskind, konnte den Tag noch genießen!

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Ulaanbaatar

Ulaanbaatar selbst ist eine interessante Stadt voller Gegensatze und Kontraste. Gut die Hälfte der gesamten mongolischen Bevölkerung, sprich ca. 1 Millionen Menschen, wohnt hier. Und man findet von reich über arm, von festen Gebäuden über Jurten und Holzhütten, bis hin zu den verschiedensten Menschen alles Mögliche. Aber was eine wirklich faszinierende Sache an UB ist, ist folgendes: Die kälteste Hauptstadt der Welt ist bereits 29 Mal umgezogen. Sprich, die ganze Stadt wurde seit ihrem Bestehen 29 Mal von einem Platz zu einem anderen Platz verlegt. Das kann man sich gar nicht wirklich vorstellen, aber es ist Tatsache! Und unseres Wissens nach soll das in ca. 35 Jahren wieder der Fall sein. Grund dafür ist das starke Wachstum der Stadt und die Begrenzung durch die Berge. Spannend!

 

Hier befindet sich auch eines der größten und ältesten Klöster der Mongolei, das Gandhan Kloster. Es ist eines von fünf noch erhaltenen Klöstern aus der Zeit des Kommunismus. Über 90 000 Mönche wurden damals getötet und viele Klöster zerstört. Auch dieses Kloster hat darunter gelitten. Statt, wie früher, 30 000 Mönche leben heute noch ca. 600 Mönche im Gandan-Kloster.

 

Wir haben uns am Vormittag mit Raffael auf den Weg gemacht, dieses zu besuchen. Es ist sehr empfehlenswert. Sobald man sich im klosterbereich befindet hat man starke Assoziationen nach Tibet. Die buddhistischen Einrichtung, die Architektur, die Mönche in ihrer rot-gelben Kleidung und das Beten der vielen Mantras versetzt einen in eine ganz andere Welt. Wir konnten bei einer Gebets-Zeremonie dabei sein. Super interessant. Die Mönchen sprechen ihre Gebete in einer Wahnsinnsgeschwindigkeit. Diese werden mit verschiedenen Musikinstrumenten, wie Muscheln, die als Horn verwendet werden, oder auch Gongeinlagen untermalt. Das ganze kann Stunden dauern. Dabei bringen andere fleißige Mönche ihrem Buddha toll dekorierte Kuchen als Opfergaben dar. Und die Mönche haben den typischen Mongolischen Milchtee vor sich stehen. In ihren Bann gezogen, lauschten wir den Gebeten, während wir das farbenfrohe Innere des Tempels bewunderten.


Irgendwann konnten wir uns dann aber doch wieder davon losreißen und wollten weiter in die Stadt. Auf dem Weg dahin blieb Tobi stehen, weil er ein komisches Gefiepe gehört hat. Und als wir gemeinsam kuckten entdeckten wir im Dreck 2 kleine Hundewelpen, wahrscheinlich gerade mal eine Woche alt. Die zwei kleinen lagen ungeschützt in der Kälte ohne Hundemama. Einfach ausgesetzt. Wir wollten den beiden helfen und haben erst einmal einen Pappkarton organisiert, in den wir die beiden hineingesetzt haben. Dann brachten wir sie zum Kloster, aber die haben uns abgewiesen. So haben wir sie an einem belebten Platz abgestellt und hoffen, dass sie ein gutes Zuhause gefunden haben.

 

Nachdem wir uns schweren Herzens von den Hundewelpen getrennt haben, wurden wir auf der Straße von einem französischen Pärchen angesprochen, ob wir nicht Lust hätten, gemeinsam mit ihnen durch die Mongolei zu fahren. Sie hätten auch schon einen Fahrer organisiert. Warum nicht? Das war perfekt! So verabredeten wir uns für ein Treffen am nächsten Vormittag um die Details der Reise zu besprechen.

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Unglaubliche Geschichte!

Da am nächsten Tag Ramona, Raffaels Freundin, aus Deutschland ankam, mussten wir uns um eine neue Schlafmöglichkeit kümmern. Denn für fünf Personen gab es definitiv zu wenig Platz auf dem Boden.


Aber so kamen wir zu folgendem unvergleichlichen Erlebnis:

Nachdem wir unsere Sachen bei Andy verstaut hatten, zogen wir mit Raffael durch Ulaanbaatar. Natürlich machten wir uns auch gleich auf die Suche nach einem anderen Couchsurfer, den wir bereits zuvor angeschrieben hatten. Er hatte uns angeboten, ihn an seinem Arbeitsplatz zu besuchen, jedoch konnte er uns keine Schlafmöglichkeit anbieten. Wir wussten dass er in der Bibliothek arbeitet! Also machten wir uns dorthin auf den Weg. Es war allerdings gar nicht so einfach, denn mit dem englischen Wort „Library“ konnte nicht jeder etwas anfangen und somit wurde es eine lange Suche! Aber irgendwann haben wir es dann doch geschafft und wir haben die Bibliothek gefunden. Jedoch war es die National Library und nicht die State Library, wo Begszuren arbeitet. Also, weiter ging die Reise. Auf diesem Weg, sah Tobi dann diesen Radfahrer den er unbedingt fotografieren wollte. Dieser hat sich dann auch gleich hilfreich in Pose gesetzt! Danach kamen wir dann mit ihm ins Gespräch. Er war gerade auf seinem Heimweg von der Arbeit, der State Library und er heiße übrigens Benzuren. Was für ein Zufall! Da treffen wir doch glatt unseren Couchsurfer, den wir gerade besuchen wollten, auf der Straße! Die Freude war riesig jemanden in einer Millionenstadt zu finden, den man nur von ein paar E-Mails und einem Foto kennt! Und normalerweise nimmt Begszuren auch einen anderen Heimweg! Sachen gibt’s, die gibt’s eigentlich gar nicht! 


Wir hatten ein lustiges Gespräch mit Begszuren, doch leider hatte er keinen Übernachtungstipp für uns. Nichtsdestotrotz machten wir uns frohen Mutes weiter auf den Weg durch Ulaanbaatar.


Wer nun dachte das wäre schon unsere lustige Geschichte, der hat sich getäuscht. Diese war zwar nett, aber nichts im Vergleich zur Folgenden:


Nach diesem langen Marsch mussten wir schließlich etwas essen. Auf der Suche nach etwas typisch Mongolischem, fanden wir eine Bakery, die zeitgleich auch noch ein Restaurant war. Und wir sahen nur Einheimische und keine Touristen, genau das Richtige für uns! Mit vollem und zufriedenem Magen, kamen wir dann ins Gespräch mit unserem Nachbartisch. Und so lernten wir Ko kennen. Wie sich herausstellte ist Ko waschechter Japaner, der bereits seit 7 Jahren in Ulaanbaatar lebt. Und wir saßen auch in einem original japanischem Restaurant. (Dort gibt es sogar Mangas = japanische Comichefte.) Nachdem er sich über unsere Bleibe erkundigt hatte, mussten wir zugeben, dass wir für die nächste Nacht noch keine Unterkunft hätten. Daraufhin bot er uns an, seine Gäste zu sein und bei ihm übernachten zu dürfen. Genial! Unsere Freude war natürlich riesig! Da bekommt man nicht nur ein überaus leckeres Abendessen serviert, sondern auch noch einen neuen Übernachtungsplatz! Er schrieb uns dann auch gleich seine Nummer auf um einen Treffpunkt und alles weitere für den nächsten Tag zu vereinbaren. Wow, perfekt!

 

Am Abend schrieb Tobi ihm dann noch eine SMS, dass wir uns riesig freuen. Er rief dann auch zurück und meinte dass er am folgenden Abend ein Meeting hat und es eventuell nicht mit der Übernachtung bei ihm klappt, aber wir uns trotzdem am folgenden Abend in der Innenstadt treffen würden.

Am nächsten Tag waren wir dann um acht Uhr abends bereit um uns mit ihm zu treffen. Nach mehreren SMS hieß es dann, dass er uns abholt. Um halb zehn kam dann ein Mann auf uns zu und fragte Tobi, ob er Tobias aus Deutschland sei. Das ist er natürlich! Und auf Tobis Frage hin, wer er denn sei, antwortete uns der Mann, dass er Tsogt heiße und dass wir doch mit ihm telefoniert hätten um uns heute mit ihm zu treffen?!?

 

Verwirrung!

 

Tobi: Und wo ist Ko?

Mann: Wer ist Ko?

Tobi: Ko, unser Japaner aus dem Restaurant?!

Mann: Ich kenne keinen Ko!


?!?


Im ersten Moment dachten wir natürlich, dass Tsogt ein Freund von Ko sei, aber jetzt verstanden wir gar nichts mehr. Dieser Mann kannte unseren Ko überhaupt nicht und behauptete auch noch, mit uns telefoniert zu haben. Aber wir hatten doch die ganze Zeit mit Ko geschrieben und telefoniert. Oder etwa nicht? Also kontrollierten wir per Handy die Telefonnummer des jeweils anderen. Doch nachdem wir dann die Telefonnummern kontrolliert hatten, gab es auch keine Aufklärung und es war tatsächlich die Telefonnummer von besagtem Tsogt und nicht die von Ko. Komisch und sehr schräg und sehr verwirrend!

 

Hatte Ko uns eine falsche Telefonnummer gegeben?

 

Dann holte Tobi den Zettel mit Kos Telefonnummer heraus und ab da war das Gelächter groß! Anstatt am Ende die 7770 ins Handy einzugeben hatte Tobi die 1110 getippt. Er hatte die 7 mit einer 1 vertauscht und war somit an Tsogt geraten, anstatt an Ko. Und wie das Schicksal es so will hat Tsogt wiederum einen Freund namens Tobias in Berlin. Diesen Tobias kennt Tsogt aber nur durch Email-Austausch und das Internet und hat diesen noch nie live gesehen. Durch seine Arbeit als Englisch-Mongolischer Übersetzer, u. A. für den Lonely Planet (bekannter Reiseführer) hat er seinen Tobias kennengelernt. Und jetzt dachte er, dass sein Tobias aus Deutschland (Berlin) in der Mongolei sei und ihn spontan besuchen wollte. Doch dabei gab es diese lustige Handy-Nummern-Verwirrspiel!

 

Nachdem dies nun geklärt war, rief Tsogt dann Ko auf der richtigen Nummer an und klärte diesen über die verrückte Situation auf. Ko war aber noch in einem Geschäftsmeeting und hatte nicht sofort Zeit. Er bot uns an, in das Restaurant zu gehen, in dem wir uns kennengelernt hatten. Dort würde dann ein Freund auf uns warten um uns schon mal in seine Wohnung zu bringen. Er würde so schnell wie möglich nachkommen. So war es dann auch: Kaz und seine bezaubernde Freundin Mayumi holten uns ab.

 

Tsogt gab uns jedoch zuvor noch ein Abschiedsgeschenk für diese unvergessliche Geschichte: Ein mongolisch-englisches Phrasen- und Wörterbuch von Lonely Planet mit persönlicher Widmung, welches er selbst mit übersetzt hat! Ein verdammt nützliches Taschenbuch was bei einer Mongoleireise nicht fehlen sollte! Genial, und ohne Worte, einfach nur vielen Dank, Tsogt!

 

In der Wohnung von Ko angekommen, haben wir nur kurz gewartet bis Ko schließlich heimkam! Nach einem langen gesprächigen Abend mit viel Gelächter über diese ungewöhnliche Geschichte, erzählte er uns dann, dass er am nächsten Morgen für drei Tage geschäftlich nach Süd-Gobi fliegen müsse. Wir könnten aber in der Zwischenzeit weiterhin in seiner Wohnung bleiben, solange wie wir wollten! Wow!!! So etwas gibt es doch nur im Film!!! Und wir spielen die Hauptrolle! Was für ein Glück und für ein großer Vertrauensbeweis!!! Wir hatten eine tolle Zeit und möchten uns hier schon einmal für deine Großzügigkeit und deine unglaubliche Gastfreundschaft bedanken, Ko!

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Jurten-Viertel

Die Ger-Viertel (=Jurten-Viertel) in Ulaanbaatar sind etwas ganz besonderes. Die Mongolei ist ja weithin für sein Nomadentum bekannt. Und so gibt es nicht nur im ganzen Land verteilt eine Menge Jurten, sondern auch in der Stadt Ulaanbaatar eigene Viertel dafür. In unseren europäischen Augen sehen diese Viertel jedoch stark wie Slums aus. Denn zwischen den wenigen Gers befinden sich eine Menge einfacher Hütten aus Wellblech, Holz und anderen Materialien und es wird kein Platz verschenkt! Auch gibt es hier kein fließendes Wasser, geschweige denn Toiletten mit Klospülung oder Küchen etc. In der Mongolei ist dies aber nichts unübliches. So kamen wir in den Genuss und die Ehre, im Ger-Viertel bei Andy zu übernachten.

 

Das klingt einfach, war es aber nicht, wenn man bedenkt, dass Andy ein Student ist, und daher nur ein Zimmer von ca. 8m² Fläche zur Verfügung hat. Und wie gesagt, nur das Zimmer, keine Küche, keine Toilette (denn die war draußen im Hof, ein einfaches Plumpsklo) und vor allem kein Bad. Zum Duschen geht man in das öffentliche Duschhaus, welches ca. 10 Minuten zu Fuß entfernt ist. Richtig, wir waren im Slum von Ulaan Bator, dem Ger Distrikt bzw. dem Chingeltei Distrikt! Aber es war cool, mitzuerleben, wie es sein kann, wenn man kein fließendes Wasser hat, sondern man es sich an einer Wasserstation kaufen muss (ein Liter für 0,0006 Cent). Für uns war es eine wundervolle Erfahrung und wir hatten eine tolle Zeit mit Andy, wenn auch kurz. Vielen Dank!

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Unsere Reise in die Mongolei

Zusammen mit unseren zwei wunderbaren und herzigen Menschen aus den Niederlanden reisten wir in die Mongolei. Im Zug vertrieben wir uns die Zeit mit jeder Menge angeregter Unterhaltungen und dem „Spiel des Lebens“. Auch die langen Grenzkontrollen und Wartezeiten vergingen so viel lustiger und schneller. Vielen Dank für die wunderbare und nun unvergessliche Zugfahrt! Wir kommen euch auf jeden Fall besuchen, darauf dürft ihr euch schon freuen!


An der russischen Grenze lernten wir dann Raffael aus Ravensburg kennen. Das witzige daran ist, dass uns ein Raffael in Novosibirsk kontaktiert hatte, um sich mit uns zu treffen. Das kam aber leider nicht mehr zu Stande, weil wir bereits am folgenden Tag nach Irkutsk abreisten. Nachdem wir nun einige Worte miteinander gewechselt hatten, stellten wir fest, dass Raffael ebendieser aus Ravensburg ist, der uns bereits in Novosibirsk kontaktiert hatte. Und Dank Raffael hatten wir dann auch eine Übernachtungsmöglichkeit in Ulaanbaatar. Denn er rief bei seinem Couchsurfer an und fragte, ob wir die erste Nacht mit bei ihm bleiben dürften und dieser sagte dann auch spontan zu. Wow, wir hatten echt ein Glück. Andy, unser Couchsurfer, und ein liebenswürdiger und toller Mensch, holte uns dann in einem Café ab und brachte uns zu sich nach Hause.

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