Thailand Impressionen

Wir sind in Thailand! Hier gibt es die ersten Impressionen...

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My Armenian Café - George Town

Unsere erste Station nach Australien hatte es ziemlich in sich!

"Wie lange möchten Sie gerne in Malaysia bleiben?", war die erste offizielle Frage eines malaysischen Versicherungsbeamten als er erfahren hat, dass wir mit unserem eigenen Auto anlegen. Denn wer nach Malaysia "einfährt, besonders mit dem Schiff an Land sticht, wird mit sämtlichen bürokratischen Feinheiten konfrontiert, unter Anderem eben auch mit Versicherungen für die Nutzung von Straßen in Malaysia oder auch für die Versicherung des Autos selber.

Nach einigen Berechnungen, war die Antwort: "2 Monate". Das es einmal vier Monate mehr sein würden, hätten wir uns nie und nimmer erträumt.

Mit Miri, einer Reisefreundin sind wir 7 Wochen durch Malaysia gefahren, waren an der wunderschönen Ostküste, im Taman Negara, einer der ältensten Regenwälder der Welt, im Gebirge der Cameron Highlands, bei Tee und leckeren Erdbeeren, im verschlafenen Ipoh beim Kurt, der alten Zinnmetropole Malaysiens, sowie schließlich in George Town, der Beginn vom Anfang.

Miri, also Miriam haben wir vor vier Jahren in Sri Lanka kennengelernt. Dann nochmal in Australien ein Jahr später getroffen und dann waren wir zwei Jahre später nochmal bei ihr in Deutschland. Nun war es also das vierte Mal im vierten Jahr in Malaysia. Eine unglaubliche Verbindung wilder Reisender :) Bis zum 5.Mal im 5.Jahr!

 

Um euch nun die spannende Frage der magischen 4 Monate zu erklären gibt euch das Bild oben schon einen besonderen Einblick, denn wir  waren ziemlich fleißig. Vor drei Jahren, nach einem Deutschlandbesuch, hatten wir leider ein kleines Problem mit Tobis Visum für Australien. Dies hatte sich unnötig in die Länge gezogen und so kam es, dass er sich noch eine Zeit lang in Malaysia herum getrieben hat, während Caro, bereits schwanger, sich das ein oder andere Taschengeld in Fremantle, Australien verdient hat.

Während seiner "Wartezeit" in Malaysia führte es Tobi auch nach George Town. Hier hat er die, wohl beste, Couchsurfing Familie auf der Welt kennengelernt. In einer Woche Aufenthalt hat er sich ausgiebig mit George Town angefreundet und war hin und weg von dieser Stadt. Dort hat er, als er durch die Straßen dieser Stadt marschiert ist, auch eine Galerie besucht. Zwar nur kurz, vielleicht 15 Minuten lang, aber diese 15 Minuten sollten es in sich haben.

 

Zwei Jahre später, nun als Gesamtpaket mit Caro und Max, ging es wieder nach George Town. Nach einigen spannenden Wochen, kamen wir an einem Café vorbei. Dort kamen wir wiederum mit einer Frau in Kontakt. Tobi hatte sich mit dieser Frau eine Zeit lang unterhalten, bis er schließlich ganz aufgedreht zu mir kam und mir diese folgende Geschichte erzählte. Alyssa, die jetzige Besitzerin, die wir gerade hier im Café kennengelernt hatten war die Galleristin, die Tobi, damals, vor fast exakt zwei Jahren, in George Town in einer Gallerie kennengelernt hat. Diese 15 Minuten von damals sind Alyssa so im Gedächtnis geblieben, dass sie sich irgendwie noch an ihn erinnern konnte, obwohl sich ihre damalige Gallerie an einem ganz anderen Ort in der Stadt befand. Einfach unglaublich. Durch diese Offenbarung des Schicksals, kam es zu einer unglaublichen Partnerschaft.

 

Die folgenden vier Monate arbeiteten wir in diesem Café, kellnerten, renovierten, dekorierten, designten, handwerkelten, malten, backten, verkauften, organisierten, strukturierten und noch vieles mehr, um dieses Café zu dem zu machen, was es schließlich ist: "My Armenian Café" ist genau der richtige Ort für einen entspannten Kaffee, einem Mocktail oder einem leckeren Smoothie sowie einer tollen Auswahl an hausgemachten Kuchen und leckeren Sandwiches. Das Café hat Stil, Charme und jede Menge künstlerisches Herz, genau wie die Besitzerin und so wie wir es wollten. Perfekt für die neuen Yoga Workshops.

Eine anstrengende Zeit und ein unglaubliches Resultat mit jeder Menge neuer Erfahrungen und vor allem Freundschaften. Kian unser malaysischer Freund der ersten Tage, der Melody Kindergarten, HannSen - der Beginn von The GrassVan -, Saubee und John unsere Nachbarn, und vor allem Ellen und Jonas. Ellen und Jonas fahren mit ihrem Defender von Deutschland bis nach Australien, und weiter und zurück. Wir hatten das große Glück, sie für einen Tag kennenzulernen. Zumindest dachten wir, dass wir sie kurz treffen, uns austauschen, einen Fruchtsaft trinken gehen, vielleicht noch zum Inder und sich dann unsere Wege wieder trennen werden, aber es sollte ganz anders kommen. Mit diesem zuckersüßen, lustigen, abenteuerlichen, kreativen, handwerklichen, dem perfekten - Intothefar - Team verbringen wir die nächsten 3 Wochen. Hier beginnt eine unglaubliche Freundschaft wie es sie sonst nur bei Herzblatt zu hören und sehen gibt. Wir lebten zusammen, arbeiteten gemeinsam und lernten die verrücktesten Menschen kennen. Die kreative und künstlerische Ellen hat das wohl coolste Mandala der Stadt an die Wand des "My Armenian Café" gemalt, Jonas der schlaue Kopf des Gespann war bei jedem Hammerschlag dabei und zusammen haben wir diese geniale Spielecke gebaut. Eine Bilderbuchgeschichte am richtigen Ort und zur richtigen Zeit. Zwei Autos die nicht verschiedener sein könnten und vier Menschen die nicht hätten besser zusammenpassen können, haben sich hier gefunden. The GrassVan und der Defender! Danke für diese tollen gemeinsamen Erinnerungen.

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Ein neues Design für unser grassigen Freund.

 

Mit seinem neuen Design lässt sich - The GrassVan - wirklich sehen. Dank der Hilfe von Stanislav den wir einen Tag vorher kennengelernt haben geht es doch schneller als gedacht. Somit wird aus www.somewhereovertheworld.com stylisch www.TheGrassVan.com. Wir sind super stolz auf diese weitere Geschichte in unserem fast fünfjährigen Reiseleben. Nun sind wir bereit für die Reise zurück nach Hause. Deutschland ruft und wir machen uns auf dem Weg. Im Gepäck unsere eigene Produktreihe und viele weitere spannende Artikel und noch mehr tolle Ideen. Ihr dürft schon jetzt gespannt sein, aber nun habt ihr erst einmal die Chance unsere tollen Produkte "zu liken :)" und kräftig Geschenke einzukaufen. Danke an alle die an uns glauben und uns somit unterstützen.

 

Einfach hier klicken und ihr kommt zu Weltumreisenden Shop!

 

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Der letzte Tag auf dem Hin Bus Depot

Die letzten Tage hier im wunderschönen Malaysia. Hier entstand etwas ganz Besonderes und wir sind so dankbar für die wunderbaren Menschen die wir hier im HinBus Depot kennengelernt haben. Hier konnten wir unsere eigenen Produkte verkaufen. Hier entwickelte sich unsere Freude für unsere Kreationen. Was gibt es Schöneres als zufriedene Kunden und interessante Menschen die uns unterstützen wollen. Vielen Dank für eure Unterstützung und euer tolles Feedback...

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Frohe Weihnachten und ein knackiges Neues!

 

Das Jahr ist schon fast vorbei und schon wieder klingelt der Weihnachtsmann an der Tür und will seine schweren Rucksack leichter machen. Bald ist auch wieder 2016. Man muss sich wieder an eine neue Schreibweise gewöhnen und dann ist auch schon wieder der 1. April. Heute ist erst einmal Weihnachten. Deswegen wünschen wir euch Allen nur das Beste. Lasst es krachen und genießt die Zeit mit euren Lieben. Falls ihr noch etwas ganz Besonderes in der Hinterhand haben wollt, quasi einen Joker dann wisst ihr ja in welchen Laden ihr stöbern könnt :) www.TheGrassVan.com

 

The GrassVan Family

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Unser eigener Travel Shop ist online und steht zum Verkauf bereit.

Es war ein anspruchsvoller Weg bis zum ersten Schritt und gleichzeitig bis zum ersten Travel Shop weltweit! Wir haben recherchiert und es gibt keinen anderen Reisenden, der solch ein Marathon auf sich nimmt. Wir sind stolz auf das was wir euch präsentieren können und ihr könnt euch auf weitere spannende Produkte aus der Welt freuen...

 

Mit eurer Hilfe und Unterstützung treten wir die Heimreise an. Wir fahren mit unserem grasigen GrassVan von Malaysia, Georgetown, wo wir gerade sind bis zurück nach Deutschland.

Mit dem Kauf von diesen wunderbaren Produkten unterstützt ihr nicht nur uns, sondern auch gleichzeitig wahnsinnig tolle Menschen aus Malaysia die es uns ermöglicht haben euch diese tollen Produkte anzubieten und gleichzeitig unterstützt ihr auch noch eine Schule in Nepal.

Mit dänischen Freunden aus Nepal, die auch gerade bei uns in Georgetown sind und welche diese "Charity" ins Leben gerufen haben, wollen wir eine vom Erdbeben zerstörte Schule wieder aufbauen. Das Phujel Projekt!

 

Letztes Sonntag waren wir auf einem Künstler-Markt hier in Georgetown wo wir unsere Produkte verkauft haben und nicht nur wir waren hin und weg. Es war ein absolut perfekter "Erster Tag" und deswegen geht es auch gleich diesen Sonntag wieder hin. Falls ihr auch auf den Geschmack gekommen seit, meldet euch einfach bei uns oder bestellt in unserem "TheGrassVan Travel Shop".

 

Vielen vielen Dank

 

The GrassVan Family

 

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My Armeninian Café  - Georgetown! Unser zu Hause für 3 Monate

Aber nun nochmal von vorne. Wir wohnen hier nun schon seit 4.5 Wochen und haben diese ganze Café einmal von vorne bis hinten umgestaltet. Nur wir wissen wie es vorher aussah und das war nicht allzu vielversprechend. Von richtig schrecklichen Menüs und einer noch finsteren Vermarktung (über den Bild von Caro, wo euch nun ein frisches Blackboard anlacht) wurden gefrorenes und fritiertes Allerlei verkauft. Die Kunden blieben natürlich aus, denn die Konkurrenz ist hier in Georgetown und Stadtzentrum richtig bombastisch und keiner wollte für diesen überheblichen Preis einmal in die fettige Wundertüte greifen. Wir haben aber trotzdem einmal mit Erschrecken erleben dürfen wie sich ein Kunde an dieses magere Ausbeutung  herangewagt hat. Hühnchen Popcorn. Klingt schon schrecklich und diese frittierten Kügelchen in einer langweiligen Körbchen ohne Saucen geben einem schnell die Kugel. Deswegen wurden wir gerufen bzw. haben wir uns freiwillig gemeldet um den ganzen einmal einen guten Stempel aufzudrücken und um unsere ganze Cafékunst auszuspielen. Genügend Erfahrungen haben wir ja in den letzten Jahren gesammelt und deswegen rudern wir auch ordentlich herum und bieten allerhand leckere Kost an. Seit heute haben wir sogar ein Frühstücksgericht mit Bagel, Käse, Rührei und Bohnen. Wir haben leckere Mocktails wie den Georgetown Hunter der aus Cranberry Saft, Orangensaft, Ananassaft, Erdbeerpüree und frischen Ananassaft gemixt wird. Leckere Kuchen von Caro, wie unseren legendären Schokoladenkuchen, den Flying Monkey. Die Kunden rennen uns die Bude ein, also manchmal zumindest, aber es gibt hier schon gute Tage und für den Anfang allerhand und bald geht es dann auch an die Werbung, also morgen :)


Bis bald


* 3 on a big trip * aus einem Café in Georgetown, Malaysia!

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Unser neues Projekt steht vor der Tür und klopft bald an!

Wir haben seit den letzten 4 Jahren und paar Monaten allerhand geschafft und erlebt. Wir sind zu richtigen Weltreisenden aufgestiegen, ab wann das beginnt und wo es aufhört kann man gar nicht so genau definieren. Wir fühlen uns ehrlich gesagt auch gar nicht so richtig wie Weltreisende. Wir fühlen uns zu Hause in der Welt. Wir sind unterwegs weil wir es einfach lieben und weil wir nach etwas suchen. Wir haben es gefunden und genau darum geht es jetzt:


"The GrassVan Project" ist unser Shop auf vier Rädern, aber nicht nur da sondern auch auf unserer Internetseite kann man sich über unsere Sachen informieren und wer möchte kann mit dem Kauf von unseren Produkten unsere Reise (und noch viel mehr) unterstützen.


Durch den Kauf von "unseren" Produkten unterstützt ihr:


- lokale Unternehmen vor Ort

- zeitgleich unterstützt ihr unsere Heimreise von Malaysia nach Deutschland 

- und unterstützt Charities (zur Zeit von unseren Freunden aus Nepal für den Aufbau nach dem schweren Erdbeben)


Ihr bekommt auf unserer neuen Seite ausführliche Berichte wieviel Geld zusammen kommt und was mit eurer Unterstützung so alles passiert. Zeitgleich sind wir auf der Suche nach weiteren spannenden Produkten, die uns Spaß machen und euch noch viel mehr. Wir danken euch schon einmal für eure Unterstützung in welcher Richtung auch immer. Auch wenn ihr es euren Freunden erzählt oder eure Bekannten und Verwandten beschenken wollt, sind wir euch super dankbar.



A new journey has begun - be a part of it

www.TheGrassVan.com




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Ein Tag mit Max

Was macht denn unserer kleiner Max alles den lieben langen Tag?


Mittlerweile ist er ja schon stolze 1.5 Jahre alt und voller neuem Tatendrang. Glücklicherweise ist es immer ein Segen, wenn man für längere Zeit an einem Ort ist, denn dann kann sich Max besonders gut entfalten und entwickeln. Passiert natürlich auch unterwegs aber hier kann er mal richtig die Sau raus lassen. Unter der Woche macht er das am Morgen immer im Melody Kindergarten. Die Erzieherinnen und seine Gleichgesinnten, also er ist ja der Jüngste, haben ihn furchtbar lieb. Jeden Morgen bringt ihn ja der Tobias auf seinem Fahrrad zum Kindergarten und schon am Tor wird er mit freudigen Max Geschreien reingerufen. Dann stehen seine Kollegen, zur Zeit sind es 5, schon an der Tür oder kommen manchmal sogar gleich rausgeschossen und wollen ihn schon Sehnsüchtig vom Fahrrad reißen. Max dreht sich dann auch gleich um und blabbert mir begeistert zu mit offenen Armen das er doch sofort abgesetzt werden will. Dann bekommt er manchmal ein Küsschen bzw. eine riesige Umarmung und schon rennen sie zusammen rein. Manchmal kommt es nicht mal zum richtigen Abschied, denn er ist gleich sofort in seinem Element, am spielen. Die Erzieherin und Tobi lächeln sich noch kurz zu und nichen bestätigend das er einfach in den besten Händen ist. Nach ereignisreichen vier Stunden muss dann der Max auch leider wieder nach Hause. Eine oder zwei Runden über den Spielplatz und die Reise auf den zwei Rädern geht wieder los. Zu der Zeit ist auch ordentlich Verkehr, die Autos versuchen noch die letzten Lücken zu nehmen aber der Stau in Georgetown ist meistens unvermeidlich. Für Fahrradfahrer wie uns einfach ein Segen an den wartenden Autos vorbeizudüsen und noch ein wenig frischen Wind mitzunehmen bevor die Motoren wieder durchstarten. Das Bild mit Max vor Tobis Nase scheint anscheinend richtig witzig auszusehen, denn sehr oft schauen sie zu Max und amüsieren sich richtig über das "süße" Bild. Zu Hause angekommen zieht der Max noch seinen kurzen aber knackigen Runden um den neuen rasigen Spielplatz vor dem Café bevor er dann für unbestimmte Zeit zum Mittagsschlaf übergeht. Danach, meistens gegen 3/4 ist er wieder wach und wieder voller Tatendrang. Im Café arbeitet noch eine andere Frau (Shirley) und sie gibts sich auch besonders Mühe und sorgt sich um unseren Max. Auf der anderen Straßenseite wohnt Zobie, die auch so göttlich mit Max auskommt und uns auch unterstützt sobald der Max wieder einmal ausgebückst ist. Unsere Nachbarin mit ihrer Enkelin Yu ist uns auch sehr ans Herz gewachsen und so kommt es auch oft vor das sie zusammen spielen bzw. Max sich hier und da schönes Spielzeug ausleiht und mit den geborgten Sachen sein eigenes Ding macht. Es gibt genug Helfer die uns bei ordentlichen Betrieb uns unter die Arme greifen aber meistens sind wir selber zur Stelle und spielen und malen mit Max auf den neuen Blackboards fleissig herum. Unser Max hat hier enorme Freiheiten und da er sich hier schon so gut auskennt, zieht er manchmal sogar schon alleine los ohne auf seine Eltern zu warten. Also er kann sich hier richtig austoben und das Café ist genau das Richtige für ihn.


Bis bald...

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Asia Community Service, Balik Pulau

Heute haben wir diese pfiffigen Menschen kennengelernt. Kreativ und so herzig. Die Freude über unseren GrassVan ist riesig. Alle Leute hier haben einige Einschränkungen, Behinderungen, was sie aber nicht davon abhält einen unglaublichen tollen Workshop aufzubauen. Natürlich bekommen sie die nötige Unterstützung von drei starken Frauen. Mit der Stärksten, also Aina haben wir uns heute getroffen (unten links im Bild) und gleich große Pläne geschmiedet. Einer davon ist ihren selbstgemachten Fruchtkuchen und ihre Plätzchen aus ihrer eigenen Bäckerei, bei uns im Cafe von Alyssa (dafür musst ihr die unteren Berichte durchlesen) anzubieten. Zeitlich finden wir bei ihnen noch viel mehr. Ein wahres Paradies hier in Balik Pulau und eine unbeschreibliche Aktiviti Community...

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Armenia Cafe

Wir sind im Armenian Café angekommen! Am 22.10. sind wir eingezogen und nun seit fast zwei Wochen am werkeln, tun und machen. "My Armenian" eine Gespann aus Gallery, Shop und Café. Alyssa haben wir zwei Wochen vorher kennengelernt, sind ins Gespräch gekommen und es hat sich herausgestellt, das sich Tobi und Alyssa kennen, aber woher das musste noch erforscht werden, denn Alyssa ist hier erst seit zwei Monaten eingezogen. Die Antwort ist so witzig, denn vor zwei Jahren war Tobias ja schon einmal in Georgetown und dort hat er in einer Gallery ein tolles Bild bewundert und sich auch dort im Gästebuch verewigt und nun stellt sich heraus dass Tobias in der gleichen Gallery war aber an einem anderen Ort. Dies wurde dann noch bestätigt als wir das Gästebuch nochmal zwei Jahre zurückgeblättert haben. Als die Beiden sich so weiter unterhalten kommt es zu einer kleinen Besichtigungstour und dort stellt sich heraus, das Alyssa im ersten Stock zwei Zimmer hat. Ihr wisst ja nun wie es ausgeht und wir schließen den mündlichen Vertrag einer unglaublichen Kooperation. Wir helfen im Cafe und dafür können wir bei ihr wohnen. Von helfen kann nun aber keine Rede sein, denn wir arbeiten einfach mal volle Kanne. Das ganze Cafe wird einfach total umgeworfen. Anstatt Hühnenpopcorn (genau so heißen Diese übersetzt) aus der Tiefkühltruhe und frittierte Kartoffelecken gibt es nun Wraps, Bagels und Sandwiches "Homemade" und frisch gemacht. Weiterhin gibt es Mocktails, alkoholfreie Energiegetränke um den Tag mal so richtig aufzupushen. Die Innenarchitektin unter uns tobt sich hier besonders aus. Wir dekorieren um, hängen Bilder an die Wand, bestreichen die Tische mit Schultafelfarbe und nun können unsere Gäste die Tische dekorativ bemalen. Wir lernen Jonas und Ellen kennen, welche nun auch hier wohnen und diese malen uns in den nächsten Wochen ein riesiges Bild an eine freie Wand. Die beiden sind mit ihrem eigenen Auto von Deutschland nach Malaysia gefahren. Eine dufte diese Abenteurer, aber schaut einfach auf ihre unglaublich tolle Internetseit! Einfach der Hammer...Klickt hier!

Der GrassVan ist natürlich auch ein super Objekt der paparazzischen Begierde und somit füllt sich das Cafe so langsam aber sicher. Zeitgleich produzieren wir die ersten Produkte für unseren eigenen Shop aber dazu später ausführlich mehr.


Wir leben hier in dieser tollen Stadt und fühlen uns richtig wohl. Wir sprießen vor Ideen welche alle umgesetzt werden sollen und zeitgleich kommen noch mehr dazu. Wir lassen bald die große Bombe platzen, aber bis dahin müsst ihr noch ein wenig geduld haben :)


Also bis demnächst....

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Kleiner Kontrast zwischen einigen Kilometern

Ob scheiß Regenwetter, kein richtiger Schnee sondern nur diese Matsche, Wirbelstürme oder das Thermometer seit Tagen über 45°. So richtig passen tut es ja meistens nie. Wir können nun Alle beruhigen, denn auch im schönsten Urlaubsziel ist es nicht unbedingt rosig. Das linke Bild stammt aus dem 600km entfernten Koh Lanta, Thailand, da waren wir vor einigen Tagen und da war noch alles Dufte. Das rechte Bild haben wir auf Penang in Malaysia gemacht. Ihr seht die gewissen Unterschiede und dieser nenn sich "Haze". Dies die Fluchzauberformel jeden Malaysianers, denn dies ist auch mal so richtig scheiße. Keine Aussicht und vor allem die Luft ist richtig schlecht. Grund dafür, so die übereinstimmenden Medienberichten wird der Schuldige in Indonesien gesucht. Irgendwer muss ja Schuld haben. In dem Fall sind es die Sumatraner die fleißig ihre Palmölplantagen niederbrennen um sie dann später wieder zu bewirtschaften. Diese Rauchwolke schwebt dann genau bis zur malaysischen Grenze und bringt die Menschen hier zur Verzweiflung. Von Lungenkrebs und weiteren organischen Schädigungen ist sogar die Rede, so gefährlich kann dieser Rauch sein. Deswegen bewaffnen sich auch alle hier mit einem Mundschutz. Schnell vergessen die innerpolitischen Probleme rund um die Koruption des Staatsoberhauptes Malaysias, der mit einigem Millionen Schmiergeld gerade zur Rechenschaft gezogen wird.

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Einmal um die Insel Penang

Einmal um die Insel und wieder zurück, so der Plan für die nächsten Tage. Da es schon länger auf dem Programm stand und wir nun doch eher aus dem Thailand Urlaub zurück sind haben wir nun unsere vier Rucksäcke geschnappt und sind samt GrassVan ab in den Westen. Eigentlich wollten wir zum Nationalpark aber da wir relativ spät, so gegen 12Uhr los sind und es wie so üblich nach einer Thailand Reise eher gemächlich zu geht, haben wir beschlossen, heute doch einfach mal nichts zu machen. Dummerweise haben wir keine Schlafplatz in der Nähe des Nationalparks gefunden und so sind wir einfach weiter in den Süden abgedriftet und haben den Park gleich ganz aus den Augen verloren. Trotzdem waren wir dann am nächsten Tag schön wandern. 4 Stunden durch diese hügelige Hinterlandschaft Pantai Acehs welche durch die kleinen Motorradwege, von wo aus man zu den jeweiligen Häusern gelangt, eine schöne Runde ergeben hat.  Danach ging es nach Balik Pulau, einem idyllischen kleinen Fischerdörfchen auf der Südwestseite der Penang Insel. Da hier aber wie schon berichtet ein absolutes "Haze"problem aufgekommen war war das Wetter irgendwie bedrückend und die Stimmung irgendwie nicht nach baden oder im Ofen (GrassVan) abzuhängen. Wir haben geschwitzt und so richtig machen konnte man auch nicht, deswegen sind wir am nächsten Tag auch wieder zurück nach Georgetown, denn wir wollten doch nun endlich anfangen und unser Projekt vom GrassVan in Angriff nehmen.....

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Das Fest der Feste oder eins der vielen Feste

Nine Emporer Gods Festival

 

oder einfacher gesagt ein Chinesischer Karneval. So zumindestens sieht es für Außenstehende auf den ersten Blick aus. Tatsächlich fahren hier nicht nur "Umzugswagen" durch die Gegend. Hier geht es richtig zur Sache, denn es wird getrommelt und alles aus einer Monster Musikbox herausgeholt um auch die letzten Ecken dieser Stadt zu erreichen. 9 Tage und 9 Sternenbilder welche das Leben und den Tod verkörpert, welcher im 9 Monat des chinesischen Kalenders abgehalten wird, also genau jetzt bzw. heute ist der letzte Tag. Besser bekannt als vegetarisches Festival sind alle Mitglieder dieser Zeremonie in weiß gekleidet um rein zu sein. Die Fahne mit einem rotem "Jeh" auf gelben Hintergrund gibt jedem deutlich zu verstehen wo vegetarisch gegessen wird, aber man erkennt die Zelte schnell in welchen ein provisorisches Restaurant aufgebaut wurde. Nun sind wir gut gestärkt und können euch von den ganz besonderen Ritualien erzählen, die hier Gang und Gebe sind, besonders in Phuket in Thailand. Ein zwei meter langer Speer durchsticht die Wange welche dann durch den Mund wieder heraustritt. Masong heißen diese Personen welche den Spirit von den Göttern übertragen bekommen haben Anderswo werden auch kleinere Speere durch die Brusthaut gestochen oder wer weiß noch wo alles. Für uns schon wirklich harte Kost und deswegen laufen wir weiter zum nächsten Schauspiel. Hier ist absoluter Trancezustand. Einige Personen sind in einer anderen Spähre, reden mit und zu ihren Göttern und werden nicht nur von uns beobachtet. Menschentrauben suchen hier den Blick zum schwitzenden verwirrend wirkenden Gläubigern. Eine Reihe weiter wird geheilt, zumindest sieht es so aus. Einer nachdem Anderen tritt aus der langen Schlange hervor und wird von der guten Dame im festlichen Gewand gesegnet, ein Kollege von nebenan hantiert mit einer Holzschlange auf den Rücken eines Befürworter herum um vielleicht Energien freizusetzen oder die lästigen Rückenbeschwerden endlich loszuwerden. Blöd das ich gerade meine Businesskarten nicht dabei habe :)! Ein richtiges Schauspiel und eine Menge los hier auf Georgetowns Straßen. Schön wieder zurück zu sein...

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Thailand mit Marleen und Thomas

*Somewhereovertheworld trifft somewhere else*


Max beim romantischen Sonnenuntergang auf Koh Lanta. Nach einen anstrengenden Tag auf dem Motorrad nimmt er sich hier diese schöne Auszeit auf den Bambooterassen vom "Somewhere Else" . Vorher waren wir "somewhereovertheisland", denn es ging mit Marleen und Thomas einmal entlang der Westküste zum Nationalpark. Auf dem Moped in Thailand  bei Sonnenschein, der Freiheit kommt man dadurch erheblich näher. Wir genießen jede Sekunde des knatternden Motors, jede Sekunde der grünen Oase die sich links und rechts uns den Weg vorgibt und viele Sekunden mehr im Augenblick dieses Gefühls. Das Moped fahren bekommt hier einen ganz besonderen Stellenwert, wir sind natürlich keine Ausnahmen, hier ist reger Verkehr, denn Jeder möchte diese Sekunden mit sich teilen. Koh Lanta ist auch eine dieser Inseln, typisch für Thailand, die fast komplett vom Tourismus leben aber trotzdem ist es hier noch ein wenig ruhiger wie auf der Nachbarinsel PhiPhi. Es ist auch noch keine Hauptsaison und deswegen sind wir auch noch umso seelischer diese Zeit mit Marleen und Thomas hier zu verbringen. Was wäre würden sich hier noch Hunderte mehr wie Sitzliegen teilen, den Strand erobern, schlagartig wäre diese festgehaltenen Gefühl schon ein wenig mehr getrübt. So wie es ist ist es traumhaft und somit bekommen wir ein wenig mehr Aufmerksamkeit und dadurch auch unser Max. Der kann hier ausgiebig rum rennen, im Sand spielen, im Wasser plantschen und sich mit anderen Kindern überlegen wohin sie den Ball kicken wollen oder wie sie am besten die Sandburg der größeren Kinder überfallen. Apropo dieses Bild ist auch noch der letzte Sonnenuntergang den wir zu Fünft hier genießen. Abschied ist ein Zauberwort mit dem man auf Reisen sehr oft konfrontiert wird. Abschied nehmen ist gar nicht so einfach aber diese gemeinsame Zeit ist unbezahlbar und deswegen nehmen wir diesen Abschied sehr gerne in Kauf. Im Trubel des Alltags gehen diese gemeinsamen Zeiten schnell verloren, darüber sind wir uns sehr bewusst. Danke für die tollen Erinnerungen. Zweimal in 2 Jahren haben wir uns nun in Thailand getroffen, also wir sind gespannt wo wir uns unterwegs das nächste Mal sehen. Das ist das Schöne am Abschied, denn man sieht sich auch irgendwann wieder.


* 3 on a big trip *

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Wir sind in der Zeitung

Nach vier Interviews und einer TV Reportage stehen wir am Zenit unseres Schaffens. Unser GrassVan ist angekommen in Georgetown. Fröhlich vergnügt unterhält er seine Bewunderer und wir als seine größten Fans freuen uns über den wachsenden Malaysia-Besucheranteil auf unserer Homepage. Klickt hier um euch einen Bericht durchzulesen oder klickt hier um durch die Online Aussage vom 10.10.2015 zu stöbern.

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Thailand reloaded

Frische fröhlich fliegende Grüße vom Max. Der hat hier die größte Gaudi auch wenn sich der Ein oder Andere denkt, ob die nicht mehr alle Beisammen haben. Die beiden Männern hatten danach erst einmal Muskelkater vom ständigem hin und her werfen. Mit dem Roller ging es vorher durch diese tolle Gegend rund um Krabi bevor wir uns eine kleine Erfrischung genommen haben, denn wir haben hier richtig tolles Wetter obwohl es noch Monsunzeit ist (na gut manchmal gibt es auch die berühmten Regenanfälle). Also wir haben hier alle mächtig viel Spaß und genießen die gemeinsame Zeit miteinander. Aber auch wichtige Dinge erledigen wir noch mit dazu, denn unser GrassVan braucht einen neuen Vergaser und da wir den nicht in Malaysia auftreiben konnten versuchen wir unser Glück hier in Thailand. Wir sind auch schon fündig geworden in Krabi und morgen dürfen wir ihn in die Höhe stemmen soweit nichts dazwischen kommt. Wir sind hier im P.A.N. Beach unter gekommen, eine ruhige Bucht mit traumhaften Ausblick für einige Stunden, hier spielen die Gezeiten ein interessantes Spiel, denn pünktlich um kurz nach Mittag zieht sich das Wasser zurück und zurück bleiben Pfützen und jede Menge Meeresboden. Gute zehn Minuten muss man gehen um wieder das Wasser zu erreichen und natürlich wieder zurück, deswegen sollte der Badeurlaub auch gut geplant sein sonst steht man schnell ohne Meer da. Dies ist aber auch ein Grund warum dieser Teil von Ao Nang nicht so überrannt wurde vom Tourismus denn zwei Buchten weiter kommt es gar nicht zur Ebbe. Das gleiche Meer, gut wir sind jetzt auch keine Experten, aber auf einer Luftlinie von einem Kilomter kommt es nicht zum "Cut" des Meeres. Schon wirklich faszinierend die Natur wie sie uns die Möglichkeit gibt noch einen ruhigen Strandabschied in Thailand zu genießen. Danke :)

Morgen geht es auch schon noch gleich weiter und zwar von Krabi geht es südlich nach Koh Lanta und dort zum Clayzy Guesthouse. Dort wollten wir eigentlich irgendwann einmal volunteeren aber da wir nun doch länger in Malaysia bleiben wollen mussten wir das erst einmal verschieben aber da wir nun einmal hier sind ist dies eine gute Möglichkeit mit den richtigen Leuten bzw. mit Neng zu reden was denn dann so alles auf uns zu kommt. Wir freuen uns!

Die Freude ist leider auch schnell getrübt, denn wir sind jetzt vor Ort und machen uns selber ein Bild vom Anblick dieses Bildes. Nicht so unsere Generation würden wir auf den ersten Anblick sagen. Wir gehen stattdessen ins "Somewhere Else". Bis später...

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Das ist der Wahnsinn

Wenn Tobi mir damals bei unserem ersten Gespräch gesagt hätte das wir unser 10 Jähriges in Thailand feiern werden, wären wir bestimmt nicht zusammen, denn er wäre dadurch ein absoluter Freak. Aber nun von hier aus zurückblickend kann man nur sagen, was für eine geile Sache! Was haben wir nicht alles erlebt in den letzten 10 Jahren aber besonders in den letzten

4 1/4 Jahren.  Für uns immer noch unglaublich verrückt wie es doch so lange geworden ist und noch ein wenig länger werden wird. Wer weiß wo wir unser 20 Jähriges feiern :)

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Wer hätte das gedacht?

3 Monate Malaysien sind vorbei! Eine neue Zeitrechnung hat hier in Georgetown für uns begonnen und wir sind fleissig am Schaffen und Machen und werden euch bald ein neues Projekt von uns vorstellen.

Eine Megaprojekt von uns ist bald in trockenen Tüchern. Die Rede ist vom kleinen Max, denn der weiß so langsam wie es funktioniert und somit ist er bald ein ganzer Mann.

So diese beiden lustigen Kollegen hier rechts sind Marleen und Thomas. Das Bild stammt von vor zwei Jahren, da hat der Tobi (wo er mich Schwanger in Australien hat sitzen lassen) mit den Beiden um die Wette gejungled und vergnügt in Chiang Mai Urlaub gemacht und in Bangkok Mojito getrunken.

Nun ist es wieder an der Zeit das wir uns auf unserer Reise wiedersehen. Wieder einmal in Thailand, aber diesmal na klar zu Fünft. 2 Jahre später und ein neues Abenteuer steht vor der Tür. Krabi.

Eine Woche Urlaub vom Arbeitsurlaub und danach geht es wieder zurück nach Georgetown auf noch unbestimmte Zeit. Es gibt eine Menge zu tun mit einer neuen Bleibe. Wir ziehen in die "Armenian Street" und dort in die Alyssa Galerie wo wir mit Alyssa zusammenarbeiten werden. Wir haben viel vor. Lasst euch überraschen.

 

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Fennel Health Care

Nothing is impossible!

 

Die ersten beiden Tage in einer CTM Praxis (Chinesische Traditionelle Medizin) hier in Malaysia sind vorbei und ich kann sagen es war erfolgreich. Insgesamt hatte ich 14 Patienten, von Rückenbeschwerden bis hin zur "Frozen Shoulder" (Schulterproblem). Eine Behandlung für insgesamt 45 Minuten. Also eine Art Schnupperkurs der Physiotherapie sozusagen. Probleme gab es eigentlich nur in der Kommunikation, denn die meisten Patienten waren Chinesen mit gebrochenem Englisch. Aber HannSen hat hier perfekt als Dolmetscher ausgeholfen. Vorwiegend bestand die Therapie aus der Manuellen Therapie, einen Teil Cranio-Sacral-Therapie und Triggerpunkttherapie. Alle Patienten haben die Praxis wieder unbeschadet verlassen, somit kann man von einem Erfolg ausgehen :) Es hat richtig viel Spaß gemacht und die Fortsetzung folgt. Danke Fennel Healthcare

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"Botak" bedeutet Glatze

Botak Freunde forever! Wobei die ersten Ansätze des Vokuhilas sind beim Max schon ersichtlich. Spielt aber keine Rolle, denn diese Beiden verstehen sich, wie sich halt Botaks untereinander verstehen. Die richtige Glatze hier rechts heißt Sam (Max nennt in immer xaM) und zusammen gehen sie auf Beutejagd für die nächste freie Rutsche oder zur Besetzung dieser Rüttelmaschinen für Kinder. Auf jeden Fall kann man sie mal ruhig zusammen alleine spielen lassen. Die Eltern sagen Danke.

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FCOTU - Food centre of the universum

* 3 on a big trip * im Food Rausch
* 3 on a big trip * im Food Rausch

Penang ist die Hochburg für Malaysianisches Essen. Hier kommt das Essen her, hier werden Pfunde ganz einfach angesammelt. Hier ist die Fabrik der Wollust zum Essen. Wenn bei "Wer wird Millionär" die Frage auftaucht: Wo kann man am Besten die ganze Palette an asiatischem Essen essen? Ja ihr kennt die Antwort schon, hier in Penang. Die Stadt lebt, denn an jeder Ecke findet man die passende Antwort für den kleinen Hunger zwischendurch. Der ist eigentlich immer da sobald man diese verschiedenen Ebenen der Gerüche aufsammelt.  Ob Malaysisch, Chinesisch, Indisch, Thailändisch, Vegetarisch, Vegan, Schwein, kein Schwein, hier gibt es alles, ob total preislich abgehoben oder was für 50 Cent, alles zu finden. Man wird ganz einfach verführt oder einfacher man lässt sich leichter verführen. Guten Appetitt

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Georgetown - Wir sind angekommen

Fennel Healthcare
Fennel Healthcare

Physiotherapie trifft Chinesische Medizin

 

So sieht das dann aus, wenn man in Malaysien als Physiotherapeut arbeitet. Wobei wie ihr hier vielleicht erkennen könnt handelt es sich um eine Chinesische Traditionelle Therapie Praxis wo Tobias nun für 20 Stunden (abhängig von der Patientenzahl) pro Woche für 2 Wochen (abhängig wie gut es läuft) arbeitet. Also wobei dieses sympathische Lächeln doch eigentlich eine Menge Leute glücklicher und gesünder machen müsste :) Also wir halten euch auf den Laufenden und erzählen euch dann mehr wenn es dann am 01.10 los geht!

 

Noch ein kleines Update für zwischendruch. Es gibt schon einen gut vollen Terminkalender für die ersten beiden Tage.

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Ein schöner Tag auf dem Penang Hill

* 3 on a big trip * auf dem Penang Hill
* 3 on a big trip * auf dem Penang Hill

Nach 2 Stunden und ungefähr 900 Höhenmetern stehen wir nun hier oben auf den Penang Hill und grüßen euch.

Dieser Ausflug muss schon gut geplant sein, denn zur Zeit ist hier "Haze" so nennen die Leute hier diese stickige Luft welche von den verbrannten Palmenfeldern aus Sumatra kommt und gleichzeitig ist auch schon Regenzeit. Deswegen ist die Aussicht noch zusätzlich sehr bescheiden. Wir hatten aber Glück, denn dieser Tag war einfach dafür gemacht hier hoch zu wandern. Gleichzeitig war auch noch Feiertag und der Kindergarten von Max war zu. Also ein toller Familienausflug hoch oben von Georgetown.

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Parking Day - Georgetown

Parking Day in Georgetown
Parking Day in Georgetown

Sherylin und Sam heißen unsere beiden Engel, die uns diese tolle Zeit hier in Georgetown ermöglichen. Wir wohnen nicht nur bei ihnen, sondern sie öffnen uns auch so viele Türen. Eine dieser Türen ist dieser "Parking Day", den ihr hier rechts seht. Diesen Samstag wurden 50 Parkplätze künstlerisch umgestaltet und wir durften mittendrin sein. Die Galerie Samsara in der Sherylin sich kreativ beteiligt, hat ebenfalls zwei Parkplätze zur Verfügung gestellt und somit konnten wir ihr helfen und diesen spannenden Tag in Georgetowns künstlerischster Art genießen. Nicht nur das, sondern wir haben auch unseren grasigen Freund für einen anderen Parkplatz vermietet. Zu keinem geringeren als Joe Sidek, der das Georgetown Art Festival organisiert. Wir treffen auch Stuart MacDonald der diesen ganzen "Parking Day" ins Leben gerufen hat. Wir lernen noch weitere Freunde der Galerie Samsara kennen unter Anderem Veronika und John die uns zu ihrer morgendlichen Tai Chi Stunde im Armenian Park einladen. Danke für diese vielen Türen Sherylin und Sam und eure unbezahlbare Gastfreundschaft.

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Max geht in den Kindergarten - Georgetown

Max gibt "High-Five" im malaysischen Kindergarten
Max gibt "High-Five" im malaysischen Kindergarten

Unser Max geht in den Kindergarten. Nun nach 16 Monaten heißt es auch für ihn früh aufstehen, Rucksack mit Brotzeit aufsetzen um von Papa mit dem Fahrrad zum Kindergarten chauffiert zu werden.

Um ehrlich zu sein, es sind mehr Tränen seitens der lieben Eltern geflossen als von unserem geliebten Sohn. Max, kaum aus dem Fahrradsitz gehoben, war er auch schon schnurstracks in der ersten Spielecke zusammen mit lustigen Gesellen seines Alters. Ein wild zusammengewürfelter Kindergarten mit malaysischen, chinesischen, indischen, japanischen Kindern und nun einem australisch-deutschem Zusatz, haben ihn vergnügt aufgenommen. Alle sind begeistert und an erster Stelle der wunderbare Max. Danach war er erst einmal so kaputt, dass er stolze drei Stunden Mittagsschlaf gehalten hat.

 

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Ein muslimischer Tag

Beim Rojak-Essen mit unseren neuen Freunden in Georgetown, Penang
Beim Rojak-Essen mit unseren neuen Freunden in Georgetown, Penang

Dies sind die besonderen Momente am Reisen, die uns treiben lassen, reisen lassen: Reisen zum Entdecken, zum Staunen über die Möglichkeiten kleiner möglicher Begegnungen.

Vor einigen Wochen sind wir von der Ostküste Malaysias Richtung Westküste gefahren. Auf dem Weg hatten wir noch einen kleinen Abstecher zu einem Wasserfall gemacht. Im Prinzip nichts Spektakuläres, jedoch habe ich Firdaus (unten rechts) dort mit einem grasigen T-Shirt gesehen. Ich habe ihm unsere Geschichte vom Grasvan erzählt und dass ich umbedingt sein T-Shirt brauche, denn es musste einfach so sein. Ich habe es ihm abgekauft und ihm im Gegenzug noch ein T-Shirt von mir gegeben, denn ich konnte ihn ja nicht so freizügig dort stehen lassen, besonders nicht in einem muslimischen Land. Später haben wir uns wiedergesehen und sie haben den Bus gesehen und mich/uns nicht mehr für bescheuert gehalten. Wir kamen ins Gespräch und es stellte sich heraus, dass die Jungs in Penang studieren. Einige Wochen später sitzen wir nun hier am gemachten Tisch, wobei das ist nur der Vorgeschmack auf das, was eigentlich kommt, denn einen Tag später brechen wir auf zu einem unvergesslichen Roadtrip. Wir sind auf dem Weg nach Bagan Serai, zur Heimat dieser Jungs. Wir besuchen die "Blauen Seen", ein stillgelegtes Tongelände wo Ziegelsteine hergestellt wurden, traumhaft schön und Bilder dazu findet ihr hier. Wir besuchen Firdaus Familie und werden aufgenommen als wären wir ihre eigenen Kinder. Es ist unglaublich faszinierend wie schnell diese Wärme von Gastfreundschaft entstehen kann, welche ein unbeschreibliches Geschenk für uns ist. Dies macht unsere Reise so reisenswert. Dankbarkeit für jeden einzelnen Moment dieses Roadtrips, dieser Begegnung am Sekayu Wasserfall. Genau deswegen reisen wir.

 

*3 on a big trip*

 

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Eine verdammt schrecklich nette indische Familie

The GrassVan in Bagan Serai
The GrassVan in Bagan Serai

Eigentlich! So sollte niemals ein Satz bei uns beginnen, denn das ist automatisch ein Widerspruch in sich, denn wir brauchen eigentlich :) nie etwas planen, denn es kommt immer anders als man denkt. So soll es auch sein und deswegen sind wir auch noch nach 4 Jahren unterwegs weil wir uns noch fesseln lassen von diesen besonderen Momenten. Besonders in Malaysia ist es wieder diese Einfachheit, na klar wir sind Exoten, also extreme Exoten, wenn man noch diesen ulkigen Van addiert und deswegen ereignen sich solche besonderen Momente erstaunlich leichter. Vielleicht ist es falsch oder einfach gesagt aber umso geringer die Ansprüche umso höher die Aufnahmefähigkeit kleiner Dinge, so unsere Theorie. Wir treffen die Menschen die uns am nähesten sind, also die "Normalen", denn Millionäre haben wir bis jetzt noch nicht kennengelernt, weil wir nach vier Jahren und etlichen Ländern einfach noch kein Glück hatten diese kennenzulernen, weil wir nicht dieses Verlangen ausstrahlen oder weil wir einfach nicht in diese Schicht gehören (bzw. nicht wollen)? Ein Gedankenspiel was mir gerade durch den Kopf ging.

 

Auf dem Weg von Ipoh nach Penang zu Sherylin und Sam waren wir noch in einem Mangrovenwald (dieser findet aber zeittechnisch keine weitere Erwähnung) und danach am Merah Lake. Da es auch noch langsam Abend wurde sind wir also wieder einmal auf der Suche nach einen schönen netten Plätzchen, nicht unmittelbar an der Straße, nicht direkt neben einer Häuserreihe also es muss einfach passen. Für uns hat es gepasst, aber nicht für Nambirajan, der kam zufällig vorbei und hat uns zu sich nach Hause eingeladen. Da führte kein Weg dran vorbei. Das halb fertig gepruzelte Essen müsste dann morgen weiter pruzeln und außerdem läd er uns einfach zum Essen ein. Ein wenig stressfreier für Jeden. Also gut, wir räumen wieder alles zusammen, falten das Dach zusammen und folgen Nambirajan durch die Gassen Bagan Serai´s. Angekommen stellt sich heraus das seine Tochter heute Geburtstag hat. Diese kam auch später zu Besuch mit einer riesigen von ihr selbstgemachten Torte. Ja genau hier wird noch eigens die Torte gebacken. Wir singen ihr alle fröhlich ein Ständchen und danach wird dieser leckere Kuchen verspeist. Wir verbringen einen schönen Abend zusammen mit einer herzhaften Wärme von indischem Familienleben werden aber auch geschockt vom Fernsehprogramm. Frauen Wrestling steht hier hoch im Kurs. Interessant aber einfach furchtbar, denn es wird so getan (ja alle Wrestling Freunde wir verstehen euch nicht) als ob es kämpferisch zu geht, aber wenn nicht einmal Schweißperlen über diese geschminkten Superkörper rollen da wissen wir auch nicht wie glaubwürdig das dann ist. Eine interessante Erfahrung :)! Anstatt wie gewohnt früh aufzustehen, schlafen wir bis in die Puppen. Mit einem Frühaufsteher als Sohn ein wahres Wunder. Halb zehn. Miri hatte kein Auge zu bekommen da ihre Schlafnachbarin und einen Tag altes Geburtstagskind unermüdlich geschnarcht hat. Deswegen war Miri auch nicht so erholt wie wir. Nach einem leckeren indischen Frühstück - Dossa - waren wir bereit für die Weiterfahrt, denn Penang stand vor der Tür. Eine verdammt schrecklich nette Familie. Eine unglaubliche Bekanntschaft. Danke!

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Kurt und die Tage auf der Pferdefarm - Ipoh

Mit Kurt vor seinem Haus in Ipoh
Mit Kurt vor seinem Haus in Ipoh

Eine amerikanisch-portugiesisch-deutsch-australische Bekanntschaft hier in Ipoh. Dieses Haus, wurde ursprünglich als Partyhaus für einen reichen Malaysier gebaut und dient nun als Anwesen für eine Pferdekoppel. Hier dürfen Rennpferde ihren Urlaub machen und sich von ihren Strapazen erholen bevor es wieder ab ins Traingslager udn auf die Rennbahn geht. Der Besitzer dieser Anlage, ein schwerreicher Pferdeflüsterer, verdient sein Geld mit Rennpferden. Kurt hilft den malaysischen Lehrern einen besseren Standart in den Schulen zu ermöglichen. Ein von der malaysischen Regierung beauftragtes Projekt um das Schulsystem zu verbessern. Kurt ist einfach Kurt. Sehr sympathisch und er freut sich über den letzten Besuch im Haus, denn nun sind 4 Jahre Malaysia auch für ihn fast vorbei. Zusammen besuchen wir einen buddhistischen Tempel, essen im indischen Restaurant und erkunden diese spannende Stadt, welche nicht zu den ersten Attraktionen von Malaysien zählt. Trotzdem oder vielleicht auch deshalb, hat diese Stadt, welche  seine glorreichen Tag dank dem Zinnbau hinter sich hat, enorm viel Charme. Hier werden tolle Projekte verwirklicht um dieser Stadt ein wenig Tourismus untern den Pelz zu wedeln. Danke, Kurt, für diese super spannende Zeit und den leckeren Papaya/Mango Salat :)

Bis später in Porto.

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Kellie´s Castle - Ipoh

Kellie´s Castle bei Ipoh, Malaysia
Kellie´s Castle bei Ipoh, Malaysia

Dieses spannende Schloss haben wir nur durch Zufall entdeckt. Eigentlich wollten wir zu einer sehr großen Höhle und deswegen waren wir umso überraschter dieses kleine touristische Highlight zu sehen. Das passt so gar nicht ins Moscheen-Land von Malaysia und deswegen war es eine besonders schöne Abwechslung.

William Kellie Smith wurde in Kellas, Schottland geboren und kam nach Malaysia um hier als Ingenieur zu arbeiten. Ipoh hat eine lange erfolgreiche Geschichte im Zinngeschäft womit auch William sein Geld verdiente und mit dem er diese schottisch-indische Schlossanlage baute indem er 70 indische Bauarbeiter und indische Steine aus Madras nach Malaysien holte. Im Turm links sollte eigentlich der erste malaysische Fahrstuhl eingebaut werden sowie eine Indoor-Tennishalle und eine Partydachterasse. Leider starb der Herr Smith 1926 und konnte nicht mehr verwirklichen was er geplant hatte. Dieses Gebäude wurde nie fertig gestellt und steht nun hier als eine Ruine. Seine Frau hat dieses Schloss nach dem Tod von Smith an die britische Firma Harrisons & Crosfield weiterverkauft, die es aber auch nicht mehr fertig gestellt hat. Aus unserer Sicht ein absolut sehenswertes Gebäude, wo wir gerne sagen, dass sich der Besuch lohnt (Eintrittspreis 10 RM/pro Person).

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Cameron Highlands und die Touristen

Vor einer Teeplantage in Cameron Highlands
Vor einer Teeplantage in Cameron Highlands

Der GrasVan hat sich die ganzen Kilometer bis auf 1000m hochgeschleppt und hat ganze Arbeit geleistet. Oben angekommen ging ihm aber leider die Puste aus und der Motor ist nicht mehr angesprungen. Der Vergaser ist leider schon ein wenig alt und deswegen war nicht mehr genügend Restbenzin vorhanden um den GrasVan bei Laune zu halten. Wir haben schnell Hilfe gefunden und nach ein wenig tüffteln ging die Fahrt auch schon weiter. Dies wird eine nächste größere Anschaffung, aber bis dahin fährt der GrasVan noch bis nach Tanah Rata dem Stützpunkt für jeden Cameron Highland Aufenthalt. Hier treffen wir auch wieder Franziska, David und Noah, die wir unterwegs in Gua Musang noch krankheitsbedingt allein gelassen haben. Tobias war hier in Tanah Rata schon einmal und damals wie heute hatte er von den tollen Wanderungen geschwärmt. Nun mit einer Kleinfamilie und der Frische von touristischer Einsamkeit aus dem Osten war dies nicht mehr so der Fall. Hier wimmelt es von Touristen und das Überangebot daran konnten wir nicht so aushalten. Großartige Wanderungen haben wir gar nicht gemacht, das Wetter war auch ein wenig bescheiden :). Wir müssen uns von der kleinen Familie verabschieden, denn sie fliegen nun nach Australien. Winke, Winke und bis bald.

Danachbesuchen wir die Teeplantagen vom Boh-Tee und fahren im Anschluss weiter zum Mossy Forest auf 2000 Metern Höhe. Auch hier hat der GrasVan zu kämpfen, aber früh übt sich und er braucht noch ein wenig Training, bevor es dann in die Berge nach Nepal geht. Nun, erst einmal sind wir hier vor Ort. Mit weniger Luft im Getriebe geben wir dem GrasVan ein wenig Pause und besteigen den Mossy Forest Walkway. Nach diesem kleinen Programm geht es gleich Richtung Ipoh weiter Richtung Kurt, den wir auf Pulau Kapas kennengelernt haben. Über den neugebauten Highway ist die Strecke kurzerhand befahren und wir erreichen Ipoh zügig.  Wir wollen noch eine Nacht für uns bleiben und so suchen wir uns dort ein nettes Plätzchen für die Nacht, wo wir auch gleich einen interessanten Besuch von Polizisten bekommen. Blöderweise genau dann,  wo Caro  ihr ruhige Toilettenzeit brauchte. Aber ich denke mal, die Jungs haben nicht so viel gesehen.

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Taman Negara = Dschungel und eine Nacht in der Höhle

Mit dem Boot in den Dschungel - Taman Negara Nationalpark
Mit dem Boot in den Dschungel - Taman Negara Nationalpark

Worauf haben wir uns eigentlich jetzt schon wieder eingelassen? An sich wollten wir nur einfach im größten Nationalpark von Malaysia und zeitgleich einem der ältesten Urwälder der Welt wandern gehen - allein. Doch kaum sind wir am Danz Travel-Informationsstand angekommen treffen wir auf Hammed. Die Anfahrt dorthin ist nicht weit, denn wir parken direkt neben diesem Stand. Wir parken also hier direkt vor der Brüstung und haben einen exklusiven Parkplatz mit Aussicht auf den Fluss welcher hier mit samt seinen Wassermassen vor einem Jahr ein massives Unglück herbeigeführt hat. Am Flussrand schaukeln die Hausboote vor sich hin, auf welche man die große Palette an leckerem Essen anbietet um auch noch gleichzeitig eine lukrative Aussicht zu bieten. So in etwa sah auch der Tag aus, an dem hier mehr als 700 Menschen gestorben sind. Nun sind die Bauarbeiten fast abgeschlossen und die verstärkte Randbebauung soll dabei helfen, dass dies nicht noch einmal in diesem Ausmaß passiert. Am hinteren Ende sieht man aber auch noch ein umgekipptes Haus.

 

Wir sprechen schon seit einiger Zeit mit Hammed. Hammed ist ein Guide und weiß uns zu überzeugen aber in dieser Art bei der wir sofort alles machen wollen, weil er weiß wie er es schmackhaft anbietet. Man kann hier Nachtsafaris zu Fuß oder mit Allradfahrzeug machen, Bootstouren, Hängebrückentouren oder einfach nur wandern gehen. Das besondere an diesem Nationalpark ist aber, dass hier mehrere Tiger, Elefanten, Tapire, Skorpione, unzählige Schlangen und spannende Insekten und Vögel wie z. B. der Tukan (im Englischen "Hornbill" genannt), Affen (Gibbons und Makaken), Nashörner und viele andere spannende Tiere aber auch tolle Pflanzen zu sehen sind. Hammed sagt, wer den Dschungel wirklich erleben will, der sollte mindestens eine Übernachtung machen. Diese natürlich nicht irgendwo - Nein - sondern mitten in einer Höhle! Nach einiger Überlegung und Absprache treffen wir die Entscheidung. Wir wollen mit Hammed in den Dschungel. Zwei Tage und eine Nacht wollen wir den malaysischen Dschungel erleben. Mit Max natürlich. Der Spaß kostet uns 230 Ringgit pro Person, sprich in etwa 60 Euro, Bootsfahrt, Hängebrückentour, Besuch im Eingeborenendorf und Verpflegung inklusive. Es gesellen sich noch zwei Deutsche, Diana und Benjamin aus Ludwigsburg, zu unserer Gruppe. Am nächsten Morgen soll es um 9:30 Uhr los gehen. Wir freuen uns schon riesig!

 

Pünktlich um 10:30 Uhr am Morgen setzen wir uns in Bewegung. Das Lunchpaket (Nasi Goreng mi Hühnchen), Kekse, 3 Flaschen Wasser á 1,5 L, Kerzen und ein Teil des Abendessens, Frühstück und Mittagessens des nächsten Tages sind auch noch mit dabei. Das Ganze aufgeteilt auf die ganze Gruppe. Zusätzlich trägt jeder seinen Schlafsack und eine Isomatte.

 

Zuerst müssen wir noch durch einiges an Papierkram bevor wir den Nationalpark überhaupt betreten dürfen. Mit einem kleinen Boot über den Fluss geht es auf die andere Seite zum Nationalpark - Büro, wo wir die Genehmigung kaufen (1 Ringgit pro Person, 5 Ringgit pro Kamera). Danach müssen wir zu einem Kontrollpunkt wo genau aufgelistet wird, was wir alles im Rucksack haben bzw. was wir sagen, was im Rucksack ist.

 

Nachdem all diese Punkte zur Zufriedenheit abgehakt sind, geht es wieder zum Boot und endlich los. Wir haben ca. 10 Minuten Bootsfahrt im kleinen, quietsch-orangenen, Kahn vor uns bevor wir am sogenannten "Canopy Walk", dem längsten Hängebrückenwalk der Welt ankommen. Ursprünglich waren es wohl mal 20 Hängebrücken die jeweils mit einem kleinen Turm verbunden waren. Doch das Hochwasser hat 13 Hängebrücken zerstört, so dass wir uns mit 7 Brücken begnügen müssen. Doch auch das ist spannend genug. Die Brücken schaukeln sich stärker auf als gedacht und genau deswegen sollen wir auch immer im Abstand von 10 Metern hintereinander herlaufen. Max kennt da nichts und will gleich drauf los aber zum Glück packen wir ihn noch am Ärmel bevor er uns ganz davon rennt. Nach diesen spannenden 30 Minuten geht es auch schon wieder aufs Boot und zu einer zweistündigen Fahrt flussaufwärts, vorbei an kleinen einheimischen Dörfern, unter anderem auch vorbei am Drehort für den FIlm "Das Dschungelkind" nach der gleichnamigen Biografie von Sabine Kügler.

 

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Das Dschungelkind- Sabine Kügler

Eine sehr interssante Frau, die wir schon live getroffen haben und die zusammen mit ihren Eltern und Geschwistern in Papua Neuguinea gelebt hat. Ein Teil dieses Films wurde hier im Taman Negara Nationalpark gedreht und nicht in Papua, weil sie aufgrund von aktivem politischem Engagement auf der Schwarzen Liste der Neuguineaer steht und offiziell keinen Fuß mehr in ihr Heimatland setzen darf, wenn sie nicht Gefahr laufen will, auf offener Straße legal erschossen zu werden.

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Nach einer Art Rafting, vorbei an scharfkantigen Felsen und einer wild überwucherten Regenwaldzsenerie, die uns vom Ufer her zulächelt, sind wir dann nach einem kleinen Mittagsschlaf auch schon da.

 

Angekommen geht es los, 4 km müssen wir bis zur Pause bewältigen. Es gibt noch eine kleine Brotzeitpause bevor es losgeht und Caro holt sich dabei den ersten Blutegel der aber schon wieder abgefallen ist, bis Caro es richtig merkt.

 

Bevor es richtig losgeht erklärt uns Hammed noch den groben Aufbau des Dschungels. Insgesamt gibt es sieben verschiedene "Ebenen" die von den unterschiedlichen Baum- und Pflanzenhöhen bestimmt werden.

 

Es geht einen schmalen Trampelpfad entlang über Wurzeln hinweg und vorbei an jahrhundertalten bzw. jahrtausendalten Bäumen und Pflanzen. Immer wieder treffen wir auf Jumbo-Ameisen mit schwarzem Kopf und Körper und rotem Hinterteil. In Sumatra sahen wir die gleichen oder ähnliche und dort hieß es, dass es Zitronenameisen sind, weil sie beim leichten draufdrücken aufs Hinterteil einen zitrusartigen Duft verströmen. Die Männchen haben übrigens einen größeren Kopf als das Hinterteil und dadurch auch sehr starke "Kiefer", denen man tunlichst aus dem Weg gehen sollte.

 

Wir sehen einige verschieden Pilze und Flechten, schöne Pflanzen, unter anderem den Pfauenfarn, der uns mit seinem lebhaften Farbspiel begeistert. Je nach Lichteinfall erscheint er in einem wunderschönen Pfauengrün oder Pfauenblau. Bei Licht grün, im Schatten Blau. Oftmals sieht man beide Farben zeitgleich und die Blätter sind sehr feingliedrig und hübsch angeordnet.

 

An verschieden Bäumen bleiben wir stehen um den Erklärungen von Hammed zu lauschen und so einiges über das Leben im Dschungel zu lernen. Wir erfahren zum Beispiel, dass man junge Lianen nutzen kann, um sie zu durchtrennen und dann Wasser aus ihnen zu gewinnen, so muss man nicht verdursten. Aus der andere Hälfte kann man den Saft nutzen um medizinische Mittel daraus zu gewinnen. Dazu kommt, dass man zur Not Wasser aus Flüssen und Bächen trinken kann, wo man Fische schwimmen sieht. Für unsere Mägen und Körper wahrscheinlich ein kleiner Härtetest, aber wenn es ums Überleben geht, steht da nichts in Frage. Hammed zeigt uns auch den Ipoh-Baum, dessen Saft die Eingeborenen dazu nutzen, ihre Blasrohr-Pfeile mit Gift für die Jagd zu präparieren. Mit dem dazugehörigem Blasrohr gehen sie in die Hocke und blasen die Pfeile auf Affen, hauptsächlich Gibbons, ab. Trifft ein Pfeil so tötet das Gift deren Nerven ab und innerhalb kurzer Zeit stirbt der Affe und fällt vom Baum. Deren Hauptnahrungsquelle. Tagsüber schlafen die Affen übrigens.

 

Schwarze Panther sind auch noch sehr typisch für den Taman Negara und ein Bekannter von uns hat auch im Alleingang tagsüber einen entdeckt.

 

Max macht das ganz fleißig im Tragerucksack mit und lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Nach einer Rambutan- und Kekspause geht es weiter. Wir haben noch ca. 2 Stunden wandern vor uns und es ist doch anstrengender als gedacht. Die Klamotten kleben nur so an uns, als ob wir die ganze Zeit unter der Dusche stehen würden. Das auf und ab und das Gewicht setzen noch eins drauf. Hinzu kommt, dass Max es wohl mit der Zeit auch zu warm in seiner Trage wird und sich auf unseren Schultern wohler fühlt. Der kleine Dschungelkönig. ;-)

 

Die Höhle und Nachtwanderung

Kurz vor Einbruch der Dunkelheit erreichen wir unser heutiges Ziel: Die Höhle. Es handelt sich hierbei nicht um irgendeine Höhle. Es ist eine Art Kathedrale. 30 Meter hohe Decke ein riesiger großer Durchmesser mit mehrere Lichteinfällen und einer großen Öffnung zum Himmel hin, von wo aus man den Regenwald bestaunen kann. Unterschiedliche Palmwedel und Baumäste winken uns zu. Wir gehen noch schnell zum kleinen Bach am Fuß der Höhle um uns zu erfrischen. Einmal schnell eingetaucht und rein in trockene Klamotten. Schon sind wir wieder zurück in der Höhle. Hammed hat in der Zwischenzeit bereits angefangen, Matten auszubreiten, die als Unterlage für unsere Schlafplätze dienen und für das Essen. Max fühlt sich in der Höhle pudelwohl. Kurz vor Ankunft wurde er doch etwas quengelig, weil er sooo müde und hungrig war. Doch kaum sind wir in der Höhle ist alles vergessen. obwohl es in der Höhle schon dunkel ist, findet er alles spannend, beobachtet fasziniert, wie einzelne Kerzen Lichter und Schatten an die Höhlenwände werfen, und die Lagerfeuer entfacht werden. Sein eigenes Echo lädt ihn auch zu verschiedenen Stimm- und Jauchztests ein und er ist rundum zufrieden. Eine weitere Gruppe ist mit uns hier. An sich fasst die Höhle 300 Leute, was wohl auch schon ein oder mehrmals vorkam, doch heute Nacht sind wir 12 Leute. Die andere Gruppe besteht neben deren Guide aus drei Deutschen und einer Portugiesin. Es dauert nicht lang bis Hammed mit dem Kochen anfängt und ein Teil von uns hilft fleißig beim Schnippeln mit. Es gibt Hühnchencurry mit Gemüse in Kokossoße und Reis, abgerundet mit Kaffee und Plätzchen. Nach so einem sättigendem Mahl brechen wir gestärkt nochmal auf. Nun ist es Zeit den Dschungel bei Nacht zu erleben. Hammed will uns all die spannenden Tiere bei Nacht zeigen. Er erklärt uns, dass man sich nachts nicht an einem Bach mit Licht aufhalten sollte, weil die Reflexion Schlangen anlockt. Er zeigt uns Frösche und Kröten, im Dunkeln leuchtende Fungi und Flechten die sich an Blättern und Ästen befinden. Mal leuchten sie grün, mal blau und mal weiß. Allerdings haben wir einen starken Mondschein, so dass es wohl nicht so imposant ist wie bei bewölktem Himmel oder zu Neumond. Wir sehen noch eine Stabheuschrecke und lernen, dass sich ein Pärchen die ganze Nacht hindurch fortpflanzt und wir sehen einen sehr großen Skorpion an seinem Stammplatz unter einem größeren Stein. Schwarz mit gelbem Stachel und durch Hammed auch angestachelt direkt kampflustig… Sehr beeindruckend und respekteinflößend.

 

Wir gehen zurück und sind bereit für einen Schlaftrunk. Hammed kocht noch einen großen Topf Milo, die asiatische Ovomaltine auf mit süßer Milch. Mmmhhhh lecker….So gestärkt und innerlich aufgewärmt gehen wir zufrieden in unser Schlaflager.

 

Es ist Zeit zum Schlafen und alle sind müde. Die Höhle stinkt nach Fledermauskacke und Pisse und wir auch. ;-)

 

Es dauert nicht lange, da tropft es von der Decke, mal feste Kacke mal Flüssiges…

 

Alle schlafen gut, auch Caro, bis sie nachts aufwacht weil unser Feuer fast am Ausgehen ist. Hammed hat uns zuvor noch eingebläut, dass es überlebenswichtig ist, dass das Feuer die ganze Nacht über an bleibt, weil sonst die Porcupines, Ratten und noch viel schlimmer, Schlangen und Skorpione kommen. Also macht sie sich an die Arbeit. Nach langem Pusten und Zusammenkratzen des restlichen Holzvorrats, brennt es wieder, bzw. glimmt und raucht mehr vor sich hin, das Holz ist doch recht feucht und muss erst mal durchtrocknen, doch immerhin, es wird an bleiben und uns somit das Leben retten. Meistens macht Hammed ja auch Resin is Feuer, eine Art Baumharz, welches geruchsmäßig an Weihrauch erinnert und welchen Geruch Schlangen wohl verabscheuen. Doch heute hat er keins dabei.

 

Mitten in der Nacht wird ein Großteil von uns nochmals wach, als der Baumstamm durchgetrocknet ist und nochmal ordentlich Feuer fängt. Plötzlich ist die Höhle wieder hell erleuchtet. Nach einem kurzen Aufschrecken fallen aber alle wieder in einen teils tiefen Schlaf zurück bis uns Max am Morgen mit seiner guten Laune und seinen Stimmproben bei Echotest weckt.

 

Der zweite Dschungeltag

Hammed ist allerdings auch schon wach, hat bereits das Geschirr vom Vortag abgewaschen, setzt gerade Kaffeewasser auf und toastet die Brotscheiben über dem Feuer während wir uns langsam aus unseren Betten räkeln und das Schlaflager zusammenräumen. Es gibt Erdnussbutter und Erdbeermarmelade aufs Brot und eigentlich auch Kekse, aber Ratten haben wohl das ganze Brot von unserer Nachbarwandergruppe aufgefuttert. So bekommen sie eine große Packung Kekse ab und von ihrem Guide auch noch eine Portion Nasi Goreng.

 

Gestärkt und mit vollem Bauch geht es los. Wir haben heute 6 km Wanderung vor uns und sind froh, dass die Rucksäcke schon deutlich leichter sind. Die Hitze macht einem doch mehr zu schaffen als man annehmen würde. Es geht bergauf und bergab über Wurzeln, manchmal ist es rutschig, die ein oder andere kleine Flussüberquerung mittels Baumstamm und präpariertem Seil folgt und wir kommen immer näher zum Picknickplatz. Da knick ich, Caro, aber böse mit dem linken Fuß um. Erst kurz zuvor hatte ich ihn mir umgeknickt und jetzt nochmal an der gleichen Stelle nur viel stärker, so dass mir schwarz vor Augen wird. Aber Tobi hat einen Verband mit, legt ihn mir gleich an und weiter geht’s. Bald darauf kommen wir am Picknickplatz an. Einem, Flusslauf mit Sandbank in der Mitte, auf der wir es uns bequem machen. Max erfrischt sich im kühlen Nass, Tobi hält einen Power-Nap, Benjamin und Diana stürzen sich in die Fluten, Miri entspannt sich und ich kühl meinen geschwollenen Fuß. Währenddessen bekocht uns Hammed mit leckeren Maggi-Nudeln die er noch mit frischem Bok Choy Gemüse und frischen Eiern aufpeppt und serviert uns dazu Kaffee, den wir gierig mit ein paar Plätzchen zusammen runterspülen.

 

Danach bleibt noch genug Zeit zum Relaxen bis es um 3 Uhr wieder weiter geht. Es ist wohl noch in etwa eine halbe Stunde bis zu dem einheimischen Dorf, welches wir uns heute anschauen. Dort angekommen setzen wir uns auf Bambusbänke und lauschen den Erzählungen von Hammed. Unser Guide erklärt uns, dass die Natureinwohner hier teilweise schon recht modern leben, einer hat sogar einen großen Flachbildschirm in seiner offenen Bambushütte und der ein oder andere hat auch ein Handy, was zwar nicht im Dschungel funktioniert, aber sobald er sich außerhalb befindet. Alle tragen moderne Kleidung, nur die Frauen haben noch so einige schöne mit eingeritzten Bildern und Ornamenten verzierte Bambuskämme, die das Haar verzieren.

 

Sie leben vom Dschungel, gehen morgens auf die Jagd, hauptsächlich nach Gibbons und Makaken (Affenarten) manchmal aber auch Wildschwein und anderes Wild. Pflücken Dschungelfrüchte und Yams (eine kleine Art von Süßkartoffeln), aber bauen nichts an. Deren Kinder müssen auch nicht in die Schule, da die eingeborenen Stämme nicht unter der Regierung stehen und gehen nicht zum Arzt. Sie behelfen sich mit Medizin aus der Natur. Jeder Stamm, scheint auch einen eigenen "Medizinmann" oder Heiler zu haben. Sollte ein Mitglied des Stammes sterben, so wird ein Grab auf einem Holzbrett errichtet und der ganze Stamm zieht sofort um. Generell sind es Nomadenvölker, weswegen ihre Behausung aus einfachen Bambushütten bestehen. Von drei Seiten her geschlossen, vorne hin offen, und mit einem Dach geschützt aus Palmwedeln. Der Boden ist leicht erhoben, so dass ein gewisser Schutz vor Viechern besteht und mit geflochtenen Strohmatten ausgelegt. Vor der Hütte, am Eingang sozusagen wird auch gekocht und in den Hütten gelebt. Es gibt noch einen Baumstamm der mit einer Micky Maus aus Stoff präpariert ist und einem blauen Moskitonetz. Wir wundern uns, was das soll, aber schnell finden wir heraus, dass das zur Demonstration dient. Die Eingeborenen erklären uns den Aufbau und die Handhabung ihrer Blasrohre. Dies ist übrigens auch ihre Jagdwaffe mit denen sie die Tiere jagen. Von dem Ipoh Baum gewinnen sie eine schleimige Masse mit der sie die Pfeile einschmieren. Diese Masse hat eine lähmende Wirkung und das gefällt den Affen so gar nicht. Wir üben uns auch am Pusten und haben sogar einen richtig guten ersten Treffer. Das Ohr der Mickey Maus hat nun ein schönes Plätzchen für einen Ohrring. Aber auch schon bald endet das Touristenprogramm mit dem die Eingeborenen recht gut leben können, denn sie verdienen 5 Ringgit pro Tourist und der Verkehr ist schon gut vorhanden. So kommt es auch, dass sie normale Klamotten tragen und einem fast schon modernen Lebenstil pflegen, obwohl sie doch noch ursprünglich leben, als Nomaden.

 

Die Wanderung geht noch für 30 Minuten bis wir dann schlussendlich wieder im Boot sitzen, welches uns nun wieder zurück zum GrasVan bringt. Eine spannende Wanderung durch diesen spannenden Urwald und auch nach nur zwei Tag sind wir schon ganz schön erschöpft und wieder froh, zurück zu sein. Angekommen und die Klamotten ausgezogen, um uns die wohlverdiente kalte Dusche zu gönnen entdeckt Caro auch noch einen dicken Blutegel. Das ist nun aber die letzte Überraschung und wir springen jetzt erst einmal unter die Dusche…

 

*3 on a jungle survival*

 

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Tasik Kenyir und der größte See Malaysias

Tasik Kenyir - der größte See Malaysias
Tasik Kenyir - der größte See Malaysias

Also weiter geht die Reise nach dieser super tollen Bekanntschaft am Wasserfall im Inland vom Bundesland Terengganu. Um ehrlich zu sein sind wir gar nicht allzu lange hier, denn so richtig eine Unterkunft für die andere Kleinfamilie haben wir gar nicht gefunden. Leider wurde am See noch sehr viel gearbeitet weil es im November 2014 eine große Überflutung gab, weswegen die ganzen Ufer eingebrochen sind. Wir fahren also weiter und weiter in der Hoffnung noch irgendwo einen Schlafplatz zu finden und schaffen es noch rechtzeitig vor der Abenddämmerung nach Kuala Koh, dem Nordeingang vom Nationalpark Taman Negara. Dort gibt es nur eine Zeltmöglichkeit aber leider geht es unserer neuen Kleinfamilie gar nicht so gut, weshalb wir dieses dankbare Angebot ablehnen müssen. Denn auch hier hat die Überschwemmung ordentlich Schaden hinterlassen. Die ganzen Chalets standen zur Unwetterzeit bis zum Dach unter Wasser und auch die Brücke zum Nationalpark ist zusammengebrochen. Wir fahren weiter nach Gua Musang wo wir die drei dann in einem Hotel unterbringen und wir uns einen Steh-/Schlafplatz suchen. Ein intensiver Tag im GrasVan geht zu Ende, aber weil wir nun einmal hier sind entscheiden wir uns auch noch einen kleinen Umweg zu fahren.

Es wird die nächsten Tage richtig urig.

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Der vollbesetzte GrasVan

GrasVan on Tour
GrasVan on Tour

Fünf Erwachsene und zwei Kinder so die momentane Besatzung im GrasVan. Wir sind auf dem Weg zum größten See Malaysias. Aber bevor wir dort ankommen machen wir noch einen kurzen Abstecher am Sekayu Wasserfall. Kurz abgekühlt im kühlen Naß, denn die Fahrt im GrasVan ohne Klimaanlage verspricht doch einige Schweißtropfen mehr, geht es auch schon wieder Richtung GrasVan. Auf dem Weg dorthin kommen wir an einer Gruppe Jugendlicher vorbei. Und dort sehe ich den Jungen mit diesem T-Shirt. Ich kann  kaum an mich halten vor mich überkommender überschlagender Freude dieses T-Shirt zu sehen und will es ihm sofort abkaufen. Was ich dann auch mache. Dieses Shirt ist der absolute Oberrenner wenn man genau so ein ähnliches Auto fährt wie auf dem Shirt. Zum Glück ist Firdaus so cool und spontan, dass er diesem Freak, der ihm gerade das T-Shirt abkaufen will, auch seinen Spaß gönnt. Er ist auch fast sofort mit dabei und so kaufe ich ihm das T-Shirt ab und schenke ihm  dann gleichzeitig auch noch eins von mir, samt einem Bild als Erinnerung. Das allein ist jetzt schon witzig genug, aber das Beste ist eigentlich, dass wir dadurch die wohl beste malaysische Einladung überhaupt bekommen. Diese Jungs sehen wir alle einen Monat später in Penang wieder. Eine unglaubliche Geschichte mit einer noch unglaublicheren Geschichte von der wir euch zum richtigen Zeitpunkt berichten wollen. Wieder einmal eine Verstrickung von fantastischen ulkigen Bekanntschaften. Also bis später Jungs...

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4. Episode Ostküste: Pulau Kapas

Wer hätte das gedacht, dass aus einem Tag locker zwei Tage werden können bzw. dann auch noch stolze drei Wochen. Aber alles nochmal der Reihe nach. Pulau Tenggol oder Pulau Kapas, zwei Inseln im Inselparadies der Ostküste. Jede auf seine Weise spannend und deswegen auch schwer zu entscheiden. Pulau Kapas ist im Vergleich zur kleinen Schwester Pulau Tenggol noch ein wenig attraktiver weil dort auch noch mehr los ist und weil man dort einfacher hin kommt. Denn die Insel liegt nur eine 15-minütige Bootstour von Marang, dem Hafen, entfernt, welcher wiederum nur 20km von Merchang entfernt ist. Somit machen wir uns auf zu einem Tagestrip nach Pulau Kapas. Die kleine Tasche mit einigen Windeln und Spielzeug ist gepackt, Proviant noch schnell mit dazu und schon tuckert das Boot Richtung Palmenoase. Angekommen, erkundigen wir uns gleich, wo man am Besten Schnorcheln kann. Antwort: Gem Island (die Edelstein-Insel). Also machen wir uns mit einem kleineren Boot auf zur Nachbarinsel, die man aber auch einfach beschwimmen könnte, denn sie ist nur eine 22-minütige Paddellänge entfernt. Paradies schnorcheln, Paradies Pulau Kapas. Der Tag verfliegt und wir wollen eigentlich noch gar nicht weg. Es ist einfach zu schön hier. Also durchsuchen wir unsere Tasche, entdecken noch zwei Windeln für Max und beschließen, noch eine Nacht da zu bleiben, um am nächsten Tag nochmal eine Schnorchelrunde einzulegen. Das gesamte Projekt wäre fast gescheitert, denn es gab auf der ganzen Insel, welche aus 10 Gästehäusern besteht, gar keine Unterkunft mehr, aber zum Glück ist ein Pärchen nicht aufgetaucht und so haben wir uns das Zimmer geschnappt. Von Zack, der der uns die Fährentickets hierher ausgestellt hat, haben wir noch erfahren, dass es hier auch eine Deutsche aus Sachsen gibt. Die Ostgefühle sprudeln nur so um sich und so nehmen wir jetzt am Abend die Suche auf. Wir finden sie: Dani ist hier seit 4 Jahren und arbeitet im KBC, dem besten Restaurant auf der Insel. Sie ist mit Hans dem Besitzer zusammen und deswegen ist sie hier auch schon seit 4 Jahren anstatt ursprünglich einigen Wochen. Wir kommen ins Gespräch und unterhalten uns. Nichts passiert aber Tobias lauscht einem Gespräch zwischen ihr und anderem Gästen wo das Wort Massage fällt und der Gedanke, hier einige Wochen zu bleiben und Massagen anzubieten reift innerlich. Aber Unterkunft und Essen für einige Massagen sind leider nicht drin besonders nicht für drei Personen und ein kleines Kind. Aber irgendwie sind wir nun gefesselt von dem Gedanken, hier noch ein wenig auf dieser Insel zu bleiben. Wir finden eine andere Möglichkeit, mit der wir auch hoffentlich gleichzeitig Millionäre werden. ;) Wir fangen an Teller zu waschen. 6 Stunden pro Tag für 6 Tage die Woche, wobei Caro nur 3 Stunden am Tag arbeitet weil unser Sonnenschein Max auch noch seine Eltern sehen will. Nach 11.235 Tellern und Schüsseln, 9.432 Boxen und Tupperdosen, 14.484 Gabeln, Messern und Löffeln weiteren 12.421 Bechern und 60 Litern Geschirrspülmittel sind die 3 Wochen auch schon wieder vorbei. Ich hoffe ihr denkt jetzt nicht, das dass alles war. Nebenbei haben wir noch Knoblauch geschält, Zwiebeln geschnippelt und Kartoffeln geputzt und was sonst noch so alles anfällt in einem super besuchtem Restaurant. Außerdem haben wir geholfen den Garten auf Vordermann zu bringen und Tobi hatte auch noch ein kleines Massageunternehmen gegründet. "Pulau Kapas Massage" ein treffsicherer Geschäftsname wo er auch sage und schreibe 20 Leute innerhalb von zwei Wochen für jeweils eine Stunde massiert hat. Und das, obwohl er 6 Tage die Woche oft mehr als 6 Stunden am Tag gearbeitet hat.

 

Für Max war diese Zeit das reinste Paradies. Er konnte oft genug nackig herumschlendern, sich mit anderen Kindern treffen und mit denen die Sandburgen und Sandpyramiden von Papa und Mama zerstören, im Wasser plantschen und fast schon die ersten Schwimmbewegungen machen und was sonst noch so alles auf dem Programm steht für einen Jungen in seinem Alter bei Bombenwetter und einer Oase vor der Haustür. Er war der absolute Star, jeder kannte ihn und jeder wollte ihn hochnehmen, abknuddeln und reichlich beschenken. Vor allem Süßigkeiten, was aber wir als Eltern zum Nachteil von Max, nicht so gut fanden, denn er soll noch nicht so viel Zucker essen. Das Angebot war riesig und deswegen hatten wir auch damit allerhand zu tun.

 

Wie auch die anderen Inseln im Norden und Süden ist diese Seite von Malaysia bestens geeignet um zu tauchen und zu schnorcheln. Zum Tauchen hat es nicht mehr gereicht aber dafür umso mehr zum Schnorcheln. Einfach rein ins Wasser und schon war man im Unterwasserglück. Wir haben sogar Riffhaie, ganz viele Nemos und Unterwasserschildkröten gesehen. Also nicht nur die Fische sind so faszinierend sondern auch die Riffe und Korallen selber. Hier sind sie noch richtig gut erhalten und werden sogar auch wieder neu angepflanzt und herangezüchtet.

 

Nicht nur die Riffe auch die Schildkröten werden hier in einer Art Aufzuchtstation gehalten, denn es ist eine Delikatesse die Schildkröteneier zu essen. Die Schildkröten gehen an Land um ihre Eier zu legen. Die Schildkröten graben sich Löcher wo sie dann die Eier vergraben. Die einheimischen Diebe ziehen mit einer Art Stab durch die Gegend und sammeln diese Eier ein. Wir reden hier nicht nur von einem Ei sondern von Hunderten, denn die Schildkröten legen bis zu 100 Eier und mehr! Ein Ei mit einer potentiellen kleinen Schildkröte wird hier für 0,75 € auf dem Schwarzmarkt verkauft.

Der gute "Schildkrötenmann Johnny" von Pulau Kapas aber, sammelt die Schildkröten ein, sobald sie geschlüpft sind, um sie dann in einem Schwimmbecken aufzuziehen, um sie so zu vermehren und zu gewährleisten, dass sie nicht durch Eierdiebe oder natürliche Feinde vom Aussterben bedroht sind.

 

Auf dieser kleinen Insel gibt es relativ viel zu tun, weswegen uns auch fast nie langweilig wurde und ein riesiger Anteil, warum uns nicht langweilig wurde, waren die vielen tollen Besucher. Den Anfang machen Xesca, Simone und die drei Kinder Kim, Gaia und Lila, gefolgt von Grit aus Hamburg mit Paul aus Australien und natürlich Thomas aus Berlin. Thomas ist Lehrer in Berlin und war hier mit seinen beiden Schülerinnen auf dieser Insel, um beim Schildkrötenmann Johnny zu volunteeren. Klasse Typ. Bis bald Guter.


Natürlich gab es noch viel mehr super Leute und wir hoffen, dass wir mit all den lieben Menschen in Kontakt bleiben, aber alle aufzuzählen wäre jetzt doch etwas lang. ;-) 

 

Was wären die drei Wochen ohne die Leute die eigentlich hinter dieser Höchstleistung KBC stecken. Natürlich steht da immer der Mann der Männer, also auf gut Deutsch, der König des Hauses Hans. Der hat die ganze Meute relativ gut bis gut unter Kontrolle und verschiebt eher im Hindergrund die Schachfiguren welche aus den Mitarbeitern und Zulieferern bestehen. Dann, um gleich chronologisch vorzugehen, kommt an zweiter Stelle die Dame Dani. Die Allesmacherin und ohne die das KBC nicht so wäre wie es ist, also spitze! Sie jongliert die Schachfiguren, die im Hintergrund verschoben werden, so elegant, dass sie wieder ausgeglichen in einer Reihe stehen. Mia das Pferdchen die mit ihrem Charme und ihrer herzig springenden Laune die Meute beisammen hält wie kein Anderer. Ohne sie wären die drei Wochen nur halb so süß vergangen. Yusuf und Sultan, die Läufer, sie machen alles was anfällt und haben dabei soviel Spaß. Diese beiden gutaussehenden tollen Persönlichkeiten geben dem KBC das gewisse Extra. Awang der Chef, also an dieser Stelle auch der Turm (stellen wir es mal so hin) ist so talentiert hinterm Grill wie niemand sonst auf der Insel. Aber auch nicht nur da, denn Awang ist die reinste Perle in jeder Hinsicht. Und dann gab es da noch Kevin, mit seiner ruhigen und angenehmen Art auch ein Turm im Spiel, der sich um den Garten und das seelische Wohl des Teams gekümmert hat. An letzter Stelle die wohl wichtigsten überhaupt, die freiwiligen Bauern :) Danke für dieses spannende KBC Schachspiel.

 

Zuletzt, um den Bogen und die Weiterreise auf dem Festland zu spannen treffen wir Franziska und David samt Sohnemann Noah. Zusammen mit ihnen beschließen wir eine Zeit lang zu reisen. Genau, also nochmal drei Leute mehr im GrasVan.

 

Ihr könnt gespannt sein :)

 

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3. Episode Ostküste: Fairuz und die Millbrook Farm

Die Millbrook Farm und ein Geschenk von Gastfreundschaft. Hier bleiben wir auch einige Tage, denn wir kommen und wollen einfach nicht weg. Und wir dürfen auch nicht. Ein Geschenk der Zeit, die wir uns so einteilen können wie wir es wollen. Ivan, den ihr hier links im roten T-shirt mit winkenden Händen seht, ist der "Anführer" dieser Gemeinde. Er kommt ursprünglich aus Australien (was bei uns natürlich gleich unzählige Erinnerungen an Australien auslöst). 2 Jahre Australien bündeln sich nun hier in einer Person zusammen. Aber bevor wir in großartigen Erinnerungen schwelgen erzählt er uns, dass er hier, also in Malaysia schon seit 40 Jahren mit seiner Frau Salija wohnt und dass dies sein Zuhause ist. Seine Schwester Don mit Anhang Denny sind auch zu Besuch und seine Tochter Ella und die kleine Bella-Rose (auf dem Dach) versüßen uns ganz besonders diese Zeit. Wir gehen zusammen fischen bzw. halten wir die Leine mit 10 Hacken ins Wasser, ziehen sie kurz hoch und runter um dann 3-5 Fische mit einem Mal rauszuziehen. Die Millbrook Farm ist eine Süßwasserfischerei. Diese gefangenen Salzwasserfische ziehen dann so von Becken zu Becken um bis sie sich dann irgendwann an die verschiedenen geringeren Salzgrade gewöhnt haben bis sie zu 50% aus Süßwasser sind. Die Flüsse und Seen sind hier leider so verdreckt, das die Qualität somit sehr niedrig ist, was dazu geführt hat das Evans dieses Geschäft nebenbei betreibt.

Für Tobi (dem Weichei) hat das Fischen aber ein schnelles Ende, weil er sich nicht so sonderlich gut fühlt. Stattdessen fühlt er sich umso wohler auf diesen wunderschönen Triumph-Motorrädern. Mit diesen düsen sie durchs Land, vorbei an Fischerdörfchen, Palmenfeldern und den unterschiedlichsten Essensbuden die überall verteilt sind. Ein besonderes Highlight davon sind Cendol und ABC: Zwei Nachspeisen der Zuckerlative. Gefrorenes Eis klein geschreddert und dann mit Kokussnuss, Bohnen, Mais, Palmzucker und dem grünen Cendol (nudelförmige Mehlmasse) garniert. Im Vergleich zum ABC welche noch zusätzlich mit geleeartigen Stückchen und ohne Cendol gemacht wird.

Als ob dieses Programm noch nicht reicht, gibt es am Abend ein großes Festessen. Danach eine unglaubliche Karaoke-Show von Fairuz und fünf Philippinern die gerade im Homestay, dem zweiten Geschäftszweig von Ivan, Urlaub machen.

Wir lernen, wie eine Kokussnuss hier verarbeitet wird. Die zwei Arten sind jung und alt. Die junge Kokusnuss hat viel mehr Fruchtwasser, weswegen man auch nur den Saft trinkt. Bei der alten Art einer Kokusnuss wird das Fruchtfleisch zum Kochen verwendet. Diesbezüglich gibt es noch unterschiedliche Techniken wie man eine Kokusnuss aufmacht. Ein Gerät mit dem man dann die alten Kokusnüsse und deren Fruchtfleisch rausholt haben wir natürlich auch probiert.

 

In den weiteren Tagen, hier in diesem idyllischen Paradies, plantschen wir zusammen im Pool, Max spielt sämtliche Spiele mit Bella durch, Tobi lernt und wird gefesselt vom malaysischen Brettspiel Chongkak, wir machen eine Safaritour und kochen deutsche Hausmannskost in Malaysien. Auf dem Plan stehen Brezeln und Apfeltaschen.

Wir werden eingeladen zum 40.Tag eines Neugeborenen, dem Tag an dem das Kind in einer Zeremeonie, ähnlich einer Taufe, ins sichere Leben eintaucht und dadurch ein richtiger Teil der muslimischen Gemeinde wird. Dazu werden dem Kind kleine Haarsträhnen abgeschnitten welche dann später symbolisch gewogen werden. Dieses Gewicht wird dann tatsächlich mit Gold (Geld) aufgewogen, was dann dem armen Volk zu Gute kommt. Begleitet wird dieses Fest mit einem, aus dem Koran vorsingenden, Männerchor.

 

Ivan hatte auch den Vorschlag für uns, dass wir noch eine der vielen Inseln besuchen und das Auto ruhig bei ihm stehen lassen könnten. Gesagt getan. Viel Spaß in der 4. Episode von der Ostküste Malaysias.


An dieser Stelle wollen wir uns schon einmal von Euch verabschieden auch wenn wir nochmal nach dem Inselabenteuer wiederkommen aber trotzdem ist es hier passender. Ohne euch hätten wir soviele Dinge nicht gemacht und nicht erlebt. Wir sind euch zutiefst dankbar für diese tolle Erfahrung in Malaysia. Ihr habt uns den Rhytmus vorgegeben und uns in die richtige Richtung gelenkt. Danke ihr Lieben!


Bis bald.


*3 on a cultural explosion*

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2. Episode Ostküste: Merchang

Fahrt im Motorrad mit Beiwagen
Fairuz mit einer triumphalen Fahrt

Also dies ist wieder einmal eine Geschichte, die wir tausend Mal erzählen könnten, wobei sie auch an einer Stelle ein wenig, wollen wir sagen, unappetitlich wird. Wäre dies nicht passiert, wäre es niemals dazu gekommen und wir hätten niemals das gemacht. Ein Rattenschwanz der Superlative, was wir doch so mögen. Also wir fangen:

Reis ist der Hauptbestandteil der malaysischen Küche und auch wir haben uns einen 5kg Reissack als Proviant besorgt. Da wir auch eine eigene Küche im GrasVan haben können wir also lustig drauf rum "reisieren"! Noch am Abend in Cherating haben wir eine ordentlich Portion Reis gekocht damit wir auch am Morgen gut in den Reistag starten können. Genau mit traditionellem deutschen Milchreis. Irgendwas kam dazwischen und wir haben den Reis erst wieder zwei Tage später angerührt. Ihr würdet wahrscheinlich jetzt schon die Hände über den Kopf zusammenschlagen und denken "auweia" und deswegen geht auch ein großer Anteil an Tobias warum wir den Reis doch nochmal genutzt haben. Ein wenig säuerlich kann ja nun auch nicht schaden, dachte sich der 5*Sterne Chef und wegschmeißen wäre nun auch zu schade und außerdem essen sie in anderen Ländern auch fermentierten Reis und sowieso und überhaupt. Also es spielten sich mehr Pro´s als Kontra´s in Tobis Kopf ab und der Hausmann hat gesprochen. Auch die mentale Stärke hatte nicht gereicht um diesen Milchreis noch einigermaßen essbar zu machen, aber tapfer, wie wir sind, haben wir fleißig aufgegessen, denn ohne schönes Wetter macht es uns auch keinen Spaß (Ihr kennt doch alle das Sprichwort, wenn man nicht aufisst gibt es schlechtes Wetter am nächsten Tag). Nun nach einer halben Stunde Fahrtzeit in Richtung Norden, haben wir dann auch das Klopfen aus unserem Magen, erst leise, später lauter gehört und wir mussten, allemann am Straßenrand anhalten und alle Drei über die Brüstung kotzen. Wir haben uns alle krumm und schief gelacht, denn dieses Bild: Drei Touristen bei dieser Aktion neben einem ulkigen GrasVan ist schon echt sehr selten. Der Einzige der noch gut beieinander war, war unser Sonnenschein Max. Die anderen Drei dagegen schleppten sich durch den weiteren Tag und deswegen kam es auch, dass wir eine Pause an einem Kokussnussstand machen mussten, um die fehlenden Elektrolyte wieder aufzutanken. Genau da kam es zum Treffen mit Fairuz, der nur mal eben kurz ´nen Kokussnusssaft für seine Mama holen wollte. Wir kamen ins Gespräch und er lud uns zu sich nach Hause ein. Dort blieben wir zwei Stunden und dann fuhr er uns zur Millbrook-Farm.


Bis gleich...

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1. Episode Ostküste: Cherating

Kaffee, ist unser neuer Freund. Kopi-O mit Ice so das Zauberwort für einen erfrischenden Tag. Den brauchen wir auch manchmal um gut durch den Tag zu kommen bzw. um uns eine kleine Erfrischung zu gönnen. Wir sind auf dem Weg nach Cherating, gönnen uns hier und da eine kleine Erfrischung. Nach guten 4 Stunden sind wir am Ziel. Cherating: " Die malaysische Wohlfühloase"! Ein kleiner Ort an der Ostküste Malaysias, ungefähr 30 Minuten nördlich von Kuantan wo auch der FA Pahang herkommt, der kleine FC Bayern München Malaysias (aber das nur am Rande). Wir verbringen hier die nächsten fünf Tage zwischen Hängematte mit Buch, erholen (wovon eigentlich?) und Strand! Spielen Gitarre und Didgeridoo am Meer und tauchen zwischendurch ab.

 

Bis bald

 

*3 at a big ocean*

 

P.S. Wir haben ab sofort ein Moskitonetz damit wir auch wieder frischer aussehen.

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Der erste Morgen aus dem GrasVan Leben

Von KL über die indischen Höhlen (Batu Caves) bis nach Cherating. Dies die auferlegte Strecke hier am frühen Morgen nach der ersten Nacht im GrasVan. Drei Leute und ein Kind in einem Toyota Hiace. "Alles ist machbar"- könnte man sagen, wobei natürlich auch Miri mit ihrer niedrigen Schmerzgrenze allerhand dazu beiträgt, wenn man ihre kleine Schlafecke sieht bzw. genauer gesagt schläft sie im 50cm breiten Flur.

Die frische Luft von Freiheit und das Leben im GrasVan hat auch einige Kanten die noch geschliffen werden müssen und uns gleich am ersten Tag zeigt, wo es lang geht. Die zahlreichen Moskitos haben uns um den Schlaf gebracht. Die extreme Hitze im wenig durchlüfteten GrasVan noch eine weitere Hürde offenbart. Bilder sagen manchmal mehr als tausend Worte :) Soweit - so gut, erst einmal an dieser Stelle. Neuer Tag, neuer Spaß.

 

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Irgendwo in KL

P.S. Dies war die Aussicht und wir müssen schon sagen, nicht schlecht für die erste Nacht
P.S. Dies war die Aussicht und wir müssen schon sagen, nicht schlecht für die erste Nacht
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Shah Alam

Blaue Moschee in Shah Alam, Malaysia
Blaue Moschee in Shah Alam, Malaysia

Die Blaue Moschee lag zufällig auf unserem Weg zum Supermarkt, denn wir mussten uns noch mit Proviant versorgen und warum nicht gleich einmal in das zweite Wohnzimmer der Malaysianer eintauchen? Blauäugig sind wir erst einmal die schönen marmorisierten Flure langspaziert wie bei einem Touristenprogramm bis wir schlussendlich im zweiten Stock angesprochen wurden, warum die Frauen keine Besucherburka tragen und warum sie auch noch barfuss sind? Nun, ich als Mann bin da fein raus, kann tun und lassen was ich will, aber ja, die Frauen müssen sich schon an die Spielregeln halten. Ein kleiner Vorgeschmack auf dieses muslimische Land.

Nach diesem kulturellen Genuss ging es nach Kuala Lumpur und von da aus gleich zum Schlafplatz, denn es wurde schon dunkel und wenn man keinen Platz kennt, muss man rechtzeitig Ausschau halten. Wir haben den richtigen Platz mit Aussicht auf die Petronas Towers gefunden. Gute Nacht

 

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Abgefahren -Der GrasVan ist da!!!!

Der GrasVan am Westport in Port Klang, Kuala Lumpur
Der GrasVan am Westport in Port Klang, Kuala Lumpur

Das Abenteuer Übersee ist vollbracht. Unser rollbares Zuhause ist in Malaysia angekommen. Neben uns steht der Mann der es uns alles sehr, sehr viel einfacher gemacht hat. Phang wusste, wen zu fragen und er wusste generell sehr gut Bescheid. Fünf Tage vorher waren wir hier noch vergeblich am Hafen, denn der muslimische Nationalfeiertag, der das Ende des Ramadans verkündet, hat der halben Hafenbesatzung eine ganze Woche Urlaub geschenkt. Die entsprechenden Leute die es uns eigentlich erlauben sollten, unser Abenteuer mit dem GrasVan anzutreten, waren gerade bei ihren Familien und haben fleißig gefuttert und getrunken, nach so langer Zeit des Fastens. Nun, fünf Tage später, am glorreichen Tag war es zwar immer noch so, aber Phang wusste die richtigen Leute zu aktivieren. Normalerweise wird so ein Auto strengstens nach Inhalt, Benzin und Gas, etc. kontrolliert. Es könnten einen ja explosive Sachen und/oder andere belastende Dinge daran hindern mit dem GrasVan in die malaysische Straßenfreiheit entlassen zu werden (mal abgesehen davon, dass unser Benzin- und Gastank brechend voll waren). Mit einigen Bildern und überzeugenden Beweismaterialien, dass der Bus uns gehört wurde die Unterschrift in unserem Fall aber schnell an die richtige Stelle gesetzt. Freunde ain der richtigen Position machen sich doch immer wieder bewährt, so Phangs Aussage, welcher wir strahlend zugestimmt haben. Drei Stunden später und wir dürffen mit dem Bus das Gelände verlassen. Eine große Polizistenherde winkt uns noch zum Abschied nach und wir sind bereit zum Einzug. Ein kleiner Sommerputz wird noch schnell eingeschoben, damit wir auch alle entspannt und sauber ins Abenteuer starten können. Dabei bemerken wir aber auch, dass uns einige - vor allen Dingen alle elektronischen - Dinge aus dem GrasVan geklaut wurden. Die Freude über den sauberen Bus ist daher auch schnell wieder verflogen und Frust macht sich breit. Aber das soll nicht unser Abenteuer "Heimreise" zerstören auch wenn u.a. die GoPro und die externen Festplatten mit all den vielen Bildern ein Plätzchen im Diebesgut-Gepäck gefunden haben. Nun gut, dies sind die Dinge die auch zum Reisen gehören. Vielleicht auch nicht, aber wir denken immer positiv und versuchen alles von einer anderen Seite zu sehen: Wir wurden schon von so vielen Menschen beschenkt. Warum sollen wir nicht auch was zurückgeben? So bleibt es doch schön ausgeglichen. Naja, wobei wir eigentlich auch gerne wissen würden, wem wir so viele spannende Bilder geschenkt haben?


Zusammen mit Miriam, einer Freundin, die wir während unserer Reise in Sri Lanka kennengelernt haben und die gestern nach Absprache, zu uns gestoßen ist, geht es nun durch Malaysia. Wir freuen uns schon auf die gemeinsame Zeit. Wir haben noch zahlreiche Informationen bekommen und sind nun bestens gerüstet für die ersten Kilometer.

 

* 3 on a big trip * samt dem GrasVan treten die Heimreise an!

 

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Haji Raja und Primal Diät

Paul - Primal Diät
Paul - Primal Diät

Ende des Ramadan - Ein großer Feiertag. Die ganze Stadt wimmelt nur so von Menschen und festlichen Aktivitäten. Wir tauchen kurz mit ein in diese Atmosphäre, nutzen aber die "gewonnene Extra-Zeit" zum Aktualisieren und Verbessern unserer Homepage. Wir beschließen, dass wir von nun an nur noch auf Deutsch schreiben werden, da wir sonst nie aktuell sind. Es ist einfach unglaublich viel Arbeit, die in so einer Internetseite mit Reiseblog steckt. Vor allen Dingen, wenn man viel unterwegs ist, gerade noch mit kleinem Kind. Zwischendrin treffen wir uns mit unseren neuen Freunden Yasmine, Yossip und Iljah und lernen etwas interessantes über die Primal-Diät. Paul, unser Guesthouse-Genosse ist leidenschaftlicher Anhänger der ursprünglichen Diät-Variante, basierend auf dem Wissen von Aajonus Vanderplanitz. Wir finden, das das, was Paul macht, beachtlich ist - in welchem Sinne auch immer - und wollen euch das neu  gelernte Wissen nicht vorenthalten.  Bis spät in die Nacht hinein haben wir Paul dazu interviewt: Hier geht´s zu seinen überraschenden Erkenntnissen.

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Auto verschiffen von Australien nach Asien

Unser GrasVan am Westport, Port Klang, Kuala Lumpur
Unser GrasVan am Westport, Port Klang, Kuala Lumpur

Nun ist es soweit. Unser Auto soll heute ankommen! Nach vielem Hin und Her, etlichen neuen grauen Haaren, der zwischenzeitlichen Überlegung, uns als Autoverschiffungsberater selbstständig zu machen, nach unzähligen E-Mails, Telefonaten (zum Teil mitten in der Nacht), noch mehr unzähligen Warteschleifen und Auflegens wegen schlechter Leitung oder einfach wegen nicht Verstehens (oh, ich könnte nun die Liste ewig weiterführen…), haben wir es doch geschafft. Wir sind so gut wie am Ziel! Unser grüner Flitzer soll heute am Westport von Port Klang, dem Hafen von Kuala Lumpur, ankommen. Es geht früh raus aus den Federn, um unser rollbares Zuhause abzuholen. Ausgecheckt und mitsamt unserem Gepäck machen wir uns auf den Weg zum Hafen. Erst einmal nehmen wir den Zug und fahren nach Shah Alam, dort befindet sich das AAM-Office, das Büro des Malaysischen Automobilclubs, mit dem wir seit einiger Zeit in Kontakt sind und die ICP (= International Circular Permit), die uns erlaubt, für 90 Tage auf malaysischen Straßen zu fahren, sowie den malaysischen Autoversicherungsschein abzuholen. Es dauert alles länger als gedacht und so ist es kurz vor um 12 Uhr mittags, als wir endlich ankommen.  Kaum eingetroffen kommt ein Malaysier um die Ecke geflitzt und fragt: "Tobi?". Es ist Mr. Cheong, der Mann der Tat, der schon sehnsüchtig auf uns gewartet hat und uns herzlich empfängt. Man sieht ihm seine Erleichterung deutlich an, denn er hatte schon befürchtet, dass wir es nicht rechtzeitig schaffen, da aufgrund des Ramadan-Endes das Büro heute schon um 12.30 Uhr, statt wie normalerweise um 16 Uhr, schließt. Puh, somit haben wir also Glück gehabt. Wir holen unseren malaysischen Autoversicherungsvertrag ab und die Genehmigung, auf malaysischen Straßen fahren zu dürfen, schieben Geld über den Tresen und machen uns schleunigst auf den Weg zur Logistikfirma, die Tobi und Mr. Cheong vorab telefonisch über unser Kommen informieren. Im Telefonat heißt es dann plötzlich, dass das Auto vielleicht doch noch nicht heute ankommt. "Ui…" - denken wir uns. Wie auch immer, wir machen uns erst einmal auf den Weg zum Büro. Nach einer kurzen Taxifahrt kommen wir im richtigen Ort an, müssen aber noch ein Stück weiter. Eine witzige Busfahrt im einheimischen Stil bringt uns dem Ziel näher. Dennoch müssen wir noch auf ein weiteres Taxi zurückgreifen, um doch noch am Ziel anzukommen. Gegen kurz vor drei Uhr erreichen wir das Büro von GNL Logistics in Bandar Botanik. Die gute Nachricht ist: Das Auto ist da. Tobi bezahlt auch hier und nimmt die nötigen Papiere in Empfang bevor es Schnurrstracks zum Hafen geht. Wir haben keine Zeit zu verlieren und so leisten wir uns nochmals ein Taxi. Wir kommen um kurz vor vier Uhr am Westport- Hafen an und sind erleichtert, dass die Büros noch alle besetzt sind. Tobi darf nach kurzer Kontrolle durch den Zoll gehen, während Max und ich warten müssen. Kleinkinder sind aus Sicherheitsgründen auf dem Gelände nicht erlaubt. Unsere Wartezeit von ca. anderthalb Stunden wird durch die Aufmerksamkeit der netten Zollbeamten verkürzt und mit einem Obstteller für Max auch noch versüßt. Max findet das natürlich prima und lässt sich die Trauben, Birne und den Apfel sichtlich schmecken.


Ab und zu schlendern wir nach draußen und machen uns nach ungefähr einer Stunde Wartezeit startklar. Wir warten gespannt mit gezückter Kamera, um diesen wundervollen Moment, wenn Tobi mit unserem GrasVan angefahren kommt, festzuhalten. Doch dann kommt es anders. Ein silberner Pickup kommt angefahren und hupt mehrmals, bis ich Tobi darin erkenne und sehe wie er nur den Kopf schüttelt. Nanu? Was ist denn da los? Wieso kommt er nicht mit unserem eigenen Auto? Mittlerweile ist es ja auch schon spät…


Nachdem Tobi wieder bei uns ist teilt er mir mit, dass wir zu spät dran waren und dass die Arbeiter und Beamten aufgrund von Hari Raja (dem besagten Feiertag und Urlaub wegen des Ramadan- Endes) schon alle heimgegangen sind und wir somit bis Montag warten müssen, bis wir unser Auto abholen können. Oh nein!!! Wir waren schon so darauf eingestellt ein paar schöne Tage allein am Strand mit unserem Auto zu verbringen. Nun gut, was soll man machen. Glücklicherweise bietet uns Phang, der Chef der Hafenlogistik, an, uns ein ganz schön langes Stück im Auto mitzunehmen. Das ist eine große Hilfe für uns. Dank ihm kommen wir auf schnellstem Weg nach einer Stunde Autofahrt und wunderbaren und interessanten Gesprächen zum, für uns super gelegenen, Bahnhof Tamal Jaya. Von da aus haben wir nur noch eine fünfzehnminütige Zugfahrt vor uns und anschließend ein paar Minuten zu Fuß zu laufen bis wir wieder in Natalie´s Guesthouse ankommen. Bevor wir uns von Phang verabschieden erklärt er sich noch dazu bereit uns am Montag wieder von der selben Station aus am frühen Morgen abzuholen und uns auf direktem Weg zum Hafen mitzunehmen Was für ein wundervoller Mensch. Somit ist die Enttäuschung, noch ein paar Tage auf unser Auto warten zu müssen, nicht mehr so groß.  

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Petronas Towers, Merdeka Platz und Central Market

Merdeka Square in Kuala Lumpur
Merdeka Square in Kuala Lumpur

Petronas-Towers

Heute steht Architektur auf dem Programm und Kuala Lumpur hat in dieser Hinsicht einiges zu bieten. Erster Anlaufpunkt sind die berühmt-berüchtigten Petronas-Towers. Hierbei handelt es sich um ein Wolkenkratzerpaar das vom Mineralölkonzern Petronas über einen Zeitraum von sechs Jahren erbaut wurde. Passend zum Malaysia-Tag am 31. August 1999, wurde der primär als Geschäftsgebäude genutzte Bau offiziell eröffnet. Mit insgesamt 452 Metern Höhe überragen die Zwillingstürme die Stadt. Der argentinische Architekt César Antonio Pelli hat den Türmen beim Entwurf einen Grundriss in achteckiger Sternform zugeordnet, deren Innenkanten nochmals nach innen gewölbt sind. Diese Form liegt der islamischen Architektur zugrunde und war Inspiration für den Bau. Die Hauptmaterialien sind Stahl, Aluminium, Beton und Glas die den Türmen ihr modernes Erscheinungsbild geben und ihnen ein beeindruckendes Gewicht verleihen.  Ein Turm allein wiegt schon ca. 300.000 Tonnen.


Die beiden Türme sind auf einer Höhe von 172 Metern mit der sogenannten "Skybridge" verbunden; einer Stahlbrücke, die mit riesigen Kugellagern angebracht ist, um leichte Schwingungen der Türme aufzunehmen und so die Stabilität des Baus gewährleisten. Die Brücke befindet sich zwischen dem 41. und 42. Stockwerk und ist im Ticketpreis von ca. 20 Euro pro Person inbegriffen. Wer die Brücke besuchen und somit die Aussicht über die Stadt genießen will, muss früh aufstehen, da das Ticketkontingent von 1600 Stück pro Tag schnell ausverkauft ist. Einlass ist übrigens ab 8:30 Uhr morgens.

 

Hier noch ein paar interessante Details:

Zwei Teams aus verschiedenen Ländern arbeiteten beim Bau um die Wette und hatten je einen Turm zu errichten. Es gab während des Baus auch einige Probleme und Fehler. Einmal musste beispielsweise ein Stockwerk wieder abgerissen und erneut gebaut werden, da ein falscher Beton verwendet wurde, der den angeforderten Berechnungen nicht standhielt. Ein andermal wurde nach 72 bereits fertiggestellten Stockwerken festgestellt, dass die Lot-Abweichung extrem ist und der Turm schief wird, so dass die nachfolgenden Stockwerke alle auf einer Seite je 2 cm höher gebaut wurden um die Schieflage wieder auszugleichen.  

Die Idee zum Bau entstand 1991 und das Petronas-Unternehmen hatte sich vorgenommen, das höchste Gebäude der Welt zu errichten. Die erfolgreiche Umsetzung am Ende der Fertigstellung ist allerdings umstritten. Der Bau begann 1993 mit dem Fundament. 1995 wurde dann schließlich die 172 m lange Skybridge angebracht, die noch am Boden fertig montiert wurde und mit Hilfe von 16 Hydraulikstempeln am Stück nach oben geschoben wurde. Aufgrund des hohen Eigengewichts der Türme, dank dem großzügigen Stahlbeton-Einsatz, zählen die Petronas Towers zu den sichersten Wolkenkratzern der Welt.

 

Merdeka Platz

Ein weiterer prägnanter Ort von Kuala Lumpur ist der "Platz der Unabhängigkeit", der berühmte "Merdeka Square", der sich im Herzen Kuala Lumpurs befindet. Hier wurde am 31.08.1957 zum ersten Mal die Malaysische Flagge gehisst. Im Zentrum befindet sich eine große Rasenfläche die ursprünglich für Kricket genutzt wurde und heutzutage der Erholung dient. Diese großzügige Grünfläche ist von mehreren eindrucksvollen Bauten umgeben. So befindet sich auf der einen Seite das wunderschöne Sultan Abdul Samad-Gebäude dessen Architektur der indischen Mogul-Zeit entlehnt ist. In Backsteinfarben und Weiß gehalten besticht der Bau mit tollen Bogenfenstern und einem Glockenturm, der an Big Ben erinnert. Seinerzeit war dieser Bau das größte Gebäude in Kuala Lumpur und wurde als offizieller Regierungssitz mit all seinen Verwaltungsbüros genutzt. Ab 1974 war es dann der Gerichtshof. Seit dessen Umzug steht das Gebäude leer.

Dem gegenüber steht der Royal Selangor Club Komplex, welcher ein beliebter Treffpunkt für die High Society der britischen Besatzer war. Das Gebäude erinnert mich mit seinem Fachwerk aus dunkel gestrichenem Holz welches in wundervollem Kontrast zum weißen Hausputz steht, an die Häuser im Schwarzwald.

Ein weiterer zu erwähnender Bau ist das Nationale Geschichtsmuseum in dem sich auch eine empfehlenswerte und spektakuläre Lichtshow über die Stadt Kuala Lumpur befindet. Gegen einen geringen Eintrittspreis (5 RM), der später in Form eines Gutscheins im Museumsshop oder Café eingelöst werden kann, erhält man den Zutritt zum Miniatur-Stadtmodell welches an sich schon beeindruckend umgesetzt ist. Nach kurzer Zeit wird das Licht gedimmt und eine Präsentation über interessante Hintergründe zur Hauptstadt Malaysias mit beeindruckenden Lichteffekten beginnt.  

Wir lassen uns auf der grünen Wiese nieder, wo Max mit seinem neuen Freund nach Herzenslust herumtoben kann. Ein guter Platz zum Spielen. Wir beobachten, wie sich die grüne Fläche langsam mit muslimischen Familien füllt, die sich hier versammeln um nach Einbruch der Dunkelheit gemeinsam ihr Ramadan-Abendbrot einzunehmen. Immer mehr hungrige Menschen tauchen auf, bepackt mit Picknickdecken und Essenskörben, und warten auf den Sonnenuntergang, der vom Muezzin-Gesang begleitet wird. Der Platz wird jetzt von hunderten, mit Solar betriebenen LED-Fackeln beleuchtet, die dem Ganzen einen festlichen Rahmen geben und zugleich ein angenehmes Licht erzeugen. Für Max und seinen Freund sind die Fackeln ein tolles Spielzeug, dass beide erfolgreich entdecken und auseinandernehmen. Wir jagen den Kleinen immer wieder hinterher und achten darauf, dass sie keinen Schaden anrichten.

 

Central Markets

Den letzten Programmpunkt für heute bilden die Central Markets, die nicht weit vom Merdeka Platz entfernt sind. Eine Sammlung von vielerlei kleinen Kunstgegenständen und Essen empfängt uns. Kleine Galerien, Schmuckläden, Souvenirs, Touristenattraktionen und Gimmicks warten auf suchende und kaufwillige Urlauber. Alles in allem eine schöne Mischung und nett zum stöbern und durch schlendern. Mich fasziniert ein kleines Instrument, eine Mischung aus Zitter und Harfe, aber doch wieder ganz anders. Es handelt sich hierbei um eine halbe ausgehöhlte Kokosnuss, die mit einer dünnen Holzplatte mit runder Öffnung abgedeckt ist an der wiederrum kunstfertig sieben kleine, an den Enden gebogene Metallstäbe angebracht sind. Beim Drücken dieser kleinen Stäbe erklingt Musik, und man kann ähnlich, wie bei einem Klavier, damit Lieder erzeugen. Herrlich!

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Erholen in Kuala Lumpur

Die nächsten paar Tage stehen mehr im Punkt der Erholung. Zum Frühstück gibt es erst einmal Roti Chennai (endlich) und ordentlichen Eiskaffee und Chai. Sooo lecker!

Danach kundschaften wir eine Apotheke aus um Tobis Fuß zu versorgen. Er hat sich in Sumatra durch Mückenstiche oder Pickel eine Infektion im Fuß zugezogen, die etwas mehr Aufmerksamkeit braucht. Wir laufen noch um den Block und essen Curry mit Reis und Roti zum Abendbrot. Außerdem entdecken wir Max´ neue Lieblingsfrucht: Die Rambutan. Sie schmeckt sehr ähnlich wie eine Litschi, sieht ihr auch optisch ähnlich, hat aber lange haarige und weiche Stacheln, die von ihr weg ragen. Übersetzt heißt Rambutan auch "Haar vom Baum".

Ansonsten sind wir viel in Natalie´s Guesthouse, wo wir fleißig das Internet nutzen während Max schläft.

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Kuala Lumpur alias KL

Yeahhhh, wir haben es zeitlich perfekt geschafft, sitzen im Flieger und landen gleich in Kuala Lumpur, zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit. Was wird uns nun wohl alles erwarten? Hunger haben wir zunächst einmal und träumen schon von leckeren Currys und Rotis. Nach der Landung geht es mit dem Bus ins Zentrum. Wir sitzen schon im Bus, da steigt doch glatt noch eine Familie mit kleinem Kind ein. Der Sohn ist schon zwei Jahre alt, also etwas älter als Max. Er und seine Eltern machen Urlaub hier und in Asien generell und sie kommen aus Berlin. Schnell sind wir in angeregten Gesprächen vertieft und so geht die einstündige Busfahrt schnell vorbei. Max´ großer Hunger wird mit etwas Naan von den drei neu gefundenen Freunden gestillt und mit Maisflips von einer sympathischen Mama hinter uns, die er gierig und begeistert verschlingt.


Bird´s Nest bzw. Natalie´s Guesthouse

Wir haben von Beate und Stefan einen heißen Tipp bekommen: Das "Bird´s Nest" soll ein recht neues und tolles Guesthouse in der bekannten "Jelang Petaling" sein, welches wir aufsuchen. Es dauert ein wenig, bis wir es finden zumal es auch noch den Besitzer und Namen gewechselt hat. Es ist nicht mehr sooo neu, aber dafür herrscht hier eine umso wärmere und herzliche Atmosphäre. Natalie empfängt uns, die auch, zusammen mit einer Schwedin, die neue Besitzerin von "Natalies Guesthouse" ist. Optisch sieht sie für uns wie eine Malaysianerin aus, doch Nathalie ist aus Russland, aus der Nähe von Novosibirsk.

 

Chinatown

Nach einem ersten kurzen Gespräch brauchen wir aber dringend Essen und so geht es nach dem Rucksack ablegen gleich mitten rein ins Getümmel von KL´s Chinatown.  Nur fünf Minuten von unserer Unterkunft entfernt geht das Gedränge los. Links und rechts sind kleine Stände, die mit Essen, wie z. B. getrocknetem und mit Honig verfeinertem Fleisch oder alternativ Obst, Brötchen und vielen anderen Leckereien beladen sind. Dazu gesellen sich Verkaufstische und kleine Läden, deren Auswahl von Geldbörsen über Handtaschen, gefälschte Markenkleidung, Elektrokram und viele weitere interessante Sachen reicht. In der Straßenmitte stehen auch Stände, so dass es nur zwei sehr enge Gassen zum durch schlendern gibt. Es ist ein ganz schönes Gedränge und Max meistert diese ersten Ankunft ganz gut. Gespannt und mit leuchtenden Kinderaugen beobachtet er das bunte Treiben fasziniert. Er scheint alles in sich aufzusaugen, ist aber doch froh, als wir uns schließlich für einen Essensstand entscheiden. Das mit dem Curry müssen wir dann auch auf morgen verschieben. Heute gibt es "Satay" und "Claypot". Satay sind verschiedenste Dinge auf einem Schaschlikspieß aufgepiekst, deren Auswahl von Huhn über Rind oder Meeresfrüchte bis hin zu Gemüse und anderen Leckereien reicht. Man trifft vorab eine Auswahl aus den Sachen, die einen ansprechen und dann werden die Spieße entweder gegrillt oder in einem Hotpot, der im Endeffekt ein, im Tisch integrierter Fonduetopf ist, gekocht. Die Preise definieren sich über die unterschiedlichen Farbmarkierungen an den einzelnen Spießen. Dementsprechend ist Gemüse günstiger als Fleisch. Der "Claypot" ist ein Tontopf in dem Huhn (oder auch anderes Fleisch) mit Reis und Gemüse langsam gegart wird und somit der Saft und die Vitamine von sämtlichen Lebensmitteln erhalten bleiben und dadurch ein ganz delikater Geschmack entsteht.

Danach geht´s mit vollen und zufriedenen Mägen auf dem schnellsten Weg ab ins Bett und erst einmal schlaaaaaafen… das haben wir uns verdient. :-)

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