Wir sind wieder mobil !

Vor ein paar tagen haben wir unseren grünen Flitzer in Valencia Creek abgeholt und machen nun wieder die australischen Straßen unsicher. ;-)


Nachdem wir die Überbleibsel einen 6-monatigen Mäuse-Party in  unserem Van aufgeräumt haben und das Auto wieder auf Hochglanz gebracht haben, ging es los. Von Valencia Creek aus ging es erst einmal nach Maffra, dann gab es einen kurzen Hike und nun befinden wir uns in Canberra, Australiens Hauptstadt. Wir haben uns heute das Parlamentsgebäude angeschaut und machen un slangsam auf den Weg nach Sydney. Unterwegs haben wir so einige nette Menschen getroffen und wollen natürlich wie immer, noch vieeeel mehr berichten. Doch die Zeit ist wie immer knapp.



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Tag der Museen

Wir stehen früh auf, denn wir haben so einiges vor. Zuallererst machen wir uns auf den Weg zum Deutschen Honorarkonsulat um den höchsteigenen Reisepass für unseren Sohn abzuholen. Mit stolzgeschwellter Brust (mehr wir Eltern, als Max) halten wir den Pass ehrfürchtig in unseren Händen. Jetzt sind wir wirklich reisefähig. :-)

Von dort aus geht es zum ersten Museum. Wir fangen mit dem ACMI an, einem Museum für Animation und Film, das uns mit vielen interaktiven Ausstellungspunkten und flackernden Bildern und Lichtern zu sich ruft. Neben der Möglichkeit, sich wie im Film "Matrix" aufnehmen zu lassen, die wir natürlich mehrmals und in sämtlichen Varianten nutzen (als Familie, nur Tobi, Tobi mit Max, nur ich...), bis hin über ein Daumenkino, dass man sich als Erinnerung holen kann und vielen weiteren tollen Möglichkeiten werden die Sinneswahrnehmungen ganz schön gefordert. Nach ca. 1,5 Stunden intensiven Besuchs sind wir reif für eine Pause. Wir machen uns zu Fuß auf den Weg zur National Gallery Victoria. Dieser hatten wir bereits am Montag einen Kurzbesuch abgestattet, doch jetzt haben wir mehr Zeit und Muße und stürzen uns ins Abenteuer. Wir fangen mit der zeitgenössischen Kunst an, wo wir neben interessanten Installationen, beeindruckenden Wandbildern und Schmuckstücken, doch auch gleich einige schöne Stuhlexemplare von Vitra, aus Weil am Rhein, meinem ehemaligem Arbeitsgeber,  vorfinden. Weiter geht es mit europäischer und australischer Kunst aus dem 19. Jahrhundert. Wir beenden unseren Besuch mit der Ausstellung über "Bushido", einer japanischen Kampf- und Kriegskunst. Es hätte noch so einiges Interessante mehr zu entdecken gegeben, aber irgendwann ist die Aufnahmekapazität erschöpft und wir waren auch schon ganz schön hungrig. Thomasz und Joke haben uns noch von einem spannenden Restaurantprinzip erzählt, dass es in einigen Metropolen zu finden gibt. Die Spielregeln sind folgendermaßen: Man bestellt aus einem übersichtlichen Menü, was man essen möchte und bestimmt am Ende selbst den Preis, den man dafür bezahlt. Durch Recherche im Internet und dank Hilfe der Touristeninformation machen wir es ausfindig. Es nennt sich "Lentils as anything" und befindet sich im Stadtteil St. Kilda. Mit der Tram machen wir uns los. Das Essen und das Ambiente sind herrlich, und wir fühlen uns direkt wieder an Asien erinnert. Alles ist so unkompliziert und gemütlich. Es gibt eine kleine aber feine Auswahl an asiatischen Gerichten, alle vegetarisch, zum Teil auch vegan. Wir entscheiden uns für ein Sri Lankanisches Thali (= Reis, Curry, Linsen, Roti und Pickles) und ein grünes Thai Curry. Beide Gerichte schmecken sehr lecker. Mit einem Chai für uns und einem Babyccino für Max  (übrigens seinem ersten, den er allerdings nur bestaunen darf, da er noch exklusiv Muttermilch bekommt) beenden wir unser Mahl.  Von dort aus bummeln wir noch gemütlich zum Botanischen Garten dieses Stadtteils, der wesentlich kleiner ist, als der königliche, aber ihm an Gemütlichkeit in Nichts nachsteht, bevor wir uns auf den Heimweg machen. Zuhause angekommen dauert es nicht lange, bis auch Jodie von einer Geschäftsreise nach Hause kommt und wir gemeinsam bei thailändischem Essen den Abend in Ruhe ausklingen lassen.

 

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Mehr von Melbourne´s Sehenswürdigkeiten

Wir beginnen den Tag mit den bekannten "Queen Victoria Markets" die einige Tage die Woche in einem Hallenkonglomerat im Stadtzentrum stattfinden. Es gibt eine Halle für Fleisch und Fisch, eine für Obst und Gemüse, eine für Delikatessen wie z.B. Käse, Brot, Schokolade, und noch eine Halle für fertige Essensstände und Tische. Alles in allem ist der Markt sehr übersichtlich und uns fällt die extreme Sauberkeit auf. Wahrscheinlich sind wir das nach den vielen asiatischen Märkten nicht mehr gewohnt... Nach einer Kostprobe an einem Käsestand und dem Kauf verschiedener Leckereien machen wir es uns in der Essenshalle an einem freien Tisch gemütlich. Wir verzehren Erdbeeren, Polnische Wurst, Brie und Blauschimmelkäse zusammen mit frisch gebackenem türkischem Fladenbrot.

 

So gestärkt, geht es weiter in das zweite Museum der Nationalgalerie Viktorias: Dem Museum für Aborigine und Australische Kunst. Wir bestaunen die überaus vielfältigen Kunststile der Aborigines und sind beeindruckt von der Fertigkeit und den tiefgründigen Denkanstößen dieser Künstler sowie deren Umgang mit Farben und Materialien. In der Abteilung australischen Künstler entdecken wir auch einige Picassos und Gemälde weiterer weltberühmter Maler, die die Australischen Künstler durchaus beeinflusst haben. Alles in allem ein sehr schönes Museum und definitiv empfehlenswert.

 

Nach so viel Kunst geht es nach Hause zu Jodie und Jon. Jon kocht für uns einen überaus leckeren Sheperd´s Pie, Marke Eigenbau, und wir haben einigen Stunden Zeit, um uns gegenseitig auf den aktuellsten Stand der Dinge zu bringen. Gegen halb neun Uhr abends brechen wir allerdings nochmals auf, denn wir wollen einen besonderen Menschen treffen. Gleich zu Anfang unserer großen Reise, noch in Litauen, in der Stadt Kaunas, haben wir per Zufall Sam kennengelernt, einen Couchsurfer aus Australien, mit dem wir zwei wunderbar unterhaltsame Abende in einem Café verbracht haben und stets in Kontakt geblieben sind. Wir hatten immer gehofft, ihn mal wieder zu sehen und dachten sogar, ihn letztes Jahr in London zu treffen, da er dort für einige Zeit gelebt und gearbeitet hat. Doch zu dem Zeitpunkt war er bereits wieder in sein Heimatland zurückgekehrt. Nun ist er wieder in Melbourne, und siehe da, er kann sich Zeit für uns nehmen. Bereits am Telefon haben wir ihm erzählt, dass wir mittlerweile zu dritt unterwegs sind und er sich auf unseren Sohn Max freuen darf. Doch wie ich noch zu Tobi meine, bin ich mir nicht so ganz sicher, ob Sam das mit unserm Sohn auch wirklich verstanden hat. Wie auch immer, wir gehen los, um Sam am verabredeten Punkt zu treffen. Nach einer riesengroßen Wiedersehensfreude, will er wissen, was es  nun mit dem Kind auf sich hat und für wen wir denn Babysitten würden. Nachdem wir ihn schließlich davon überzeugen können, dass es sich doch tatsächlich um unseren Sohn handelt, machen wir uns auf den Weg zu einem, der für Melbourne so typischen und angesagten "Secret Clubs". Durch einen schmalen Hauseingang gelangen wir über ein noch schmaleres Treppenhaus einige Stockwerke höher in den geheimen Club, der sich direkt über einem nicht geheimen Club befindet. Unser Club, den sich Sam für uns ausgesucht hat, befindet sich auf dem Dach, ist mit grünem Kunstrasen ausgelegt und mit weißen Gartenmöbeln im viktorianischem Landhausstil ausstaffiert. Um dem Ganzen noch eins draufzusetzen sind die Sitzmöglichkeiten mit geblümten Mustern im Laura-Ashley-Stil gepolstert und auf den kleinen Kaffeetischen befinden sich zierliche Blumenvasen. Man kommt sich vor wie in einer anderen Welt. Herrlich - doch nicht für uns, denn Babys sind nach 19 Uhr nicht mehr in diesem Etablissement erlaubt und so gehen wir in einen noch geheimeren Club.

 

Nach einem kurzen Wegmarsch, einer unauffälligen Tür und einem noch unauffälligerem Treppenhaus, befinden wir uns im vornehmen England der 20er Jahre. Schwere lederne Clubsessel laden zu rotem Samtteppich und nobel bekleideten Kellnern in einem rauchigen Clubhausstil ein. Man möchte sich einen Whiskey bestellen und sich die Zigarre bzw. die Zigarette im langen schönen Halter für die Dame anzünden und in philosophische Gesprächsthemen eintauchen. Wir haben Glück, denn wir dürfen bleiben. Max ist mittlerweile eingeschlafen, so dass er total unbemerkt von den anderen Gästen, vor sich hin schlummert. Das merken wir, als  einige Gäste bei unserem  Aufbruch erstaunt sagen: "Oh, schaut hin, da ist ja ein Baby..." ;-)

Wir haben jedenfalls eine Menge Nachholbedarf, um mit Sam wieder auf einen einigermaßen aktuellen Stand der Dinge zu gelangen, denn es ist auf beiden Seiten viel in den letzten drei Jahren passiert. Bei Wein, Bier, Tee und dem besten Tiramisu, dass wir je auswärts gegessen haben, fällt das nicht schwer. Wir lachen viel und freuen uns, einfach mal wieder zusammengekommen zu sein und hoffen, dass das nächste Wiedersehen nicht mehr ganz so lange auf sich warten lässt. Um kurz vor Mitternacht machen wir uns alle auf den Heimweg. An dieser Stelle aber nochmals herzlichen DANK für die Einladung, Sam.

 

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Melbourne – Angekommen

Seit letztem Montag sind wir nun in der Hauptstadt des australischen Staates Victoria. Nachdem wir uns von unseren zwei belgischen Mitfahrern verabschiedet haben gibt es ein freudiges Wiedersehen mit Sandra und Fabian. Gemeinsam haben wir einige Wochen im selben Hostel in Pokhara, Nepal, verbracht und uns dann per Zufall wieder in Bangkok getroffen. Dieses Mal ist unser Wiedersehen allerdings geplant und es gibt natuerlich viel zu erzaehlen.

 

Doch erst einmal der Reihe nach:

 

Vor dem Nullarbor haben wir ja noch die Stirling Ranges (Gebirgskette) mit den hoechsten Bergen von Westaustralien besucht. Wir haben dort mit Max den hoechsten und zweithoechsten Gipfel erklommen (Bluff Knoll mit 1095 m und Mount Toolbrunup mit 1065 m). Max war immer fleissig mit dabei und wurde am Gipfel und unterwegs gestillt. Die Aussicht war jedesmal gigantisch. Vorbei an Wildblumen, Straeuchern, Felsbrocken, ueber Stock und Stein, ging es immer hoeher. Tobi und die anderen fleissig voraus und ich, noch etwas ausser Puste, hinterher. Aber die Aussicht hat saemtlichen Schweiss gerechtfertigt. Man kann ueber die Weite kucken, sieht die ganze Stirling Gebirgskette und kann im 360 Grad Blick seine Augen rundum schweifen lassen. Teilweise hat mich die Gegend auch sehr an Deutschland erinnert mit gelb bluehenden Rapsfeldern, so weit das Auge reicht. Zudem hatten wir riesen Glueck, denn dank dem Radio-Interview vom Vortag durften wir kostenlos auf einem privaten Feld campieren. Greg, der Besitzer, kam mit seinem Allrad-Auto angedüst und meinte gleich: "Ihr seid doch die Deutschen, die mit dem Baby reisen, oder?" Er erzählte uns, dass er am frühen Morgen das Interview im Radio gehört hätte und war stolz, dass er jetzt was zu erzählen habe. Wir bedankten uns herzlich und verbrachten dort zwei schöne Abende inmitten blühender Rapsfelder.

 

Übrigens noch ein witziges Detail: Am nächsten Tag trafen wir einen echten "Aussie-Bloke" (= typischer Australier) mit dem, für Australien so untypischen Namen: Wolfgang Nebel. Was es nicht alles gibt. ;-)

 

Die weiteren Reisedetails gibt es etwas später, da wir nun Max´ersten Reisepass abholen und noch ein wenig Melbourne erkunden gehen.

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Melbourne-Stadtleben

Die Zeit mit Sandra und Fabian war wunderschön, doch wir wollen auch noch Jodie und Jon sehen, Verwandte von Tobi. Die beiden wohnen direkt in der Innenstadt. Wir haben Glück und Jon hat Nachtschicht, so dass er tagsüber Zeit für uns hat. Nachdem wir uns mit Sushi gestärkt haben, zu dem uns Jon eingeladen hat, und mit guten Tipps versorgt sind, machen wir uns auf den Weg zum Botanischen Garten und er ist diesen zweiten Besuch definitiv Wert, wäre aber auch locker noch einige weitere Besuche Wert, denn er ist groß und wunderschön. Man findet hier alles: Von einem Rosengarten über ein Herbarium, diverse Glashäuser mit tropischen Pflanzen zu Bambushainen und Aborigine-Pflanzen bis hin zu verschieden Regenwaldwegen findet man hier sogar deutsche Birken wieder. Unsere kleine Familie genießt den ausgedehnten Spaziergang und erfreut sich an den verschieden Pflanzen und dem frischen Duft. Vom botanischen Garten aus dehnen wir unseren Spaziergang aus und laufen ein bisschen am Fluss entlang, Richtung Innenstadt. Angezogen von lauter Musik finden wir uns auf einem mexikanischem Straßenfest wieder, das mit  Essenständen und live Musik lockt. Doch für Max ist das noch zu laut und so schlendern wir weiter und entdecken eine  Gasse, wie aus der Bronx in New York (wen man den vielen Filmen Glauben schenken darf...). Vor uns ein hoher Häuserblock, um den eine schmale Gasse herumführt. Die Wände sind von oben bis unten mit Graffiti-Kunstwerken verziert und jedes Einzelne ist interessanter und imposanter als das andere. Nach so viel schönen Eindrücken machen wir uns, erschöpft von einigen Stunden langen Laufens, auf den Weg nach Hause. Nach selbstgekochten Spagetti Bolognese und einer Folge "Tatort" (Internet und Youtube machen´s möglich), geht es schließlich ins Bett.

 

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Philipp Island

Es ist Samstag und Sandra und Fabian haben frei. Mit einem ausgedehnten Frühstück auf der Dachterrasse mit Meerblick und strahlendem Sonnenschein fängt der Tag an. Obwohl es uns schwer fällt, von diesem relaxten Modus aus aufzubrechen, überwinden wir uns doch und fahren gegen Mittag los. Nach 1,5 Stunden Fahrt sind wir am Ziel angelangt. Samstage sind in Australien berüchtigt für die überall vorzufindenden Garagenverkäufe. Im Prinzip könnte man diese auch "Hausflohmärkte" nennen. Tobi entdeckt einen, dank eines Rennrads, das als Zugvogel dient. Der Grund ist, dass Tobis Rennrad einen neuen Reifen braucht und er erhofft sich, hier fündig zu werden. Mit der Rennradreparatur kommen wir nicht vorwärts, stattdessen finden wir einen ehemaligen Kroaten, der uns bereitwillig seine Lebensgeschichte in Kurzform erzählt und die Hintergründe zu seinem Garage Sale und Hausverkauf erläutert. Während Tobi mit einer Engelsgeduld dessen Ausführungen lauscht, kämpfen wir damit, dass unser Geduldsfaden nicht reißt. Wir entdecken am Nachbarsbaum Regenbogen-Papageien, die sich bereitwillig von uns bestaunen und fotografieren lassen. Ihr Gefieder schimmert in Rot, Grün, Gelb und Blau, somit machen sie ihrem Namen alle Ehre. Ein ganzes Weilchen später sind wir wieder unterwegs. Ziel sind diverse schöne Strände und Buchten,

doch der Hunger packt uns trotz des großzügigen Frühstücks und so gibt es eine Pause mit Donuts und Eis vom Supermarkt und frisch aufgebrühtem Tee aus unserem Auto.

Nach dieser Stärkung fahren wir zu zwei surftauglichen Stränden, denn Fabian will nach der langen Winterpause endlich wieder ins Wasser. Wir haben zwei Surfborde und Neoprenanzüge im Auto, doch nur Fabian geht surfen. Tobi stürzt sich mutig und ohne Wetsuit in die Fluten, um mit seiner GoPro-Kamera Fotos und Videos von Fabians Surfkünsten zu machen. Die vielen anderen Wellenreiter finden das aber nicht so prickelnd, so dass sich Tobi bald wieder aus den Meeren erhebt und die Naturbühne wieder freigibt. Gemeinsam beobachten wir die unterschiedlichen Surfkünste und Stile von außen.

Nach dieser sportlichen Einlage geht es zu dem Pinguin-Aussichtspunkt auf Philipp Island, wo wir auf sogenannten Boardwalks (= Holzwegen) gemeinsam mit vielen weiteren Touristen, durch ein Naturschutzgebiet laufen und doch tatsächlich den ein oder anderen kleinen Baby-Pinguin in seinem Nest, einer Erdhöhle, beobachten können. 

Zufrieden mit dem schönen Tag machen wir uns bei Sonnenuntergang auf den Rückweg und sehen noch das ein oder andere Wildleben Australiens.

 

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Melbourne

In Melbourne angekommen haben wir noch einige Stunden, bevor wir Joke zum Flughafen bringen. Vom Outback ins Metropolengewimmel. Mittags um 1 Uhr. Verkehr, Ampeln, Fußgänger, Touristen und viele neue Eindrücke. Daran muss man sich erst einmal gewöhnen und ganz so entspannt ist es auch nicht, wenn man nur noch an Kreisverkehr und weniger befahrene Straßen gewöhnt ist.

In Dunsborough gab es keine einzige Ampel. Summasumarum, kommen wir auf gefühlt ein Jahr ohne richtiges Stadtleben.

Rein ins Getümmel und schon treiben wir durch die Stadt und saugen die vielen Verführungen auf und freuen uns wieder in einer Stadt zu sein. Wir rauschen innerhalb von einer Stunde durch das Nationalmuseum von Victoria und schlendern durch den königlichen, botanischen Garten. Der erste kurze Eindruck verspricht so Einiges und wir freuen uns auf mehr.

Doch im Moment sind wir am Flughafen und sagen unseren Belgiern, Joke und Thomasz, "Au revoir". Viereinhalb Wochen und 5000 Kilometer später stehen wir hier und können es noch gar nicht richtig glauben. Die Zeit ist schon wieder vorbei. Wir sind doch, gefühlt, gerade erst los. In der gemeinsamen Reisezeit sind wir durch drei Staaten gekommen, entlang der längsten australischen Straße, wo es 90 Kilometer lang nur schnurrgerade aus geht. Wir haben ein Wal-Schauspiel allererster Güte miterlebt und Seelöwen beim relaxen beobachtet. Wir hatten eine geniale Zeit mit unvergesslichen wilden "Campingplätzen" am Meer, in den Wäldern und in den Bergen, ohne auch nur einmal eine schlechte Erfahrung zu machen. Danke für eure Geduld und eure Zeit mit uns und mit Max. "Au revoir" im besten französisch :)

 

Zwei Stunden später und wir klopfen an die Tür von Nummer 289A Apartment 12 in Bonbeach. Vor 2 Jahren haben wir Sandra und Fabian im "New Tourist Guest House" in Pokhara kennengelernt. Die Hardcore-Verfolger unserer Homepage unter euch wissen, von wem wir reden. Nun die Frage: Wo haben wir sie zum zweiten Mal wiedergetroffen? - Schickt uns die richtige Antwort und eure Adresse und ihr könnt euch über eine Überraschung freuen.

Die Tür geht auf und Fabian fällt uns auch schon buchstäblich in die Arme oder waren es wir? Wir wissen es nicht mehr, aber wir freuen uns alle auf das Wiedersehen. Ein Wiedersehen in Melbourne,  wer hätte das vor zwei Jahren gedacht? Es gibt eine Menge zu erzählen denn mittlerweile sind wir ja auch zu Dritt. Max könnte schon allein ein Abendprogramm füllen. Viele Stunden später geht auch bei uns das letzte Licht aus.

 

Die nächsten drei Tage lassen wir es ruhig angehen. Die letzten gut vier Wochen waren prall gefüllt mit Eindrücken und vielen Kilometern. Nun heißt es Ausschlafen und nichts machen. Wir erkunden Frankston, die nächst größere Stadt, gehen einkaufen bei Aldi (Jawohl, den gibt's in Victoria!), bringen unseren E-Mail-Andrang wieder halbwegs auf Vordermann und kümmern uns um unsere australischen Steuern. So geht der Tag schnell vorbei. Wenn die Beiden von der Arbeit kommen, essen wir gemeinsam Abendbrot und legen los mit Runde 2 unserer letzten Unterhaltung.

 

Am Tag 2 in Bonbeach bekommt Max seine zweite Impfung, die er gekonnt und mit einem großen Lächeln übersteht. Da an diesem Tag nicht mehr allzu viel passiert ist, wollen wir die Zeit nutzen, um Euch folgende Frage zu beantworten:

 

Wie war bzw. ist es denn nun, mit einem Baby zu reisen?

 

So wahnsinnig das nun auch klingen mag, aber schwer war es nicht, was aber auch an Max liegt, da er einfach einsame spitz ist! Natürlich haben wir uns am Anfang selbst gefragt, wie es wohl wird, mit Max umherzuziehen, die erste Reise als Familie, im neuen Auto, dazu noch mit diesem Plan durch halb Australien zu fahren, und das noch dazu mit zwei unbekannten Fremden in einem Auto, die wir einen Tag vorher erst kennengelernt haben. Rückblickend betrachtet hätte es nicht besser laufen können und unser erster "Roadtrip" als Familie verlief problemarm. Man muss aber sagen, dass die qualitative Zeit von Zweisamkeit bzw. reiner Familienzeit eher begrenzt war.

 

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Wir treffen Tarzan im Otway National Park

Willkommen im Regenwald. Thomasz, unser belgischer Mitfahrer war hier schon und hat uns den Besuch dieses Nationalparks wärmstens empfohlen. Und es ist der Wahnsinn. Überall Farne und moosbewachsene Bäume und Wurzeln, wo man auch hintritt, man hat das Gefühl, im Urwald zu sein, nur bei angenehmer Temperatur, denn es ist kein Regenwald in den Tropen. Es handelt sich hierbei um temperierten Regenwald, sprich, nass-feuchtes, dem deutschen Wetter sehr ähnliches Klima.

Wir laufen zum "Lake Elizabeth" und um ihn herum. Dieser See ist dafür bekannt, dass man zu Sonnenauf- und Untergang Platypus (oder heißt das Platypi im Plural?) in freier Wildbahn sehen kann. Die so besonderen Tiere, die es schon seit Jahrtausenden gibt wohnen hier im Unterholz und kommen bei Zwielicht heraus. Joke, Max, Tobi und ich umrunden den See ohne Erfolg. Thomasz nimmt sich mehr Zeit und hat Glück. Er sieht gleich zwei, dieser speziellen Säugetiere, wenn auch aus weiter Ferne.

Wir teilen uns den Campingplatz mit zwei weiteren Familien. Passend zum Regenwald mit seinen vielen herabhängenden Lianen treffen wir sogar noch auf Tarzan, den Sohn von Laura und Andy, der tatsächlich so heißt und seinem Namen durchaus alle Ehre macht.  Noch keine 2 Jahre alt und doch schon ein aufgeweckter Junge und guter Beschützer für seine neugeborene Schwester Roxy (2 Monate alt). Die Familie zeltet originell im großen Tipi und wir verbringen einen netten Abend zusammen am Lagerfeuer. Bevor wir am nächsten Morgen aufbrechen verabschieden wir uns von beiden Familien. Über die Great Ocean Road fahren wir weiter Richtung Melbourne und machen an der Apollo Bay einen Halt, um unzählige putzige Koalas live in ihren Bäumen beim Fressen, Schlafen und sich gemütlich Räkeln zu beobachten. Wir haben noch eine letzte Nacht im Freien vor uns, bevor wir uns am nächsten Tag, nach viereinhalb Wochen Reisen, wieder in das Großstadtgetümmel begeben. 

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Great Ocean Road

Der Weg führt uns entlang einer traumhaften Kulisse. Die Straße führt uns direkt am Meer entlang, wie es der Name ja auch schon verrät. Die Kulisse ist atemberaubend und es wird nicht zu viel versprochen. Wir sehen die "London Bridge", die vor einigen Jahren zum Teil eingestürzt ist, die "Arche", unzählige schöne Klippen und Felsen von unzähligen schönen "Lookouts" und schlussendlich auch die "Zwölf Apostel". Unser Highlight sind allerdings die vorherigen Sehenswürdigkeiten, da sie in keinster Weise an Schönheit zurückstehen, ganz im Gegenteil sogar, und nicht so vom Tourismus überlaufen sind. Uns erklärt sich hier der Hype nicht so ganz. Den biblischen Namensursprung kann uns leider auch niemand so recht erklären, trotz meiner Nachfrage im Besucherzentrum. Die einhellige Meinung ist allerdings, dass durch die überwiegend holländischen Siedler auch viel Religion Einzug an diesen Ort hielt und der Ursprungsname von der "Sau und ihren kleinen Schweinchen" (= das Festland und die einzelnen Felsen)  in den biblischen Namen umgetauft wurden, neben dem wohl bekannteren Grund: Um mehr Touristen anzulocken. Was die Zwölf Apostel jedoch wieder sehenswert macht, sind die vielen anderen schönen Naturwunder, wie das "Razorblade" und die "Gorge".

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Mount Gambier

Über Murray Bridge geht es Richtung Mount Gambier. Heute überfahren wir um genau 3:55 Uhr die Grenze von Südaustralien nach Victoria und erreichen somit auch den Beginn der Great Ocean Road.  

Wir fahren bis zum Cobbobboonnee National Park wo wir morgens aufwachen und, direkt über uns im Baum, unseren ersten Koala in freier Wildbahn sehen. Dort sitzt er fröhlich und frisst sich den süßen Ranzen voll, völlig unbeeindruckt von unseren Freudenausbrüchen.

Unser Weg führt uns zu "Cape Bridgewater", der größten Seerobben-Kolonie von ganz Australien. Vom Parkplatz aus führt ein schöner Wanderweg zu einer 135 m hohen Klippe, von der aus man die Tiere beobachten kann.  robben sehen wir nicht wirklich, dafür aber eine interessante Schlange, schwarz mit rotem Bauch, die munter neben dem Weg im Gras entlang schlängelt.

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Kurzer Zwischenbericht aus Murray Bridge

Und schwuppsdiewupps waren die Tage wieder schneller als wir mit dem Schreiben. :-)

 

Hier nur ganz kurz, dass es uns super geht! Ein ausfuehrlicher Bericht ueber die vielen schoenen Sachen, die wir unterwegs erlebt haben, folgt dann von Melbourne aus. Dort kommen wir spaetestens am 8. September an, da dann Jokes Flug von dort aus wieder zurueck nach Belgien geht.

 

Aber um Euch schon mal eine kleine Vorschau zu bieten: Wir werden euch von gelbfuessigen Rockwallabys, Schlangen und unglaublichen Walerlebnissen erzaehlen. Desweiteren von traumhafter Naturkulisse mit verschiedensten Nationalparks, Bergketten und Straenden und von unglaublich besonderen zwischenmenschlichen Begegnungen.

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Bye, Bye Penny

Wir müssen leider schon wieder weiter, denn die Zeit drängt, wenn wir Joke pünktlich am Flughafen abliefern wollen und zeitgleich noch die "Great Ocean Road" besichtigen wollen. Deshalb empfangen wir Penny mit einem leckeren Pfannkuchen-Frühstück zum Dank für die schöne Zeit mit ihr. Eine Freundin ihrerseits, Amanda gesellt sich noch dazu und wir genießen die gemeinsame Zeit bevor wir aufbrechen müssen. Tobi und Thomasz helfen ihr auch noch in ihrem wundervollen Garten , einige schwere Gegenstände umzuräumen. Dankbar für die tolle Zeit verabschieden wir uns herzlich und, wer weiß, vielleicht gibt es ja nochmal ein Wiedersehen...

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Wale in Port Elliot

Nachdem wir Porridge und Tee zum Frühstück hatten, machen wir uns gemeinsam mit Penny auf den Weg nach Port Elliot. Vorbei an kleinen, romantischen Örtchen und einem Zwischenstopp in einer versteckt gelegenen Gärtnerei bei Gwoona, in der wir so allerhand Schätze vorfinden, geht es zum Ziel. Penny verspricht uns die besten Fish´n´Chips im "Flying Fish"- Restaurant und eine schöne Aussicht. Sie meint, manchmal, könne man auch Wale von Weitem sehen. Voller Vorfreude biegen wir auf den Parkplatz ein und kaum, dass Tobi den Motor abgestellt hat, fängt Joke an zu Kreischen: "Wale!!! Wale!!!!" Und tatsächlich, direkt vor unseren Augen und super nah, vielleicht maximal 50 Meter von uns entfernt, tummeln sich zwei Wale und frohlocken mit Sprüngen aus dem Wasser. Wir parken direkt an einer Bucht, die links und rechts von Felsklippen eingezäunt ist und inmitten dieser Naturbühne springen die Wale herum. Sie wandern einmal von links nach rechts und nochmal zurück. Mindestens 20 verschiedene Sprünge werden uns geboten und wir sehen in etwa zwei Drittel des ganzen Körpers bei jedem einzelnen Sprung. Und, als ob das noch nicht genug Spektakel ist, wird diese einmalige Vorführung mit einem gigantisch schönem Regenbogen direkt vor unseren Augen beendet. Das ist wahrlich eine einmalige Sache und da macht sogar das Restaurant seinem Namen alle Ehre...

Im Rahmen des allgemeinen "Fischtages" gibt es abends dann auch noch leckeren "King George Whiting" und Lachs mit Pennys Spezial-Kartoffelbrei, Salat, Knoblauchbrot und, als krönenden Abschluss, deutschen Bienenstich aus der deutschen Bäckerei als Dessert.

 

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Penny

Wir haben euch schon von dem super tollen Essen in Hahndorf berichtet, aber was noch viel toller war, war folgendes: Tobi hatte auf unsere Tafel, die hinten am Auto befestigt ist, folgendes geschrieben: "Hat jemand eine kostenlose Unterkunft für uns?" Mit unserer Telefonnummer dazu. Und siehe da, wie wir da so mit unserem Festtagsbraten im Gasthaus sitzen, ruft doch tatsächlich jeman dan. Und dieser Jemand war Penny. Sie hätte doch tatsächlich Platz für uns und wir sollen einfach kommen, wenn wir fertig sind.

Gesagt, getan. Nachdem wir unser leckeres Essen verspeist haben und uns am Auto wieder mit unseren Belgiern treffen, überbringen wir ihnen die frohe Botschaft. Voller Eifer machen wir uns auf den Weg nach Mylor. Es dauert noch ein klein wenig, bis wir dann tatsächlich bei Penny ankommen, da die Straßennamensführung etwas verwirrend ist, aber um kurz vor halb acht sind wir da und jeder freut sich erst einmal. Bei Tee und "The X-Factor" lernen wir uns kennen. Der Hund, Fr???, findet gleich Gefallen an Thomasz Füßen, denn er will sie die ganze Zeit abschlecken. Gegen halb elf verschwinden wir dann alle im Bett.

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Australian Pie und deutsches Essen

Nach den vielen schönen Wanderungen belohnen wir uns mit echten australischen Pies; nach Fish & Chips, eines der typischsten australischen Gerichte. In einem kleinen, aber feinen Ort, genannt Orroroo mit dem angeblich größten Gum Tree Australiens (500 Jahre alt und einem Baumkronendurchmesser von 10,7 m), finden wir ein keines Café, welches die besten Pies anbietet. Zu viert teilen wir uns einen Kangaroo-Bush-Spices-Pie, einen Lamb-Mint-Pie, einen Bacon-Cheese-Pie und einen Kidney-Pie. Einer schmeckt besser als der andere und so machen wir uns gestärkt auf den Weg nach "Kleindeutschland". ;-) Über Petersborough, welches unter dem Stadtschild sogar den Hinweis liefert, dass es früher einmal Petersburg hieß, jedoch mehr für seine alten Dieselloks bekannt ist, geht es langsam und gemütlcih nach Hahndorf, der größten germanischstammigen Stadt in Australien, wo man auch Brezeln beim Bäcker kaufen kann, wenn man Glück hat. Wir wählen allerdings einen von zwei Tagen im Jahr aus, wo diese ausverkauft sind. Dafür belohnen wir uns aber mit einer "German Platter for 2" die locker für vier Personen reichen würde. Es gibt, Sauerkraut, Kartoffeln, Senf, Mettwurst, Weißwurst, Kasseler, Schweinshaxe, Wiener, Bockwurst und Brezen und dazu echtes deutsches Bier; für Tobi ein Hefeweizen und für mich Alkoholfrei. Natürlich hat das Essen auch seinen Preis, abner der lohnt sich wahrlich!

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Flinders Ranges

Port Licoln, 27.08.2014


Tobi ging morgens schnell eine Runde Joggen, während wir gemütlich das Auto zusammenpackten, um dann in Port Lincoln unseren Essensvorrat aufzustocken, da wir für einige Tage in die Natur verschwinden wollten. Unser neues Ziel waren die Flinders Ranges und unsere Unterkunft vor dieser Gebirgskette die "Warren Gorge", ein unglaublich schöner Fleck Natur. Inmitten von Wald und mossbewsachsenen Felsen hat man seinen Stellplatz und kann die Schlucht bewundern.

Da am nächsten Morgen australischer Vatertag war (zumindest nach Tobis Kenntnis), wurde er, als frisch gebackener Vater, gebührend mit Pfannkuchen und einer Riesen Toblerone am Morgen begrüßt und gefeiert. Mit dieser Stärkung machten wir uns schließlich auf den Weg zu der Flinders Gebirgskette und auch gleich noch auf die erste Wanderung. Vom Trezona Campingplatz aus ging es 3,5 Stunden lang durch ein trockenes Flußbeet über Stock und Stein. 9 km war der eigentlich Weg ausgeschildert, doch wir entschlossen uns, noch einen kleinen Gipfel zu erklimmen, um eine bessere Aussicht zu genießen. Und dieser Aufstieg war es Wert. Glücklich und zufrieden kehrten wir von der Wanderung zurück.

 

Flinders Ranges/ Acraman Campground, 29.08.2014

Heute standen der 4 Stunden lange "Bunyeroo und Wilcolo Creek Hike" auf dem Programm. Auch hier ging es erst durch ein tockenes Flußbeet, überschattet von vielen Gumtrees, nach und nach nach oben. Vorbei an Feldern und blau blühenden Wiesen, die einem nur so das Herz vor Freude springen liessen, ging es höher und höher.  Anfangs noch als breiter Feldweg entputppte sich der Wanderweg zum schönen schmalen Pfad. Wir entdeckten einige Skinks (= australische blauzüngige Eidechsen) die sich, in Form von Tannenzapfen, gut getarnt im niedrigen Gras am Waldbpoden versteckten. Durch das Auf und Ab und das Tragen von Max kamen wir erschöpft aber zufrieden wieder am Campingplatz an. Dort belohnten wir uns dann mit Alufolienkartoffeln und Bohneneintopf am Lagerfeuer und hatten dank unseres Laptops sogar noch Freiluftkino.

 

Der große Wandertag, 30.08.2014

Früh um sechs Uhr stehen wir auf. Es ist noch nicht einmal richtig hell, doch wir haben eine große Wanderung vor. Wir wollen den "St. Mary Peak" erklimmen und zeitgleich noch den Rundwanderweg dazu laufen. Die vorgeschlagene Zeit beträgt 9 Stunden für knappe 22 km. Wir lassen uns mal überraschen. Auf dem Weg dorthin entdecken wir noch einige "Yellowfooted Rock Wallabys" (eine Känguruh-Art) und zwei Emufamilien; eine Mama mit neun Kücken und eine mit sieben. Interessantweise erinnert mich die Maserung der kleinen Emu-Babys an Frischlinge.

Vom Besucherzentrum aus machen wir uns auf den Weg und tragen uns vorschriftsmäßig im Wanderbuch ein, reine Sicherheitsnaßnahme. Der Weg startet breit und gemütlich und wir treffen auf einige fröhliche Wandervögel. Nach und nach steigert sich der Weg und auch hier geht es langsam aber sicher nach oben. Eidechsen laufen uns über den Weg und sonnen sich auf Felsen, und der Weg schlängelt sich durchs Gebüsch, bis er nur noch einem kleinen Trampelpfad ähnelt, der zum Teil tunnelartig von Büschen zugewachsen ist. Über einen kleinen Fluß geht es hinweg bis man ein bisschen kletten darf und dann ist man auch schon oben angelangt. Schneller als gedacht haben wir den Fast-Gipfel erreicht. Ganz nach oben wollen wir doch nicht, da der Berg dür die Aborigines heilig ist und wir deren Wunsch, den Gipfel nicht zu erklimmen, respektieren.

Über eine kleine Fels-Kletterei geht es dann steiler und deutlich flotter wieder nach unten und nach nur 5 Stunden haben wir eine Strecke von 18,5 km (die letzten 3,6 km vom Gipfel sind wir ja nicht gelaufen) hinter uns gebracht. Was für eine schöne Wanderung und gar nicht so anstrengend wie befürchtet. Tobi und ich belohnen uns noch mit einem kleinen Eis, bevor wir zu unserem n#ächsten Nachtplatz, den "Jarvis Lookout" fahren.

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Ceduna! Wir haben es geschafft!

Jetzt haben wir doch tatsaechlich schneller als gedacht, den Nullarbor Highway verlassen! Seit heute hat uns die Zivilisation wieder, zumindest autotechnisch (uns muessen wir erst noch waschen.) ;-)

 

Ganze drei Tage haben wir gebraucht, dabei einige schoene Pausen gemacht, und immer schoen an Straenden uebernachtet. Einer schoener als der andere. Wir haben zwei Wale beobachtet, zwei Dingos, ein Kanguruh, ein Wombat (leider tot) und noch so einige andere Tiere gesehen, wobei sich die Kamele allerdings zu gut vor uns versteckt haben. 

 

Zur Feier des Tages haben wir uns original australische Austern in original australischem Stil gegoennt: Kilpatrick and Mornay. Seeeehr lecker!

 

Wir versuchen, auch endlich mal ein paar Bilder hochzuladen und lassen uns ueberraschen, was wir in Suedaustralien so alles entdecken werden. Unser naechstes groesseres Ziel ist Port Augusta.

 

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Albany-Esperance

Nach vielen schoenen Eindruecken in den unterschiedlichen Nationalparks, einigen Bergbesteigungen, u. a. dem hoechsten Gipfel Westaustraliens und einigen Kilometern Auto (und sogar Fahrradfahrt fuer Tobi), gehts jetzt auf die laengste gerade Autrobahnstrecke Australiens, den "Nullarbor".

Somit melden wir uns fuer schaetzungsweise sechs Tage ab und dann hoechstwahrscheinlich aus Port Augusta wieder zurueck. ;-)

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Reisezusammenfassung von Fitzgerald National Park bis Port Lincoln

Fitzgerald National Park, 17.08.2014

Zwei Tage wollen wir bleiben, denn der National Park ist groß und bietet 20 Prozent aller in Westaustralien vorkommenden Pflanzenarten, wovon einige nur hier wachsen. Bei ausgedehnten Wanderungen machen wir uns ein Bild davon.

 

Eine spannende Sache passiert allerdings gleich am Anfang:

Beim Hineinfahren haben wir eine holprige Begegnung. Aus dem Nichts kommt ein Kaninchen angesprungen und gerät leider unter unsere Räder. Damit der Tod nicht umsonst ist, beschließen, wir, das frisch erlegte Tier zum Abendbrot zu verzerren und nehmen es mit. Tobi und Thomasz beweisen, dass sie echte Kerle sind und häuten und zerlegen das Karnickel fachmännisch. Frisch gebraten genießen wir das Wildtier mit Couscous. Was für ein Buschleben!

 

Old Tractor Beach, 22.08.2014

Nach ca. zwei Wochen täglichen Fahrens wollen wir mal einen Tag Erholung. Und wo könnte es schöner sein als an einem einsamen Strand? Den finden wir beim Old Tractor Beach, der ein Campingplatz mit Vertrauenskasse ist. Es dauert auch nicht lange bis wir den namengebenden alten Traktor, halb im Sand vergraben, entdecken.

Wir schlafen aus, gehen Baden und Spazieren und Tobi und ich machen uns mit unserem Sohnemann nochmals auf den Weg in den nächstgelegenen Ort, genannt Streaky Bay, da wir unseren Freunden Claudi und Alex noch ein spezielles Hochzeitsgeschenk machen wollen. In Streaky Bay wurde übrigens der, bis jetzt, größte dokumentierte Weiße Hai gefangen; und das auch noch mit einer Angel. Wir können uns das nicht ganz vorstellen, aber es ist im Guinness Buch der Rekorde nachzulesen.

 

Lincoln National Park, 25.08.2014

Die Parks werden immer schöner und auch hier haben wir wieder das Glück, einen Camping-Stellplatz mit eigenem Strand für uns allein zu haben. Bevor wor diesen aber erreichen erleben wir noch eine Überraschung der besonderen Art: Mitten auf der Straße räkelt sich eine Schlange faul in der Sonne. Noch spannender wird es, als mich beim Pinkeln der große Bruder der ersten Schlange überrascht. Ich zieh mir gerade meine Hose hoch, als sich der Kerl unter einem Stücken Holz bemerkbar macht und mir mit seinem Züngeln und Zischen deutlich macht, wer hier das Sagen hat. Wir machen ein paar Beweisfotos und gehen dann, wieder munter von dem kleinen Schrecken, weiter unseres Weges.

Nach einem gemütlichen Frühstück am nächsten Morgen folgen wir den Fußstapfen von Matthew Flinders, welcher schiffbrüchig auf der Suche nach Wasser die Peninsula Eyre entdeckte. Allerdings wollen wir hier darauf aufmerksam machen, dass dieser wunderschöne Teil Australiens bereits seit Jahrtausenden von Aborigines bewohnt wurde und das mit der Entdeckung hiermit relativ zu sehen ist.

 

Nach dem schönen Weg gönnen wir uns alle eine erfrischende Dusche im Meer, in einer einsamen Bay bei strahlendem Sonnenschein. Wir können uns nichts Schöneres vorstellen.

 

 

 

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Dunsborough - Walpole

Die letzten Tage vergingen nur so im Flug. Nachdem wir am Donnerstag gegen Mittag dann endlich die Zelte in Dunsborough abgebrochen haben, ging es los. Erstes Ziel war Margaret River, dann stand die Lake Cave (= Seehoehle) auf dem Programm, und dann die erste Nacht im Auto und Zelt. Herrlich, morgens in der Natur aufzuwachen!!!!

Am zweiten Tag ging es dann durch den Karri Forrest National Park und danach blieb unser Auto erst einmal auf der Strecke. Da es schon frueher Nachmittag war und wir uns mehr oder weniger mitten in der Pampa befanden, war es gar nicht so einfach, eine Loesung zu finden. Nach mehrerem hin und her und verschiedenen Tankstellen und Hilfeleistungen, trafen wir dann auf Simone, die uns dann kurz vor Einbruch der Dunkelheit mit auf ihr Grundstueck abschleppte und am naechsten morgen dann wieder 40 km zurueck nach Margaret River zur Werkstatt. Gluecklicherweise war es nur eine Kleinigkeit, die repariert werden musste.

Von dort aus fuhren wir zum hoechsten Karri Baum, den wir mit einer Hoehe von 75 m bestiegen (Max war bis 25 m Hoehe mit dabei!). Dann sahen wir ein paar schoene Wasserfaelle, unglaublich schoene Waelder mit super hohen Baeumen und bestiegen zwei Berge.

Bilder und naehere Berichte folgen, wenn wir mehr Internet haben.

 

 

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Am Mittwoch geht´s los!

Nun ist es fast soweit und die letzten Tage verfliegen nur so im Nu! Wir sind zwischenzeitlich mal flott umgezogen, hatten auch schon einen Garage-Sale, um unsere fleißig angehäuften Habseligkeiten zu dezimieren und hatten einen Eins-A-Einführungskurs zum Thema: "Wie funktioniert unser Auto und wie können wir es unterwegs zur Not selber reparieren." Dies war ein ganz besonderes Vergnügen, da sich David so für uns reingehängt und so viel von seiner Freizeit dafür investiert hat. Ein riesengroßes Dankeschön dafür!

 

Am Mittwoch soll es nun also losgehen und bis dahin haben wir noch allerhand zu tun. Das Auto ist noch nicht fertig gepackt, zeitgleich wollen wir noch von all den liebgewonnenen Menschen Abschied nehmen und dann sind wir gespannt, wie unsere Reisegefährten wohl so sein werden, denn wir werden zu fünft im Auto sitzen. Via einer Webseite haben wir unsere neuen Reisebegleiter, ein belgisches Geschwisterpaar, gefunden. Diese werden uns für einen Teil der Strecke begleiten.  Die Zwei im Zelt und wir Drei im Auto. Abenteuer, Ahoi!

 

 

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So, auf geht´s! Wir sind wieder da!

Jetzt machen wir wieder ernst mit unseren Berichten. Es gab ja eine lange Durststrecke, aber der machen wir nun endlich ein Ende! Unsere Berichte werden nun hiermit knackiger und dafür kommen sie auch öfter!

Allerdings haben wir ja jetzt sooo einen großen Nachholbedarf, dass wir den nur nach und nach aktualisieren können.

 Im Moment sind wir fleißig am Basteln, Planen, Organisieren und uns am jungen Familienglück erfreuen, so dass es nicht wirklich etwas aufregendes zu erzählen gibt.

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Das Land der Träume

 

 

 

Heute ist Donnerstag und wir landen genau um 15:32 Uhr auf australischem Boden. Die Sonne lacht und der Himmel verspricht ebenfalls was man über dieses Land sagt: "Das Land der Träume". Für mich, Tobi, ist es das zweite Mal in Australien. Vor 12 Jahren bin ich, damals noch alleine, zum ersten Mal aus einem Flugzeug hier in Perth ausgestiegen. Nun erleben wir zusammen das Abenteuer Australien. Australien ist ungefähr 23 mal größer als Deutschland, hat aber nur ein Viertel soviele Einwohner und wird auch für uns einige Türen offen halten. Auch wir kommen in den Genuß des australischen Outbacks, der verlassenen Minen, der springenden Känguruhs, des Backpacker-Lebens, sowie von Sonne und Strand, harter Arbeit auf Farmen und unzähligen Möglichkeiten, schnell und effektiv Geld zu verdienen. Das Abenteuer beginnt genau heute, hier am Flughafen.

 

Mein Großonkel, der hier in Perth lebt und den ich damals vor 12 Jahren besucht habe, ist im Moment jedoch in Halle, meiner Heimatstadt in Deutschland. Die anfangs geplante Unterkunft bei ihm fällt somit flach, aber dies ist kein Problem und setzt einen guten Startschuss für unseren Weg, welchen wir durch Australien gehen bzw. fahren werden. Im kostenlosen fünfzehnminütigen Internet am Flughafen versuchen wir, noch in letzter Minute eine Couchsurfer-Unterkunft zu bekommen, jedoch vergeblich. Als alle Anfragen unbeantwortet bleiben suchen wir uns schließlich mehrere Backpacker-Hosteladressen heraus, die wir nun ansteuern wollen. Am Flughafenparkplatz machen wir uns an die Arbeit. Wir suchen jemanden, der uns mit in die Innenstadt nimmt. Nach einigen vergeblichen Anfragen werden wir von William mitgenommen. Dieser ist so freundlich und fährt uns direkt zu der von uns herausgesuchten Adresse. Diese entpuppt sich jedoch als eine Art Fehlalarm, denn weit und breit ist kein Backpacker-Hostel zu sehen. Dennoch führt dieser Fehlalarm dazu, erste Eindrücke von Australien wahrzunehmen: Sauber, akkurat und durchorganisiert. Ein Schock. Der vollkommene Gegensatz zu Asien, von wo wir gerade herkommen und die letzten 9 Monate verbracht haben. Anscheinend haben wir uns so sehr an die Unordnung gewöhnt, dass wir uns jetzt hier ein wenig mehr davon wünschen würden. Eine sehr sterile Welt, wie wir sie gerade wahrnehmen. Für unseren Geschmack ein wenig zu ordentlich.

 

Nach diesen Erkenntnissen fährt uns William sogar noch zu einem anderen Backpacker-Hostel, welches ungefähr 15 Minuten entfernt liegt. Wir fahren nach Fremantle, der Studentenstadt bei Perth, der Backpacker-Oase im kleinen Rahmen. Im Gegensatz zu Northbridge, dem Studenten- und Backpackerviertel im Zentrum Perths mit weitaus größerem Ausmaß. Wer nicht nach Perth will, kommt nach Fremantle und umgekehrt. William setzt uns nun vor dem Sundancer Backpacker-Hostel ab. Ein riesen Dankeschön an unseren Mitnehmer und zeitlgeich der Beginn eines Abenteuers durch dieses riesige Land, das mit ihm beginnt.

 

 

 

Australische Hostels

 

Hier im Hostel, wohlbemerkt Backpacker-Hostel, gibt es einen Billiardtisch, eine Tischtennisplatte, unzählige Rechner mit Internetanschluß, eine gut ausgestattete, moderne und saubere Küche, eine Spielwiese mit Playstation und X-Box und einem Flatscreen wo sich gerade einige Backpacker gemeinsam einen Film anschauen. Wir hören erst einmal nicht richtig, als wir zum ersten Mal die Preise für solch ein Backpackerleben erfahren und sind schockiert und überrascht. Dass Australien teuer wird, das haben wir schon im Vorfeld gehört, aber dass eine Unterkunft in einem Vierbettzimmer für eine Nacht, zusammen fast 50 Euro kostet, war für uns ein kleiner Schock, besonders nach den asisatischen Preisen. Aller Anfang ist schwer und somit beißen wir erst einmal in den kleinen, sauren Apfel und sind froh ein Dach über dem Kopf zu haben. In jedem Backpacker-Hostel befindet sich auch ein "schwarzes Brett", wo Backpacker für Backpacker zahlreiche Dinge anbieten. Wir durchstöbern dieses schwarze Brett und ein kleiner Campingbus begeistert unsere Aufmerksamkeit. Ein "KIZZ Van", ein Bild ist ebenfalls neben den Autodaten abgebildet. So können wir gut erkennen, dass die Rockband KIZZ auf diesem Bus verewigt wurde. Dabei handelte es sich genauer gesagt um einen Toyota Hiace, Baujahr 1992, mit integriertem Schlafplatz und einer kleinen, ebenfalls integrierten Küchenzeile.

 

Total begeistert von dieser Anzeige, rufen wir gleich bei Laura an, der Besitzerin des KIZZ Vans. Der Bus ist noch nicht verkauft und somit verabreden wir uns für den folgenden Tag um 11 Uhr am South Beach in Fremantle, um uns den Bus anzuschauen. Voller Vorfreude, uns eventuell bald neue Bus-Besitzer nennen zu können, machen wir uns fertig, denn wir wollen noch ein wenig durch Fremantle marschieren. Im Backpacker-Hostel liegen zahlreiche Werbeflyer für ein Restaurant aus, welches ausgerechnet heute ein speziell verlockendes Angebot hat: Hot Dogs für nur einen Dollar. Das müssen wir natürlich gleich mal auf Herz und Nieren testen. Mit diesem unübertrefflichen Angebot machen wir uns auf den Weg, denn wir haben mittlerweile ordentlich Kohldampf. Genau das Richtige für den ersten Tag. Das Restaurant hält, was es verspricht und so lassen wir uns den frischen und äußerst leckeren Hot Dog mit Pommes schmecken. Nachdem wir uns ordentlich vollgestopft haben, gehen wir fröstelnd durch die Stadt. Der Tag war bis jetzt angenehm frühlingsfrisch, aber die Nacht ist nun bitter winterkalt. Nun, wir haben auch Winter hier in Australien, und das im Juli. Wie ihr wisst, ist auf der Südhalbkugel alles anders herum. Dass es aber so kalt wird, hätten wir, ehrlich gesagt, gar nicht gedacht und diese Kälte sind wir Hitze verwöhnten Backpacker gar nicht mehr gewöhnt. Wir gehen nochmal schnell zum Hostel zurück. Zum Glück habe ich ja die Kashmirjacke aus Bangkok mit, welche mich nun schützend wärmt und Caro hat sich nun nochmal soviel angezogen wie es nur geht. In der fast schon eingeschlafenen Stadt finden wir noch einen Supermarkt wo wir uns einige Sachen für den nächsten Tag kaufen.

 

 

 

 

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