Paul ist leidenschaftlicher Anhänger der Primal Diet

Paul - Primal Diet
Paul - Primal Diet

Wir wollen euch an dieser Stelle Paul vorstellen. Wir haben Paul im "Natalies Guesthouse" in Chinatown von Kuala Lumpur kennengelernt. Ihr wisst ja wie das ist wenn man morgens aufsteht und man hat dieses Verlangen nach einem kalten Getränk. Gut in meiner Situation, an einem schönen Morgen in Kuala Lumpur, war es kaltes klares Wasser. An sich nichts Besonderes, aber was nun kommt umso mehr. Ich teile meine Freude und meine Begierde mit Paul und lass ihm an diesen Hochgenuss vom kalten Wasser teilhaben. Seine einfache und knackige Antwort war: "I don´t drink water" heißt soviel wie " Ich trinke kein Wasser"! Ich musste erst noch einmal genauer nachfragen, was er damit meinte, denn wie kann das sein das ein Mensch kein Wasser trinkt. Ich habe mich nicht verhört. Paul trinkt seit 8 Jahren kein Wasser. Kein Tropfen hatte er seit dieser Zeit angerührt. Ein trockener Wasserholiker sozusagen. Kein Wasser wäre für uns zu verdursten, den Wasserhahn abzudrehen, zuzuschweißen und nie mehr die Möglichkeit haben seinen Durst zu stillen. Wir reden von Wasser und nicht von zuckerhaltigen Getränken, aber auch Wasser ist nicht Teil der "Primal Diet". Aber es geht bei der "Primal Diet" nicht nur um Wasser sondern um das Essen, denn dies ist noch spannender aus unserer Sicht, als nur auf Wasser zu verzichten.


Für uns heißt die Freude am Reisen Speisen!

Betreten wir unterschiedliche Kulturen, betreten wir auch die verschiedensten kulinarischen Gelüste und dies ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Lust am Reisen. Besonders in asiatischen Ländern macht es am meisten Spaß die verschiedensten Gerichte auszuprobieren. Es ist einfacher, spannender und verführerischer als in den typischen "westlichen" Ländern. Ein Land in Asien lebt von den Essen auf der Straße, kulturelle Barrieren werden durch Straßenessen gespalten. Der Kontakt zu den Menschen, zu den "Lokals" wie sie hier genannt werden, ist einfacher wie nie. Essen verbindet. Das Beisammensein findet auf der Straße statt, aber nicht nur hier sondern auch in den Restaurants. Man kennt sich nicht aber man betritt sofort das heimische Wohnzimmer und wird sofort herzlichst aufgenommen. Es macht Spaß, es bringt uns Freude und Freunde und vor allem bringt es nicht nur unser Herz zum strahlen sondern auch unseren Magen.


Was ist aber nun eigentlich "Primal Diet"?


"Primal Diet" ist eine Lebenseinstellung. Eine Leben welches bedeutet sich komplett natürlich zu ernähren. Rohkost, welches unter dem englischen Begriff: Raw Food eine neuzeitlichen revolutionären Aufstieg erlebt. Raw Food bedeutet kultureller Niedergang asiatischer Essenphilosophie, denn hier wird alles gekocht, in Öl gebadet und versüßt. Die Geschmackssinne erleben hier eine Achterbahnfahrt, Glückshormone auf Partydroge. Nun in der westlichen Kultur ist Raw Food im zeitlichen Trend. Es entwickelt sich ein Kultstatus für das gesunde Leben. Raw Food bedeutet gesund zu leben. Raw Food ist In.

Primal Diet ist aber mehr als nur Raw Food und basiert auf einer Entwicklung von Aajonus Vonderplanitz. Geboren in Amerika wurde er in seinen Mitte 20´er mit Krebs diagnostiziert, weitere Nebensymptome entstanden und realistisch gesehen bekäme er im medizinischen Sinne nur eine begrenzte Zeit zum Leben. Er suchte Hilfe und das nicht in der Schulmedizin.


Er entwickelte die "Primal Diet" basierend auf rohem Fleisch und rohen tierischen Fetten, rohe unbehandelte Milch und rohe tierische Produkte und rohe grüne Gemüse- und rohe Obstsäfte  mit einem geringen Glycemic Index (GI).


Soweit zum theoretischen Teil und diesem Exkurs in die Zauberwelt der asiatischen Küche, denn für uns ist das alles noch unbekannt und wir haben, was diese Diät betrifft keinen Plan was es aber nun im Endeffekt für Paul und sein Leben bedeutet.


Unsere Frage wie lebt Paul mit dieser Diät, vorallem in solchen Ländern, die den Begriff Raw Food nur aus den "Social Medias" kennen bzw. die die denken es wäre noch eine unbekannte zuckerhaltige Nachspeise aus einem Bezirk in Malaysien.

Bei einer Frage ist es aber nicht geblieben. Es wurden schlussendlich 40. Also lehnt euch zurück und genießt dieses spannende Interview.

Franziska, David und Noah über das Reisen

Franziska, 30 Jahre und Krankenschwester, und David, 29 Jahre und Logistikmanager, reisen mit ihrem Sohn Noah (15 Monate alt) seit 7 Monaten durch Australien, Indonesien und Malaysia. Beide Eltern sind bereits sehr reiseerfahren und planen nach Ende dieser Reise mit Noah nach Australien auszuwandern. Hier haben wir Ihnen einige Fragen gestellt, die für Euch interessant sein könnten:

 

Wie empfindest du das Reisen mit so einem kleinen Kind?

Franziska: Es ist sehr schön, aber anders. Ich mache weniger und zum Teil andere Aktivitäten als vor meinem Mami-Dasein. Man hat ständig ein neues Umfeld im Vergleich zum eingespielten Alltag von zu Hause und von daher ist die "Kind-Beschäftigung" immer anders und abwechslungsreich. Das Bett ist größtenteils immer das Gleiche aber das Umfeld ändert sich. Somit hat Noah zwar eine Basis und das vertraute Gefühl der Sicherheit, aber das "Spielzeug", in diesem Fall  neue Leute, andere Natur und generell immer etwas Neues um sich herum, ändert sich. Ohne Kind würde ich tagsüber viel mehr sportliche Aktivitäten machen und abends mehr weggehen. Ich würde auch eher mal Sachen wie mehrtägige Dschungelwanderung oder Tag- und Nachtwanderungen machen und bräuchte weniger Rücksicht auf das Wetter zu nehmen. Man plant anders mit Kind als ohne Kind. Es ist auch einfacher mit anderen Familien abzuhängen als mit Leuten ohne Kinder. Es ist auch schön, dass Noah Kinderkontakt hat und schnell Freunde findet. Es ist eine andere Sozialisierung, auch mit Erwachsenen. In Indonesien, z.B. nimmt jeder gleich dein Kind mit in die Küche oder macht Fotos. Dafür muss man schon offen sein, weil es einen manchmal auch verrückt machen kann.

 

Wo gibt es Schwierigkeiten?

Franziska: Für mich ist es wichtig, dass Noah seine Familie kennt. Schwierigkeiten beim Reisen fallen mir jetzt eher nicht ein. Das einzige Problem ist, dass er durch unser Reisen jetzt noch keine so richtige Verbindung zu seinen Großeltern und anderen Verwandten aufbauen kann. So sind Ereignisse wie die ersten Schritte oder ersten Worte Meilensteile, die dann "nur" der Partner live mitbekommt, nicht aber auch die anderen wichtigen Familienmitglieder. Und das andere ist, wenn man jetzt länger unterwegs ist, z.B. in Asien mit dem Nachtbus oder eine weite Flugreise macht,, gerade wenn das Kind müde, zappelig oder quengelig ist und man selber auch müde, dann passiert es schon mal schnell, dass man auf die Uhr guckt und sich denkt: "Oh nein, noch 6 Stunden to go, noch 5 Stunden to go…",

 

Worin siehst du Vorteile im Reisen mit Kind?

Noah ist beispielsweise viel am Meer, und d a wir viel in warmen Ländern sind, kann er mehr nackig sein, lernt am Strand laufen, wird anders sozialisiert als im Familienumfeld, wenn ich jetzt meine Geschwister oder meine Mutti um mich hätte. Wir lernen halt viele Leute kennen die dann sozusagen Reisefamilienersatz sind.

 

Was ist in eurer Reiseapotheke?

Wir haben eine kleine homöopathische Taschenapotheke. Die kann man sich in Deutschland im Internet bestellen. Ansonsten haben wir noch eine kleine Plastiktüte mit Kinderparacetamol-Zäpfchen, nur für den Notfall, falls kein Doktor parat ist. Dann haben wir noch was gegen Übelkeit, ein Desinfektionsmittel, Pflaster, Schmerztabletten für Erwachsene und etwas gegen Magenkrämpfe mit dabei.

 

Was ist in Noahs "Koffer"?

Anziehsachen, ein Paar Lederschühchen, ein kleiner Minibeutel mit Spielsachen, Sonnencreme, Mückenschutz, Zahnbürste.

 

Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Essverhalten und dem Essensangebot für Noah gemacht?

Es kommt darauf an in welches Land man reist. Beispielsweise gibt es in Australien alles wie in Europa auch. In Asien gibt es nicht so viel Fertigbabynahrung zu kaufen wie in andern Ländern, aber das geben wir Noah sowieso nur im Ausnahmesituationen wie für den Flieger, etc.

In Australien haben wir das oft so gemacht, dass ich ein- bis zweimal die Woche gekocht habe, wie er noch kleiner war, und das Essen dann auf Vorrat in kleinen Gläschen eingeweckt habe. So hatte ich dann immer was für ihn parat. Dann hat Noah aber auch schon schnell angefangen, bei uns vom Teller mitzuessen. Und auch jetzt hier in Asien ist er von unseren Tellern mit. Wir kucken schon, dass er nicht zu scharf isst und dass es kindgerecht ist, so dass er alles kauen und verarbeiten kann. Zudem achten wir darauf, dass nach massig an Zwiebeln und Knoblauch drin sind im Essen. Zucker bekommt er auch, aber wir versuchen es zu vermeiden. Wenn wir einen Keks essen und da ist Zucker drin, dann darf Noah auch mal abbeißen. Und wenn es Eiskrem gibt darf er auch mal dran lecken. Aber es gibt keine typischen Süßigkeiten oder zuckrige Getränke für ihn. Natürlicher Obstzucker hingegen ist voll ok.

 

Hast du irgendwelche Bedenken beim Reisen mit Kind?

Franziska: Angst vor Krankheiten habe ich nicht. Wenn eine Krankheit kommen soll, dann kommt sie. Dann gehen wir zum Arzt und lassen sie dort ordentlich behandeln. Ansonsten habe ich eher Bedenken, dass Noah zu wenig familiären Kontakt auf Reisen hat. Ich bin sehr familiär aufgewachsen und das fehlt mir für ihn schon manchmal.  

David: Of course you are always a little bit worried that he is getting sick or get a strange disease or so. I wouldn´t take him to an isolated place at this age, e.g. Papua or so. Of course you inform yourself before you go to a country.  

 

Würdet ihr auch in andere Länder mit Noah reisen?

Ja, alle Länder, die Sicher sind, wo also kein Krieg und kein Kannibalismus herrschen und nicht jede zweite Frau auf der Straße vergewaltigt wird. Dementsprechend sind Südostasien, Europa, Amerika oder Afrika an sich kein Problem. und natürlich informieren wir uns vorher über die Situation.

 

Wie stehen Eure Familien und Freunde zu Eurer Langzeit-Asien-Reise mit Kleinkind?

Einerseits wollen sie natürlich alle, dass wir da bleiben, so dass sie Noah aufwachsen sehen können. Aber David ist schon seit er 18 Jahre alt ist nicht mehr in seinem Heimatland und ich bin halt auch schon seit 10-12 Jahren immer wieder auf längeren Reisen, so dass meine Familie es schon gewohnt ist, dass ich immer wieder mal länger von Deutschland weg bin. Und wir haben ja auch schon den Plan nächstes Jahr wieder auf Deutschlandurlaub zu gehen.

 

Würdest du es jederzeit wieder tun?

Ja.

 

Freust du dich schon auf Australien?

Ja, auf jeden Fall, weil es sich auch immer noch ein Stück weit wie reisen anfühlt. Das wird wieder ein neues kleines Kapitelchen: Sich wieder eine Wohnung suchen und sich wieder irgendwo niederlassen. David sucht sich dann einen Job, und wir werden uns neu zu sozialisieren, Freunde suchen, einen festen Standpunkt haben, eine Nähmaschine kaufen und wieder anfangen zu nähen, und wieder eine Routine entwickeln, so dass man sich auch wieder ein bisschen mehr Zeit für sich selbst herausschlagen kann.

 

Vielen Dank für das tolle Interview!