Wie, Ihr reist mit Kind? - Geht denn das überhaupt?

Diese Frage bekommen wir öfters gestellt, da wir ja nicht nur in für einen Sommerurlaub verreisen, sondern uns mit unserem Sohn an außergewöhnliche Orte begeben und das für jeweils längere Zeit.

 

Unsere Antwort:  Na klar geht das, und wie!

 

Denn wenn wir in Max seine strahlenden und glücklichen Kinderaugen schauen, und miterleben dürfen, wie sehr er sich über all die tolle Natur, das ständige Zusammensein mit seinen Eltern, die große Aufmerksamkeit, die er von uns und von Fremden entgegengebracht bekommt, freut, macht uns das unglaublich glücklich. Das bringt natürlich die nächste Frage mit sich:

 

Wird er dann nicht verzogen?

Unserer Meinung nach kann man ein Kind nicht verziehen in dem man ihm Liebe und Aufmerksamkeit schenkt.  Verziehen hat etwas mit "nicht ordentlich erziehen" zu tun und erziehen kann man sein Kind überall, egal ob man gerade in Guatemala oder auf einer Insel in Malaysia oder in heimischen Gefilden ist. Doch die Bereicherung, die er durch die gemeinsame Reise bekommt ist doch einzigartig. Oft hört man andere Eltern und Erwachsene sagen: "Aber das Kind bekommt das doch noch gar nicht mit." Wir sind da anderer Meinung. Selbst wenn sich Max nicht alles merken wird, da er mit wachsen, lernen und begreifen beschäftigt ist, es formt doch seinen Charakter und seinen Umgang mit den Menschen und seiner Umwelt.

 

Wie macht ihr das mit dem Essen?

Max wurde bis zum vollendeten 6. Monat voll gestillt und dann mit Fingerfood ans Essen herangeführt. Wir haben uns für das sogenannte "Baby-Led-Weaning" entschieden, was bedeutet, dass das Kind selbst bestimmt, wann es mit dem Stillen aufhört. Wir finden diese Methode überaus sympathisch, da sie sehr viele Vorteile mit sich bringt: Max lernt in seinem Tempo die unterschiedlichen Geschmäcker und Texturen kennen. Und weiß mit der Zeit genau, was ihm schmeckt und was ihm nicht schmeckt. Er lernt, dass Bananen weich sein können und Äpfel hart, Fleisch und Fisch wieder ganz anders schmecken als Käse und dass sich Erbsen gar nicht so leicht greifen lassen wie z.B. Brot.  Das Ganze fördert auch die gesunde Schluck- und Kauentwicklung, was natürlich ein weiterer Vorteil ist. Momentan isst er übrigens am liebsten blanke Butter und vieeel Obst. ;-)

 

Max isst also in der Regel, wenn wir Essen und was wir essen (manchmal natürlich ohne Salz bzw. mit weniger Salz oder Gewürzen. Im asiatischen Raum achten wir auch darauf, dass Max nicht nur auf Chilischoten herum kaut. ;-))

 

Ein größeres Thema ist, dass wir Max, solange es geht, von zuckrigen Speisen und Produkten fernhalten wollen. Wir sind der einstimmigen Meinung, dass der im Obst enthaltene natürliche Zucker für den Anfang genug ist. Spätestens ab dem Kindergarten wird es dann eh schwer, ein Auge darauf zu haben. Das Gleiche gilt aber auch für viele asiatische Länder. In Indonesien und Malaysia haben wir festgestellt, dass sehr süß gegessen und getrunken wird. Auch sämtliches Brot (weißes Toastbrot) sowie die Currys, die man in Restaurants oder am Straßenrand verzehren kann, sind mit Zucker versehen. Von dem her machen wir gerade schon die ein oder andere ungewollte Ausnahme. 

 

Generell können wir aber nochmal betonen, dass man überall Essen findet. Wir versuchen, so oft es geht, selbst zu kochen und natürlich isst Max nicht immer gern Reis, aber auch hier findet man Alternativen. Was es für uns noch einfach macht ist, dass ich Max auch noch mehrmals am Tag stille.