Eine verdammt schrecklich nette indische Familie

The GrassVan in Bagan Serai
The GrassVan in Bagan Serai

Eigentlich! So sollte niemals ein Satz bei uns beginnen, denn das ist automatisch ein Widerspruch in sich, denn wir brauchen eigentlich :) nie etwas planen, denn es kommt immer anders als man denkt. So soll es auch sein und deswegen sind wir auch noch nach 4 Jahren unterwegs weil wir uns noch fesseln lassen von diesen besonderen Momenten. Besonders in Malaysia ist es wieder diese Einfachheit, na klar wir sind Exoten, also extreme Exoten, wenn man noch diesen ulkigen Van addiert und deswegen ereignen sich solche besonderen Momente erstaunlich leichter. Vielleicht ist es falsch oder einfach gesagt aber umso geringer die Ansprüche umso höher die Aufnahmefähigkeit kleiner Dinge, so unsere Theorie. Wir treffen die Menschen die uns am nähesten sind, also die "Normalen", denn Millionäre haben wir bis jetzt noch nicht kennengelernt, weil wir nach vier Jahren und etlichen Ländern einfach noch kein Glück hatten diese kennenzulernen, weil wir nicht dieses Verlangen ausstrahlen oder weil wir einfach nicht in diese Schicht gehören (bzw. nicht wollen)? Ein Gedankenspiel was mir gerade durch den Kopf ging.

 

Auf dem Weg von Ipoh nach Penang zu Sherylin und Sam waren wir noch in einem Mangrovenwald (dieser findet aber zeittechnisch keine weitere Erwähnung) und danach am Merah Lake. Da es auch noch langsam Abend wurde sind wir also wieder einmal auf der Suche nach einen schönen netten Plätzchen, nicht unmittelbar an der Straße, nicht direkt neben einer Häuserreihe also es muss einfach passen. Für uns hat es gepasst, aber nicht für Nambirajan, der kam zufällig vorbei und hat uns zu sich nach Hause eingeladen. Da führte kein Weg dran vorbei. Das halb fertig gepruzelte Essen müsste dann morgen weiter pruzeln und außerdem läd er uns einfach zum Essen ein. Ein wenig stressfreier für Jeden. Also gut, wir räumen wieder alles zusammen, falten das Dach zusammen und folgen Nambirajan durch die Gassen Bagan Serai´s. Angekommen stellt sich heraus das seine Tochter heute Geburtstag hat. Diese kam auch später zu Besuch mit einer riesigen von ihr selbstgemachten Torte. Ja genau hier wird noch eigens die Torte gebacken. Wir singen ihr alle fröhlich ein Ständchen und danach wird dieser leckere Kuchen verspeist. Wir verbringen einen schönen Abend zusammen mit einer herzhaften Wärme von indischem Familienleben werden aber auch geschockt vom Fernsehprogramm. Frauen Wrestling steht hier hoch im Kurs. Interessant aber einfach furchtbar, denn es wird so getan (ja alle Wrestling Freunde wir verstehen euch nicht) als ob es kämpferisch zu geht, aber wenn nicht einmal Schweißperlen über diese geschminkten Superkörper rollen da wissen wir auch nicht wie glaubwürdig das dann ist. Eine interessante Erfahrung :)! Anstatt wie gewohnt früh aufzustehen, schlafen wir bis in die Puppen. Mit einem Frühaufsteher als Sohn ein wahres Wunder. Halb zehn. Miri hatte kein Auge zu bekommen da ihre Schlafnachbarin und einen Tag altes Geburtstagskind unermüdlich geschnarcht hat. Deswegen war Miri auch nicht so erholt wie wir. Nach einem leckeren indischen Frühstück - Dossa - waren wir bereit für die Weiterfahrt, denn Penang stand vor der Tür. Eine verdammt schrecklich nette Familie. Eine unglaubliche Bekanntschaft. Danke!

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