Taman Negara = Dschungel und eine Nacht in der Höhle

Mit dem Boot in den Dschungel - Taman Negara Nationalpark
Mit dem Boot in den Dschungel - Taman Negara Nationalpark

Worauf haben wir uns eigentlich jetzt schon wieder eingelassen? An sich wollten wir nur einfach im größten Nationalpark von Malaysia und zeitgleich einem der ältesten Urwälder der Welt wandern gehen - allein. Doch kaum sind wir am Danz Travel-Informationsstand angekommen treffen wir auf Hammed. Die Anfahrt dorthin ist nicht weit, denn wir parken direkt neben diesem Stand. Wir parken also hier direkt vor der Brüstung und haben einen exklusiven Parkplatz mit Aussicht auf den Fluss welcher hier mit samt seinen Wassermassen vor einem Jahr ein massives Unglück herbeigeführt hat. Am Flussrand schaukeln die Hausboote vor sich hin, auf welche man die große Palette an leckerem Essen anbietet um auch noch gleichzeitig eine lukrative Aussicht zu bieten. So in etwa sah auch der Tag aus, an dem hier mehr als 700 Menschen gestorben sind. Nun sind die Bauarbeiten fast abgeschlossen und die verstärkte Randbebauung soll dabei helfen, dass dies nicht noch einmal in diesem Ausmaß passiert. Am hinteren Ende sieht man aber auch noch ein umgekipptes Haus.

 

Wir sprechen schon seit einiger Zeit mit Hammed. Hammed ist ein Guide und weiß uns zu überzeugen aber in dieser Art bei der wir sofort alles machen wollen, weil er weiß wie er es schmackhaft anbietet. Man kann hier Nachtsafaris zu Fuß oder mit Allradfahrzeug machen, Bootstouren, Hängebrückentouren oder einfach nur wandern gehen. Das besondere an diesem Nationalpark ist aber, dass hier mehrere Tiger, Elefanten, Tapire, Skorpione, unzählige Schlangen und spannende Insekten und Vögel wie z. B. der Tukan (im Englischen "Hornbill" genannt), Affen (Gibbons und Makaken), Nashörner und viele andere spannende Tiere aber auch tolle Pflanzen zu sehen sind. Hammed sagt, wer den Dschungel wirklich erleben will, der sollte mindestens eine Übernachtung machen. Diese natürlich nicht irgendwo - Nein - sondern mitten in einer Höhle! Nach einiger Überlegung und Absprache treffen wir die Entscheidung. Wir wollen mit Hammed in den Dschungel. Zwei Tage und eine Nacht wollen wir den malaysischen Dschungel erleben. Mit Max natürlich. Der Spaß kostet uns 230 Ringgit pro Person, sprich in etwa 60 Euro, Bootsfahrt, Hängebrückentour, Besuch im Eingeborenendorf und Verpflegung inklusive. Es gesellen sich noch zwei Deutsche, Diana und Benjamin aus Ludwigsburg, zu unserer Gruppe. Am nächsten Morgen soll es um 9:30 Uhr los gehen. Wir freuen uns schon riesig!

 

Pünktlich um 10:30 Uhr am Morgen setzen wir uns in Bewegung. Das Lunchpaket (Nasi Goreng mi Hühnchen), Kekse, 3 Flaschen Wasser á 1,5 L, Kerzen und ein Teil des Abendessens, Frühstück und Mittagessens des nächsten Tages sind auch noch mit dabei. Das Ganze aufgeteilt auf die ganze Gruppe. Zusätzlich trägt jeder seinen Schlafsack und eine Isomatte.

 

Zuerst müssen wir noch durch einiges an Papierkram bevor wir den Nationalpark überhaupt betreten dürfen. Mit einem kleinen Boot über den Fluss geht es auf die andere Seite zum Nationalpark - Büro, wo wir die Genehmigung kaufen (1 Ringgit pro Person, 5 Ringgit pro Kamera). Danach müssen wir zu einem Kontrollpunkt wo genau aufgelistet wird, was wir alles im Rucksack haben bzw. was wir sagen, was im Rucksack ist.

 

Nachdem all diese Punkte zur Zufriedenheit abgehakt sind, geht es wieder zum Boot und endlich los. Wir haben ca. 10 Minuten Bootsfahrt im kleinen, quietsch-orangenen, Kahn vor uns bevor wir am sogenannten "Canopy Walk", dem längsten Hängebrückenwalk der Welt ankommen. Ursprünglich waren es wohl mal 20 Hängebrücken die jeweils mit einem kleinen Turm verbunden waren. Doch das Hochwasser hat 13 Hängebrücken zerstört, so dass wir uns mit 7 Brücken begnügen müssen. Doch auch das ist spannend genug. Die Brücken schaukeln sich stärker auf als gedacht und genau deswegen sollen wir auch immer im Abstand von 10 Metern hintereinander herlaufen. Max kennt da nichts und will gleich drauf los aber zum Glück packen wir ihn noch am Ärmel bevor er uns ganz davon rennt. Nach diesen spannenden 30 Minuten geht es auch schon wieder aufs Boot und zu einer zweistündigen Fahrt flussaufwärts, vorbei an kleinen einheimischen Dörfern, unter anderem auch vorbei am Drehort für den FIlm "Das Dschungelkind" nach der gleichnamigen Biografie von Sabine Kügler.

 

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Das Dschungelkind- Sabine Kügler

Eine sehr interssante Frau, die wir schon live getroffen haben und die zusammen mit ihren Eltern und Geschwistern in Papua Neuguinea gelebt hat. Ein Teil dieses Films wurde hier im Taman Negara Nationalpark gedreht und nicht in Papua, weil sie aufgrund von aktivem politischem Engagement auf der Schwarzen Liste der Neuguineaer steht und offiziell keinen Fuß mehr in ihr Heimatland setzen darf, wenn sie nicht Gefahr laufen will, auf offener Straße legal erschossen zu werden.

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Nach einer Art Rafting, vorbei an scharfkantigen Felsen und einer wild überwucherten Regenwaldzsenerie, die uns vom Ufer her zulächelt, sind wir dann nach einem kleinen Mittagsschlaf auch schon da.

 

Angekommen geht es los, 4 km müssen wir bis zur Pause bewältigen. Es gibt noch eine kleine Brotzeitpause bevor es losgeht und Caro holt sich dabei den ersten Blutegel der aber schon wieder abgefallen ist, bis Caro es richtig merkt.

 

Bevor es richtig losgeht erklärt uns Hammed noch den groben Aufbau des Dschungels. Insgesamt gibt es sieben verschiedene "Ebenen" die von den unterschiedlichen Baum- und Pflanzenhöhen bestimmt werden.

 

Es geht einen schmalen Trampelpfad entlang über Wurzeln hinweg und vorbei an jahrhundertalten bzw. jahrtausendalten Bäumen und Pflanzen. Immer wieder treffen wir auf Jumbo-Ameisen mit schwarzem Kopf und Körper und rotem Hinterteil. In Sumatra sahen wir die gleichen oder ähnliche und dort hieß es, dass es Zitronenameisen sind, weil sie beim leichten draufdrücken aufs Hinterteil einen zitrusartigen Duft verströmen. Die Männchen haben übrigens einen größeren Kopf als das Hinterteil und dadurch auch sehr starke "Kiefer", denen man tunlichst aus dem Weg gehen sollte.

 

Wir sehen einige verschieden Pilze und Flechten, schöne Pflanzen, unter anderem den Pfauenfarn, der uns mit seinem lebhaften Farbspiel begeistert. Je nach Lichteinfall erscheint er in einem wunderschönen Pfauengrün oder Pfauenblau. Bei Licht grün, im Schatten Blau. Oftmals sieht man beide Farben zeitgleich und die Blätter sind sehr feingliedrig und hübsch angeordnet.

 

An verschieden Bäumen bleiben wir stehen um den Erklärungen von Hammed zu lauschen und so einiges über das Leben im Dschungel zu lernen. Wir erfahren zum Beispiel, dass man junge Lianen nutzen kann, um sie zu durchtrennen und dann Wasser aus ihnen zu gewinnen, so muss man nicht verdursten. Aus der andere Hälfte kann man den Saft nutzen um medizinische Mittel daraus zu gewinnen. Dazu kommt, dass man zur Not Wasser aus Flüssen und Bächen trinken kann, wo man Fische schwimmen sieht. Für unsere Mägen und Körper wahrscheinlich ein kleiner Härtetest, aber wenn es ums Überleben geht, steht da nichts in Frage. Hammed zeigt uns auch den Ipoh-Baum, dessen Saft die Eingeborenen dazu nutzen, ihre Blasrohr-Pfeile mit Gift für die Jagd zu präparieren. Mit dem dazugehörigem Blasrohr gehen sie in die Hocke und blasen die Pfeile auf Affen, hauptsächlich Gibbons, ab. Trifft ein Pfeil so tötet das Gift deren Nerven ab und innerhalb kurzer Zeit stirbt der Affe und fällt vom Baum. Deren Hauptnahrungsquelle. Tagsüber schlafen die Affen übrigens.

 

Schwarze Panther sind auch noch sehr typisch für den Taman Negara und ein Bekannter von uns hat auch im Alleingang tagsüber einen entdeckt.

 

Max macht das ganz fleißig im Tragerucksack mit und lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Nach einer Rambutan- und Kekspause geht es weiter. Wir haben noch ca. 2 Stunden wandern vor uns und es ist doch anstrengender als gedacht. Die Klamotten kleben nur so an uns, als ob wir die ganze Zeit unter der Dusche stehen würden. Das auf und ab und das Gewicht setzen noch eins drauf. Hinzu kommt, dass Max es wohl mit der Zeit auch zu warm in seiner Trage wird und sich auf unseren Schultern wohler fühlt. Der kleine Dschungelkönig. ;-)

 

Die Höhle und Nachtwanderung

Kurz vor Einbruch der Dunkelheit erreichen wir unser heutiges Ziel: Die Höhle. Es handelt sich hierbei nicht um irgendeine Höhle. Es ist eine Art Kathedrale. 30 Meter hohe Decke ein riesiger großer Durchmesser mit mehrere Lichteinfällen und einer großen Öffnung zum Himmel hin, von wo aus man den Regenwald bestaunen kann. Unterschiedliche Palmwedel und Baumäste winken uns zu. Wir gehen noch schnell zum kleinen Bach am Fuß der Höhle um uns zu erfrischen. Einmal schnell eingetaucht und rein in trockene Klamotten. Schon sind wir wieder zurück in der Höhle. Hammed hat in der Zwischenzeit bereits angefangen, Matten auszubreiten, die als Unterlage für unsere Schlafplätze dienen und für das Essen. Max fühlt sich in der Höhle pudelwohl. Kurz vor Ankunft wurde er doch etwas quengelig, weil er sooo müde und hungrig war. Doch kaum sind wir in der Höhle ist alles vergessen. obwohl es in der Höhle schon dunkel ist, findet er alles spannend, beobachtet fasziniert, wie einzelne Kerzen Lichter und Schatten an die Höhlenwände werfen, und die Lagerfeuer entfacht werden. Sein eigenes Echo lädt ihn auch zu verschiedenen Stimm- und Jauchztests ein und er ist rundum zufrieden. Eine weitere Gruppe ist mit uns hier. An sich fasst die Höhle 300 Leute, was wohl auch schon ein oder mehrmals vorkam, doch heute Nacht sind wir 12 Leute. Die andere Gruppe besteht neben deren Guide aus drei Deutschen und einer Portugiesin. Es dauert nicht lang bis Hammed mit dem Kochen anfängt und ein Teil von uns hilft fleißig beim Schnippeln mit. Es gibt Hühnchencurry mit Gemüse in Kokossoße und Reis, abgerundet mit Kaffee und Plätzchen. Nach so einem sättigendem Mahl brechen wir gestärkt nochmal auf. Nun ist es Zeit den Dschungel bei Nacht zu erleben. Hammed will uns all die spannenden Tiere bei Nacht zeigen. Er erklärt uns, dass man sich nachts nicht an einem Bach mit Licht aufhalten sollte, weil die Reflexion Schlangen anlockt. Er zeigt uns Frösche und Kröten, im Dunkeln leuchtende Fungi und Flechten die sich an Blättern und Ästen befinden. Mal leuchten sie grün, mal blau und mal weiß. Allerdings haben wir einen starken Mondschein, so dass es wohl nicht so imposant ist wie bei bewölktem Himmel oder zu Neumond. Wir sehen noch eine Stabheuschrecke und lernen, dass sich ein Pärchen die ganze Nacht hindurch fortpflanzt und wir sehen einen sehr großen Skorpion an seinem Stammplatz unter einem größeren Stein. Schwarz mit gelbem Stachel und durch Hammed auch angestachelt direkt kampflustig… Sehr beeindruckend und respekteinflößend.

 

Wir gehen zurück und sind bereit für einen Schlaftrunk. Hammed kocht noch einen großen Topf Milo, die asiatische Ovomaltine auf mit süßer Milch. Mmmhhhh lecker….So gestärkt und innerlich aufgewärmt gehen wir zufrieden in unser Schlaflager.

 

Es ist Zeit zum Schlafen und alle sind müde. Die Höhle stinkt nach Fledermauskacke und Pisse und wir auch. ;-)

 

Es dauert nicht lange, da tropft es von der Decke, mal feste Kacke mal Flüssiges…

 

Alle schlafen gut, auch Caro, bis sie nachts aufwacht weil unser Feuer fast am Ausgehen ist. Hammed hat uns zuvor noch eingebläut, dass es überlebenswichtig ist, dass das Feuer die ganze Nacht über an bleibt, weil sonst die Porcupines, Ratten und noch viel schlimmer, Schlangen und Skorpione kommen. Also macht sie sich an die Arbeit. Nach langem Pusten und Zusammenkratzen des restlichen Holzvorrats, brennt es wieder, bzw. glimmt und raucht mehr vor sich hin, das Holz ist doch recht feucht und muss erst mal durchtrocknen, doch immerhin, es wird an bleiben und uns somit das Leben retten. Meistens macht Hammed ja auch Resin is Feuer, eine Art Baumharz, welches geruchsmäßig an Weihrauch erinnert und welchen Geruch Schlangen wohl verabscheuen. Doch heute hat er keins dabei.

 

Mitten in der Nacht wird ein Großteil von uns nochmals wach, als der Baumstamm durchgetrocknet ist und nochmal ordentlich Feuer fängt. Plötzlich ist die Höhle wieder hell erleuchtet. Nach einem kurzen Aufschrecken fallen aber alle wieder in einen teils tiefen Schlaf zurück bis uns Max am Morgen mit seiner guten Laune und seinen Stimmproben bei Echotest weckt.

 

Der zweite Dschungeltag

Hammed ist allerdings auch schon wach, hat bereits das Geschirr vom Vortag abgewaschen, setzt gerade Kaffeewasser auf und toastet die Brotscheiben über dem Feuer während wir uns langsam aus unseren Betten räkeln und das Schlaflager zusammenräumen. Es gibt Erdnussbutter und Erdbeermarmelade aufs Brot und eigentlich auch Kekse, aber Ratten haben wohl das ganze Brot von unserer Nachbarwandergruppe aufgefuttert. So bekommen sie eine große Packung Kekse ab und von ihrem Guide auch noch eine Portion Nasi Goreng.

 

Gestärkt und mit vollem Bauch geht es los. Wir haben heute 6 km Wanderung vor uns und sind froh, dass die Rucksäcke schon deutlich leichter sind. Die Hitze macht einem doch mehr zu schaffen als man annehmen würde. Es geht bergauf und bergab über Wurzeln, manchmal ist es rutschig, die ein oder andere kleine Flussüberquerung mittels Baumstamm und präpariertem Seil folgt und wir kommen immer näher zum Picknickplatz. Da knick ich, Caro, aber böse mit dem linken Fuß um. Erst kurz zuvor hatte ich ihn mir umgeknickt und jetzt nochmal an der gleichen Stelle nur viel stärker, so dass mir schwarz vor Augen wird. Aber Tobi hat einen Verband mit, legt ihn mir gleich an und weiter geht’s. Bald darauf kommen wir am Picknickplatz an. Einem, Flusslauf mit Sandbank in der Mitte, auf der wir es uns bequem machen. Max erfrischt sich im kühlen Nass, Tobi hält einen Power-Nap, Benjamin und Diana stürzen sich in die Fluten, Miri entspannt sich und ich kühl meinen geschwollenen Fuß. Währenddessen bekocht uns Hammed mit leckeren Maggi-Nudeln die er noch mit frischem Bok Choy Gemüse und frischen Eiern aufpeppt und serviert uns dazu Kaffee, den wir gierig mit ein paar Plätzchen zusammen runterspülen.

 

Danach bleibt noch genug Zeit zum Relaxen bis es um 3 Uhr wieder weiter geht. Es ist wohl noch in etwa eine halbe Stunde bis zu dem einheimischen Dorf, welches wir uns heute anschauen. Dort angekommen setzen wir uns auf Bambusbänke und lauschen den Erzählungen von Hammed. Unser Guide erklärt uns, dass die Natureinwohner hier teilweise schon recht modern leben, einer hat sogar einen großen Flachbildschirm in seiner offenen Bambushütte und der ein oder andere hat auch ein Handy, was zwar nicht im Dschungel funktioniert, aber sobald er sich außerhalb befindet. Alle tragen moderne Kleidung, nur die Frauen haben noch so einige schöne mit eingeritzten Bildern und Ornamenten verzierte Bambuskämme, die das Haar verzieren.

 

Sie leben vom Dschungel, gehen morgens auf die Jagd, hauptsächlich nach Gibbons und Makaken (Affenarten) manchmal aber auch Wildschwein und anderes Wild. Pflücken Dschungelfrüchte und Yams (eine kleine Art von Süßkartoffeln), aber bauen nichts an. Deren Kinder müssen auch nicht in die Schule, da die eingeborenen Stämme nicht unter der Regierung stehen und gehen nicht zum Arzt. Sie behelfen sich mit Medizin aus der Natur. Jeder Stamm, scheint auch einen eigenen "Medizinmann" oder Heiler zu haben. Sollte ein Mitglied des Stammes sterben, so wird ein Grab auf einem Holzbrett errichtet und der ganze Stamm zieht sofort um. Generell sind es Nomadenvölker, weswegen ihre Behausung aus einfachen Bambushütten bestehen. Von drei Seiten her geschlossen, vorne hin offen, und mit einem Dach geschützt aus Palmwedeln. Der Boden ist leicht erhoben, so dass ein gewisser Schutz vor Viechern besteht und mit geflochtenen Strohmatten ausgelegt. Vor der Hütte, am Eingang sozusagen wird auch gekocht und in den Hütten gelebt. Es gibt noch einen Baumstamm der mit einer Micky Maus aus Stoff präpariert ist und einem blauen Moskitonetz. Wir wundern uns, was das soll, aber schnell finden wir heraus, dass das zur Demonstration dient. Die Eingeborenen erklären uns den Aufbau und die Handhabung ihrer Blasrohre. Dies ist übrigens auch ihre Jagdwaffe mit denen sie die Tiere jagen. Von dem Ipoh Baum gewinnen sie eine schleimige Masse mit der sie die Pfeile einschmieren. Diese Masse hat eine lähmende Wirkung und das gefällt den Affen so gar nicht. Wir üben uns auch am Pusten und haben sogar einen richtig guten ersten Treffer. Das Ohr der Mickey Maus hat nun ein schönes Plätzchen für einen Ohrring. Aber auch schon bald endet das Touristenprogramm mit dem die Eingeborenen recht gut leben können, denn sie verdienen 5 Ringgit pro Tourist und der Verkehr ist schon gut vorhanden. So kommt es auch, dass sie normale Klamotten tragen und einem fast schon modernen Lebenstil pflegen, obwohl sie doch noch ursprünglich leben, als Nomaden.

 

Die Wanderung geht noch für 30 Minuten bis wir dann schlussendlich wieder im Boot sitzen, welches uns nun wieder zurück zum GrasVan bringt. Eine spannende Wanderung durch diesen spannenden Urwald und auch nach nur zwei Tag sind wir schon ganz schön erschöpft und wieder froh, zurück zu sein. Angekommen und die Klamotten ausgezogen, um uns die wohlverdiente kalte Dusche zu gönnen entdeckt Caro auch noch einen dicken Blutegel. Das ist nun aber die letzte Überraschung und wir springen jetzt erst einmal unter die Dusche…

 

*3 on a jungle survival*

 

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