3. Episode Ostküste: Fairuz und die Millbrook Farm

Die Millbrook Farm und ein Geschenk von Gastfreundschaft. Hier bleiben wir auch einige Tage, denn wir kommen und wollen einfach nicht weg. Und wir dürfen auch nicht. Ein Geschenk der Zeit, die wir uns so einteilen können wie wir es wollen. Ivan, den ihr hier links im roten T-shirt mit winkenden Händen seht, ist der "Anführer" dieser Gemeinde. Er kommt ursprünglich aus Australien (was bei uns natürlich gleich unzählige Erinnerungen an Australien auslöst). 2 Jahre Australien bündeln sich nun hier in einer Person zusammen. Aber bevor wir in großartigen Erinnerungen schwelgen erzählt er uns, dass er hier, also in Malaysia schon seit 40 Jahren mit seiner Frau Salija wohnt und dass dies sein Zuhause ist. Seine Schwester Don mit Anhang Denny sind auch zu Besuch und seine Tochter Ella und die kleine Bella-Rose (auf dem Dach) versüßen uns ganz besonders diese Zeit. Wir gehen zusammen fischen bzw. halten wir die Leine mit 10 Hacken ins Wasser, ziehen sie kurz hoch und runter um dann 3-5 Fische mit einem Mal rauszuziehen. Die Millbrook Farm ist eine Süßwasserfischerei. Diese gefangenen Salzwasserfische ziehen dann so von Becken zu Becken um bis sie sich dann irgendwann an die verschiedenen geringeren Salzgrade gewöhnt haben bis sie zu 50% aus Süßwasser sind. Die Flüsse und Seen sind hier leider so verdreckt, das die Qualität somit sehr niedrig ist, was dazu geführt hat das Evans dieses Geschäft nebenbei betreibt.

Für Tobi (dem Weichei) hat das Fischen aber ein schnelles Ende, weil er sich nicht so sonderlich gut fühlt. Stattdessen fühlt er sich umso wohler auf diesen wunderschönen Triumph-Motorrädern. Mit diesen düsen sie durchs Land, vorbei an Fischerdörfchen, Palmenfeldern und den unterschiedlichsten Essensbuden die überall verteilt sind. Ein besonderes Highlight davon sind Cendol und ABC: Zwei Nachspeisen der Zuckerlative. Gefrorenes Eis klein geschreddert und dann mit Kokussnuss, Bohnen, Mais, Palmzucker und dem grünen Cendol (nudelförmige Mehlmasse) garniert. Im Vergleich zum ABC welche noch zusätzlich mit geleeartigen Stückchen und ohne Cendol gemacht wird.

Als ob dieses Programm noch nicht reicht, gibt es am Abend ein großes Festessen. Danach eine unglaubliche Karaoke-Show von Fairuz und fünf Philippinern die gerade im Homestay, dem zweiten Geschäftszweig von Ivan, Urlaub machen.

Wir lernen, wie eine Kokussnuss hier verarbeitet wird. Die zwei Arten sind jung und alt. Die junge Kokusnuss hat viel mehr Fruchtwasser, weswegen man auch nur den Saft trinkt. Bei der alten Art einer Kokusnuss wird das Fruchtfleisch zum Kochen verwendet. Diesbezüglich gibt es noch unterschiedliche Techniken wie man eine Kokusnuss aufmacht. Ein Gerät mit dem man dann die alten Kokusnüsse und deren Fruchtfleisch rausholt haben wir natürlich auch probiert.

 

In den weiteren Tagen, hier in diesem idyllischen Paradies, plantschen wir zusammen im Pool, Max spielt sämtliche Spiele mit Bella durch, Tobi lernt und wird gefesselt vom malaysischen Brettspiel Chongkak, wir machen eine Safaritour und kochen deutsche Hausmannskost in Malaysien. Auf dem Plan stehen Brezeln und Apfeltaschen.

Wir werden eingeladen zum 40.Tag eines Neugeborenen, dem Tag an dem das Kind in einer Zeremeonie, ähnlich einer Taufe, ins sichere Leben eintaucht und dadurch ein richtiger Teil der muslimischen Gemeinde wird. Dazu werden dem Kind kleine Haarsträhnen abgeschnitten welche dann später symbolisch gewogen werden. Dieses Gewicht wird dann tatsächlich mit Gold (Geld) aufgewogen, was dann dem armen Volk zu Gute kommt. Begleitet wird dieses Fest mit einem, aus dem Koran vorsingenden, Männerchor.

 

Ivan hatte auch den Vorschlag für uns, dass wir noch eine der vielen Inseln besuchen und das Auto ruhig bei ihm stehen lassen könnten. Gesagt getan. Viel Spaß in der 4. Episode von der Ostküste Malaysias.


An dieser Stelle wollen wir uns schon einmal von Euch verabschieden auch wenn wir nochmal nach dem Inselabenteuer wiederkommen aber trotzdem ist es hier passender. Ohne euch hätten wir soviele Dinge nicht gemacht und nicht erlebt. Wir sind euch zutiefst dankbar für diese tolle Erfahrung in Malaysia. Ihr habt uns den Rhytmus vorgegeben und uns in die richtige Richtung gelenkt. Danke ihr Lieben!


Bis bald.


*3 on a cultural explosion*

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Kommentare: 1
  • #1

    Gabi Grünwald (Mittwoch, 14 Oktober 2015 15:42)

    Hallo Carolin,

    wie ich sehe, hält Ihr Traum der Weltreise weiterhin an. Beneidenswert!
    Grüße von Ihrer ehemaligen Lehrerin aus Tirschenreuth (heute - 14.10.2015 gab es die ersten Schneeflocken) und weiterhin wundervolle Eindrücke und Begegnungen mit freundlichen Menschen, wohin Sie die Reise auch weiterhin führt.

    Viele Grüße

    Gabi Grünwald