Titanwurz - Die größte Blume der Welt

Wer kennt sie nicht? Diese, alles in den Schatten stellende, Pflanze? Und der Grund, warum wir wirklich hier auf Sumatra sind, denn nur hier ist diese Pflanze zu Hause…


Es handelt sich um die größte Blume der Welt, eine Pflanze die nur alle paar Jahre erblüht. Wie es der Zufall nun mal so will, war diese Pflanze für ganze 48 Stunden in voller Pracht im Basler Botanischen Garten zu sehen, während wir da noch gewohnt haben. Zur selben Zeit hatten wir auch Besuch von Tobis Mutter und somit meinte Tobi großzügig zu mir, dass er mir die Pflanze lieber in echt auf unserer Weltreise zeigt und ich mir somit einen Besuch im Botanischen Garten sparen könne. Gesagt getan. Vier Jahre und ein paar Tage später ist es nun so weit. Wir stehen vor ihr, der Titanwurz und sie ist wahrlich ein Titan. Ein sehr weiblicher Titan mit einer Blütenstengellänge von ca. 1,50 Metern und wie es das Schicksal so will, zu dieser Jahreszeit vollkommen außergewöhnlich, mit geöffneter Blüte. Sie erinnert an den wirbelnden Rock einer Flamenco-Tänzerin in schönstem Purpur-Magenta-Rot, die sich elegant um den Schwengel schmiegt und uns alle in ihren Bann zieht. Nach einer "echten Buschwanderung" , bei der wir  durch Dschungel und Bach gleichermaßen wandern und einer schönen Pause am Wasser mit kurzem Anstieg zum Schluss stehen wir nun ehrfürchtig vor ihr  und sind uns einig: Es hat sich wirklich gelohnt! Norman gibt uns noch wichtiges Insider-Wissen aus erster Hand mit dazu indem er uns den dazugehörigen Baum zeigt und uns erklärt, dass die Pflanze ähnlich eines Pilzes ihre Baumwurzeln und Triebe großflächig verteilt und die Blüte nie direkt aus dem Baumstamm wächst, man aber durch ihn schon mal einen guten Anhaltspunkt hat, wo man die Pflanze finden kann. Zudem werden die Baumstämme gefällt, die Rinde abgeschält, und dann, nachdem der Stamm in kleine Stücke gehackt wurde, gekocht und zusammen mit einer anderen Zutat vermischt an die Schweine verfüttert.  


Mit dem Motorrad geht es nach dem ausgedehnten Dschungelwalk inklusive leckerem Nasi Goreng in Picknick-Version wieder zurück zu Dodis Haus, denn wir haben noch eine Verabredung mit Janine und Fabian. Ganz im einheimischen Stil, wird Max auf dem Motorrad gestillt und darf bei dem Gerüttel und Geschüttel schlafen. Was auf der Hinfahrt besser geklappt hat, ist jetzt durch die vielen Eindrücken, die immer wieder auf ihn einprasseln, schwer möglich.


Angekommen bei Janine sind wir doch alle ein bisschen erledigt und so machen wir uns nach kurzer Rast gemeinsam auf zu unserm, Guest House Indah, wo wir bei Obst und eisgekühlten Drinks ruhen und schließlich den Abend und die schöne gemeinsame Zeit mit einem Bintang-Radler mit Janine auf unserer Veranda ausklingen lassen, während Max seinen wohl verdienten Schlaf hält. Danke, Janine!

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