Orang-Utans in Bukit Lawang

Was für ein Tag! Heute geht es in den Dschungel! Aber so richtig! Mit Max auf den Rücken geschnallt geht es um 9 Uhr morgens los. Steiler Anstieg. Über Wurzeln und festgetrampelten Erdboden geht es hinein ins Dickicht. Max zieht sich dabei gleich mal einen verwegen aussehenden Kratzer zu, einmal quer über Nase und Wange, frei nach dem Motto" Wer ein echtes Dschungelkind ist, muss auch so aussehen!"

Und dann geht es auch schon los: Unser Guide, Nico, der uns zusammen mit seinem Bruder Setto durch das Gelände führt, bestimmt uns stehen zu bleiben. Da sind sie, die ersten Langschwanz-Makaken und Weißhandgibbons. Wir sind total begeistert. Noch nicht mal richtig eingetaucht in den Urwald und doch schon mittendrin. Über unseren Köpfen springen sie von einem Baum zum anderen, Babyäffchen hangeln sich hoch und runter, ein älteres Affenehepaar laust sich liebevoll gegenseitig ab. Sie beäugen uns und wir beäugen sie. Ganz hingerissen vom diesen grazilen und verspielten Bewegungen schauen wir dem bunten Treiben eine ganze Weile lange zu bis wir schließlich weiter ziehen, getrieben von der Hoffnung, Orang-Utans zu sehen.

Übrigens sind wir nicht allein unterwegs. Wir merken, dass wir zur Hauptsaison unterwegs sind, denn wir treffen einige Guides mit Touristengruppen.

Es dauert nicht lange und dann sind sie da: Die ersten Orang-Utans! Über unseren Köpfen schwingen sie durch die Bäume. Weit über uns. Zwei Mütter mit ihren Babys. Ich bleib ganz verzückt und vor Ehrfurcht gebannt stehen, die Hände wie zum Gebet gefaltet, so bewegt bin ich von dem Moment, gemeinsam mit wilden Orang-Utans im Dschungel zu sein und sie in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten zu dürfen. Etwas getrübt wird dieses Erlebnis aber durch eine Touristin, die trotz vorheriger Einweisung munter mit Blitzlicht fotografiert. Zudem sind wir mittlerweile ganz schön viele.  Klar, jeder will die Orang-Utans sehen. Also verabschieden wir uns von der romantischen Vorstellung, dass wir allein mit unserem Guide durch den Dschungel wandern. Wir bewegen uns noch eine ganze Zeit lang im Pulk, um gemeinsam diese faszinierenden, uns so ähnlichen Tiere, zu bestaunen.

Einer der Orang-Utans lässt noch eine heiße Dusche über einen der Urlauber hernieder, sehr zur Belustigung der anderen. That´s Wildlife…

Nicht weit von dem Platz entfernt, wo wir die ersten Orang-Utans sahen, entdecken die Guides  ein  männliches Exemplar dieser Gattung. Sehr beeindruckend. Der Orang-Utan ist riesig und hangelt und schwingt sich in einem doch flottem Tempo von einem Baum zum anderen. Die Bewegungen sehr geschmeidig, auch als ein Ast unter seinem Gewicht nachgibt. Im Vergleich zu ihm wirken die Orang-Utan-Weibchen plötzlich sehr klein. Umzingelt von gierigen Fotojägern, schaut er ein bisschen grimmig drein und macht sich nach einer Weile aus dem Staub, aber nicht, ohne zuvor noch den ein oder anderen Paparazzi ein bisschen in Angst und Schrecken zu versetzen und zum Rennen zu bewegen.

Unser Touristenpulk löst sich auch auf und jede gruppe geht ihren eigenen Weg. Wir machen einen Fruchtsnack-Pause und werden mit sehr leckeren Mangostans, Mandarinen, Bananen und Passionsfrüchten verköstigt.  

Nach unseren Pause entdecken wir noch "Thomas-Leaf-Affen" oder von den Locals auch, dank der Optik, liebevoll David-Beckham-Affen genannt. Nico lockt sie mit Bananen an und nach einer kurzen Anlaufphase haltet einer dieser Affen sogar Händchen mit mir. :-)

Nico bekommt einen Anruf auf sein Handy, dass Radna, eine Orang-Utan-Dame ganz in der Nähe ist. Bei diesem Weibchen handelt es sich um eine Äffin, aus dem Orang-Utan-Pflege-und Fütterprogramm, welches es bis vor kurzem in Bukit Lawang zum Erhalt dieser Affen-Art gab. Dementsprechend ist sie sehr zutraulich und den Guides mit Namen bekannt.  Sie sitzt zusammen mit Ihrer Tochter und bereits neuer schwangerer Kugel auf einem Baum herum und die zwei rangeln um das angebotene Obst. Max findet das allerdings ein wenig erschreckend.

Nach all dem Erlebten gibt es eine Mittagspause mit Nasi Goreng (gebratener Reis mit Gemüse, Ei und Erdnüssen und Ananas als Nachtisch. Wir sitzen mit einer netten Holländerin und ihrem Guide zusammen au feiner kleinen Lichtung. Hier bekommt Max auch sein von Nico gebasteltes Dschungelkrönchen und freut sich übers ganze Gesicht. Dazu tanzt er begeistert zum Lied "Jungle Track", welches von einem hiesigen Guide hier erfunden wurde und zur Melodie von "Jingle Bells" gesungen wird. Nach dem Mittagessen sehen wir noch vereinzelt ein paar Affen herum springen. Wir gehen nun immer mehr bergab ab zu einem Wasserfall mit kleinem Naturpool. Diese Gelegenheit kommt uns gerade Recht und springen gleich mal ins erfrischende Nass hinein. Ohhh, welch eine Wohltat!

Nach der Erfrischung geht es dank eines "Flying Fox" trockenen Fußes über einen kleinen Fluss und anschließend vom anderen Ende her einmal durchs Dorf zurück zu unserem Guesthouse. Was für ein tolles Erlebnis!

 

Jungle Track

(Melodie von Jingle Bells)

 

Jungle Track, Jungle Track, in Bukit Lawang,

see the monkeys, see the birds, see Orang-Utan - Hey

Jungle Track, Jungle Track, in Bukit Lawang,

see the monkeys, see the birds, see Orang-Utan - Hey

 

Walking in jungle, see the animal

walking together in Bukit Lawang.

Singing together, trekking together,

everything together in Bukit Lawang. - Hey!

 

Jungle Track, Jungle Track, in Bukit Lawang,

see the monkeys, see the birds, see Orang-Utan - Hey

Jungle Track, Jungle Track, in Bukit Lawang,

see the monkeys, see the birds, see Orang-Utan - Hey

 

See the monkeys. see Mina - Everybody run!

 

(Mina is an aggressive female Orang-Utan…)

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