Paradies auf Sumatra

Dodi hat uns gestern noch den Weg zum Treffpunkt beschrieben und wir haben uns entschlossen zu Fuß zu gehen. Der Weg ist nur ca. 40 Minuten lang und wir gehen vorbei an einigen schönen Gästehäusern. Ein besonders Schönes ist gerade noch im Bau. Es geht weiter vorbei an einer Kautschukplantage bis wir zur Fledermaushöhle gelangen. An dieser Abzweigung müssen wir eigentlich geradeaus gehen und an sich sind wir auch schon etwas spät dran. Doch wir sind ja in Sumatra und so entschließen wir uns dazu, noch einen Abstecher zur Höhle zu machen. Es geht tiefer  hinein in den Dschungel, bis wir vor einer Art Gartentür aus Holz stehen mit einer Aufschrift in Indonesisch, welche wir nicht lesen können. Die ersten Affen begrüßen uns und scannen uns neugierig auf der Suche nach Essen ab. Wir gehen schnurrstracks weiter, durch die Tür hindurch, einige Stufen hinunter, dann wiederrum Bambusleitern hoch und erreichen schließlich den Höhleneingang. Zusammen mit einer chinesischen Familie, die mit Guide da ist, betreten wir die Höhle. Es handelt sich hierbei um ein imposantes Gewölbe mit Lichteinfall weiter hinten. Mit Taschenlampen bzw. Handys (die moderne Zeit lässt grüßen) gehen wir immer weiter und tiefer in die Höhle hinein bis wir nach ca. 2-3 Minuten die ersten Fledermäuse an der Höhlendecke finden. Der Guide erzählt uns, dass es noch ca. 10 Minuten weiter geht zu einer anschließenden, noch  größeren Höhle, über die man von hier aus nur durch kriechen und robben gelangt. Er zeigt uns noch den engen Eingang, in dem die einzelnen Familienmitglieder aus China nach und nach wie durch ein Nadelöhr verschwinden und schon sind sie weg. Wir entscheiden uns, zurückzugehen, auch wenn wir so die großen Fledermäuse verpassen.

Wieder zurück im Tageslicht, erwartet uns am Gartentor ein aufgeregter Höhlenwächter, der Angst hat ihm könnten zahlungsunwillige Kunden entgangen sein. Doch hier ist alles okay. Er erzählt uns noch, dass Dodi bereits hier war und nach uns gefragt hat. Auf unserem weiteren Weg treffen wir  noch jemanden der uns über Dodis Suchaktion informiert, bevor wir Dodi schließlich am Weg entdecken. Er versucht zwar noch, sich hinter einem Baum zu verstecken, aber der Roller, auf dem er sitzt, ist dann doch etwas auffällig. ;-)

Von hier aus sind es nur noch ein paar Minuten und schon sind wir da. Wir sind im Paradies gelandet. Dodis Bruder hat ein tolles Häuschen mitten am Fluss, dass er ab und an an zahlende Gäste vermietet. Im Moment ist es allerdings unbesetzt und wir machen uns alle ab an den Fluss und rein in die Fluten! Was für ein schöner Ort und was für ein wunderschönes und klares Wasser. Außer uns ist niemand hier. Es gibt nur Felswände und wunderschöne Natur und einen kleinen aber feinen Kiesstrand, auf dem wir es uns auf ausgebreiteten Matten gemütlich machen.  Insgesamt sind wir fünf Familien die hier heute ein Grill- und Bade-Fest veranstalten.  Neben Dodi, Janine und Fabian sind Sam mit Jahaya und ihrem Mann hier, dann Janina mit Januck und ihrem Mann, Marie mit ihrem Kind und Mann und Nanda mit Eltern. Wir verstehen uns alle gut und haben eine Menge Spaß. Die Männer kümmern sich um das Barbecue, es gibt gegrillten Fisch und gegrilltes Tempeh (Soja) das wir mit Gurken, Tomaten, Weißkohl, Quinoa-Salat , gegrillten Baby-Auberginen und Reis verspeisen. Das Essen schmeckt so gut, dass uns nur so das Wasser im Mund zusammenläuft. Als Dessert gibt es Ananas und Wassermelone und davon nicht nur die rote sondern eine, uns bis dahin noch unbekannte gelbe Variante, die überaus köstlich schmeckt!

Wir bleiben mit Janine und ihrer Familie bis zum Schluss, bevor wir uns auf den Heimweg machen. Was für ein toller Tag und was für ein Glück, dass wir diese tollen Leute kennengelernt haben!

Morgen wartet schon das nächste große Abenteuer auf uns! Wir gehen in den Dschungel! Davon werden wir jetzt träumen…

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