Jubiläum - Vier Jahre Weltreise!

Wahnsinn wie die Zeit vergeht. Gerade waren wir noch am letzte Vorbereitungen treffen und die letzten Sachen packen, bevor es mit dem eigenen Auto von Lörrach aus losging und nun sind schon vier Jahre rum. Einfach so. Und doch auch wieder nicht. Viel ist in dieser Zeit passiert. Sehr viel! Wir sind menschlich, zwischenmenschlich, geistig und körperlich herangereift, um viele Erfahrungen reicher und zudem seit nun schon über einem Jahr stolze und glückliche Eltern von unserem Sohn Max, mit dem wir seitdem zu dritt die vielen wunderbaren Länder bereisen.

Wir sind dankbar für jeden Moment, den wir bis jetzt auf unserer großen Reise erleben durften und dankbar für jede Erfahrung, die wir gemacht haben, aber vor allen Dingen sind wir für die vielen wundervollen Menschen dankbar, die Begegnungen mit ihnen, das Miteinander und das Füreinander, das wir immer und immer wieder erfahren und nicht müde werden zu erleben. Es ist wundervoll, zu sehen und zu erleben, wie wir ein Teil vom Ganzen sind und dass in anderen Ländern die Menschen genau  wie wir lachen, wenn sie glücklich sind und weinen, wenn sie traurig sind.

Wir wollen uns an dieser Stelle auch für euren Support durchs fleißige Mitlesen bedanken und freuen uns immer über liebe Zeilen, E-Mails, Kommentare, Whatsapp- oder Viber-Nachrichten und sind stolz, euch unsere Familie und Freunde nennen zu dürfen. Die vielen lieben Menschen, die wir durch unsere Weltreise als neue Freunde dazugewonnen haben sind unbeschreiblich und wir sind uns sicher, dass ihr genau wisst, wer damit gemeint ist. Ihr alle seid wundervoll und wir haben euch alle in unsere Herzen geschlossen.

Und jetzt ist es soweit, das fünfte Weltreise-Jahr ist angebrochen. Um dies gebührend zu feiern, hat uns Tobi zur Überraschung einen Flug nach Sumatra geschenkt!!!! Das ist einfach unglaublich! Und Trotzdem wahr.  Natürlich hat das einen ganz eigenen Hintergrund der schon über vier Jahre zurück liegt, aber den erfahrt ihr dann später. ;-)

 

Smoke is our fuel (=Rauchen ist unsere Nahrung)

Nun sind wir hier auf Sumatra, einer, der vielen indonesischen Inseln und die sechstgrößte Insel weltweit. In Medan gelandet,  wollen wir ursprünglich gleich weiter, doch der Bus vom Flughafen in die Stadt hinein dauert doch länger als geplant und so entschließen wir uns, noch eine Nacht hier zu bleiben. Voll bepackt machen wir uns also spät abends mit hungrigen Bäuchen auf die Suche nach einem Hotelzimmer und sammeln die ersten Eindrücke. Auf jeden Fall asiatisch. Bunte Häuser, viele kleine Läden und Stände an der Straße entlang, Motorräder, ein paar Tuk-Tuks, Gehupe, freundliche Gesichter, die uns entgegen lächeln und sich besonders über unseren Sohn Max freuen und vieles mehr. Jedoch fällt uns gleich zu Anfang an auf, dass man nicht umzingelt wird. Man hat hier Raum für sich und es ist ein freundliches Miteinander. Was uns bereits im Bus aufgefallen ist: Hier wird noch geraucht wie am Schlot. Ganz getreu der Aussage eines Sumatranianers:

"Smoke is our fuel" -  (=Rauchen ist unsere Nahrung).

Nun denn, jeder hat so seine Laster… Übrigens kommt aus Indonesien und auch aus Sumatra die berühmt-berüchtigte "Katzen-Kaffebohne" (Kopi Luwak) her. Hierbei handelt es sich um die wohl schmackhaftesten Kaffebohnen, die ihren besonderen Geschmack dadurch bekommen, dass eine bestimmte Katzenart zuerst die Bohnen frisst und diese durch den Fermentierungsprozess in deren Mägen veredeln und dann wieder ausscheiden. Mal schauen ob wir in den Genuss kommen. Jetzt aber wieder zurück zum Hier und Jetzt:

An einer der vielen Straßengarküchen manchen wir Halt und Tobi bestellt das Gleiche wie am Nachbartisch, denn das sieht sehr lecker aus! Wir bekommen Reis mit Gemüse, Hühnchen und frittierte Tintenfischringe. Etwas scharf, aber man kann nach eigenem Bedarf würzen. Max schmeckts auch und er scheint nach der langen Reise großen Hunger zu haben. Gestärkt suchen wir nun weiter nach einem Schlafplatz für die Nacht. Ein junger Indonesier empfiehlt uns ein Hotel, was ganz unseren Preisvorstellungen entspricht. Dort angekommen stellen wir aber fest, dass es sich um das hiesige Rotlichtviertel handelt. Die vermieten zwar die Zimmer günstig, aber dementsprechend sehen sie auch aus. Das wollen wir dann doch nicht, auch wenn es nur für eine Nacht wäre. Nach längerem weiteren Fußmarsch finden wir dann ein 5-Sterne-Hotel. Deren Zimmer sind uns dann wiederum zu teuer, doch der Concierge gibt uns einen heißen Tipp: Hotel Bedang. Das wird dann schließlich auch unser Nachtlager. Erschöpft, aber glücklich schmeißen wir uns aufs Bett und versuchen uns dem feuchtheißem Klima mit Hilfe des Ventilators anzupassen. Lautes Motorenknattern von aufgemotzten Motorrädern oder welchen, deren Auspuffe kaputt sind, reißen uns immer wieder aus dem Schlaf. Zu allem Überfluss geht auch irgendwann der Ventilator aus, so dass wir gegen 5 Uhr früh das Zimmer wechseln wollen. Doch ein Angestellter, hat anscheinen den "Goldenen Daumen", denn ein kleiner Kniff, und schon funktioniert das Ding wieder und wir können weiterschlafen. Um 12 Uhr mittags reicht es uns dann auch mit der Ruhe und kurzentschlossen fahren wir nach Bukit Lawang, einem Ort, der dafür bekannt ist, wilde Orang-Utans live in der Natur zu sehen und etwas ruhiger sein soll. Genau das, was wir gerade brauchen. Ein paar Tage Erholung.

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