Flinders Ranges

Port Licoln, 27.08.2014


Tobi ging morgens schnell eine Runde Joggen, während wir gemütlich das Auto zusammenpackten, um dann in Port Lincoln unseren Essensvorrat aufzustocken, da wir für einige Tage in die Natur verschwinden wollten. Unser neues Ziel waren die Flinders Ranges und unsere Unterkunft vor dieser Gebirgskette die "Warren Gorge", ein unglaublich schöner Fleck Natur. Inmitten von Wald und mossbewsachsenen Felsen hat man seinen Stellplatz und kann die Schlucht bewundern.

Da am nächsten Morgen australischer Vatertag war (zumindest nach Tobis Kenntnis), wurde er, als frisch gebackener Vater, gebührend mit Pfannkuchen und einer Riesen Toblerone am Morgen begrüßt und gefeiert. Mit dieser Stärkung machten wir uns schließlich auf den Weg zu der Flinders Gebirgskette und auch gleich noch auf die erste Wanderung. Vom Trezona Campingplatz aus ging es 3,5 Stunden lang durch ein trockenes Flußbeet über Stock und Stein. 9 km war der eigentlich Weg ausgeschildert, doch wir entschlossen uns, noch einen kleinen Gipfel zu erklimmen, um eine bessere Aussicht zu genießen. Und dieser Aufstieg war es Wert. Glücklich und zufrieden kehrten wir von der Wanderung zurück.

 

Flinders Ranges/ Acraman Campground, 29.08.2014

Heute standen der 4 Stunden lange "Bunyeroo und Wilcolo Creek Hike" auf dem Programm. Auch hier ging es erst durch ein tockenes Flußbeet, überschattet von vielen Gumtrees, nach und nach nach oben. Vorbei an Feldern und blau blühenden Wiesen, die einem nur so das Herz vor Freude springen liessen, ging es höher und höher.  Anfangs noch als breiter Feldweg entputppte sich der Wanderweg zum schönen schmalen Pfad. Wir entdeckten einige Skinks (= australische blauzüngige Eidechsen) die sich, in Form von Tannenzapfen, gut getarnt im niedrigen Gras am Waldbpoden versteckten. Durch das Auf und Ab und das Tragen von Max kamen wir erschöpft aber zufrieden wieder am Campingplatz an. Dort belohnten wir uns dann mit Alufolienkartoffeln und Bohneneintopf am Lagerfeuer und hatten dank unseres Laptops sogar noch Freiluftkino.

 

Der große Wandertag, 30.08.2014

Früh um sechs Uhr stehen wir auf. Es ist noch nicht einmal richtig hell, doch wir haben eine große Wanderung vor. Wir wollen den "St. Mary Peak" erklimmen und zeitgleich noch den Rundwanderweg dazu laufen. Die vorgeschlagene Zeit beträgt 9 Stunden für knappe 22 km. Wir lassen uns mal überraschen. Auf dem Weg dorthin entdecken wir noch einige "Yellowfooted Rock Wallabys" (eine Känguruh-Art) und zwei Emufamilien; eine Mama mit neun Kücken und eine mit sieben. Interessantweise erinnert mich die Maserung der kleinen Emu-Babys an Frischlinge.

Vom Besucherzentrum aus machen wir uns auf den Weg und tragen uns vorschriftsmäßig im Wanderbuch ein, reine Sicherheitsnaßnahme. Der Weg startet breit und gemütlich und wir treffen auf einige fröhliche Wandervögel. Nach und nach steigert sich der Weg und auch hier geht es langsam aber sicher nach oben. Eidechsen laufen uns über den Weg und sonnen sich auf Felsen, und der Weg schlängelt sich durchs Gebüsch, bis er nur noch einem kleinen Trampelpfad ähnelt, der zum Teil tunnelartig von Büschen zugewachsen ist. Über einen kleinen Fluß geht es hinweg bis man ein bisschen kletten darf und dann ist man auch schon oben angelangt. Schneller als gedacht haben wir den Fast-Gipfel erreicht. Ganz nach oben wollen wir doch nicht, da der Berg dür die Aborigines heilig ist und wir deren Wunsch, den Gipfel nicht zu erklimmen, respektieren.

Über eine kleine Fels-Kletterei geht es dann steiler und deutlich flotter wieder nach unten und nach nur 5 Stunden haben wir eine Strecke von 18,5 km (die letzten 3,6 km vom Gipfel sind wir ja nicht gelaufen) hinter uns gebracht. Was für eine schöne Wanderung und gar nicht so anstrengend wie befürchtet. Tobi und ich belohnen uns noch mit einem kleinen Eis, bevor wir zu unserem n#ächsten Nachtplatz, den "Jarvis Lookout" fahren.

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