Philipp Island

Es ist Samstag und Sandra und Fabian haben frei. Mit einem ausgedehnten Frühstück auf der Dachterrasse mit Meerblick und strahlendem Sonnenschein fängt der Tag an. Obwohl es uns schwer fällt, von diesem relaxten Modus aus aufzubrechen, überwinden wir uns doch und fahren gegen Mittag los. Nach 1,5 Stunden Fahrt sind wir am Ziel angelangt. Samstage sind in Australien berüchtigt für die überall vorzufindenden Garagenverkäufe. Im Prinzip könnte man diese auch "Hausflohmärkte" nennen. Tobi entdeckt einen, dank eines Rennrads, das als Zugvogel dient. Der Grund ist, dass Tobis Rennrad einen neuen Reifen braucht und er erhofft sich, hier fündig zu werden. Mit der Rennradreparatur kommen wir nicht vorwärts, stattdessen finden wir einen ehemaligen Kroaten, der uns bereitwillig seine Lebensgeschichte in Kurzform erzählt und die Hintergründe zu seinem Garage Sale und Hausverkauf erläutert. Während Tobi mit einer Engelsgeduld dessen Ausführungen lauscht, kämpfen wir damit, dass unser Geduldsfaden nicht reißt. Wir entdecken am Nachbarsbaum Regenbogen-Papageien, die sich bereitwillig von uns bestaunen und fotografieren lassen. Ihr Gefieder schimmert in Rot, Grün, Gelb und Blau, somit machen sie ihrem Namen alle Ehre. Ein ganzes Weilchen später sind wir wieder unterwegs. Ziel sind diverse schöne Strände und Buchten,

doch der Hunger packt uns trotz des großzügigen Frühstücks und so gibt es eine Pause mit Donuts und Eis vom Supermarkt und frisch aufgebrühtem Tee aus unserem Auto.

Nach dieser Stärkung fahren wir zu zwei surftauglichen Stränden, denn Fabian will nach der langen Winterpause endlich wieder ins Wasser. Wir haben zwei Surfborde und Neoprenanzüge im Auto, doch nur Fabian geht surfen. Tobi stürzt sich mutig und ohne Wetsuit in die Fluten, um mit seiner GoPro-Kamera Fotos und Videos von Fabians Surfkünsten zu machen. Die vielen anderen Wellenreiter finden das aber nicht so prickelnd, so dass sich Tobi bald wieder aus den Meeren erhebt und die Naturbühne wieder freigibt. Gemeinsam beobachten wir die unterschiedlichen Surfkünste und Stile von außen.

Nach dieser sportlichen Einlage geht es zu dem Pinguin-Aussichtspunkt auf Philipp Island, wo wir auf sogenannten Boardwalks (= Holzwegen) gemeinsam mit vielen weiteren Touristen, durch ein Naturschutzgebiet laufen und doch tatsächlich den ein oder anderen kleinen Baby-Pinguin in seinem Nest, einer Erdhöhle, beobachten können. 

Zufrieden mit dem schönen Tag machen wir uns bei Sonnenuntergang auf den Rückweg und sehen noch das ein oder andere Wildleben Australiens.

 

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