Melbourne

In Melbourne angekommen haben wir noch einige Stunden, bevor wir Joke zum Flughafen bringen. Vom Outback ins Metropolengewimmel. Mittags um 1 Uhr. Verkehr, Ampeln, Fußgänger, Touristen und viele neue Eindrücke. Daran muss man sich erst einmal gewöhnen und ganz so entspannt ist es auch nicht, wenn man nur noch an Kreisverkehr und weniger befahrene Straßen gewöhnt ist.

In Dunsborough gab es keine einzige Ampel. Summasumarum, kommen wir auf gefühlt ein Jahr ohne richtiges Stadtleben.

Rein ins Getümmel und schon treiben wir durch die Stadt und saugen die vielen Verführungen auf und freuen uns wieder in einer Stadt zu sein. Wir rauschen innerhalb von einer Stunde durch das Nationalmuseum von Victoria und schlendern durch den königlichen, botanischen Garten. Der erste kurze Eindruck verspricht so Einiges und wir freuen uns auf mehr.

Doch im Moment sind wir am Flughafen und sagen unseren Belgiern, Joke und Thomasz, "Au revoir". Viereinhalb Wochen und 5000 Kilometer später stehen wir hier und können es noch gar nicht richtig glauben. Die Zeit ist schon wieder vorbei. Wir sind doch, gefühlt, gerade erst los. In der gemeinsamen Reisezeit sind wir durch drei Staaten gekommen, entlang der längsten australischen Straße, wo es 90 Kilometer lang nur schnurrgerade aus geht. Wir haben ein Wal-Schauspiel allererster Güte miterlebt und Seelöwen beim relaxen beobachtet. Wir hatten eine geniale Zeit mit unvergesslichen wilden "Campingplätzen" am Meer, in den Wäldern und in den Bergen, ohne auch nur einmal eine schlechte Erfahrung zu machen. Danke für eure Geduld und eure Zeit mit uns und mit Max. "Au revoir" im besten französisch :)

 

Zwei Stunden später und wir klopfen an die Tür von Nummer 289A Apartment 12 in Bonbeach. Vor 2 Jahren haben wir Sandra und Fabian im "New Tourist Guest House" in Pokhara kennengelernt. Die Hardcore-Verfolger unserer Homepage unter euch wissen, von wem wir reden. Nun die Frage: Wo haben wir sie zum zweiten Mal wiedergetroffen? - Schickt uns die richtige Antwort und eure Adresse und ihr könnt euch über eine Überraschung freuen.

Die Tür geht auf und Fabian fällt uns auch schon buchstäblich in die Arme oder waren es wir? Wir wissen es nicht mehr, aber wir freuen uns alle auf das Wiedersehen. Ein Wiedersehen in Melbourne,  wer hätte das vor zwei Jahren gedacht? Es gibt eine Menge zu erzählen denn mittlerweile sind wir ja auch zu Dritt. Max könnte schon allein ein Abendprogramm füllen. Viele Stunden später geht auch bei uns das letzte Licht aus.

 

Die nächsten drei Tage lassen wir es ruhig angehen. Die letzten gut vier Wochen waren prall gefüllt mit Eindrücken und vielen Kilometern. Nun heißt es Ausschlafen und nichts machen. Wir erkunden Frankston, die nächst größere Stadt, gehen einkaufen bei Aldi (Jawohl, den gibt's in Victoria!), bringen unseren E-Mail-Andrang wieder halbwegs auf Vordermann und kümmern uns um unsere australischen Steuern. So geht der Tag schnell vorbei. Wenn die Beiden von der Arbeit kommen, essen wir gemeinsam Abendbrot und legen los mit Runde 2 unserer letzten Unterhaltung.

 

Am Tag 2 in Bonbeach bekommt Max seine zweite Impfung, die er gekonnt und mit einem großen Lächeln übersteht. Da an diesem Tag nicht mehr allzu viel passiert ist, wollen wir die Zeit nutzen, um Euch folgende Frage zu beantworten:

 

Wie war bzw. ist es denn nun, mit einem Baby zu reisen?

 

So wahnsinnig das nun auch klingen mag, aber schwer war es nicht, was aber auch an Max liegt, da er einfach einsame spitz ist! Natürlich haben wir uns am Anfang selbst gefragt, wie es wohl wird, mit Max umherzuziehen, die erste Reise als Familie, im neuen Auto, dazu noch mit diesem Plan durch halb Australien zu fahren, und das noch dazu mit zwei unbekannten Fremden in einem Auto, die wir einen Tag vorher erst kennengelernt haben. Rückblickend betrachtet hätte es nicht besser laufen können und unser erster "Roadtrip" als Familie verlief problemarm. Man muss aber sagen, dass die qualitative Zeit von Zweisamkeit bzw. reiner Familienzeit eher begrenzt war.

 

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