Wir treffen Tarzan im Otway National Park

Willkommen im Regenwald. Thomasz, unser belgischer Mitfahrer war hier schon und hat uns den Besuch dieses Nationalparks wärmstens empfohlen. Und es ist der Wahnsinn. Überall Farne und moosbewachsene Bäume und Wurzeln, wo man auch hintritt, man hat das Gefühl, im Urwald zu sein, nur bei angenehmer Temperatur, denn es ist kein Regenwald in den Tropen. Es handelt sich hierbei um temperierten Regenwald, sprich, nass-feuchtes, dem deutschen Wetter sehr ähnliches Klima.

Wir laufen zum "Lake Elizabeth" und um ihn herum. Dieser See ist dafür bekannt, dass man zu Sonnenauf- und Untergang Platypus (oder heißt das Platypi im Plural?) in freier Wildbahn sehen kann. Die so besonderen Tiere, die es schon seit Jahrtausenden gibt wohnen hier im Unterholz und kommen bei Zwielicht heraus. Joke, Max, Tobi und ich umrunden den See ohne Erfolg. Thomasz nimmt sich mehr Zeit und hat Glück. Er sieht gleich zwei, dieser speziellen Säugetiere, wenn auch aus weiter Ferne.

Wir teilen uns den Campingplatz mit zwei weiteren Familien. Passend zum Regenwald mit seinen vielen herabhängenden Lianen treffen wir sogar noch auf Tarzan, den Sohn von Laura und Andy, der tatsächlich so heißt und seinem Namen durchaus alle Ehre macht.  Noch keine 2 Jahre alt und doch schon ein aufgeweckter Junge und guter Beschützer für seine neugeborene Schwester Roxy (2 Monate alt). Die Familie zeltet originell im großen Tipi und wir verbringen einen netten Abend zusammen am Lagerfeuer. Bevor wir am nächsten Morgen aufbrechen verabschieden wir uns von beiden Familien. Über die Great Ocean Road fahren wir weiter Richtung Melbourne und machen an der Apollo Bay einen Halt, um unzählige putzige Koalas live in ihren Bäumen beim Fressen, Schlafen und sich gemütlich Räkeln zu beobachten. Wir haben noch eine letzte Nacht im Freien vor uns, bevor wir uns am nächsten Tag, nach viereinhalb Wochen Reisen, wieder in das Großstadtgetümmel begeben. 

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