6 Stunden bleiben uns noch

Mit erheblicher Verspätung treffen wir uns mit Sandra und Fabian. Nachdem wir unser Geldproblem gelöst haben, frühstücken wir entspannt und unterhalten uns über das Reisen bzw. über deren Pläne für Australien. Wir wünschen Euch Viel Erfolg in Melbourne und viel Spaß beim "fest" einleben und sich "zu Hause" fühlen! Es ist absolut genial, Euch getroffen zu haben, auch wenn wir nicht die Zeit hatten, wie wir sie mit dem Wissen vorher, Euch zu treffen, organisiert hätten. Aber wenn wir uns schon spontan in Bangkok treffen, mal so nebenbei, dann sehen wir uns definitiv in Melbourne wieder. :-)

 

Der Große Palast

Auf dem Weg zum "Großen Palast" kommen wir noch an einem Maßschneider vorbei und dort lassen wir uns noch schnell drei Hemden für Tobi und eine Hose für Caro maßchneidern. Diese werden uns dann schlussendlich fünf Wochen später nach Australien geschickt. Tolle Klamotten, welche uns nicht sofort als Backpacker entlarven. Somit laufen wir auch ein wenig zivilisierter in einem Land herum, wo wir stolze zwei jahre bleiben wollen. So weit ist es aber noch lange nicht, denn wir befassen uns bekanntlich mit der Gegewart. Was vielleicht kommen mag, liegt in den Sternen und mit denen wollen wir uns nicht anlegen. Allerdings legen wir uns nun mit unseren Beinen an, denn unser Zeit-Management ist durch den Maßschneider erstaunlich komprimiert worden und somit rennen wir zum Palast. Ihr wisst schon, der „Große Palast“ der uns am ersten Tag so beeindruckend angestrahlt hat. Dort angekommen, ist es eine besondere Pflicht, sich angemessen zu kleiden. Wir, als Unwissende, tappen genau in diese Falle, aber zum Glück wird uns bzw. Caro mit einem speziellen Wickelrock, welchen man ausleihen kann, ausgeholfen. Bedeckte Beine bzw. bedeckte Schultern, sowie generell keine freizügliche Kleidung ist hier die Devise. Vollstens ausgestattet schreiten wir mit zahlreichen weiteren Schaulustigen auf den Wegen durch den Palast, der wirklich zurecht den Beinamen "Großer" verdient hat, denn hier gibt es allerhand zu sehen. Insgesamt gibt es hier 100 Gebäude und diese sogar teilweise in unterschiedlichen architektonischen Stilen. Wir haben euch am ersten Tag, von der monströsen Mauer erzählt, die den Palast hier schützend bewacht. Diese Mauer ist genau 1,9 Kilometer lang. Dies nicht ohne Grund, also schützend, denn hier, in diesem Palast, befindet sich die bedeutendste Sehenswürdigkeit Thailands, der „Smaragd Buddha“. Somit eine bedeutende Pilgerstätte auch für die Buddhisten unter den Thailändern. Dieser Buddha befindet sich im Wat Phra Kaeo Tempel, welcher dann auch einleuchtend übersetzt "Tempel des Smaragd Buddhas" bedeutet. Generell muss man sagen, hier tempelt es sehr oder auch hier stupad es sehr. Zahlreiche Stupas, also Dagobas, also zackige wichtige Gebäude des Buddhismus, auch genannt Pagodas. Nun, diese buddhistischen Pagodas, welche sich schon voll integriert haben in unser Fachwissen über den Buddhismus und welche wir schon in unzähligen Größen, Farben und Formen bewundert haben wurden hier noch vergoldet und somit extravagant erbaut. Die weiteren Gebäude, wie die Thronhalle von Phra Thinang Amarin Winichai und die von Phra Thinang Dusit Maha Prasat, der Chakri Palast (Königspalast), sowie die Akademie der Schönen Künste sind stark beeindruckend. Demzufolge ist der Große Palast nicht nur für uns ein Palast der "Ersten Klasse", sondern auch im kulturellen thailändischem Sinne. Dieser Palast war vom 18. Jahrhundert bis Mitte des 20. Jahrhunderts das Quartier der Könige des alten Thailands (Siam). Das Gütesiegel "Erste Klasse" erhält jedes Gebäude/Gelände, welches von einen König erbaut oder renoviert wurde bzw. mehr als 100 Jahre alt ist. Ein weiteres Erkennungsmerkmal ist ein Chedi, mit einer buddhistischen Reliquie. Wie ihr schon wißt ist dies hier der heilige "Smaragd Buddhas".

Der Phu Khao Thong (Wat Saket), also der Tempel des Goldenen Berges, wo wir einige Tage vorher waren, also dieser mit seinen 318 Stufen und seiner bombastischen Aussicht ist ein Beispiel für einen Tempel der "Zweiten Klasse" (entweder wurde dieser von königlichen Kindern oder von einem Adligen erbaut).

Dieser riesige Palast war trotz der verkürzten Zeit ein absolutes Highlight. Es funkelte, man staunte und es faszinierte überall wo man hinschaute. Dies war somit ein krönender Abschluss einer königlichen Zeit hier in Bangkok. 

Danach geht es wieder zurück zur Khao San Road und von da aus zur Post, denn wir müssen wieder einmal unser Gepäck reduzieren, denn Souvenire und Geschenke bleiben vor uns nicht sicher und somit ist das Paket auch stolze 5 kg schwer. Voll happy, das wir das Paket gerade noch so verschicken können, fahren wir auch schon mit dem organisierten Bus, welcher uns am Hostel abholt zum Flughafen. Wir haben alles geschafft was wir schaffen wollten, zwar, wie immer, stark unter Zeitdruck und stark desorientiert, aber wir haben es geschafft und wir werden in 2 Stunden, mit ausreichend Geld, nach Myanmar fliegen. Adios, Bangkok! Ein Geschenk auf unserer Reise, ein Genuss pur und eine verdammt tolle, spannende und interessante Zeit. Fünf Tage vollgestopft mit Kultur, Spiel, Spaß und jeder Menge Spannung. Absolut fabelhaft.

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