Mirissa und der landesweit leckerste Reis mit Curry

Heute, ebenfalls noch Tag des Festes, ist es umso schwieriger etwas zum Knabbern zu finden, denn fast keine Menschenseele ist auf der Straße zu finden. Es ist Frühstückszeit oder schon eher Mittagszeit und somit brauchen wir was zu Essen. Auf der Suche nach etwas Essbarem schlendern wir abermals auf der Hauptstraße entlang, dort wo sich alles abspielt, diesmal in anderer Richtung laufend, also gen Osten lang, und entdecken ein Schild mit dem Hinweis für ein weiteres Hostel. In der Annahme, dass dort Besucher etwas zu essen bekommen, laufen wir in die Seitenstraße und entdecken das Hostel. Dort lernen wir Chathu und ihre Familie kennen. Chathu, spricht deutsch, denn sie steht in Kontakt mit einem Familienvater aus Deutschland, der sie bei einem Besuch hier ebenfalls kennengelernt hat. Wir reden gespannt aufgeregt durch- und miteinander. Obwohl das Hostel vorrübergehend geschlossen ist, bekocht uns die Mama von Chathu mit einem leckeren Frühstück. Wir bekommen eines unserer Sri Lankanischen Lieblingsspeisen und dazu leckeren Chai und Bananen. Da uns das Frühstück so lecker schmeckt, wir mit dem Reden gar nicht mehr aufhören können und uns Chathus Mama dann auch noch anbietet, uns auch ein Abendbrot zu kochen, können wir nicht mehr „Nein“ sagen.

 

In Sri Lanka wird mit Liebe gekocht

Nun vom Mittag bis zum Abendbrot lernen wir Chathu kennen, unterhalten uns mit ihr auf Deutsch, denn sie ist eine der wohl begabtesten Deutsch lernenden und zugleich die schönste Einheimische die wir kennengelernt haben. Frauen in Sri Lanka, und dies soll nicht diskriminierend klingen, fallen nicht unbedingt in die Kategorie: Frauenschönheit. Chathu ist allerdings, wie gesagt, eine der wenigen Ausnahmen, die wir gefunden haben. Zusammen schnattern wir über ihre Wünsche und Träume, über unsere gemeinsame Zeit in Deutschland und die Zeit in der Welt und so verfliegen die Stunden bis uns das verdammt leckere Essen aufgetischt wird, wie im Nu. Chathu hat uns im Vorfeld schon vorbereitet, dass heute der Tag anbrechen soll, an dem wir den wohl leckersten Reis mit Curry vernaschen werden und sie sollte mehr als nur Recht bekommen. Mittlerweile sind unsere Geschmacksknospen auf Reis und Curry spezialisiert und somit vergeben wir die Bestnoten für dieses Essen, was nun vor uns duftet. Roter Reis mit Kürbis-, Ananas- und Bananenblüten-Curry, sowie leckeres Pappadam (knuspriges Linsenteiggebäck)! Verdammt köstlich!

 

Für den nächsten Tag verabreden wir uns erneut, diesmal mit Verstärkung zum Abendessen, denn morgen kommen Selynn und Michael, die beiden Franzosen die wir im Zug von Kandy nach Hatton kennengelernt haben.

 

Am folgenden Tag erkunden wir zusammen das Meer, schlendern entlang am Strand, spielen Frisbee, verschlingen leckere Früchte und quatschen umher. Wieder zurück spielen wir einige von vielen Kartenrunden. Nach einem erholsamen Vor- und Nachmittag freuen wir uns schon auf das kommende Abendessen. Nun, das Essen ist wieder außergewöhnlich und ein Halleluja für unsere Geschmacksnerven!

 

Bei Chathu angekommen lernen wir ihren Onkel kennen. Ihr Onkel schneidert gerade, denn er ist professioneller Schneider, einige Vorhänge für das neu renovierte Hostel. Fasziniert von seiner Arbeit entsteht daraus der Plan bzw. sein Angebot, uns etwas zu Schneidern. In der Stadt gäbe es auch einen riesigen Stoffladen. Wir müssten also nur gemeinsam hinfahren, die passenden Stoffe aussuchen, ihm den Style vorgeben und am nächsten Tag wäre es dann auch schon fertig. Gesagt, getan und so verabreden wir uns für den nächsten Tag zur Umsetzung dieser Idee.

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