Abschied von einer wunderbaren Familie

Nun, der Abschied fiel uns nicht leicht, denn wir hatten eine tolle Zeit mit Nilantha, dem zukünftigen Vater, seiner Frau und werdenden Mama Thanuja, der gesamten Familie und den tollen Nachbarn. Wir sind so froh, dass wir Nilantha kennengelernt haben und dass er, wie auch die vielen anderen Bekanntschaften, so offen war und einfach wildfremde Personen zu sich nach Hause eingeladen hat. Somit hatten wir tolle Einblicke in eine großartige Sri Lankanische Familie, eine Erfahrung, die man kaum beschreiben kann, außer vielleicht mit einem Wort der Dankbarkeit.

Nur, wer stets offen bleibt und sich nicht durch äußere Faktoren wie Medien und Nachrichten beeinflussen lässt, hat die Möglichkeit so viel Tolles zu erleben, soviel Spontanes zu fühlen und so viel Dankbarkeit zu spüren, dafür, dies zugelassen zu haben. Da wünscht man sich, die Welt wäre gesellschaftlich noch verknüpfter anstatt der dauernde Versuche, die Welt zu isolieren. Hier in Sri Lanka bzw. hier in Nilanthas Haus spielen diese Faktoren keine Rolle, denn der Mensch und die Person stehen vollstens im Mittelpunkt. Die Nachbarn nennen sich Bruder (= Brother) und dies zeigt welche Verbindung unter den Einzelnen herrscht. Auch der Besuch in einem Restaurant, wo wir wieder einmal Kottu essen dürfen, zeigt wie viel Toleranz und Nächstenliebe hier zwischen Kunde und Mitarbeiter herrscht. Man hat das Gefühl, wohin wir auch gehen, dass hier in Sri Lanka eine unbeschreibliche Offenheit und Nächstenliebe unter den Menschen herrscht, welche sich nur schwer beschreiben lässt. Man sollte es fühlen und erleben und somit stets offen bleiben für die Welt die mehr Liebe als Ängste bietet, mehr Toleranz als Ignoranz. Deswegen sind wir auch jedem Einzelnen so dankbar, um dies an der Stelle zu verallgemeinern, denn daraus erkennen wir, was es bedeutet diese Reise unseres Leben zu machen. Dies sind genau die Momente, die wir erleben wollen und können und die jeder ergreifen kann, wenn er es nur zulässt.

Diese Worte wären wahrscheinlich so nicht zu Stande gekommen, wenn wir Nilantha und seine Familie nicht kennengelernt hätten. Danke!

 

Oberbadische Zeitung

Was wollen wir denn eigentlich auf unserer Reise erleben? - Diese Frage stellte uns Herr Lustig von der Oberbadischen Zeitung an unserem vorletzen Abend, bevor unsere Reise begann. Wir hatten uns darüber gar keine speziellen Gedanken gemacht. und antworteten daher wie selbstverständlich: „Die Menschen und die Kulturen“.

In erster Linie sind es die Menschen und die Bekanntschaften, die uns prägen und die diese Reise zu der werden lassen, die sie schlussendlich ist. Natürlich besuchen wir auch Sehenswürdigkeiten und die tragen auch einen entscheidenden Anteil zu unserer Weltreise bei, da man dadurch die Kulturen und geschichtlichen Hintergründe viel besser verstehen kann. Aber wenn man uns fragt, was wir denn so Tolles erlebt haben und was wir von unserer großen Reise mitnehmen, kommt als erste Antwort nicht ein tolles Gebäude oder Kunstwerk, sondern ein Erlebnis mit den verschiedensten Menschen. Dies macht für uns das Reisen aus und diese geballte Ladung erleben wir hier in Sri Lanka.

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