Das Paradies unseres Sri Lanka Aufenthaltes

Dieses Paradies trägt für uns einen Namen: Trincomalee. Nicht umsonst verbringen wir hier vier (oder waren es fünf?) Tage. Die Zeit verfliegt hier nur so. Hier lässt man sich treiben, im offenen Meer wohlbemerkt; hier kommt man an, um sich zu erholen. Nun, wir wollen uns auch erholen. Mit dem Bus ging es diesmal zum Ziel, denn eine Zugfahrt wäre sehr umständlich gewesen, da es keine Direktverbindung gibt. Vor drei Jahren wurde man noch vor den Toren Trincomalees kontrolliert. Bei der Suche nach Sprengstoff und Bombenattentätern war man hier stetig in der Gefahr, dass etwas passieren könnte. Trincomalee, eine Stadt im Nordosten Sri Lankas ist eine wichtige Hafen- und Fischerstadt. Wichtige Städte wurden damals durch die Tamilen geschädigt um den Krieg der hier noch vor 2,5 Jahren herrschte, für sich zu gewinnen. Ebenso sollte Trincomalee, falls es zu einer Besetzung der rebellierenden Tamilen gekommen wäre, als zukünftige Hauptstadt (Tamil Eelem) dienen. Die Zeiten sind heute zum Glück vorbei und Trincomalee entwickelt sich zu einer Erholungsoase. Es ist nicht unbedingt die Stadt, es ist vielmehr die Natur: Die weißen Strände, das blaue Meer, Palmen, im Sand liegende vereinsamte Boote und der Gedanke, all das auf einmal zu genießen, lässt es einem doch sehr warm ums Herz werden. Was sich momentan noch eher auf unsere Vorstellung beschränkte, sollte später Wirklichkeit werden; aber soweit sind wir noch nicht.

 

Ohne Umstände im städtischen Paradies angekommen, fanden wir auch mit Hilfe eines Sinhalesen das ultimative Hostel für uns. Einfach, schön und günstig. Genau das richtige für die nun doch schlussendlich fünf Tage. Aus einer Hausfrau wurden zwei und wir wuschen erst einmal unsere verschwitzten Klamotten. Denn zu einem Paradies gehört auch bekanntlich traumhaftes sonniges Wetter.

Nach einer erfrischenden Dusche und mit sauberen Klamotten schlenderten wir durch die schöne, mit vielen Geschäften bepackten Stadt. Hier bekamen wir auch erste Impressionen einer zweiten, nicht zu vernachlässigenden, Religion: Dem Islam. Wir sehen Frauen im schwarzen Gewand, Moscheen und zahlreiche Schmuckhändler.

Nicht nur die verschiedensten Religionen Sri Lankas haben uns überrascht, sondern auch das sinhalesische Essen, was wir hier in Trincomalee vollends ausgekostet haben.

Läuft man am Abend durch eine Stadt dieses Landes, vernimmt man immer diesen typischen und faszinierenden Sound eines bestimmten Essens wahr. Dieses Klappern und Klopfen verspricht einen feuchten Mund, eine wirklich schwer zügelbares Verlangen nach diesem Gericht und eine langanhaltende Liebe, welche uns noch später durch die Mägen zuckt. Dieses Gericht hat nur einen Namen, aber wie ihr seht, gibt es zahlreiche Möglichkeiten dieses zu beschreiben: Kottu!

 

Kottu und die Magie es haben zu wollen

Nicht nur die Zugfahrt ist "simply the best", sondern dies trifft auch perfekt auf dieses Gericht zu. Wenn man sich durch die zahlreichen Varianten durchgemampft hat, welche eine Auswahl verschiedener Fleischsorten beinhaltet sowie eine Addition von Käse, bekommt man schlussendlich, zusammen mit Gemüse, sowie dem Hauptfaktor Roti, dieses himmlische Gericht. Das typische Klappern und Klopfen, welches durch die Städte zieht, kommt daher, dass durch zwei Metallschieber das Roti (Fladenbrot) auf der heißen Metallplatte zerkleinert wird. Diese zerkleinerten Stücke werden zusammen mit Gemüse für Vegetarier, oder mit Fleisch und Gemüse für Fleischliebhaber, vermischt. Das Endprodukt verspricht einen lächelnden, satten und zufriedenen Magen. Ein dankbares Gericht. Danke an alle Kottu-Köche.

 

(Ein Rezept hierzu findet Ihr in unserer Kategorie "Delicious Food" unter Hauptspeisen.)

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