Erholung für die Seele

Das Sri Lanka Gefühl hat ehrlich gesagt schon im Flugzeug begonnen. Wir haben Virsham kennengelernt. Er hat uns erfolgreich in die einheimische Sprache Sinhala eingeführt und somit waren wir bereits gut gewappnet für die kommenden vier Wochen. Diese sollten einiges zu bieten haben, von Kultur bis Strand, von Fisch bis Zug sollte so einiges dabei sein. Und zudem sollten wir auch wieder einmal unglaubliche Menschen kennenlernen. Also, lasst euch hiermit überraschen und von uns in ein Land des Lächelns und der Entspannung entführen.

 

Ankunft

Am Flughafen angekommen wurden wir von buddhistischen Flaggen, Buddha-Statuen und sympathisch lächelnden Sri Lankanern begrüßt. Wir haben natürlich gleich unser gerade erst erlerntes Wort „Ayubovan“ (= Hallo) erfolgreich eingesetzt und fühlten uns sofort wohl in diesem Land. Nachdem wir unsere Rucksäcke geholt hatten ging es Richtung Ausgang. Dabei hatten wir unseren ersten faszinierenden Blick durch die riesigen Fenster nach draußen: Etliche Meter hohe Palmen, blauer Himmel, Sonne und eine warme Brise. Urlaub wir kommen! Die ersten Minuten in Sri Lanka waren eine neue Mischung aus Dynamik, Sonne, Urlaubsgefühl und Erholung. Eine neue Frische, ein treffsicheres Wort für dieses Gefühl, hatte uns bereits in diesen ersten Minuten beflügelt.

Zwei Inder haben uns dann noch gleich eingeladen, dass Taxi mit ihnen zu teilen und somit hatten wir eine angenehme Ankunft dank einem klimatisierten Tata-Schlitten der Extraklasse.

 

Negombo

Unsere erste Station, liegt am Meer und ist eigentlich der perfekte Ort um sich aus Sri Lanka zu verabschieden, doch wir wollten hier erst einmal ankommen. Damit haben wir bei den Rikscha-Fahrern allerdings für Verwirrung gesorgt, denn für diese waren wir natürlich ein gefundenes Fressen in der Nebensaison. Doch, dass es auch Leute gibt, die hier ihre ersten Tage verbringen, statt die letzten, war ihnen bis dato anscheinend unbekannt, denn sie wollten uns immer wieder zum Flughafen bringen. Jedenfalls haben wir nach einigem Suchen ein kostengünstiges Zimmer gefunden, was gar nicht so einfach war. Zwischen schmucken, kleinen Erste-Klasse-Hotels am Meer und Touristenanlagen ein wenig weiter vom Strand entfernt, sind wir nach mehrmaligem Fragen dann schlussendlich im Lions-Hotel gelandet. Wir waren dort die einzigen Besucher, hatten ein Doppelzimmer mit Fernseher und eigenem Badezimmer und das alles für einen unschlagbaren Preis. Wir waren bereit für einen Mittagsschlaf; das Urlaubsgefühl hatte uns erschlagen. Nach diesem Schläfchen waren wir natürlich hungrig und so machten wir uns auf den Weg zu einem, wie immer, heimischen Restaurant. Dies war gar nicht so einfach zu finden, denn wir befanden uns mitten im Touristenviertel, vielleicht 5 km außerhalb des Stadtzentrums, dafür aber sehr nah zum Meer. Somit waren die preislichen Erwartungen sehr hoch. Bevor wir uns dann aber in das Restaurant unseres Vertrauens begeben haben gingen wir noch am Meer spazieren.

 

Negombos Strand

Dort genossen wir den weißen Sandstrand. Bereits zwei Stunden zuvor, als wir zum ersten Mal durch Negombo fuhren, ist uns diese Sauberkeit schon ins Auge gestochen. Es war ein willkommener Anblick, denn nach Indien war uns der ganze Müll doch ein wenig zu vertraut geworden. Hier, in Sri Lanka, war es nun wie eine Befreiung von all diesen wahrgenommenen Erlebnissen. Dabei sind nur wenige Stunden Flug zwischen Indien und Sri Lanka vergangen und schon stehen wir hier, in einem komplett neuen Land, das doch so eng mit Indien in Verbindung stand. Zugegeben, wir dachten, dass es viel mehr Gemeinsamkeiten geben würde, doch es wird nicht nur bei diesen ersten positiven Eindrücken und Unterschieden bleiben. Uns ist klar: Wir werden ein ganz anderes Land durchreisen, als wir es zuvor erwartet hätten.

Nun stehen wir also hier an diesem wunderschönen Strand in Negombo, unsere Gedanken sind frei, und wir spüren diesen Frieden, denn wir sehen Menschen die sich hier wirklich erholen können; sie erleben und fühlen die Natur ohne belastende Nebenerscheinungen. Wir sehen Kinder, die im Wasser spielen, Eltern die mit ihren Kindern Blödsinn treiben und Jugendliche, die am Strand Fußball kicken. Von Einheimischen bis hin zu einigen Touristen, alle harmonieren sie miteinander und jeder kann machen was er will ohne dabei bedrängt zu werden.

Wenige Minuten später bin ich (Tobi) vollgeschwitzt, denn der Drang einem Fußball hinterher zu jagen, ist unwiderstehlich und lässt sich aus meiner Sicht kaum beschreiben. ;-)

 

Abendessen

Nach diesem sportlichen Höhenflug sind wir aber nun wirklich bereit für ein Festmahl. Wir gehen zu einem kleinen Fisch-Restaurant wo uns zuvor der Kellner so herzig animiert hat, von ihm serviert zu werden. Diese Kunst der Sympathieübertragung fördern wir gerne und schon werden wir mit einem leckeren Reis mit Curry verwöhnt. Und das sieht dann wie folgt aus: Man bekommt eine ordentliche Portion Reis und ungefähr sechs Beilagen, wie z.B. Kürbis-Curry, Blumenkohl-Curry oder eingelegten Fisch. Die Auswahl ist groß und der Hunger wird mit Sicherheit gedeckt. Mit unserem erfolgreich erworbenen Backgammon-Spiel aus Indien, vertreiben wir uns nun hier in Sri Lanka unsere Zeit und genießen diesen ersten entspannten Tag, der nicht hätte erholsamer verlaufen können.

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