Puducherry (Pondicherry)

Mit dem Bus fuhren wir in die Stadt um von da aus erst einmal Richtung Meer zu gehen. (Das Meer hat uns Beide genau so sehr im Griff, wie die Caro mich.) ;-)

Der Blick aufs Meer kann so faszinierend und spannend sein, dass wir schon fast vergessen haben, wie sich das anfühlt. Das letzte Mal haben wir diesen Ausblick in Nida, Litauen, genossen, mit dem Blick auf die Ostsee. Nun stehen wir, einige Monate später, etliche Kilometer entfernt, hier in Puducherry, in Indien, und tauchen ein in diese Sucht aufs Meer zu blicken. Faszination pur! Aus diesem Grund blicken wir auch schon voller Vorfreude auf die kommende Zeit in Sri Lanka und der Zeit am und im Meer.

Jetzt erleben wir aber erst einmal den indischen Ozean, den Strand und seine, naja, Eigenheiten. An sich stellt man sich das Meer romantisch vor und so ist es auch, wenn man nur weit genug hinaus schaut. Dies sollte man in Indien auch unbedingt tun, denn wenn man sich an der Küste umschaut, sieht man nicht viel mehr außer Müll. Somit war unsere Freude, hier her zu kommen, dadurch auch stark getrübt. So ein Anblick schmerzt in unseren Augen, besonders, wenn man die Inder sieht, die ihren Müll vor unseren Augen in den Sand werfen und gar nicht begreifen, was sie damit anrichten. Leider ist dies nicht nur hier am Meer, einem wohl magischen Ort, ein Problem. Dieses Bild verfolgt einen durch das komplette Land.

Mit diesen ernüchternden Fakten schlendern wir weiter entlang der Promenade, vorbei an Souvenir-, Obst- und Snackständen, sowie an diesem jungen Burschen mit seiner knallig rosafarbenen Zuckerwatte. Da können wir nicht wiederstehen und genießen eine farbige Zuckerwatte in diesem grauen Umfeld.

Weiter geht es durch die Gassen Puducherrys, welches von 1673 bis 1954 unter französischer Herrschaft war. Aus diesem Grund findet man noch viele französische Straßennamen. Auch der Gedanke, man wäre direkt in Frankreich lässt sich nicht ganz verleugnen, denn man wird sogar auf französisch angesprochen. Damit können wir nicht unbedingt mithalten und somit verliert sich das Gespräch schnell im Desinteresse.

 

Am Abend

sind wir mit unserem Couchsurfer Shyam und einer Freundin von ihm verabredet. Eigentlich wollen wir zusammen Beach-Volleyball spielen gehen, aber erst einmal müssen wir dort hinkommen, und da wir keinen Roller haben, vergeht eine Weile. Da es auf dem Weg auch so viele spannende Läden zu bestaunen gibt, dauert es auch ein wenig, bis wir uns am vereinbarten Treffpunkt einfinden. Als wir schließlich ankommen, ist es auch schon dunkel und somit beschließen wir, zum Meer zu fahren, anstatt Volleball zu spielen. Schnell noch in fünf Minuten ein Motorrad ausgeliehen, und schon düsen wir zum Meer. Erst einmal geht es durch die wirklich schöne touristische Innenstadt mit ihrem geschäftigen Stadtleben, bis wir langsam in die vereinsamten Gegenden kommen und schließlich das Ziel vor uns haben. Das nächste Boot am Strand wird von uns geentert und wir verfangen uns in einem Gespräch, bei dem die Worte nur so sprudeln. Vom Boot am Ufer geht es dann auf einen Sprung ins indische Meer. Der krönende Abschluß eines entspannten Tages mit zahlreichen Eindrücken.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0