Busfahrt nach Kalkutta

Kalkutta

Mit dem Bus ging es nach Kalkutta, der Stadt der Kontraste, der britischen Monumente und der Mutter Theresa. Nach einer 15-stündigen Busfahrt kamen wir dann auch endlich in aller Herrgottsfrüh in Kalkutta an. Somit hatten wir genug Zeit, um den kompletten Tag zu nutzen. Es ging damit los, das wir erst einmal mit dem Taxi zur Hostelstrasse fuhren. Nachdem wir einige wirklich schäbige Zimmer angeschaut hatten (Und wir können echt so einiges ab haben, aber das war zum Teil sogar uns zu viel!) haben wir dann doch noch ein erträgliches Zimmer gefunden im Hotel Paragon. Ehrlich gesagt, war es nur eine kleine Kammer mit Fenster und Bett, aber wir waren direkt in der Stadt und im Endeffekt war es der perfekte Ort um lecker und günstig zu essen. Zudem bot uns unsere Abstellkammer jede Menge Unterhaltung mit den, für dieses Hotel berüchtigten kreativen Wandmalereien der vorherigen Zimmerbewohner. Natürlich haben wir auch eine Gemälde für die Nachwelt hinterlassen. ;-)

 

Sehenswürdigkeiten von Kalkutta

Nachdem wir uns ein wenig erholt hatten, sind wir mit der Metro zu einem modernen Einkaufszentrum gefahren, aber nachdem wir die Preise gesehen hatten, waren wir auch schnell wieder draußen. Weiter ging die Fahrt zur Victoria Memorial Hall. Ein weißes, sehr imposantes und altes Gebäude aus der früheren britisch-indischen Regierungszeit in West Bengal. Zu Ehren Victorias, der ehemaligen Königin Großbritanniens, wurde es 1921 erbaut. Heutzutage wird es als Museum genutzt welches wir uns natürlich angeschaut haben. Sehr spannend! Es gibt neben dem schönen Gebäude an sich allerhand über die Geschichte Indiens zu lesen und viele Bilder und Artefakte zu bestaunen. Danach ging es weiter durch den dazugehörigen und ebenfalls imposanten Park. Natürlich haben wir auch mal hinter die Kulissen geblickt und haben uns heimlich, still und leise in das Arbeiterviertel eingeschlichen. Da war es dann im Gegensatz zum öffentlichen Bereich plötzlich nicht mehr so imposant, dafür aber zum Teil sogar noch viel interessanter.

Von dort aus sind wir dann weiter in die gegenüberliegende Sankt Pauls Kathedrale, ebenfalls in weiß gehalten und ebenfalls ein imposanter Anblick. Nicht nur von außen, auch von innen, aber leider ist es verboten von innen Bilder zu machen. Die Farbe „Weiß“ ist übrigens den klimatischen Verhältnissen, hier in Indien, angepasst, so dass sie sich nicht so sehr aufheizt. Die Kathedrale wurde am 08.10.1839 von W.N. Forbes, einem bengalischen Ingenieur und Architekt erbaut, welcher den Kirchturm der Canterbury Kathedrale, dem „Bell Harry“ nachempfand. Allerdings wurde die Kathedrale bei einem Erdbeben im Jahr 1934 komplett zerstört und später wieder rekonstruiert. Das eigentlich coole an der Kirche waren die vielen Vögel, die im Inneren des Kirchenschiffs ihr zu Hause gefunden haben und nun täglich rund um die Uhr ein himmlisches Vogelkonzert abgeben, dem man stundelang lauschen möchte.

Und das gab´s sogar kostenlos! :-)

Nach diesem ereignisreichen Tag haben wir am Abend dann unseren Wanderfreund Nick empfangen und gleich neben uns einquartiert. So gab es dann auch gleich einen gemeinsamen Hotel-Abend zusammen mit weiteren internationalen Backpackern.

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