Adiéu Horst und Franziskarrrrr

Dieser Tag hieß Abschied nehmen, allerdings wussten wir am frühen Morgen noch nichts davon, als wir Reis für unsere zwei Hunde bestellten und sie nur mal kurz zum Pippi machen in die Kälte rausliessen. Wir gehen stark davon aus, dass die beiden Hunde keinen emotionalen Abschied mögen, so schnell wie sie weg waren. Aber, da wir noch nicht wussten, dass sie wirklich weg waren, hatten wir zuerst noch eine Suchaktion, denn, dass mit dem „nur mal kurz Zigaretten holen“, wollten wir nicht so Recht glauben. Wir wussten aber, dass es zwischen den Beiden gewaltig gefunkt hatte und „wahre Liebe“ ist und somit wissen wir, dass es ihnen gut geht, wo auch immer sie sind.

 

Die Wanderung an sich

Weiter ging es entlang am Bergkamm, aber leider wurde uns der vielversprechende Ausblick auf den Himalaya verwehrt, denn es war sehr bewölkt und somit genossen wir ausschließlich die Natur entlang des Pfads: Skurile Baumformationen, Yak- und Ziegenherden sowie Wälder soweit das Auge reicht. Die Karte, die wir dabei hatten entpuppte sich schnell als eine Karte für (und von) Optimisten. Die Landkarte versprach, dass wir 2 Stunden bis zur Frühstückpause unterwegs sein würden, doch wir sollten dieses Frühstück nicht bekommen und es sollte den ganzen Tag dauern, bis wir den ersten Happen genießen durften. Das war einer dieser Tage, an dem wir uns mehrmals wünschten, einen lustigen und fröhlichen, sowie wohl informierten Guide neben uns zu haben, denn von hoch und runter und weiteren unzähligen Hochs und Runters stand dort nichts geschrieben. Wir erkannten schnell, dass es doch nicht so einfach werden sollte. Immer auf der Hut, nicht einfach in einen Grenzposten zu laufen waren wir somit vorsichtig unterwegs. Dann kam aber der Zeitpunkt, wo es keinen Ausweg mehr gab und dann wurden wir auch gleich an einem Checkpoint angehalten. Alles war aber halb so schlimm, man hat unsere Ausweise kontrolliert und schon ging es weiter. Jedoch wieder in die andere Richtung, denn wir hatten die falsche Abzweigung genommen. Das Gute war: Wir konnten unser Ziel von dort aus sehen. Das Schlechte war: Es war gemein weit weg. Ab da hieß das Motto: „Laufen, laufen und immer weiter laufen!“

Aber wir haben es trotzdem geschafft und waren mehr als froh, als wir endlich nach 23 km und harten 9 Stunden Wanderung über sprichwörtlich Stock und Stein, bergauf und bergab mit ungeplantem Umweg, total k.o. in Sandakphu angekommen sind. Wir haben noch schnell ein Zimmer gefunden und danach hieß es Essen, was bitter nötig war!

Beim Abendessen haben wir Jaques und Francoise kennengelernt, zwei wunderbare „Frenchies“. (Dies ist die Beschreibung der Westkanadier für die Ostkanadier, denn dies ist der Teil Kanadas, welcher französisch spricht.) Nun, wir waren Feuer und Flamme und haben uns wunderbar mit diesen beiden herzigen Personen verstanden. Ende gut, alles gut!

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