Das ganz normale Delhi

Exkurs ins moderne Kaufhaus

Am Anfang unseres Berichts über Delhi haben wir euch bereits geschildert, dass hier, in der Hauptstadt Indiens genauso wie auch im restlichen Indien, sehr starke Kontraste auf einen warten. Nicht unweit von Amits Couch entfernt, gibt es einen riesigen Einkaufskomplex, mit Massen an weltweiter Ware und mit Preisen, bei denen einem die Augen und Ohren schlackern: 8 Euro für den billigsten eingeschweißten Käse und 800 Euro für Designerhandtaschen (nur um Euch mal eine kleine Preisvorstellung zu geben). Natürlich gibt es weitere unvorstellbare Preise für die, die es sich leisten können. Man schwebt wie auf Wolke Sieben, wenn man aus dem „normalen Indien“ kommt, so wie wir es kennengelernt haben, aber trotzdem ist es einem doch so fremd geworden und passt nicht so richtig in unser Bild von Indien.

 

Des Weiteren herrscht hier freie Mode, dies ist eine weitere Modernisierung Indiens: Kurze Röcke, kurze Shirts und reizend herausgeputzte Inderinnen und Inder. Wobei die Inder in dem Fall anders aussehen (ohne Minirock und kurze Shirts). :-) Auch hier steht die Welt nicht still und die Saris bekommen so bald mehr und mehr Konkurrenz. Nun direkt vor diesem riesigen Komplex der Superlative warten die halbnackten kleinen „unschuldigen“ Kinder auf ihren Coup für den ganz großen Fisch. Sie schlängeln sich durch Lücken der haltenden Autos und klopfen an die Fensterscheiben der Mercedes- und Audi-Fahrer. Hier und da haben Sie Erfolg, aber auch die unschuldigsten Kinderaugen garantieren keinen großen Geldschein. Nun, wenn man bedenkt, dass der Mercedesfahrer gerade aus dem Einkaufskomplex gefahren kam, will man sich nicht ausmalen, wie groß hier die Kluft zwischen Arm und Reich ist.

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