Jaisalmer

Die Wüstenstadt, der goldene Palast und die Information, dass es hier richtig heiß werden kann, bestimmten unsere Gedanken auf dem Weg nach Jaisalmer. Wenn man so um die Welt tingelt, trifft man zahlreiche Artgenossen und somit tauscht man sich mit seinen „Seelenverwandten der Freiheit“ aus. Jeder hat Jaisalmer und seinen goldenen Palast, als ein Highlight seiner Rajasthan-Zeit beschrieben und auch wir werden uns im Folgenden nicht davon lösen können.

 

Yogindra

Alles fing damit an, dass wir von Yogindra, unserem Couchsurfer, für die nächsten drei Tage vom Busbahnhof abgeholt und wohl im schönsten Hotel von Jaisalmer wieder abgesetzt wurden. Denn Yogindra ist Besitzer und Hotelmanager in einer Person und er stellt einige Zimmer großzügiger Weise für Couchsurfer zur Verfügung. Was soll man sagen, wenn man sich in federweiche Betten legen kann und man mit dem wohl leckersten Melonenlassi verköstigt wird? Wenn man köstliche Mahlzeiten bekommt, noch dazu in diesem historischen Gebäude. Ist das nicht einfach nur wunderbar?

An dieser Stelle gleich einmal ein riesen Dankeschön für deine Gastfreundschaft und Persönlichkeit.

 

Der Palast

Nun haben wir euch ja schon den Goldenen Palast, hier in dieser Stadt in der Wüste, schmackhaft gemacht. Und ja, in der Tat, bekommt man hier einiges geboten. Der Palast besteht aus Sandstein, deshalb sein Name und noch heute wohnen zahlreiche Menschen hinter den Mauern dieses Palastes. Auch hier kann man sich schnell verlaufen und man taucht förmlich ein in die Zeit der Zeiten. In die Vergangenheit der Zeit der Maharajas, der Krieger welche hier die Häuser bewohnt haben. Der König welcher hier in seinen Privatgemächern bewirtet und beköstigt wurde.

An den Häusern findet man versteckte Symbole, schöne alte Verzierungen die die Epochen widerspiegeln. Es gibt hier einiges zu entdecken, wobei sich auch zahlreiche Händler um die Touristen streiten. Es gibt Unmengen an Stände, die wieder einmal den gleichen Schnickschnack und haargenau die gleichen Klamotten verkaufen wie der Kollege von nebenan. Es gibt aber auch vereinzelte Verkäufer die schöne alte Schatullen aus Kamelknochen oder weitere einzigartige Schmuckstücke verkaufen. Da waren wir sofort willige Kunden.

 

Spezialfall: Einsatzteam Caro und Tobi

Apropos Kunden. Wir waren auch hier nicht ganz untätig und haben uns mit einem Verkäufer darüber unterhalten, warum er genau das gleiche Inventar verkauft wie Jedermann. Genauso gelangweilt herumlungert, wie die meisten Verkäufer und dabei aber so wenig in sein Geschäft investiert, wie nur möglich. Dass wir genau hier gelandet sind ist kein Zufall, sondern vielleicht Schicksal für den, der es verstehen will. Aber auch hier treffen wir auf Unverständnis und wenig Anteilnahme. Deswegen haben wir uns kurzerhand entschlossen, ihm einmal zu zeigen was wir eigentlich genau meinen, mit ein wenig Liebe und Gespür für die Wünsche der Kunden. Ein Kunde will verstanden werden und die meisten Kunden brauchen das gewisse Etwas, um aufmerksam zu werden. Das erreicht man nicht mit Unsauberkeit und viel Staub, nein, vielmehr mit Ordnung und Aufmerksamkeit für diese Wünsche. Das Ganze hat dann geschlagene drei Stunden gedauert, bis wir den Laden einigermaßen entstaubt, den angehäuften Müll entfernt hatten und die Dinge so präsentiert haben, dass der Kunde, so unsere Meinung, die schönen Dinge zuerst sieht und wenn möglich, auch noch kaufen will. Leider haben wir es aber nicht geschafft, den Verkäufer zufrieden zu stellen, denn wirkliche Dankbarkeit haben wir nicht verspürt. Aber wir hoffen, dass sich der Aufwand trotzdem irgendwie auszahlt. Alles Gute dabei!

Kommentar schreiben

Kommentare: 0