Udaipur und der Geist James Bonds

Udaipur, eine Stadt in die man sich nur verlieben kann. Eine Stadt, die eigentlich so ganz anders ist zu den bisher bereisten Städten. Denn, zum einen ist es hier erstaunlich ruhiger, obwohl sich doch zahlreiche Rikschafahrer hier ihren eigenen Weg suchen und trotzdem strahlt diese Stadt eine gewisse Zufriedenheit und Leichtigkeit aus, von der man schnell Gebrauch macht, wenn man danach sucht. Eine Stadt mit zahlreichen geschichtlichen Ereignissen und Bauwerken. Eine Stadt, die die Raffinesse, Kaltschnäuzigkeit und die Verführung einer oder mehrerer Frauen wohl am besten widerspiegeln kann. Die Rede ist von James Bond, der sich in dieser Stadt dem Untergang der Welt gestellt hat und die Stadt und die Welt vor russischen Terroristen befreit hat: Octopussy! Wir haben uns diesen Film hier angeschaut und müssen euch leider sagen, dass dieser nur wenig von Udaipur zeigt, geschweige denn, man erahnen kann, dass dieser überhaupt hier gedreht wurde. Wobei ein anderer Großteil in Chemnitz, einer Stadt im östlichen Deutschland, gespielt wurde, und man dort wenigstens sieht, in welcher Stadt er gedreht wurde. Aber trotzdem ist der Charme, der u.a. auch durch den James-Bond-Film „Octopussy“ hier, in Udaipur geschaffen wurde, unverkennbar. Wir schlendern durch die liebevollen Gassen dieser Stadt und erhaschen immer wieder den Blick auf den Palast. Ein Stadtpanorama wie es das wohl kaum besser in Indien geben kann. Der Palast als Magnet jeder Kameralinse, bis hin zu den Häuserreihen, abgerundet durch den Wasserpalast.

Dieser Wasserpalast ist heute ein Luxushotel der Extraklasse, welches immer noch im Besitz der Nachfolger der früheren Maharajas ist. Dieser Nachfolger besitzt hier im Übrigen zahlreiche Häuser der Extraklasse. Leider hat man nur eine Möglichkeit sich das Ganze von Innen anzuschauen. Man braucht ein Zimmer. Einfacher gesagt, als getan, denn die Preise liegen hier zwischen 700 bis 4000 € die Nacht. Eine andere Welt, der wir gekonnt aus dem Weg gehen.

Deshalb gingen wir lieber im See schwimmen, wie einst Roger Moore. Ihn haben wir hier zwar nicht kennengelernt, dafür aber so einige andere interessante und lustige Inder und gemeinsam hatten wir eine Menge Spaß.

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