Lotustempel

Es war Caro´s Idee diese Sehenswürdigkeit zu besuchen. Eigentlich war sie nur fasziniert von der Form des Tempels, einer Lotusblüte, welche für die Reinheit und Schönheit steht. Aber es versteckt sich einiges mehr, als man erahnt und ehrlich gesagt waren wir stark beeindruckt. Dass uns dieses Mal wieder einmal eine neue Religion in ihren Bann zieht haben wir nicht erahnt. Neun Religionen gibt es weltweit. Nun treffen wir auf den Bahá’i Glauben, die modernste Religion, die neunte Religion, die neuentwickelte Form des Glaubens, so zumindest erfahren wir es hier. Die Zahl „Neun“, die größte einstellige Zahl, spielt hierbei eine wichtige Rolle. Die Gleichstellung von Mann und Frau gilt hier als das stärkste Glaubensbekenntnis, sowie die Offenheit zu anderen Religionen.

Der Glaubensgründer Bahá´u´lláh wurde 1817 in Persien geboren und ist 1892 in Akka, Palästina, gestorben. Sein Leben bestand daran, Armen und Kranken zu helfen und somit wurde er auch „Vater der Armen“ genannt. 1863 bekam er den Namen „Botschafter des Gottes“, einer für alle Religionen, Respekt vor Jedermann, als das höchste Gut dieser Religion.

Das Besondere an diesem Lotustempel ist, dass es innen drin mucksmäuschenstill ist, keine Relikte oder Gottesbilder. Blumen in jeder Ecke, Stühle die in Richtung Akka ausgerichtet sind, dort wo Bahá´u´lláh gestorben ist und das Zeichen des Bahá´i Glaubens an der Decke des Tempels. Das schönste war aber die Ruhe, eine ungewöhnliche Ruhe für einen Tempel und deshalb hat uns dies so fasziniert und der Gedanke der hinter diesem Glauben steht unterscheidet sich ebenfalls von denen, die wir bisher kennen.

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