Alles! Alles ist schön, Alles ist wunderbar!

Delhi hält was es verspricht. Sehenswert: Die Rote Festung. Nun stehen wir davor und erfahren, dass heute Montag ist. Nicht nur bei uns ist der Montag ein trauriger Tag. Nicht nur weil das Wochenende wieder vorbei ist und die Woche wieder von vorne beginnt, nein sondern auch, weil am Montag die meisten Museen in Indien geschlossen sind. Aber ein Rikscha-Fahrer (wieder einmal) hat uns in seinen Bann gezogen. So schön kann Indien sein. „I can show you Alles!“, so seine Aussage. Untersetzt, mit funkelnden Augen, verschmitztem Lächeln und dem Angebot das wir gleich „Alles“ sehen werden, wollen wir sein Angebot einfach nicht ausschlagen. Ein Sprung, und schon sitzen wir auf der Rikscha. Taslim, unsere indische Frohnatur, strampelt uns die nächste Stunde einmal um den Block. Wir fahren durch das Menschenmeer mitten in Chandi Chowk, DEM Zentrum Delhis. Eigentlich ein Unding, hier irgendwie durchzukommen und das ganze ohne Hupe. Aber Taslim, schwingt sein Gefährt, wie einst Michael Schumacher und Senna zusammen und weiß wie er sich durchboxen muss. Hier steht er Henry Maske und Mohammed Ali in nichts nach.

Wir besuchen einen Jain Tempel. Jainismus, eine Religion mit 24 Propheten und ohne Götter, welche vor 1000 Jahren entstand. Eine Religion, welcher ungefähr 10 Millionen Inder folgen, sprich ein Prozent Indiens. Hier ein kurzer Überblick der Konfessionsaufteilung in Indien: Die größte Anzahl der Inder sind, mit 65 Prozent, die Hindus. Ungefähr 20 % sind Moslems, 10 % Christen und weitere nicht unbedeutende Prozent sind unter anderem die bunten Turbanträger, die Sikhs.

Die Reise geht weiter zum größten Gewürzmarkt Asiens. Düfte, unzählige Düfte, die sich vermischen, die diese eigene Welt charakterisiert. Vom teuersten Tee der Welt, bis hin zu der schärfsten Chili der Welt, ist hier alles zu finden. Eine Freude, als wir den Weg nach oben suchen und das ganze Spektakel von oben betrachten. Ein Ausblick über die Stadt ist eine unvergessliche Freude, eine Sucht.

Nun entscheiden sie sich, lieber Kandidat. Soll es der Mann sein der ihnen „Alles“ zeigen kann und dabei noch so fröhlich lächelt wie Mohammed Ali und ihnen sogar die „Alles for the Hockzeid“-Straße zeigt und beim Abschiedsbild posiert wie Michael Schumacher auf dem Treppchen? - Ja! Wir brauchen die weiteren Kandidaten nicht. Danke für die unvergessliche Fahrt und den Spass!

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