Delhi

Millionenmetropole und Moderne

So unterschiedlich kann Indien sein. Kurze Röcke, leicht geknöpftes „United Colours of Benetton“-Hemd und Fastfood an jeder Ecke. Riesige Einkaufspassagen, Audis und ein Straßensystem mit Ampeln. „Coffee to go“, Kneipen und frisch gepresste Säfte an jeder Ecke, aber keine Kühe oder andere Fressmaschinen. Delhi hat viel zu bieten. Von Geschichte bis Religion. Eine Stadt der Superlative. Eine Stadt mit den teuersten Grundstücks- und Immobilienpreisen der Welt. Eine Stadt der Armen und Reichen. Eine Stadt der Millionäre. Nackte Bettler auf der einen Seite, Mercedesfahrer mit Louis Vouitton ausgestatteter Gattin auf der anderen Seite. Eine andere Welt die uns hier erwartet und wir sind mittendrin.

Wir haben einen Couchsurfer gefunden. Einen, den man am liebsten auf die Reise mitnehmen will. Amit, ein Mensch der lebt und genießt, philosophiert betet, lacht und macht. Eine Person zum lieb haben. Ein Mensch mit einem riesengroßen Herz für Andere. Wir haben eine eigene Wohnung hier in Delhi, eine Wohnung nur für Couchsurfer. Was soll man dazu noch sagen. Die Wohnung ist in einem ruhigen und schönen Viertel mit guter Anbindung an die Händler des Vertrauens. Der Obstmann, der Kioskmann und die federballspielenden Kinder sind alle direkt vor der Haustür genauso wie Lucky, unser feierlich getaufter Wunderhund. Mit einem Bad haben wir diesen Moment zelebriert und ihm diesen Namen gegeben. Lucky, ein Hund mit unbändiger Lebensfreude, den wir am liebsten einpacken und mitnehmen würden. Im übrigen muss er in seinem früheren Leben ein Frosch gewesen sein, so talentiert, wie er mit seiner Zunge die Fliegen fängt...

Die Wohnung liegt in der dritten Etage mit einem tollen Ausblick und einem Blick in die Luft zu den an- und abfliegenden Flugzeugen. Es ist alles wunderbar, aber man muss leider auch sagen, dass nicht alle Couchsurfer dies wertschätzen. Müllberge haben sich seit langer Zeit gestapelt. Ein Anblick der nicht in diese Wohnung gehört. Somit kam mit uns auch der Frühlingsputz ins Haus. Einige Stunden hat es gedauert bis die Wohnung seinen Namen verdient hat: Dachgeschoß-Appartement! In den nächsten Tagen kam noch Farbe rein. Die Bilder werden es euch zeigen. Es ist wirklich schön geworden und nun ist es ein Neuanfang für eine lange Couchsurferzeit.

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