Skifahren in Indien

Skifahren in Indien!
Skifahren in Indien!

Wir sind in den Bergen, es schneit. Wir sind in den Alpen Indiens. Die Gedanken die man dabei hat, schießen uns auch durch den Kopf: Wir wollen Skifahren. Wir wollen uns ins Getümmel der indischen Ski- und Snowboardfahrer stürzen und dabei erleben wie es hier von statten geht, in einem Land was wir nicht als Bergland in Verbindung bringen. Wir sind froh, dass wir winterfeste Klamotten dabei haben, die auch für die Piste taugen. Denn die Alternative, sich in ein quietschbuntes Ganzkörperkostüm zu stürzen und dabei wie die Teletubbies herum zu watscheln, kommt uns noch nicht in den Sinn. Die Auswahl ist riesig zwischen 60er Jahre hellblau und 70er Jahre grün bis hin zur rote Farbpracht. Eine 70er Jahre Faschingsparty mit dem Motto Schneeoutfit? Kein Problem hier in Manali.

Unsere Wahl fällt dann eher auf die Skier und das Snowboard, denn diese brauchen wir, um uns auf die indischen Pisten zu wagen. Nach langem umherfahren, denn die Schuhe sollten auch passen, haben wir alles beisammen und stürzen uns ins Vergnügen. Im Großen und Ganzen ein teures, aber außergewöhnliches Vergnügen. Der Tageslift kostet 25 Euro, einmal hoch 6 Euro. Also für indische und Weltreisende Portemonnaies eine nicht ganz abwegige Frage, ob man sich das leisten kann. Wir haben es gemacht, verlassen den indischen Lift, ein hervorragender Lift wohl bemerkt, und stehen vor einem Schneeberg. Wo ist die Abfahrt? Erst einmal den Berg nach oben, dann hat man bessere Aussicht. Aber hier oben gibt es immer noch keinen Hinweis auf eine Piste. Unsere zweite Nachfrage hat ergeben, dass es da lang geht. Da lang, heißt so gut wie 70%iger Abstieg, ein Weg den wir erst einmal verfolgen müssen, denn auf dem ersten Blick ist es nicht so ganz eindeutig, wo man eigentlich lang muss. Nach zwei Jahren, neuen Utensilien und mit dem Gedanken in Indien zu sein, eine knifflige Geschichte, dort gleich runter zu, naja, snowboarden. Die Piste ist eigen, der Schnee erinnert an ein wenig Tiefschnee, Neuland für uns/Tobi aus dem halleschen Flachland, verziert mit ausreichend kleinen gemeinen Hügelchen, die einem das wenden, nicht unbedingt verfeinern. Auch Caro hat Probleme mit ihren extra schmalen und unterschiedlich langen Skiern und den zwei verschiedenen Skistöcken (Einer dabei ohne Teller, und das im Tiefschnee!), sich dieser Aufgabe zu stellen und somit verbringen wir sozusagen einen unvergesslichen Tag im Schnee.

 

Kulturprogramm Indiens

Nicht weit weg von Manali gibt es das Solang Valley, ein, für Indien, berühmter Wintersportort. In Europa gibt es Schnee zum Skifahren und Snowboarden. In Indien gibt es Schnee als Kulturprogramm. Eine reichliche Auswahl an Möglichkeiten seinen Tag zu verbringen. Es ähnelt einem Jahrmarkt im Schnee. Angefangen mit Paragliding, dem umsatzstärksten Angebot in dieser Höhe. Sechs Euro und man hat Spaß für zwei Minuten in der Luft. Es gibt zahlreiche Flieger, und der Marschweg zum höher gelegenen Absprungplatz steht niemals still. Die Nachfrage ist riesig. An Platz zwei der umsatzstärksten Angebote steht das Schneemobil. Das rauscht mal hoch und mal runter, sieht super langweilig aus, aber das indische Publikum jodelt. Spaß steht hier an erster Stelle. Super schön mit anzuschauen, auch wenn uns dabei eher die Action fehlen würde. Platz drei und vier, gehen an Reifenrutschen und an Zorbing. Zorbing ist ein überdimensionaler Ball, in dem man dann gefangen, einen kleinen Abhang runterrollt. Achja nicht zu vergessen, Skifahren und Snowboarden sind hier eher was für Ausländer.

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