Shimla in vollen Zügen!

Ein unglaublich tolles Kapitel als Couchsurfer. Unser erster Couchsurfer in Indien. Madhavi Familie, wie wir sie später taufen werden, haben unseren Aufenthalt nicht nur verlängert, sondern ihn uns unglaublich versüßt. Versüßt mit einer Portion wohlfühlen, tollen Menschen, Entspannung, Gelassenheit, leckerem Essen, tolle Tiere, sprich ein Erlebnis der besonderen Art. Dies alles weiß man natürlich vorher immer nicht. Weiß nicht was einen erwartet, wenn man nun diese Person anschreibt. Weiß nicht dass sich dahinter ein zweites zu Hause offenbart. Weiß nicht, das man dadurch länger in diesem Ort verweilt, als man eigentlich vorhatte. Weiß nicht, dass man sich von der ersten Sekunde an wohl fühlt.

 

Neben diesem Leben mit nichts tun, da sein und machen was man will waren wir noch in der Stadt. Eine sehr schöne Stadt, denn Shimla war die alte Sommerresidenzstadt der Briten zur Zeit der britischen Besatzung (1834-1939). Somit findet man hier schöne alte britische Gebäude, wie, z.B., das alte Schloss welches als Sommerresidenz erbaut wurde, sowie die zweitälteste protestantische Kirche Indiens. Einen alten Marktplatz mit dem „Scandal Point“ (Skandalplatz). Der Name verspricht auch wirklich einen Skandal, denn der damalige Boss der Stadt, dachte dass er ein besonderer Mensch sei und er sich alles erlauben kann. Alles, so dass er sogar so weit geht mit Frauen zu machen, was er will. Auf diesem Platz hat er jedenfalls gesucht und gefunden was er wollte. Meistens in der Nacht, denn dann wurde er nicht erkannt. Auf gut Deutsch: Er war ein Arschloch! Und dieser Ort trägt den Namen nicht zu Unrecht.

 

Indien, das Land der Ernährungsberater und Schlemmerer dieser Welt. Man hat das Gefühl, dass hier jeder weiß was er ist und dies besonders genießt. Nur gesund, so unsere Devise. Ein Paradies für alle Vegetarier, aber auch ein Paradies für alle Schlemmer wie wir es sind. Dass wir dabei das Fleisch gar nicht vermissen ist nur ein Beispiel, dass es so verdammt lecker ist. Hier, bei Madhavi, unserer Couchsurferin, haben wir dies in vollen Zügen genossen. Auberginen sind hier ein Gemüse welches keine besondere Wertschätzung hat. Es wird gegessen weil es lecker ist, nicht aber, weil es dem Körper gut tut. Das ist ganz anders bei Linsen. Linsen sind für Inder wie der Reis für die Chinesen, die Spätzle für die Schwaben, die Weißwurst für die Bayern und so wie das Fischbrötchen in Hamburg.

 

Rundum haben wir uns verwöhnen lassen, haben uns bekochen lassen, von Madhu der Köchin und somit Teil dieser Familie. Mit Superlativen, sollte man nicht so herumprotzen, denn es sollte immer Freiraum für Verbesserungen geben, aber diese Tage der Verschlemmerung, waren nah dran. Wir hatten viel Zeit mit Madhavi und wir hatten viel Zeit um Indien besser kennenzulernen. Auch der Konflikt zwischen Indien und Kashmir ist für uns klarer geworden. Danke haben wir schon mehrmals gesagt, aber jedes Dankeschön verbirgt seine eigene Geschichte. Die, die es bekommen, haben es verdient, haben uns integriert.

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