Haridwar oder eine ganz normale indische Stadt

Eine ganz normale indische Stadt mit zahlreichen Versuchungen. Um euch einmal ein Bild zu geben, wie es in einer Stadt in Indien aussieht, habt ihr nun die Möglichkeit euch dies vorzustellen:

Die meiste Zeit des Lebens verbringen die Inder im Freien auf der Straße und somit spielt sich hier auch einiges davon ab. Unser Hotel liegt in einer Seitenstraße, eine gute Alternative, wenn man dem Lärm und dem Chaos aus dem Weg gehen will. Denn, auf der Hauptstraße angekommen, wird man regelrecht herumgewirbelt von zahlreichen Eindrücken. Fangen wir mit dem Auffälligsten an, dem Verkehr, denn dieser saust und schlägt sich seinen Weg durch die Straßen. Ein Hupkonzert um seine Aufmerksamkeit zu erzeugen, um sich einen freien Weg zu erkämpfen, denn dieser scheint gar nicht so einfach zwischen den windigen Rikscha-Fahrern, den nach Fressen suchenden schleichenden Kühen und Hunden, den parkenden Bussen, dem fahrenden Verkehr, den, auf der Straße wartenden Menschen oder den einfachen Passanten, die die Straße überqueren wollen. Ein Chaos mit „Copyright“, denn dieses ist einzigartig in Indien und Südostasien. Ein Chaos, das ohne Ampeln auskommt, mit einem System, das funktioniert, ohne wütende Fahrer oder Passanten, jedoch mit einem Hupkonzert, an das man sich erst einmal gewöhnen muss.

Neben diesen Eindrücken, sieht man unzählige Straßenverkäufer am Wegesrand. Unzählige Versuchungen, vom leckeren Obst, bis hin zu duftenden Süßwaren und Spielzeugartikel in den schillerndsten Farben. Man findet hier viele Dinge, wo wir uns denken dass diese doch keiner kauft. Trotzdem existieren diese Verkäufer und übermitteln uns ein geschäftiges Treiben. Jeder versucht ein gutes Geschäft zu machen und die Suche nach den geldeinbringenden Kunden ist groß. Aber in jedem (vielleicht unglücklichen) Verkäufergesicht sieht man ein Lächeln. Das indische Lächeln was uns die ganze Zeit begleitet.

Weiterhin finden wir zahlreiche Läden, wo wir das Gefühl haben, dass es diese in zahlreichen Kopien gibt. Der erste Laden verkauft genau das Gleiche, wie der Kollege fünf Läden weiter. Diese Läden ähneln nicht selten dem Chaos auf der Straße. Der Staub von den Straßen hat sich hier schon niedergelegt. Und wie sagt man doch so schön: „Jeder Chaot hat ein System“. Und so schlendern wir entlang der Straße, passieren den zweiten identischen Laden und hoffen dass sie alle ausreichend Profit machen. Schauen zu den hinduistischen Göttern an den Hauswänden, die mit Blumen verziert werden und versuchen die Straße zu überqueren ohne Furcht und Verstand: Einfach drauf los.

In Indien findet man viele, also unzählige Tempel, denn es gibt ausreichend Götter mit zahlreichen Abstammungen, wo jedem ein eigener Tempel gewidmet ist. So auch in Haridwar. Und an einem dieser Tempel fand diese Zeremonie statt. Diese findet jeden Abend statt und jeden Abend schwimmen leuchtende Kerzenschiffchen durch den Wasserkanal. Ein schöner Anblick neben den Gesängen und Tänzen der Gläubigen.

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