„Incredible India“!

Mit diesem Satz, dem „Bulls Eye“, ist alles gesagt, was gesagt werden muss. Und nun werden wir in dieses Land gestrampelt. In das Land der Yoga-Freunde, Buddhas, Hindus, Spirituellen und Andersdenkenden. Wir und unsere beiden schweren Rucksäcke, werden bis zur Grenze gerikschat. Wir sitzen beide auf dem hinteren Platz dieser Rikscha, eingeengt zwischen unseren Rucksäcken, die auch noch gerade so Platz gefunden haben. Angeführt werden wir von unserem Fahrer, der sich tapfer und mit unglaublicher Willenskraft diesen ca. 190 kg stellt, diesem Schwergewicht. Im ersten Gang strampelt er uns über stolze acht Kilometer bis zum Tor Indiens, bis nach Banbasa. Ab wann das Schweißtuch unseres Fahrers pitschenass war, können wir euch auf diesen ersten Metern nicht sagen, aber mein Herz, mein physiotherapeutisches Herz, hat schon aufgehört zu schlagen. Nach vielleicht einem Kilometer, springt mein physiotherapeutisches Herz wieder an und ich von der Rikscha. Wer sich so schuften kann, will und muss, der hat es auch einmal verdient belohnt zu werden. In Nepal ist es nicht schwer ein Motorrad anzuhalten. Das habe ich auch gemacht. Fünf Minuten später war ich an der Grenze und Caro 25 Minuten später! Aber der Reihe nach. Ich war auf und davon und der Fahrer nach verdutztem Gesicht und einigen Kilogramm weniger auf der Rikscha ordentlich erleichtert. Und ab hier ging die Fahrt erst richtig los. Denn es wurde tatsächlich so schnell, das Caro zu frieren begann und aufgrund des aufkommenden Fahrtwindes, erst einmal eine Jacke anziehen musste. Herrlich aber war. Caro und ihr Fahrer haben sogar wieder Chris eingeholt, den wir zuvor kennengelernt hatten. Da kam natürlich erst einmal die Frage auf, wo denn Tobi geblieben sei? Und nach kurzer Aufklärung gab es ein großes Gelächter. An der Grenze wieder vereint, wurden wir noch gedanklich gefilzt, wurde gedanklich das Passfoto mit der Echtheit verglichen, praktisch mehrere Zettel ausgefüllt und ruck zuck waren wir auch schon in Indien! Es werden uns auch hier zahlreiche Ereignisse widerfahren, wir werden viel lernen, viele tolle Menschen kennenlernen, Freundschaften schließen und ein wunderschönes Land erleben!  

 

Gleich weiter

Nun steht man an der Grenze und weiß gar nicht wo man nun eigentlich hin will. Wir wussten es nicht, aber Chris, unser Brite, wollte nach Haridwar. Also auf nach Haridwar, in eine Stadt der Ashrams und Yogas, der Reinigungen und der Shivas. Die Hauptstadt des Yogas. Die Einstimmung auf Rishikesh.

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