Es geht noch besser

Bardia, der zweitgrößte Nationalpark und der größte untouristischste Park Nepals. Und so unglaublich froh, dass wir genau hier sind und nicht in Chitwan, dem größtem touristischsten Nationalpark Nepals. Unsere Herberge „Bardia Wildlife Resort Paradies“! Ein Paradies für uns alleine. Keine Menschenseele aus den asiatischen Ländern dieser Welt, obwohl jene um diese Zeit die umsatzstärksten sind. Wir haben einen Fleck gefunden, wo wir unsere Seele baumeln lassen können, wo wir die Vögel und nicht die Südkoreaner schnattern hören. Dort wo wir den Bach rauschen hören, den Duft der frischen Bananenstauden einatmen, den Klängen des „Wildlifes“ lauschen und die Rehe belauschen. Die Tiere sind hier das Highlight, nicht die mit Fotoapparaten bewaffneten Touristen.

Stille, nur das knistern unter unseren Füßen. Das Leben der Tiere und wir als Scheinwerfer die dieses Spiel beobachten. Das Spiel der Wildnis, das Spiel Tiger gegen Reh, Reh gegen Gras, Gras gegen Naturgewalten. Die Sonne, wie sie diesem Spielplatz einen schönen guten Morgen wünscht. Die Sonne die sich durch den Nebel kämpft ist unser erster Blick der uns fesselt. Einzigartige Baumformationen, einmalige Augenblicke, taubedeckte Graslandschaften und die Nebellandschaft durch die uns die Sonne grüßt. Auf diesem Weg in die Wildnis schauen wir dem Hirsch, dem Reh oder auch dem Krokodil tief in die Augen. Natürlich steht der Tiger, hier als besonderer Bewohner, im Mittelpunkt des Programms. Dass Caro ihn dabei mit Sicherheit fünfmal gesehen haben will, er sich aber viermal als Reh und einmal als Baumstamm entpuppt hat, spielt dabei eine besondere Rolle bei der Suche nach dem Tiger. Denn wer möchte den Tiger nicht gerne sehen, wobei der Tiger eigentlich mehr die Rolle des Spielleiters einnimmt. Die Rolle des Schiedsrichters. Er bestimmt den Park mit seiner Faszination, mit seiner Entscheidung ob er auftritt oder nicht, aber er bestimmt nicht das Spiel. Das übernehmen die Spieler des Parks: Die Krokodile, Papageien, Wildenten und an erster Stelle die Landschaft an sich. Nun verraten wir euch einen atemberaubenden Star dieses Parks. Wir haben ihn zwar selber nicht gesehen, aber er hat hier sein zu Hause gefunden. Der Delphin! Wahnsinn, oder? Er lebt hier im Fluss und zur Monsunzeit hier im See. Mitten in Nepal, mitten in Asien, abgeschnitten vom Meer, verbringt er hier seine Tage. Leider hatten wir keine Zeit mehr ihn zu sehen, aber der Gedanke, dass dieser hier mit seinen Genossen aus dem Wasser springt, lässt uns auch aus der Ferne ein erstauntes Lächeln über die Lippen gleiten. Es waren eine wunderbare Zeit mit zwei wunderbaren Tagen in und mit der Wildnis. Danke an alle Tiere, dass ihr uns begrüßt habt.

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