Bhaktapur

Unverhoffte Bekanntschaft

Die Stadt, die man dem Namen nach auch in Pakistan vermuten könnte, liegt 40 km östlich der Hauptstadt und ist ein weiteres unvergessliches Kapitel unserer Kathmandu-Reise. Eine dunstglockenfreie Stadt mit herrlich frischer Luft und einer atemberaubenden Architektur. Wir wollen zunächst einmal die Aussicht über die Stadt genießen und was macht man da am besten? Richtig, man geht aufs Dach. Und da wir ja in Nepal sind, geht man einfach ins nächste hohe Haus hinein und erklimmt die Stufen nach oben. Wir haben aber nicht damit gerechnet, dass wir plötzlich im privaten Wohnraum einer Familie stehen und die Hausfrau uns erstaunt entgegenblickt. Vergesst nicht, dass wir in Nepal sind, denn hier wird die Gastfreundschaft großgeschrieben. Vom Dach aus, einem der wohl schönsten Orte, überall auf der Welt, dürfen wir die Stadt überblicken. Und bevor wir richtig wissen wie uns geschieht, werden wir schon auf eine Tasse Tee eingeladen und lernen so Nirmal und seine Familie kennen. Nachdem wir unseren leckeren Tee weggeschlürft haben, kamen wir in den Genuss, die Hunde von Nirmal kennenzulernen und um eine Haaresbreite hätten wir dem Verlangen, einen oder sogar zwei süße Hundewelpen mitzunehmen, nachgegeben. Leider, leider hat die Vernunft gesiegt und wir wollten das Reisen nicht unwesentlich komplizierter machen. Aber der Hund, der kommt. Irgendwann.

 

Bhaktapurs Tempel

Der Eintritt für die Stadt belief sich auf 20 € pro Person. Ein Preis, der für Langzeit-Reisende wie wir es sind, die noch dazu in Nepal gearbeitet haben, doch sehr hoch ist. Also sind wir zurück zu Nirmal und haben ihn gefragt, ob er noch eine andere Möglichkeit kennt, entweder einen ermäßigten Eintritt zu bezahlen oder auf anderem Weg in das Zentrum zu gelangen. Nach kurzem Überlegen ist er dann mit uns und seinem Freund Birochan durch kleine Gassen gelaufen und hat uns auf Schleichwegen ins Herz von Bhaktapur geschleust. Es ist eine tolle Stadt mit einem wahnsinns Zentrum, die seinen hohen Eintrittspreis wert ist. In der Zeit zurückversetzt, wandert man durch enge Gassen, vorbei an großen Plätzen mit Brunnen und sieht unzählige Tempel und Häuser, die teilweise schon im 13. Jahrhundert erbaut wurden. Glücklich darüber, dass wir uns 40 Euro sparen konnten, genießen wir diese Stadt und laden unsere beiden spontanen Stadtführer zum Essen ein. Ein Mittagessen für vier Personen und das Ganze für 5 Euro!

 

Wir hatten eine tolle Zeit mit den Beiden, haben viel erfahren und sind froh im richtigen Haus einmarschiert zu sein! Danke, für die super Aktion!

 

Ju Ju Dhau

Eine wichtige Sache wollen wir noch über diese Stadt loswerden. Der in Nepal allseits beliebte Joghurt oder auch Curd, wie er im Heimatland genannt wird, findet hier in Bhaktapur seine Vollendung. Ju Ju Dhau, der „König unter den Joghurts“ gilt als besondere Köstlichkeit von Bhaktapur. Ein einfaches und doch einzigartiges Milchprodukt, findet hier bei Kühlschranktemperatur, seine Offenbarung. Wir sagen nur: Lecker, verdammt lecker, himmlisch lecker! Wer die Möglichkeit, sollte ihn probieren!

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