Weihnachten

In Nepal wird Weihnachten gar nicht gefeiert, wenn man an unsere Weihnachten denkt. In einem Land wo es hauptsächlich Hinduisten und Buddhisten gibt, die Weinachten höchstens vom Hören-Sagen kennen, gibt es natürlich zahlreiche hinduistische Feste, die auch festlich gefeiert werden. Das Diwali-Festival durften wir ja schon miterleben.

 

Unser Weihnachtsbaum

Aber um euch einmal einen kleinen Auszug aus unserer Weihnachtszeit in Nepal zu erzählen, beginnen wir mit diesem Tag, mit dem alles begann. Der Weihnachtsbaum! Der russische Weihnachtsbaum! Dieses Teil mit zahlreichem Lametta-Wirrwarr und mit einem kleinen Engel, versteckt hinter einem nicht duftenden Zweig, mit einigen funkelnden Weihnachtskugeln, so funkelnd wie die Augen von Putin, wenn er seinen Geldtresor öffnet. So funkelnd und doch so hässlich. Nun kommen wir an diesem besagten Tag, nichts ahnend, zur Arbeit und sehen diesen künstlichen Baum, der aussehen soll wie ein Weihnachtsbaum, aber eher einer langweiligen Ausgabe von “verbotener Liebe“ ähnelt. Nein, bei uns kommen bei diesem Anblick keine Weihnachtsgefühle auf. Und hier gab es keine schneebedeckten Lebkuchenhäuschen im Mittelpunkt von, nach Glühwein duftenden, Weihnachtsmärkten. Keine Händler die duftende Kerzen, duftende Weihnachtsplätzchen oder Weihnachtsöl in winterlicher Weihnachtsstimmung anbieten. Stattdessen blitzt die Sonne, stattdessen sitzen wir bei Eistee im T-Shirt unter blauem, sommerlichem Himmel an unserem Tisch.


Weihnachtsabend

Heute ist der 24.12.2011 und heute soll Weihnachten sein? Für uns fühlt es sich nicht wie Weihnachten an, da wir keine Hektik haben, noch schnell die letzten Weihnachtsgeschenke zu besorgen. Und so brauchen wir uns auch keine unzähligen Gedanken machen, wem wir noch eine letzte Freude machen können. Und Tobi braucht keine halsbrecherischen Fahrradstunts mehr zu machen, um noch kurz vor Ladenschluss, schweißgebadet, mit seinem letzten gesparten Geld, einige Kleinigkeiten zu kaufen. Die Reihe der unzähligen und manchmal auch Nerven aufreibenden Gedanken ist lang, mit welchen wir uns die vergangenen Jahre über, teilweise ein wenig zu sehr geplagt haben. Und eigentlich bräuchte man das auch gar nicht. Aber dieses Jahr gibt es für uns kein Weihnachten im Kreise der Familie und das ist ein großer Verlust! Keine lachenden Eltern, keine leckeren Abendessen am Tisch der Familie, keine Umarmung mit den Geschwistern. Stattdessen haben wir aber den, ach so schönen, Weihnachtsbaum in Nepal, der uns doch hilft an Weinachten und an die besinnliche Zeit der vergangenen Jahre zu denken. So kommt es, dass der Weihnachtsabend dann auch in Pokhara  ganz schön ist, denn wir haben ein wenig Weihnachten eingeführt. Und auch wir haben uns ein wenig Weihnachtsstress gegönnt, weil es wieder einmal unvorhergesehene Prognosen gab, seitens einiger Geschäftspartner. Doch wir haben es gerade noch im Zeitplan geschafft! Unterm Weihnachtsbaum lag schlussendlich für jeden eine Überraschung. Wir haben jedem Mitarbeiter von uns, eine eigene Tasse mit einem aufgedruckten Gruppenbild überreicht! Ein Geschenk, was eigentlich aus finanziellen Mitteln nicht gemacht wird; aber, wir haben uns für die finanziellen Ausgaben sehr ins Zeug gelegt und konnten jedem diese kleine, aber sehr gelungene Überraschung machen! Und diese Freude war groß! Der Weihnachtsmann hatte sogar ein eigenes Päckchen für Caro, über dass diese sich sehr gefreut hat: Eine Blind-Massage (professionelle Massage von Blinden), ein toller Schal und eine superschöne Holzschatulle.

 

Frohe Weihnachten an euch zu Hause! Und Frohe Weihnachten vom Weihnachtsmann Tobias und seinen Weihnachtsmannfreunden!   

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