Bergsteigen mit Alex and Claudi

Unterwegs mit Alex und Claudi. Das heißt so viel wie:

 

1. früh aufstehen, am besten noch vor allen Anderen

2. pünktlich starten, nach einer zuvor angesetzten Uhrzeit

3. nicht trödeln und die Zeit vergeuden, wie z.B. mit anderen plaudern oder zu viel fotografieren

4. schnell laufen, denn Alex sprintet

5. Rekorde brechen

 

An diesem Tag haben wir stolze 1740 Höhenmeter absolviert und sind in Chamje auf 2670 m über dem Meeresspiegel gestrandet. Leider war an diesem Tag, wie am Tag zuvor, die Sicht bzw. das Wetter sehr bescheiden. Bewölkt und diesig und keine gute Sicht auf die Berge. Das heißt auf gut Deutsch, dass wir bis jetzt noch keine Berge gesehen haben. Nicht in den letzten beiden Tagen und auch nicht in den drei Tagen in Pokhara. Somit war unsere Vorfreude auf die schneebedeckten Berge riesig und wir fieberten jeden Tag einer traumhaften Bergkulisse entgegen!

 

Annapurna! Annapurna bedeutet Annapurna I bis IV, sowie Annapurna South. Also besteht dieser Name aus fünf Gipfeln, wobei der Annapurna I derjenige ist, welcher als Annapurna gilt, denn dieser ist der Einzige, der über 8000 m hoch ist. Genauer gesagt beträgt seine komplette Erhebung 8091 m und diese galt es zu umrunden! Und durch den heutigen Tag sind wir diesem Ziel auch ein gutes Stückchen näher gekommen. Dieser Trekk ist der wohl bekannteste, neben dem Annapurna Basecamp und dem Mount Everest Basecamp, in Nepal. Auch, wenn hier einige Rentnergruppen unseren Weg kreuzen, sollte man den Höhenunterschied und die Anstrengung nicht unterschätzen. Besonders weil die Rentner oftmals fitter sind als wir! Und, nur weil es eine touristische Strecke ist, heißt dies nicht automatisch, dass sie auch einfach ist. Das wurde uns an diesem Tag mehrmals bewusst. Wobei, wenn man erst einmal losmarschiert ist und die Landschaft und die unterschiedlichsten Eindrücke an einem vorbeirauschen, vergeht die Zeit schnell und die Höhenmeter steigern sich stetig. Aber wenn man bedenkt, dass man noch ungefähr zwei Drittel an Höhenmetern vor sich hat, macht man sich schon seine Gedanken, ob man das mit 20 kg Gepäck überhaupt schafft. An diesem Abend haben wir uns für einen Euro ein Zimmer gegönnt. Nach so einem Tag ist dies dann doch komfortabler als das Innere von einem Zelt. Generell kam bei uns die Frage auf in wie weit wir eigentlich noch das Zelt brauchen, wenn die Preise so verrückt günstig sind. Warum sollen wir uns dann mit dem Gepäck plagen, wenn wir es eh nicht nutzen? Aber ich muss euch sagen, mein Ehrgeiz war geweckt, mit Übergewicht den Gipfel zu erklimmen. Die leichte Variante, kann sogar der Opa von nebenan, aber sinnlos ein Zelt mit hochschleppen, dass macht nicht jeder und somit hab ich beschlossen, das Zelt bis zum bitteren Ende mitzunehmen, auch, weil wir an dem Zelt hängen.

 

An dieser Stelle will ich das Payola Team aus Halle grüßen, die mir dieses Zelt vor langer, langer Zeit verkauft haben. Als Ahnungsloser hab ich diesen Laden besucht und als neuer stolzer Zeltbesitzer den Laden verlassen. Und bis heute bin ich mit dem Kauf mehr als zufrieden. Salewa Scout II ist nicht nur für seine 100 Euro verdammt günstig, sondern auch noch mit 2,9 kg sehr leicht. Es ist super schnell aufzubauen und bietet ausreichend Platz. Zudem hat es, im Vergleich zu anderen Zelten, eine sehr hohe Wassersäule und ist einfach nur Klasse! Der beste und zuverlässigste Kauf mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis! Genug Werbung, ihr merkt, wir sind überzeugt.

 

Den Abend haben wir mit „Mensch ärgere dich nicht“ spielen verbracht und mit einem wunderbaren Blick auf einen Wasserfall. Beim Abendessen haben wir noch Christina und Jan kennengelernt, zwei verdammt sympathische Mediziner aus Köln, mit demselben Trekkingziel.

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