International Mountain Museum Pokhara

Wie bereits gestern vereinbart, sind wir heute gemeinsam zur nepalesischen Behörde marschiert um uns die entsprechenden Dokumente zu besorgen. Das machten wir natürlich erst nachdem wir uns ein ausführliches Frühstück mit tollem Kaffee gegönnt haben. Mit vollgeschlagenem Magen ging es dann auf die Suche nach dieser Behörde. Leider war dieses Unterfangen gar nicht so einfach. Und das weitere Übel bestand darin, dass wir nicht genug Geld dabei hatten. Denn wieder einmal hatten wir Probleme Geld an den Automaten abzuheben. Deswegen musste das bei Seite gelegte Geld, welches für die Unterkunft vorgesehen war, erst einmal aushelfen. Und dann ging es auch schon los, hinein in die Behörde der krummen Geschäfte”, denn so richtig koscher war uns das Ganze nicht. Manbraucht zwei verschiedene Dokumente um überhaupt einen Fuß in das beliebte Trekking-Gelände zu wagen. Das haben wir im Vorfeld schon erfahren. Nun wurde es Realität und wir waren dabei uns diese Dokumente zu besorgen. Um das Ganze mal beim Namen zu nennen: Es handelt sich um eine TIMS-Karte, welche bei möglichen Unfällen helfen soll, schneller und besser reagieren zu können und um eine generelle Erlaubnis für das Trekking-Gelände. In wie weit uns die TIMS Karte weiterhilft, wenn wirklich etwas passiert, wollten wir in dem Moment auch nicht wissen. Deshalb hieß es Zähne zusammenbeißen, Geld zählen und ohne große Sprüche auf den Tisch legen. Wobei das Geld erst einmal nur für die Erlaubnis gereicht hat. Die TIMS-Karte wollten wir am nächsten Tag, mit etwas mehr Geld in der Tasche organisieren.

 

Nach diesen Behördengängen haben wir den restlichen Tag im Zentrum von Pokhara verbracht. Der Teil in dem wir wohnen, nennt sich Lakeside und ist ein wenig abgelegen vom Touristenstrom. Deshalb wollten wir nun ins Herz von Pokhara. Und ehrlich gesagt ist Pokhara gar nicht so klein wie wir gedacht haben. Mit dem Bus waren wir dann auch schon auf dem Weg in die Innenstadt, wenn man das so nennen darf. Am Verkehrsknotenpunkt ließen wir uns dann absetzen um erst einmal die Orientierung zu finden. Die Lakeside ist touristischer, aber wesentlich entspannter als dort, wo wir uns im Augenblick befanden. Neben Hupkonzerten und schreienden Verkäufern ging es dann entlang der Hauptstraße vorbei an endlosen Geschäften. Jedoch waren wir nicht ganz so endlos unterwegs. Wir brauchten eine externe Festplatte, den wir wollten unsere vielen bereits geschossenen Fotos in Sicherheit wissen. Leider habe ich es versäumt, dies Alex noch zu sagenbevor er abflog. So waren wir jetzt hier auf der Suche danach. Allerdings waren mir die Preise auf dieser Strecke jedoch zu teuer, denn 60€ für 120GB ist danndoch leicht übertrieben. Und mehr Platz brauchten wir für die Bilder nicht! Im Endeffekt haben wir uns dann eine Festplatte in der Lakeside für 50€ gekauft. Der Grund dafür, die Bilder in Sicherheit zu wissen, war es uns am Ende wert. Aber bevor wir uns über die neue Festplatte freuen durften, waren wir noch im Museum. Nicht in irgendeinemMuseum, sondern in dem InternationalMountain Museum“ und das im Gebirgsparadies Nepal. Wobei die Nepalesen auch ein wenig vomGeschäftemachen verstehen, denn dieses Wissenszentrum war eine gute halbe Stunde außerhalb der Touristenecke und man musste mit dem Taxi fahren. Das Museum war aber den Besuch wert und sie haben es schön angelegt. Nachdem wir uns einen Film rund um die Gebirge des Mount Everest angeschaut haben, konnten wir noch die verschiedenen Kulturen innerhalb Nepals kennen lernen. Neben Sherpas und Gorkhas, wonach auch dein nepalesisches Bier benannt wurde, gab es weitere uns unbekannte Einblicke in das Leben der jeweiligen nepalesischen Volksgruppen. Und natürlich sollten die Berge auch nicht fehlen. Alle 14 über 8000er wurden beschrieben und die Erstbesteiger und das Team benannt. Neben dem bekanntesten Berg welcher von Sir Edmund Hillary im Jahre 1952 bestiegen wurde, war auch der Dalaughiri interessant. Denn dieser wurde vom Schweizer Max Eiselin bestiegen, nachdem eine Outdoor-Kette in der Schweiz benannt ist. Auch unser bekanntester „Deutscher“, Reinhold Messner,fand hier endlich einen Platz um für seine Leistungen geehrt zu werden. Wenn dies nicht einmal der Lonely Planet schafft, dann wenigstens dieses Museum. (Anm.: Er wird doch im Lonely Planet erwähnt.) Als erster Mount Everest Besteiger ohne Sauerstoff, als erster Solo Besteiger des Berges und als erster Besteiger aller 8000er hat er sich diesen Platz mehr als verdient. Respekt!

 

Nach diesem ereignisreichen Tag haben wir den restlichen Abend bei leckerem und günstigemindischen Essen ausklingen lassen und sind dann erschöpft ins Bett gefallen.

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