Fahrt nach Pokhara

Unserer wunderbarer Bharat hat uns mit Hilfe seines Bruders ein Busticket nach Pokhara besorgt und somit mussten wir an diesem Morgen nur früh aufstehen ins Taxi steigen, um dann am Busbahnhof in den entsprechenden Bus einzusteigen. Auch das war einmal eine angenehme geplante Sache und wir sind dankbar, dass dies alles so wunderbar geklappt hat und wir uns nicht an dem Tag vorher darum kümmern brauchten.

Als wir dann im Bus waren dauerte es fünf Stunden, bis wir am Ziel angekommen sind. Die Fahrt war weniger spektakulär, denn ich durfte nicht aufs Dach und ansonsten haben wir versucht ein wenig unseren Schlaf aufzuholen und unsere I-Pods zu beanspruchen. Als wir dann in Pokhara ankamen und aus dem Bus ausgestiegen sind, schnappte die Hotelfalle zu. Der erste Schritt auf „pokharischem“ Boden hieß auch gleich unzählige Angebote von habgierigen Männern entgegen zu nehmen, die versuchten ihre tollen Traumunterkünfte gewinnbringend zu vermieten. Naja und in der ahnungslosen Situation in der wir uns befunden haben, konnten wir den Angeboten nicht widerstehen. Nachdem wir uns beide angeschaut haben, haben wir kopfnickend übereinstimmend zugesagt. Eine kostenlose Fahrt gab es dann inklusive, wenn man sich für dieses Hotel entscheiden sollte. Und schon waren wir im Taxi und auf dem Weg ins Hotel Angel. Na wenn das nicht vielversprechend klingt wissen wir auch nicht. Nachdem wir an Obstständen, Kühen und entlang an Nepalesen die Stände umherschoben, vorbeigefahren sind, waren wir der Annahme, dass wir auch gerade an Claudi und Alex vorbei sind. Nach den beiden schreiend, ist Tobi dann aus dem Auto gesprungen, musste dann aber feststellen, dass wir uns getäuscht hatten. Mit einem sichtlich peinlichem Auftritt kam er dann pfeifend und so als ob er doch jemanden entdeckt hätte, zurück zum Auto. Erleichtert darüber, dass er nicht zu viele Blicke im Nacken gespürt hatte, ging es dann auch schon um die nächste Ecke und zum Hotel Angel. Das Banner mit diesem wunderbaren Namen hing auch schon triumphierend über dem Hotel. Wir haben uns, wie immer, für die günstigste Variante entschieden. Wie sich aber im nach hinein herausstellte nicht unbedingt die Schlauste. In unserem Mehrbettzimmer waren wir nicht die einzigen. Dies hat sich aber erst am Abend gezeigt und als wir uns gerade darauf freuten, dass wir ein Zimmer für uns alleine haben, kam auch schon die eiskalte Überraschung. Zwei Chinesen ohne Kontrabass, haben es sich gemütlich in unserem Zimmer gemacht. Leider zählten die beiden Geschöpfe auch nicht zum Schlag Mensch, mit dem wir gerne mehr zu tun haben wollten. Aber dies geschah alles, nachdem wir Claudi und Alex getroffen haben. An einem zuvor ausgemachten Zeitpunkt und Platz, haben wir es uns, nachdem wir sie in ihrem Hotel nicht angetroffen haben, gemütlich gemacht. Zehn Minuten nach dem verabredeten Zeitpunkt haben wir durch Nachfragen festgestellt, dass wir an der falschen Stelle sind und die Richtige noch 15 Minuten von uns entfernt liegt. Naja, super Sache. Also im Spurttempo, als gäbe es keinen nächsten Morgen, sind wir dann losgejagt. Jeder der sich uns in den Weg stellte wurde gnadenlos nicht beachtet. Aber die beiden Zielpersonen haben wir mit offenen und freudestrahlenden Armen bzw. Gesichtern umarmt. Mit klirrenden Flaschen haben wir dem ganzen euphorischen Empfang noch einen drauf gesetzt und erst einmal angestoßen. Bei leckerer Pizza und vielen Themen haben wir den Abend dann gemütlich ausklingen lassen. Für den nächsten Tag haben wir uns einiges vorgenommen. Denn wir mussten gewisse Dokumente besorgen um den Annapurna Trekk zu starten. Wunderbar, dass alles so wunderbar geklappt hat.

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