Dschingis Khan

Der Napoleon unter den Mongolen. In seiner Amtszeit als Großkhan von 1206 bis 1227 vereinte er mongolische Stämme um daraus ein großartiges Heer aus Reitern zu formieren. Mit diesem Heer eroberte er weite Teile Asien. Im Osten gelang er bis an das Japanische Meer und im Westen sogar bis zum Kaspischen Meer. Aufgrund dieses enormen Reiches musste eine Regierung gebildet werden. Diese wurden durch seine Mutter, seinen Bruder und seinen Söhnen besetzt. Er hat ein Grundgesetz, die Jassa, niedergeschrieben. Weiterhin etablierte er eine allgemeine Wehrpflicht und entwickelte für seine Verwaltung eine eigene Schrift. Diese bildet die heute mongolische Schrift! Das hat aber nicht er alles alleine ausgetüftelt, denn er war selber Analphabet, aber trotzdem ein verdammt schlauer Kopf! Und die erste Hauptstadt des Mongolenreiches wurde Karakorum, welche am Fluss Olkhon liegt. Diese Stadt haben wir ebenfalls auch auf unserer Reise besucht. Dazu aber später mehr. Übrigens starb Dschingis Khan 1227 und bis heute ist nicht klar wo er begraben ist. Das ist eine Legende wie nur Dschingis Khan sie machen kann. Leider zerfiel das Mongolenreich dann zwei Generationen später wieder, nachdem es unter den folgenden Generationen seine komplette Ausdehnung erreichte. Das Mongolenreich war 19 Millionen km² groß und somit doppelt so groß wie das heutige China und somit gilt es als das größte Weltreich der Geschichte. In seiner größten Ausdehnung reichte das Mongolenreich von Polen bis nach Vietnam und von Moskau bis nach Nordindien. Insgesamt bestand das Mongolenreich 200 Jahre. Des Weiteren hatte Dschingis Khan trotz seiner Grausamkeit eine geordnete zivilisierte Gesellschaft geschaffen und auch deshalb sagt die Legende das eine Jungfrau mit einem Topf voll Gold sein Reich von einem Ende bis zum anderen unbegleitet durchqueren konnte, ohne sich vor Belästigungen irgendwelcher Art fürchten zu müssen. Wow!


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