Tibet: Wir kommen!

Im Hostel angekommen, haben wir uns gleich über Möglichkeiten, wie wir nach Tibet kommen erkundigt.

 

Nach all unserer harten Recherchearbeit in Peking war dies die Reaktion:

 

Kein Problem, wie lange ist das Visum gültig, wann soll es losgehen und wie lange wollt ihr in Tibet bleiben. Bevor das Glücksgefühl ausbrach haben wir noch schnell alle Fragen beantwortet und dann unser Grinsen und unsere Freude präsentiert! Wahnsinn, in Peking hatte keiner einen Plan und nun sind wir auf dem besten Weg nach Tibet und das innerhalb von zwei Stunden! Das Beste bei der ganzen Sache war noch, dass wir eine fertige Gruppe zur Verfügung hatten. Und umso mehr Personen umso billiger wird die ganze Tour. Genau dies ist auch ein Problem bei der ganzen Sache. Es sind alles vorgefertigte Angebote. Anders ist ein Aufenthalt in Tibet nicht möglich. Insgesamt waren wir sechs Personen. Neben uns fuhren mit: Ein Koreaner, eine Französin, ein Spanier und eine Holländerin. Uns blieben bis zur Abfahrt zwei Tage Zeit um Chengdu zu erleben und zu besichtigen. Was wir euch noch sagen wollen, ist das wir nur noch 9 Tage Zeit hatten bis das Visum abgelaufen wäre. Wären wir nicht genau so abgefahren, wie wir schlussendlich abgefahren sind, hätten wir das Visum verlängern müssen. Das wiederum hätten wir nicht wirklich in Chengdu machen können und es hätte noch ordentlich Geld gekostet. Eine Visaverlängerung ist in China ein kleines Vermögen! Vielleicht war es genau die Belohnung, die uns zugestanden hat, nachdem was wir alles in Peking erlebt haben und wie viel Zeit wir dafür geopfert haben und vor allem wie viel Nerven. Als weitere Belohnung gab es am Abend einen Hot Pot. Das ist sozusagen ein MUSS in Chengdu. Dazu wird ein Topf mit heißen und auch scharfen Soßen in der Art von Yin und Yang auf die Feuerstelle in der Mitte des Tisches gestellt und dazu verschiedene Gemüsearten oder auch Fisch oder Fleisch serviert. Wer nun denkt, das wäre ein Kinderspiel, der hat sich getäuscht. Kein einziger der Angestellten hat Englisch gesprochen und die Speisekarte war für uns Chinesisch, im wahrsten Sinn des Wortes. Was also machen, wenn keiner der beiden Seiten einen Plan hat. Die erste Möglichkeit ist Zeichensprache, die zweite wäre zu anderen Tischen zu laufen und zu schauen und wenn es passt dies zu zeigen, die Dritte, das Restaurant verlassen und was Bekanntes essen. Aber wie gesagt es ist ein Muss, dies zu probieren! Also, auf in den Kampf mit ahnungslosen Chinesen ein Abendbrot aufzustellen. Das Ergebnis war Fisch, mehr war nicht möglich, und das war unter großer Zustimmung in den Augen der Angestellten lesbar! Lassen wir uns überraschen. Wie erklärt man, dass wir Reis dazu essen wollen? Wer uns nun eine wunderbare und für uns beim nächsten Mal umsetzbare Lösung zuschickt, wird dafür wieder einmal belohnt! Trotz einiger Umstände der Essenswahl und einer nicht so reichlichen Auswahl, denn es gab nur Fisch, war es ein Erlebnis wert. Mit tibetischen Träumen und vollem Magen fielen wir in unseren verdienten Schlaf.

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