27 Stunden harter Sitz!

Was so klingt wie ein Gruselschocker, war auch einer. Denn viel Platz gab es nicht in dem Wagon mit 60 weiteren Personen. 60 weiteren Chinesen. Die Nacht war bescheiden, aber das kann man sich ja auch denken, wenn man auf einem Sitzplatz sitzt und nicht in einem gemütlichen Futonbett. Nach mehrmaligem wenden, drehen und Minutenschlafen, habe ich einen Platz auf drei Kisten gefunden. In Embryostellung aber mit einer Liegemöglichkeit, kam ich dann doch noch, genau wie Caro die es sich auf den beiden Sitzplätzen gemütlich gemacht hat, zu ein wenig Schlaf.

 

Dass die Chinesen nicht gerade Anstand haben, haben wir schon mehrmals erfahren und gesehen. Aber dass die Leute auch im Wagon eine Möglichkeit finden zu rotzen war uns nicht bewusst. Wenn die Nase verstopft ist, wird in die Hände gerotzt und dann an der Hose abgewischt. Wer vornehm ist, geht zum rotzen jeglicher Art zum Waschbecken. Da dies unmittelbar neben unseren Sitzplätzen war, machte das Ganze noch grauenhafter. Aber auch dieses Erlebnis haben wir hinter uns gebracht und wir waren froh in Chengdu zu sein.

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