Sommerpalast

Wir haben euch ja geschrieben, dass wir vorgestern beim „Exit und Entry Bespaßungszentrum“ waren. Das Beste an der ganzen Sache war, das wir Torben und Aimin kennengelernt haben. Torben ist Däne und Aimin ist Pekingerin und beide Leben in Luxemburg und sind für drei Monate in Peking. Nach unserer Unterhaltung haben wir unsere Nummern ausgetauscht und beschlossen das wir uns doch treffen können und etwas gemeinsam unternehmen können. Nun war der Tag gekommen und wir haben uns mit den Beiden verabredet! Treffpunkt war das Silicon Valley von Peking. Dem Universitätsgelände und Technikviertel dieser Stadt. Nach einem kurzen Spaziergang durch das Technik- und Studentenparadies sind wir anschließend zu einem lokalen Markt gegangen. Traumhaft. Unzählige Früchte und Leckereien, haben uns zu Schleckermäulern verwandeln lassen und wir haben es uns gut gehen lassen. Da Aimin die Fachfrau für die uns unbekannten Früchte und Süßigkeiten war, war es ein Genuss für unsere Sinne. Dort gab es aber auch eine spezielle Frucht, Durian oder auch Stinkefrucht genannt. Sie ist in etwa so groß wie eine Ananas, ist außen grün und mit vielen Stacheln bzw. Dornen versehen. Das Fruchtfleisch selbst ist eher weißlich-gelb und der Geschmack… Nun ja, wir sind uns beide einig, dass wir wahrscheinlich noch nichts ekliger Schmeckendes gegessen haben wie diese Frucht! Sie schmeckt zur selben Zeit wie rohes Hühnchen mit ganz viel Knoblauch, zeitgleich nussig und mit einer starken fruchtigen Note. Und der Nachgeschmack hält den ganzen langen Tag an, so dass man sich wirklich daran „erfreuen“ kann! Also, probiert es doch bei Gelegenheit mal selber aus! ;-) Übrigens ist es wohl in den asiatischen Ländern verboten, diese „Stinkefrucht“, die ihrem Namen alle Ehre macht, in öffentlichen Verkehrsmitteln zu transportieren oder in Hotelzimmern zu lagern. Sollte man es doch darauf ankommen lassen und die Frucht mit aufs Zimmer nehmen (es soll ja so einige Menschen geben, denen diese Frucht schmeckt), dann darf er das Hotelzimmer nach Verlassen noch eine weitere Woche lang bezahlen, da es solange, dank dem Gestank nicht möglich ist, das Zimmer zu vermieten…

 

Anschließend waren wir typisch chinesisch Essen! Verdammt lecker, können wir euch sagen. Danach sind wir Richtung Sommerpalast gefahren. Wenn ihr euch nun fragt, wie wir das alles an einem Tag geschafft haben, sei euch gesagt, dass es schon um vier war und man aber gut und einfach einen kompletten Tag im Sommerpalast verbringen kann. Das Gute daran ist, das man bis um Acht sich im Palast aufhalten kann. Als wir uns von den beiden wunderbaren, sympathischen und supernetten Menschen verabschiedet haben, ging die Erkundungstour auch schon los. Auch hier war der chinesische Andrang deutlich zu spüren und auch die Megafone fanden hier Gehör! Da es aber schon spät war, wurde der Palast zusehends leerer und idyllischer. Und somit können wir mit Sicherheit sagen, dass dies unser persönliches Highlight der Pekinger Sehenswürdigkeiten war. Wunderschöner Palast am See, mit zahlreichen Wegen zum Entspannen und Erkunden. Da es mittlerweile schon dunkel war, bekam dieser Ort eine besondere Atmosphäre und somit können wir euch sagen, dass es wahrscheinlich genau richtig war, erst so spät zu kommen. Danke Aimin und Torben, für den tollen Tag und bis bald in Luxemburg.  

 

Die Visitenkarte von der netten Frau aus der verbotenen Stadt kam nun zum Einsatz. Das Angebot war sie uns unterbreitet hatte, bestand aus dem Besuch der Chinesischen Mauer, den Ming Tombs und dem Bird´s Nest (Olympisches Stadion). Letzteres haben wir ja schon gesehen, aber das Pauschalangebot von zehn Euro pro Person mit Abholservice und Verpflegung war einfach unschlagbar. Nachdem wir mit ihr gesprochen haben, hieß es, dass wir am nächsten Tag um sieben mit einem Bus abgeholt werden würden und uns der Guide ca. 15 Minuten vor deren Ankunft anrufen würde, so dass wir pünktlich und abholbereit vor unserer Haustür stehen konnten.  

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