Verbotene Stadt

Heute Morgen haben wir uns erst einmal ein „Beijing Breakfast“ gegönnt, eine Art Burger mit einem Salatblatt, angebratenem Fleisch und in der Mitte ein von beiden Seiten angebratenes Spiegelei. Das Ganze war schön scharf, aber verdammt lecker. Und wenn man das kennt, braucht man nicht mehr zum lustigen Donald gehen! Danach ging es dann weiter mit dem Fahrrad zur Verbotenen Stadt, dem ehemaligen Kaiserpalast in der Mitte von Peking. Also auch mit dem Fahrrad ist es ein weites Stück und somit kann man hier ohne Probleme einige Kilometer radeln. Nachdem wir unsere Tickets hatten durften wir in das Gewimmel von Touristen eintauchen und die frühere Herrscherstadt miterleben. Man muss dazusagen, dass um die 90% aus chinesischen Besuchern bestehen und wir somit als europäische Touristen eine Ausnahme sind. Und das Ganze bei 90 Millionen Besuchern im Jahr ist das schon eine Sache. Und wie wir die Tore dieses Reiches durchschritten haben, wurden wir auch gleich mit einer neuen Sehenswürdigkeit konfrontiert. Der chinesischen Mauer! Zahlreiche Personen haben den Touristen weitere Kompaktangebote aufgeschwatzt. Und auch wir konnten uns von dieser Kralle nicht befreien. Ohne einen Blick in die heilige Welt der Ming und Qing Dynastie gesehen zu haben wurden wir auf weitere Angebote aufmerksam gemacht. Man muss dazusagen, das Preis-Leistungsverhältnis war unschlagbar und somit hatten wir die Visitenkarte einer netten Dame in der Hand. Aus freiheitlichen Gründen haben wir uns keinen Guide genommen und sind einfach drauf los gestiefelt. Dieses Highlight der Stadt zählt zum Weltkulturerbe der UNESCO und man hört immer, dass es ein Muss ist, diese Stadt zu besuchen. Also rein ins Vergnügen und diese enorme Stadt erkunden. Jedoch war der erste Eindruck nicht so berauschend. Das lag nicht nur am Wetter, weil ja meistens ein Smoghimmel über der Stadt liegt, nein sondern auch an den Massen an chinesischen, spanischen, englischen und weiteren Touristengruppen. Und da die Gruppen so zahlreich sind werden hier kleine Megafone eingesetzt, damit auch jeder in der letzten Reihe sein Wissen erweitern kann. Und wenn man nun durch diese Stadt marschiert und an jeder Ecke eine Gruppenherde sieht, die sich an diesem Klang ergötzt, hat man leicht das Gefühl einer Fließbandmaschinerie! Der spirituelle und geistesabschweifende Geist, findet hierbei keinen Platz sich auszubreiten. Deshalb hatte es für uns schon beim ersten Schritt in dieses Massenlager an Touristen eine beklemmende Atmosphäre. Deshalb war unsere Freude sehr getrübt. Nichts desto trotz ist diese Stadt einen Besuch wert um einen Eindruck zu gewinnen, wie gigantisch dieses Reich einmal war. Die Stadt startet mit einem Abbild von Mao Tsetung, dem Heiligen der Heiligen im chinesischen Reich. Weshalb und warum ein Mann dieser grausamen Vorgehensweise, diesen Ruf erlangen konnte ist uns bis heute ein Rätsel. Wenn ihr nun weiter den Pfad des Reiches durchwandert erreicht ihr weitere Tore die euch weiter ins Herz der Dynastie leiten. Unzählige Gebäude und unzählige verwinkelte Ecken lassen euch Zeit einen Eindruck der besonderen Art zu verschaffen. Abgesehen von den Megafonen! Mit zahlreichen Eindrücken und leerem Magen ging es weiter auf dem Fahrrad zurück nach Hause. Auf dem Weg wollten wir noch einen Abstecher bei Decathlon, einer französischen Outdoorprodukte-Kette, machen. Zuvor haben wir aber noch einen Halt beim Supermarkt gemacht! Warum wir euch das erzählen, hängt damit zusammen, dass direkt daneben ein Künstler bzw. Maler sein Atelier hatte. Caro war einkaufen und ich unterhielt mich mit dem Maler. Aufgrund seiner wunderschönen Bilder und seiner sympathischen Verkaufsstrategie, haben wir auch gleich drei Bilder erstanden. Was ihr hier seht ist mein Lieblingsbild! Danach ging es weiter entlang an Armani, Rolex und Nike zu Decathlon. Jedoch war unsere Suche erfolglos und wir machten uns auf den Weg nach Hause! Angekommen machten wir uns gleich ans Werk. Deutsche Pfannkuchen mit Banane und Nutella! Bevor euch die Geschmacksnerven in Trance versetzen, nehmt nun eine Schokolade zur Hand und genießt sie. Guten Appetit!

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