Wasserfall

Der nächste Tag sollte dann die erwartete Entschädigung für den Vortag sein. Und so war es auch. Tobis absoluter Höhepunkt. Bis wir jedoch das Ziel erreichten, gab es noch eine Abwechslung zu unserem einseitigen Buuz essen. Wir haben „Tsuivan“ (Pasta mit Gemüse und Fleisch) gegessen, was sogar fast besser als Buuz ist, weil es wesentlich satter macht, und „Hooshur“ (Frittierte Teigtasche mit Schafsfleisch) was nicht so ganz Tobis Fall ist.

 

Nachdem wir unser Ziel für die nächsten zwei Tage erreicht hatten, haben wir uns erst einmal einen Zeltplatz gesucht. Nicht irgendeinen, sondern mit Abstand den Besten, den man im Olkhontal bekommen kann: Ein Fluss, der sich um die Steine schlängelt, eine Insel vor unseren Augen und ein grandioser Sonnenuntergang ließen uns ins Schwärmen versetzen. Ein unvergesslicher Augenblick gekrönt mit wunderbaren Bildern. Den Tag haben wir noch ruhig mit Jungle Jam (unserem Lieblingsspiel) ausklingen lassen.

 
Am nächsten Tag hieß es dann weiter staunen. Mit dem Auto fuhr uns Ochiroo bis zu einem Fluss. Diesen überquerten wir, indem wir von Stein zu Stein sprangen, was nicht immer so einfach war, um an unser Ziel zu gelangen: Dem Wasserfall. Was für ein Anblick! Der Wasserfall ebnete unseren Weg in ein wunderschönes Tal. Wir befanden uns im Märchenwald! Unser Glück war es, das wir im Herbst dort waren! Es gab kaum Touristen, die Farben der Bäume waren mit ihren Goldtönen zu Rottönen bis hin zu Grüntönen unbeschreiblich schön und wir genossen den herrlichen Sonnentag. Auf dem Rückweg fing es dann an zu schneien. Riesige Graupel, so groß wie ein Fingernagel fielen vom Himmel. Im weiteren Verlauf des Tages entwickelte sich eine schneebedeckte Landschaft. Zuvor ein Herbsttag, nun eine winterliche Stimmung. Es war schön diesen Wechsel mitbekommen zu haben um einen weiteren Eindruck der Natur mitzubekommen, und weiter die Zuverlässigkeit unserer Schlafsäcke zu testen. Nicht nur die Mongolen hatten Gefallen an uns gefunden, sondern auch die Ziegen. Die kamen nämlich mit großem Aufmarsch auf uns zu und als sie uns dann umzingelt hatten ging das Geknabber los. Caro sollte dafür ihre leckerste Zielperson werden. Glück gehabt, das sie nicht so hungrig waren! Dann sind wir zum Auftauen ins Ger und haben bei leckerer Suppe den Abend ausklingen lassen! Nicht nur die Ziegen hatten heute ihre Freude auch wir hatten noch unsere „aufflammende“ Freude!

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