Ikh Bogd Uul

Ein weiteres Highlight einer Mongoleireise ist das Altaigebirge. Leider benötigt man dafür zu dieser Jahreszeit fünf Tage um von Ulaanbaatar bis zum Westen zu fahren. Und das nur für eine Strecke. Darum stand es nicht mehr auf unserem Plan und somit sind wir sehr froh euch doch noch einen Teil des Altai zeigen zu können! Den Ikh Bogd Uul mit einer Höhe von 3957 Metern der Größte unter den Ausläufern des östlichen Altaigebirges. Und nur unwesentlich niedriger als der größte Berg des Altaigebirges (Altai=unter dem Mond) der Belucha mit 4506m. Um einen Berg dieses Ausmaßes zu besteigen heißt es früh aufstehen. Leider ist es bei fünf unterschiedlichen Köpfen nicht immer ganz einfach rechtzeitig loszugehen und somit sind wir erst um zehn Uhr aufgebrochen. Nach einer Stunde standen wir erst einmal am Fuße des Berges und danach hieß es dann klettern, denn es gibt keinen „Wanderweg“. Nach nur wenigen Minuten wussten wir, es wird ein langer und harter Aufstieg. Vielleicht auch aus diesem Grund waren wir dann nur noch zu dritt. Weiter Richtung Gipfel, hieß es dann auch für Emilie leider Game Over. Unsere Versuche sie noch weiter Richtung Gipfel zu führen fielen leider nicht auf positive Reaktion und somit waren wir es dann, die es alleine bis auf den Gipfel geschafft haben. Leider nicht ganz, es haben uns noch wenige Höhenmeter gefehlt. Jedoch stand und noch eine Strecke von 20 Minuten bevor um ans Ziel zu kommen. Da jedoch schon fünf Stunden vergangen waren und es immer später wurde, war schlussendlich der Verstand stärker als der Wille und wir beschlossen umzukehren um nicht in die Dunkelheit zu geraten. Hoch klettern heißt auch wieder runter zu klettern. Schlussendlich waren wir froh, dass wir wieder rechtzeitig runter sind, denn die Abenddämmerung brach schon hervor und die Müdigkeit zeigte auch langsam sein Gesicht und dies kann schnell zu Missgeschicken führen. Unseren kleinen Sieg es fast nach oben geschafft zu haben, wurde dann feierlich mit Vodka begossen und wir traten den Heimweg an. Auf dem Wege leerte Caro dann fast die ganze Flasche. Ihre Freude über ihre große Besteigung war so überschwänglich, das sie vergessen hatte die Flasche weiterzureichen. Das Resultat könnt ihr euch vorstellen... Aber Caro wäre nicht Caro, wenn sie nicht trotzdem alles unter Kontrolle hätte!

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