Nationalpark und Jurte/Ger

Heute war so einiges los! Natürlich waren wir wieder eine ganz schön lange Zeit im Auto unterwegs (jaja, die Mongolei ist groß…). Und wir kamen durch eine relativ große Stadt, Dzanhgahar, in der wir gut zu Mittag aßen. Hier sahen wir auch das erste Straßenhinweisschild außerhalb von Ulaanbaatar! (Das soll was heißen!) Raffael fiel in unserer Pause auf, dass ein Autoreifen etwas platt war. Ochiroo meinte, dass dem aber nur Luft fehle (stimmt ja auch so). Allerdings stellte sich dann doch heraus dass wir einen Platten hatten. Nachdem wir den Reifen ausgewechselt hatten ging es weiter in den Nationalpark Yolyn Am. Dort wartete ein vereister Wasserfall auf uns. Wir überlegten kurz, ob wir zu Pferd dorthin reiten sollten, überlegten es uns aber dann anders, da es relativ teuer war. So machten wir uns zu Fuß auf den Weg dorthin, vorbei an tollen Bergschluchten. Dabei kamen wir an unzähligen Murmeltieren vorbei, die hier ganz normal leben.

 

Dazu gibt es auch noch eine interessante Tatsache zu berichten: In der Mongolei gibt es noch vereinzelte Fälle von Lungen- und Beulenpest die durch ebendiese Erdmännchen übertragen werden können. Besser gesagt wird die Krankheit durch Flohbisse übertragen, die auf diesen Tieren leben. Vor allem gegen Ende des Hochsommers ist dieses Thema aktuell, wenn viele Mongolen auf die Murmeltierjagd gehen. Das fällt allerdings unter die Wilderei. Und da sich die Wilderer vor eventuellen rechtlichen Konsequenzen fürchten, gehen Pesterkrankte gar nicht oder erst viel zu spät zum Arzt.

 

Der Weg zum vereisten Wasserfall war sehr schön. Allerdings kamen wir beim Rückweg schnell in die Abenddämmerung hinein so dass wir uns beeilen mussten. Fast schon im Dunkeln hörten wir dann, wie Reiter kamen. Und diese Reiter hielten an, um uns das letzte Stück des Weges im Dunkeln mitzunehmen! So kam es, dass sich jeder von uns mit einem Mongolen ein Pferd teilte! Was hatten wir für einen Spaß! Yihaaa, Yppieeee!!!!! Es gibt nichts Schöneres! Das Glück der Erde ist auf dem Rücken der Pferde!!! Hier stimmt's!

 

Spontan ergab sich dann am Parkplatz noch eine kleine Party mit unseren Reitern. Dabei lernten wir dann noch einen neuen Freund kennen und sind schon sehr auf seinen Besuch gespannt!

 

Danach ging es dieses Mal zum Übernachten ins Ger. Dort war es schön warm und wir ließen uns Ofenkartoffeln mit Rosmarin und Käse schmecken.

 

Nachts hatte ich, Caro, dann noch eine kleine Schrecksekunde. Als ich nachts in Ruhe aufs Klo wollte, mich mit meiner Stirnlampe hinter das Ger schlich und mich gerade erleichtern wollte, starrten mich plötzlich 100 grüne Augenpaare an! Huch, was war das denn? Wölfe (davon hatte ich im Buch gelesen) oder wilde Hunde? Noch dazu machten diese Tiere seltsame Geräusche! Auf jeden Fall war mir nicht mehr nach Klo gehen. Am nächsten Morgen fand ich dann heraus, dass es „nur“ Schafe und Ziegen gewesen sind...

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