Jurten-Viertel

Die Ger-Viertel (=Jurten-Viertel) in Ulaanbaatar sind etwas ganz besonderes. Die Mongolei ist ja weithin für sein Nomadentum bekannt. Und so gibt es nicht nur im ganzen Land verteilt eine Menge Jurten, sondern auch in der Stadt Ulaanbaatar eigene Viertel dafür. In unseren europäischen Augen sehen diese Viertel jedoch stark wie Slums aus. Denn zwischen den wenigen Gers befinden sich eine Menge einfacher Hütten aus Wellblech, Holz und anderen Materialien und es wird kein Platz verschenkt! Auch gibt es hier kein fließendes Wasser, geschweige denn Toiletten mit Klospülung oder Küchen etc. In der Mongolei ist dies aber nichts unübliches. So kamen wir in den Genuss und die Ehre, im Ger-Viertel bei Andy zu übernachten.

 

Das klingt einfach, war es aber nicht, wenn man bedenkt, dass Andy ein Student ist, und daher nur ein Zimmer von ca. 8m² Fläche zur Verfügung hat. Und wie gesagt, nur das Zimmer, keine Küche, keine Toilette (denn die war draußen im Hof, ein einfaches Plumpsklo) und vor allem kein Bad. Zum Duschen geht man in das öffentliche Duschhaus, welches ca. 10 Minuten zu Fuß entfernt ist. Richtig, wir waren im Slum von Ulaan Bator, dem Ger Distrikt bzw. dem Chingeltei Distrikt! Aber es war cool, mitzuerleben, wie es sein kann, wenn man kein fließendes Wasser hat, sondern man es sich an einer Wasserstation kaufen muss (ein Liter für 0,0006 Cent). Für uns war es eine wundervolle Erfahrung und wir hatten eine tolle Zeit mit Andy, wenn auch kurz. Vielen Dank!

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Kommentare: 1
  • #1

    Paula (Samstag, 22 Juni 2013 23:51)

    Die rosarote Brille des Exotismus ist schon was Schönes.

    Slum, oh wie cool!
    :-(