Moskau ist ne schöne Stadt

Nachdem wir uns mit Moskau angefreundet hatten, was für uns nach St. Petersburg erst einmal schwierig war, finden wir es hier auch Klasse! Jedoch sind die Distanzen hier unglaublich. Mit der Metro geht das hier „relativ schnell“, jedoch ist die Vorstellung und die Realität das man vom Norden des Mittelringes bis zur anderen Seite des Mittelringes genauso lange braucht wie von Lörrach nach Freiburg oder von Halle nach Leipzig oder von Tirschenreuth nach Nabburg also ungefähr 40 Minuten schon abschreckend. Und wir sprechen hier nur vom Zentralring, die Stadt ist ja noch um einiges größer! Somit verbringt man doch sehr viel Zeit in den „Palästen für das Volk“, wie die Metro hier bezeichnet wird. Das größte öffentliche Verkehrsmittel auf der Welt und ihr wartet maximal zwei Minuten auf die nächste Metro, also keine Panik. Täglich fahren neun Millionen Menschen mit der Metro, mehr als in New York und London zusammen. Wenn man dann noch bedenkt, dass die erste U-Bahn 1935 eröffnet wurde ist das schon eine beeindruckende Leistung.

 

Aber nicht ohne Grund wohnen die Menschen in der Stadt, denn hier lässt sich Geld verdienen! Das ist das Problem weshalb Moskau auch so rasant wächst. Denn alle pilgern hierher um „Business“ zu machen. Man kann hier, wie wir uns von Irina haben sagen lassen, Geld verdienen ohne Steuern zu bezahlen. Dabei handelt es sich erst einmal um eine freiwillige Leistung, wenn man jedoch einen festen Standpunkt bzw. ein Geschäft hat muss man dafür Steuern zahlen. Also wenn ihr zum Beispiel private Therapien anbietet oder ähnliches habt ihr Nettobeträge. Aus diesen und weiteren Gründen ist Moskau die Stadt mit den meisten Millionären pro Quadratmeter.

 

Moskau ist allseits bekannt als Geschäftsstadt und trotzdem findet man auch hier sehr schöne Ecken. Und es macht Spaß, diese zu entdecken! Die Russen selbst erzählen uns immer, dass Moskau nicht Russland ist, sondern Europa. Wir haben diesen Unterschied nur bedingt festgestellt. Natürlich ist es eine große Metropole mit viel Verkehr, vielen international bekannten Geschäften und hastigen Menschen. Aber für einen Ausländer wirkt die Stadt trotz allem sehr russisch. Man entdeckt viele Gebäude und Statuen aus Zeiten der Sowjetunion, sieht aber zur selben Zeit auch den von Russland bekannten Prunk der durch palastartige Gebäude und die vielen goldenen Kuppeln der russisch-orthodoxen Kirchen repräsentiert wird. Auch viele große Autos, u.a. viele deutsche Marken wie Mercedes, Audi und BMW, aber auch viele amerikanische Schlitten gehören hier zum ganz normalen Stadtbild. (Das Benzin ist hier recht günstig.) Und auch das Klischee der „aufgemotzten“ Frauen, extra dünn und auf megahohen Highheels stimmt. Wobei ich persönlich (Caro) etwas enttäuscht bin. Entweder verstecken sich die vielen hübschen Russinnen vor uns oder es gibt zwar einige, aber nicht sooo viele. (Kleiner Tipp für die Jungs: In Polen gibt es wirklich viele und wirklich hübsche Frauen!) Natürlich ist für uns auch die Schrift ein Beweis dass wir uns in Russland befinden. Aber das interessante für uns ist, dass uns so einiges in Russland an Indien erinnert. Natürlich nur annähernd, aber es gibt da doch so einige Parallelen.

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